Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

BegriffDefinition
U-Wert

Der U-Wert ist die Kurzform für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er gibt den stündlichen Wärmestrom durch ein Bauteil von der warmen Seite zu der kalten Seite an und ist damit die wichtigste Messgröße für die Dämmeigenschaft eines Bauteils. Ein hoher U-Wert zeigt eine schlechte Dämmwirkung an, ein niedriger U-Wert eine gute Dämmwirkung. Der U-Wert ist ein wichtiger Wert für die Energieeinsparverordnung EnEV.

Die Energieeinsparverordnung legt für alle Bauteile eines Hauses den U-Wert fest. Damit bestimmt sie, wie viel Wärme ein Haus maximal verlieren darf. Bei Neubauten oder Sanierungsarbeiten am Haus muss der geforderte U-Wert erreicht und eingehalten werden. Davon sind nur Häuser unter Denkmalschutz ausgenommen. Der U-Wert berechnet sich nach einer festen Formel. Diese Formel ist bezogen auf die Fläche von einem Quadratmeter und der Temperaturdifferenz in Grad Celsius.

Es bestehen große Unterschiede in den U-Werten zwischen dem Standardhaus und dem Passivhaus. Die U-Werte eines Passivhauses liegen bei einigen Bauteilen bis zu zwei Drittel niedriger als beim Standardhaus. Die Anpassungen der geforderten U-Werte erfolgen kontinuierlich, um Hausbesitzer zum Energiesparen aufzufordern. Es gibt attraktive Fördermöglichkeiten vom Staat und von der KfW für Sanierungen am Haus. Vor jeder Sanierung ist daher eine Energieberatung sinnvoll, um zu sehen, wo die größten Energieverluste am Haus auftreten und welche Reihenfolge bei den Sanierungen sinnvoll ist.

 

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Synonyme - Wärmedurchgangskoeffizient
Ug-Wert

Der U-Wert ist das Kürzel für den Wärmedurchgangskoeffizient. Er ist ein wichtiger Wert für die Energieeinsparverordnung EnEV. Der U-Wert eines Hauses setzt sich aus vielen Einzelwerten zusammen. So setzt sich zum Beispiel der

  • Uw (w für Window -> Fenster)
  • Uf  (f für Frame -> Fensterrahmen)
  • Ug (g für Glasing -> Glas) zusammen.

Uw = Ug + Uf

Eine wichtige Rolle bei der Energieeinsparverordnung spielt der Austausch von alten Fenstern bei bestehenden Immobilien sowie die Wahl von doppelt oder dreifach verglasten Fenstern bei neuen Immobilien. Es gibt vier verschiedene Größen, die die Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten bei Fensterglas beeinflussen. Das sind die Emissivität der Wärmedämmbeschichtung, der Scheibenzwischenraum, die Art der Gasfüllung und der Gasfüllgrad. Je kleiner der Ug-Wert ist, desto besser isoliert das Fensterglas. 3-fach Verglasung reduzieren den Ug-Wert deutlicher als 2-fach Verglasung. Der Scheibenzwischenraum bei 2-fach und 3-fach verglasten Fenstern ist mit dem Edelgas Argon gefüllt. Argon wirkt isolierender, je größer der Scheibenzwischenraum ist. Ab einem bestimmten Abstand lässt die isolierende Wirkung allerdings wieder nach.

2-fach verglaste Fenster erreichen einen Ug-Wert von 1,1 bis 1,0 W/(m²k) während 3-fach verglast Fenster einen Ug-Wert von 0,7 bis 0,6 W/(m²k) erreichen. Von daher lohnt es sich, über die verschiedenen Ug-Werte der gewählten Fenster zu informieren. Um den optimalen Uw-Wert zu erreichen, muss auch der Rahmen des Fensters dementsprechend ausgewählt werden.

 

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Synonyme - Wärmedurchgangskoeffizient,k-Wert
Umfassungsflächen

Die Umfassungsflächen wird auch Gebäudehüllfläche oder Hüllfläche genannt. Sie ist bei Gebäuden die Abgrenzung zwischen dem beheizten Innenraum und den nicht beheizten Räumen, der Außenluft und dem Erdreich. Zu den Umfassungsflächen gehören die Außenwände, einschließlich der Fenster und Türen, die Kellerdecke, die oberste Geschossdeck oder das Dach. Diese Gebäudeteile sollten gut gedämmt werden, da über sie die Wärme nach außen dringt.

Um die Energiebilanz des Gebäudes zu erstellen, wird unter anderem die wärmeübertragende Umfassungsfläche benötigt. Dafür ist die Systemgrenze zwischen dem beheizten und dem unbeheiztem Bereich nach der EnEV 2009 Anlage 1, Nr. 1.3.1 festzulegen. Die Energieeffizienz der Umfassungsflächen bewertet die Energieeinsparverordnung. Für die Berechnung der Umfassungsfläche eines Gebäudes sind nach der EnEV 2004 Anhang 1 Nr. 1.1 entsprechend der DIN EN ISO 13789:1999-10 die Außenabmessungen des Gebäudes anzusetzen.

Alle Gebäudeflächen innerhalb der Systemgrenze sind in Abhängigkeit ihres Wärmedurchgangskoeffizienten und ihres Temperatur-Korrekturfaktors in Zonen zu unterteilen. Verläuft die Systemgrenze nicht im Außenbereich, sondern im Innenbereich zwischen beheizten und unbeheizten Zonen, dann gelten die Außenmaße der beheizten Zonen. Liegen innerhalb der Systemgrenze Räumlichkeiten, die sich deutlich im Heizverhalten unterscheiden, das heißt, dass Räume innerhalb der Systemgrenze deutlich niedriger geheizt werden als andere, dann sind diese gegebenenfalls gesondert zu berechnen.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit sowie zur späteren Kontrolle wird empfohlen, die zu berechnenden Teilflächen im Bauplan zu markieren. Gesondert berechnete Zonen beziehungsweise Räume sind mit Positionsnummern zu markieren.

 

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Synonyme - Umfassungsfläche,Hüllfläche
Umwandlung

Eine Umwandlung bedeutet Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Um eine Wohnung umzuwandeln ist eine Abgeschlossenheitsbescheinigung nötig. Diese Bescheinigung sagt aus, dass es sich um eine abgeschlossene Wohneinheit mit separatem Eingang handelt. Eine Umwandlung ermöglicht den Eigentümer, einzelne Wohnungen in einem Mietgebäude zu verkaufen und somit eine höhere Rendite zu erzielen. Die Umwandlung findet praktisch nur in den Grundbüchern statt. Der Mieter einer umgewandelten Eigentumswohnung besitzt ein gesetzliches Vorverkaufsrecht. Er ist jedoch nicht in der Pflicht, sofort zu kaufen. Der Mieter hat das Recht, solange zu warten, bis der Eigentümer einen Kaufvertrag einer dritten Partei vorgelegt hat. Dann kann der Mieter sich entscheiden, ob er die Wohnung kaufen möchte. Dabei gelten die in dem Kaufvertrag genannten Preise und Bedingungen.

Wenn der Mieter sich entscheidet, nicht die Wohnung nicht zu kaufen, bleibt das bestehende Mietverhältnis bestehen, auch wenn die Wohnung an eine dritte Partei verkauft wird. Mieter von umgewandelten und verkauften Wohnungen besitzen einen besonderen Kündigungsschutz. Selbst wenn der neue Besitzer die Wohnung für den Eigenbedarf gekauft hat, darf er dem Mieter für drei Jahre nicht wegen Eigenbedarf kündigen. Diese Frist startet, sobald der neue Eigentümer in das Grundbuch eingetragen ist. Nach diesen drei Jahren greift der normale Kündigungsschutz. Dann darf der Eigentümer dem Mieter nur wegen einem gesetzlich anerkannten Kündigungsgrund kündigen.

 

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Unbedenklichkeitsbescheinigung

Unbedenklichkeitsbescheinigung am Bau

Mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung (UB) weist die Baufirma nach, dass sie Mitglied der BG Bau ist, und bis zum Ausstellungstag Beiträge in die gesetzliche Unfallversicherung gezahlt hat. Wer eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für seinen eigenen Betrieb benötigt, der kann diese bei der BG Bau einfach telefonisch oder schriftlich anfordern. Besitzt der Betrieb einen elektronischen Zugang zum BG Bau Intranet, dann kann er die UB auch elektronisch anfordern.

Wenn der Bauherr eine Baufirma beauftragt, dann sollte er sich die Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Baufirma zeigen und sich eine beglaubigte Kopie für seine Unterlagen ausstellen lassen. Damit stellt er sicher, dass es sich um ein zuverlässiges und vertrauenswürdiges Unternehmen handelt. Die UB belegt die Anzahl der gemeldeten Beschäftigten, und dass die Baufirma die Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß bezahlt hat. Das ist wichtig für den Bauherrn, da er ansonsten als Auftraggeber dafür in Haftung genommen werden kann. Es kann ihm im schlimmsten Fall vorgeworfen werden, dass er Schwarzarbeit unterstützt. Für die Haftungsbefreiung werden nur qualifizierte UBs akzeptiert.

Wenn die Baufirma bei der BG Bau eine Vollmacht für den Bauherrn einreicht, dann kann dieser als Auftraggeber direkt die Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Baufirma anfordern. Dieses geschieht ebenfalls schriftlich oder telefonisch.

Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Immobilienkauf

Beim Kauf von Immobilien fällt eine Grunderwerbsteuer an. Bevor diese nicht entrichtet worden ist, kann der neue Immobilienkäufer nicht als neuer Eigentümer in das Grundbuch eingetragen werden. Dies ergibt sich aus §22 GrEStG (Grunderwerbsteuergesetz), welches demzufolge die Grundlage für die Notwendigkeit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung bildet. Erst wenn der Erwerber einer Immobilie mit diesem Dokument die vollständige Zahlung der Grunderwerbssteuer nachweisen konnte, erfolgt die Umschreibung der Eigentümerschaft im Grundbuch. Erhoben wir die Grunderwerbsteuer einmalig beim Immobilienerwerb. Sie gehört zu den Kaufnebenkosten.

 

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Unterdecke

Die DIN 18168 für Gipsplatten-Deckenbekleidungen regelt Unterkonstruktionen und Decken. Bei einern Unterdecke handelt es sich um eine sogenannten leichte Deckenbekleidung. Sie wird an einzelnen Punkten von der darüber liegenden Decke oder Rohdecke abgehängt. Es gibt auch Bauprojekte, in denen Unterdecken freispannend von Wand zu Wand zu finden sind. Unterdecken verdecken nicht nur unschöne Decken bei Renovierungen oder Sanierungen. Sie übernehmen bei Neubauten oder im Denkmalschutz häufig vielfältige Aufgaben, wie beispielsweise:

  • Im Brandschutz, als eine Ertüchtigung der darüber liegenden Decke und der vorhandenen Feuerwiderstandsklasse. Das bedeutet, eine aufwertende Brandklasse mit verbessertem Brandschutz.
  • Im Schallschutz zur Verbesserung des Schallschutzes, damit weniger Schall in das darüber liegende Geschoss dringen kann.
  • Bei der Akustik, um die sogenannten Nachhaltzeiten in darunter liegenden Räumen zu verbessern. Auch hier geht es um die Verringerung von Lärmbelästigungen.
  • In Form eines Gestaltungsobjektes, beispielsweise zur Verkleidung der Rohdecke. Aber auch als erweiternde Maßnahme zur Raumgestaltung sowie eine gezielte Verringerung der vorliegenden Deckenhöhe. Grund hierfür können energetische Maßnahmen sein.

Es stehen verschiedenste Unterdecken-Systeme für Bauherren und Planer zur Auswahl. Darunter sind Unterdecken mit losen Decklagenbauteilen, verdeckte Unterkonstruktionen aus dickwandigem Holzwerkstoff oder Mineralstoff sowie Lamellendecken, Klemmdecken, Waben- und Gitterdecken aber auch Paneel-Decken und Einhänge-Systeme. Die meisten dieser Unterdecken-Systeme verwenden dickwandiges Material. Das sind in der Regel Mineralstoff, Holz, Blech, sowie Streckmetall oder ein Holzwerkstoff. Aber auch dünnwandiges Material kann je nach Anforderung für das Abhängen der Zimmerdecke verwendet werden.

Die Montage von Unterkonstruktionen an Unterdecken lässt sich leicht mit verstellbaren Abhängern erreichen. Rigips-Platten sind für den Trockenbau die geeigneten Materialien, wenn es um das Abhängen einer Decke geht. Sie sind in der Regel planeben, streich- und tapezierfähig und werden vor allem bei der Renovierung eingesetzt. Es lassen sich auch Lichtsysteme integrieren und stimmungsvolle Beleuchungsideen umsetzen. Unterdecken werden häufig von Bauherren selbst montiert, da hier ein grundlegendes handwerkliches Geschick ausreicht.

 

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Unterhaltskosten

Es gibt regelmäßig anfallende Unterhaltskosten und unregelmäßig anfallende Unterhaltskosten. Unter den unregelmäßig anfallenden Unterhaltskosten verstehen sich die Aufwendungen für die Instandhaltung der Immobilie. Darunter fallen kleinere Instandhaltungen, wie Wände streichen oder Bodenbeläge erneuern. Außerdem größere Instandhaltungsarbeiten, wie Heizung erneuern, Sanitärinstallationen oder Ausbesserungen an der Fassade. Eigenheimbesitzer sollten jährliche Rücklagen für diese Ausgaben bilden. Als Richtwert gilt 1 % des Liegenschaftswert. Von diesem einen Prozent fließen ca. 0,6 % in die regelmäßigen Unterhaltskosten und 0,4 % in die unregelmäßigen Unterhaltskosten. Bei älteren Immobilien oder wenn der Besitzer seit längerem keine Renovierungsarbeiten ausgeführt hat, empfiehlt es sich, die Rücklagen für die unregelmäßigen Unterhaltskosten zu erhöhen.

Vor Erwerb einer Immobilie kann ein Fachmann die anfallenden Unterhaltskosten einschätzen. Ein Laie übersieht anfallende Arbeiten, während ein Experte sich meistens nicht vom äußeren Schein täuschen lässt. Vor der Durchführung von größere Renovierungs- und Unterhaltsarbeiten empfiehlt es sich, Informationen über Fördermöglichkeiten einzuholen.

Einige Unterhaltskosten können von der Steuer abgesetzt werden. Wer eine Eigentumswohnung erwirbt, der kann den Innenbereich der Wohnung frei gestalten. Für den Außenbereich ist die Wohnungseigentümergemeinschaft verantwortlich. Die Wohnungseigentümergemeinschaft besteht aus allen Eigentümern des Hauses. Bei den anfallenden unregelmäßigen Unterhaltskosten gibt es entweder einen Erneuerungsfond, in den alle Eigentümer einzahlen, oder jeder Wohnungseigentümer muss eigenständig Rücklagen bilden.

Neben den Unterhaltskosten für die Instandhaltung verursacht eine Immobilie weitere regelmäßige Unterhaltskosten. Dazu gehören:

  • Grundsteuer
  • Versicherungen
  • Strom-, Heiz- und Gaskosten
  • Wasser- und Abwasserkosten
  • Straßenreinigungsgebühren
  • Müllgebühren
  • Kosten für Telefon- und Kabelanschluss
  • Schornsteinfeger

 

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Unterhangdecke

Mit einer Unterhangdecke wird nicht allein die Raumhöhe reduziert.

Einsatzgebeite bei Bestandsimmobilien

  1. Der Eigentümer möchte Heizkosten sparen und da bietet sich gerade bei Altbauwohnungen eine Unterhangdecke an, um die Raumhöhe zu reduzieren
  2. Eine Unterhangdecke soll Alterungserscheinungen oder offenliegende Leitungen verstecken.
  3. Der Eigentümer möchte den Schall-, Brand- oder Wärmeschutz verbessern.

Vor der Durchführung ist eine genaue Planung sinnvoll, um die richtigen Materialien und Unterkonstruktionen zu wählen. Die Untersuchung der Beschaffenheit der Zimmerdecke ist wichtig, bevor die Unterdecke montiert wird. Die Zimmerdecke muss stabil genug sein, um die Unterkonstruktion und die Verkleidung zu tragen. Bei Altbauten ist es ratsam, einen Fachmann zu fragen. Er kann die tragenden Balken lokalisieren, an die die Unterkonstruktion anzubauen ist.

Für die Unterkonstruktion sind Profilschienen und Direktabhänger ein gängiges System. Sie sorgen für eine gerades Ergebnis. Bei Holzlatten-Unterkonstruktionen ist es von Vorteil, die Unterkonstruktion direkt an die Decke anzubringen. Das sorgt für mehr Stabilität. Da diese Konstruktion mehr Fachwissen und handwerkliches Geschick erfordert als das Profilschienensystem, ist es ratsam, einen Fachmann zu beauftragen. Als Verkleidung sind Gipskartonplatten und Deckenpaneelen die erste Wahl. Sie garantieren einen exzellenten Brandschutz, sind gut zu bearbeiten und lassen ein schönes und ebenes Deckenbild entstehen.

Unterhangdecken im Neubau

Bei einem Neubau werden für eingeschossige Häuser (Bungalow) oder auch als zweite Decke in Stadtvillen (unter dem Dach) Unterhangdecken eingebaut. Hier kommt meistens eine Holzkonstruktion zur Ausführung, bei welcher der Dämmstoff mit unterseitiger Dampfsperre in den Balkenzwischenräumen der Holzbalkendecke eingebracht wird. Diese Konstruktion wird dann mit Gipskartonplatten verkleidet und verspachtelt.

Darüber hinaus kann eine Unterhangdecke verbaut werden, um eine Installationsebene zwischen der eigentlichen und der Unterhangdecke zu schaffen. Dies ist oft beim Einbau von Lüftungsanlagen, Klimaanlagen oder aufwändiger Elektroinstallation empfehlenswert.

 

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Synonyme - hängende Decke, Unterbaudecke, abgehängte Decke
Unterputzsiphon

Der Unterputzsiphon wird hinter die Wand montiert und ist somit, abgesehen vom sichtbaren Rohrstück, unsichtbar. Unterputzsiphons kommen in der Regel bei Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen zum Einsatz. Bei barrierefreien Objekten werden Unterputzsiphons ebenso bei Waschbecken genutzt. Gerade Rollstuhlfahrer benötigen den Platz unter dem Waschbecken, damit sie nahe genug an das Waschbecken heranfahren können. Unterputzsiphons lassen sich recht gut reinigen. Der Siphon liegt hinter einer abschraubbaren Montageplatte. Diese einfach abschrauben und den Siphon dann reinigen.

Siphons haben die Aufgabe, unangenehme Gerüche aus der Kanalisation zu verhindern. Sie sind direkt an jedem Abwasserablauf im Haus angebaut. Dazu gehören Waschbecken, Duschen, Badewannen, Toiletten, Geschirrspüler und Waschmaschinen. Der Einbau eines Siphons ist gesetzlich vorgeschrieben.

Es gibt Siphons in unterschiedlichen Ausführungen. Das Prinzip ist jedoch immer gleich. Als Geruchsverschluss dient normales Wasser. Das sammelt sich im Rohr und bildet so eine Geruchsbarriere. Der gängigste Siphon ist der Röhrensiphon mit seiner typischen U-Form. Im U sammelt sich das Wasser. Seine Röhrenform trägt dazu bei, dass sich kaum Ablagerungen bilden, da diese das Wasser mit wegspült. Für kleinere Waschbecken eignen sich eher Flaschensiphons. Sie benötigen weniger Platz, neigen aber durch ihre Form zu Ablagerungen. Sollte es dennoch zu unangenehmen Gerüchen kommen, dann kann es daran liegen, dass das Wasser im Siphon verdunstet ist und es keine Geruchsbarriere mehr gibt.

 

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Unterspannbahnen

Unter dem Außendach befindet sich eine Dachunterlage, auch Dachunterspannbahn genannt, deren Hauptfunktion darin besteht, die Wärmedämmung und die Gebäudestruktur vor Witterungseinflüssen zu schützen. Die Dachunterspannbahnen agieren somit als Sekundärdach unter dem Hauptdach. Außerdem dienen die Dachunterspannbahnen während der Bauzeit als primärer Wetterschutz. Die Bauzeit sollte so kurz wie möglich gehalten werden, da die Dachunterlage so konstruiert ist, dass sie als sekundäres Dach und nicht als primäres Dach fungiert.

Die Dachunterlage wirkt als Kondensaktionsbarriere oder Wasserdampfbarriere, die Wasserdampf von der Unterlage und damit auch dem Dämmmaterialien wegleitet. Dachunterlagen können je nach Konstruktion des Daches in zwei Gruppen unterteilt werden:

  1. Kaltdach / Belüftete Dächer
    Dachkonstruktion, die einen Lüftungsspalt über und unter der Dachunterspannbahnen benötigen. Das Dämmmaterial darf niemals die Dachunterlage berühren und verhindert damit das Eindringen von Feuchtigkeit, Schnee, Staub und Schmutz. Die Dachunterlage muss wasserdampfdurchlässig sein.

  2. Warmdach / Diffusionsfähige Dächer
    Dachkonstruktionen, bei denen nur eine Belüftung über der Dachunterspannbahnen erforderlich ist werden als diffusionsfähige Dächer oder Warmdach bezeichnet. Das bedeutet, die Dachunterspannbahnen lassen die feuchte Luft vom inneren eines Hauses heraus, aber die feuchte Luft von außen nicht hineinlässt. Das ist eine wichtige Funktion, die das Dach und die Dämmung trocken hält und somit Feuchtigkeitsschäden und damit die Schimmelbildung verhindert. Das Isolationsmaterial kann direkt unter den Dachunterspannbahnen aufgebracht werden.

Vor dem Einbau einer Dachunterlage ist es äußerst wichtig, den Neigungswinkel des Daches zu berücksichtigen, da einige Mindestanforderungen bestehen. Eine allgemeine Regel ist, dass die Dachneigung bei Verwendung einer Dachunterlage niemals unter einen Neigungswinkel von 20 ° fallen sollte. Auch sollte beachtet werden, dass eine großzügige, aber minimale Überlappung von 20 cm bei horizontaler Installation empfehlenswert ist.

 

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Synonyme - Dachunterbahnen,Dachunterspannbahn,Unterdeckbahn

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