Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Einliegerwohnung

Als Einliegerwohnung bezeichnet man eine zusätzliche Wohnung, die sich in einem Einfamilienhaus befindet. Oft handelt es sich dabei um eine relativ kleine Einzimmerwohnung, ausgestattet mit einer Kochgelegenheit und einem kleinen Bad. Die Wohnung muss einen separaten Eingang haben, um als Einliegerwohnung bezeichnet werden zu dürfen. Auch müssen bestimmte rechtliche Anforderungen an die Wohnfläche, die sanitäre Ausstattung und die Hygiene erfüllt sein.

Einmessung

Wird verpflichtend für die Pflege des öffentlichen Liegenschaftskatasters benötigt. Einmessungen werden entweder vom örtlich zuständigen Katasteramt oder einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur durchgeführt. Die Kosten richten sich nach den jeweiligen Landesvorschriften und werden vom Eigentümer oder dem Nutzungsberechtigten (z. B. dem Erbbauberechtigten) getragen.  In manchen Bundesländern gelten Fristen, die Gebäudeeigentümer für die Beantragung der Einmessung einhalten müssen.

Einschalige Wand

Dies ist eine Außenwand, die im Gegensatz zu einer mehrschaligen Wand sowohl die Trag- als auch die Wärmeschutzfunktion hat. Beispiele sind einschaliges Sichtmauerwerk oder einschalige Außenwände mit einer Innendämmung oder einem Wärmedämmverbundsystem.

Synonyme - einschalig
Einspeisung

Hauseigentümer mit einer Photovoltaik-Anlage oder anderer Anlagen zur Erzeugung alternativer Energien können den erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Für diese Einspeisung erhalten sie eine gesetzlich festgelegte Vergütung. Durch die Einspeisung in das öffentliche Netz profitieren alle Verbraucher von der individuellen Stromerzeugung.

Emission

Unter der Emission versteht man jede Form der Abgabe von Strahlen und Energien sowie Stoffen an die Umgebung. Dabei handelt es sich meistens um die Abgabe sogenannter schädigender Stoffe. Auch Elektrosmog oder Lärm können in Form von Emissionen abgegeben werden.

Energetische Sanierung

Mit einer energetischen Sanierung soll der Energieverbrauch einer Immobilie gesenkt werden. Dabei können sowohl die Wasser- als auch die Heizkosten durch entsprechende Maßnahmen reduziert werden. So kann sowohl Geld gespart als auch die Umwelt geschont werden. Die energetische Sanierung besteht aus vielen unterschiedlichen Arbeitsschritten, zum Beispiel der Erneuerung alter Dämmmaterialien, der Sanierung von Fenstern und Türen sowie dem Einbau einer modernen Heizungsanlage. Oftmals kommen für die energetische Sanierung moderne technischer Anlagen zum Einsatz, die beispielsweise Solarenergie oder Erdwärme nutzen. Viele Maßnahmen zur energetischen Sanierung inklusive der notwendigen Materialien werden vom Staat gefördert, zum Beispiel durch entsprechende Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Nachweis des vorhandenen Energiestandards eines Gebäudes. Er muss nach festgelegten Bestimmungen erstellt werden, die in der Energieeinsparverordnung geregelt sind. Nur Fachleute wie Architekten, Ingenieure oder Handwerksmeister in einer relevanten Branche dürfen den Energieausweis ausstellen. Seit dem Jahr 2013 ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Energieausweis beim Verkauf oder der Vermietung eines Gebäudes vom Besitzer unaufgefordert vorgelegt werden muss. Enthalten sind im Energieausweis sowohl allgemeine Angaben zum Gebäude als auch konkrete Aussagen zu den verwendeten Energieanlagen, dem Lüftungskonzept, der Isolierung usw. Daraus ergibt sich ein Kennwert für den Energieverbrauch, der in eine energetische Einstufung des Gebäudes mündet. Zusätzlich müssen im Energieausweis Angaben dazu gemacht werden, welches Berechnungsverfahren für die energetische Einstufung vorgenommen wurde.

Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie unter https://www.hausbauberater.de/energieausweis.

Energieeinsparungsgesetz

Dieses Gesetz regelt seit dem 1. September 2009 den Wärmeschutz von Neubauten, gibt Vorgaben für energiesparende Hausanlagentechnik und beinhaltet Regelungen zum Energieausweis, der zwingend bei Vermietungen oder Verkäufen von Immobilien benötigt wird.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hausbauberater.de/energieeinsparungsgesetz-eneg.

Synonyme - EnEG
Erbbaurecht

Das Erbbaurecht ist ein grundstücksgleiches Recht, das den Besitzer dazu berechtigt, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu errichten und zu nutzen. Dieses Recht kann vererbt und veräußert werden, es ist jedoch in der Regel befristet. Als Entgelt für die Inanspruchnahme dieses Rechtes ist der Erbbauzins zu entrichten. Alle Vorgaben gehen aus der Erbbaurechtsverordnung hervor. Für Grundstücke mit Erbbaurecht kommt ein spezielles Grundbuch zum Einsatz, welches Erbbaugrundbuch genannt wird.

Ausführlich widmeten wir uns dem Erbaurecht auf  www.abir.eu/immobilienrecht/erbbaurecht.html.

Synonyme - Erbpacht
Erbbauzins

Der Erbbauzins ist das Entgelt für die Inanspruchnahme des Erbbaurechts. Er muss für die gesamte Erbbauzeit im Voraus bestimmt werden, wird dann aber in einzelnen Raten – meistens jährlich – an den Eigentümer des Grundstücks gezahlt.

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