Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

BegriffDefinition
Bauordnung

Die Bauordnung (BauO) beziehungsweise Landesbauordnung (LBO) ist ein wesentlicher Bestandteil des öffentlichen Baurechts. Sie wird je nach Bundesland selbstständig geregelt. Bauherren in Deutschland sollten nicht nur die Richtlinien für den Bau eines Hauses beachten, sondern auch die länderspezifischen Bauvorschriften kennen.

Das Bauordnungsrecht reguliert die Anforderungen, die bei einem Bauvorhaben zu beachten sind.

Das Bauplanungsrecht bestimmt, auf welchem Grundstück überhaupt gebaut werden darf und in welcher Art und Weise.

Die Anforderungen der Bauordnung beziehen sich zum einen auf das Grundstück und zum anderen auf die Bebauung:

  • Erschließung eines Grundstückes
  • Art der baulichen Nutzung
  • Abstandflächen
  • Gemeinschaftsanlagen wie Stellflächen
  • Nachbarschutz
  • Gesundes Wohnen (Schall-, Wärme- und Kälteschutz)
  • Feuerwiderstandsklassen von Bauteilen
  • Eignung von Bauprodukten
  • Standsicherheit
  • Flucht- und Rettungswege
  • Versorgung und Entsorgung
  • Entwässerung des Grundstückes
  • Sicherheit von Baustelle und Bauwerk

Das Ziel einer Bauordnung ist es, Gefahren für den Menschen abzuwenden, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten und Qualitätsstandards zu setzen. Aufgrund dessen sind sie ein wesentlicher Bestandteil des Baurechts jedes einzelnen Bundeslandes. Sie beziehen sich sowohl auf die Gebäude, als auch auf unbebaute Grundstücke. Die Regelungen gelten für öffentliche, wie auch für private Gebäude. Die Bauordnungen enthalten Bestimmungen zur Ausführung von baulichen Anlagen und Anforderungen in technischer sowie architektonischer Hinsicht und sie besitzen Gesetzescharakter.

Die Kontrolle zur Einhaltung der geltenden Bauordnung obliegt der Bauaufsichtsbehörde auf Landesebene. Sie hat dafür Zugang zu zwei Instrumenten zur Überprüfung. Einerseits wird jedes Bauvorhaben durch das Baugenehmigungsverfahren bereits vor Baubeginn daraufhin untersucht, ob die Bauordnung eingehalten wird. Andrerseits dient das Bauordnungsverfahren zur Abwehr von Gefahren durch sogenannten „Schwarzbau“, einem Umbau bzw. einer unrechtmäßigen Umnutzung.

Zusätzlich werden auch die anfälligen Formalien, wie der Ablauf des Baugenehmigungsverfahrens, die Organisation der Bauaufsichtsbehörde und die Voraussetzungen für die Bauvorlagen Berechtigung von den jeweiligen Beamten der Bauordnung geregelt. Auch die Garagenverordnung sowie die Prüfungsbestimmungen von Schornsteinen und Kaminen fallen unter die Zuständigkeiten des Bauordnungsrechts.

Siehe auch:

Synonyme - Bauordnungen,BauO,Landesbauodnung,LBO
Bauphysik

Die Bauphysik beschäftigt sich mit der Übertragung von Wärme, Feuchte,Luft und Schall im Inneren von Gebäuden und innerhalb von Bauteilen. Bei der Wärmeübertragung geht es nicht nur um eine gute Dämmung, sondern auch um die Übertragung bei höheren Temperaturen, wie etwa im Brandfall.

Erst wirklich aufgekommen ist dieses Thema in den 1970er-Jahren. Maßgebliche Gründe dafür waren das Bekanntwerden von Baumängeln an Bauten der vorangegangenen Jahrzehnte, der Fortschritt der Baumaterialien und der starke Anstieg des Komfortbedürfnisses der Menschen. Darüber hinaus stieg die Bereitschaft gegen Baumangel zu klagen. An den Ausbildungsstätten des Bauingenieurwesens ist die Bauphysik mittlerweile ein Arbeits- und Forschungsfeld. Somit ergab sich im Laufe der Zeit auch das Berufsbild des Bauphysikers.

Heutzutage fließen bauphysikalische Überlegungen schon in der Anfangphase einer Bauplanung mit ein. Die Bauphysik beeinflusst insofern die Baukonstruktion und Architektur vob Gebäuden. Auch viele bautechnische Regeln und Normen enthalten Festlegung auf der Basis von bauphysikalischen Fragen. So zum Beispiel:

Darüber hinaus spielen bauphysikalische Betrachtungen und Gutachten bei der Bewertung von Baumängeln und Bauschäden eine Rolle.

Nicht zur Bauphysik zählen

  • statische Berechnungen, die ein Bestandteil der Tragwerkslehre sind und
  • die Materialbeschaffenheit von Baustoffen, die in der Baustoffkunde und der Bauchemie behandelt werden.
Synonyme - Bauphysiker,bauphysikalische Grundlagen
Bausachverständige

Bausachverständige sind Experten mit besonderer fachlicher Sachkunde im Baubereich. Sie erstellen Wertgutachten, Baumangelgutachten und führen Brandschutz- und Schadstoffmessungen durch. Zudem gehören Energie- und Sanierungsberatungen zum Portfolio vieler Bausachverständiger.

Ein Bausachverständiger wird meist herangezogen, wenn es Unstimmigkeiten beim Preis eines Gebäudes oder in Bezug auf Mängel und bestimmte Baueigenschaften gibt. Es empfiehlt sich unmittelbar nach der Erkenntniserlangung über den Mangel oder die Unstimmigkeiten einen solchen Sachverständigen beziehungsweise Gutachter zurate zu ziehen. Aufgrund seiner Ausbildung oder seines Studiums und seines Erfahrungsschatzes kann er eine große Hilfestellung bei der Aufdeckung und Dokumentation sein. Je nach Art des Mangels müssen gegebenenfalls sogar mehrere verschieden spezialisierte Gutachter bemüht werden.

Theoretisch kann sich jeder Gutachter oder Sachverständiger nennen, da diese beiden Begriffe in Deutschland nicht geschützt sind. Ein Bausachverständiger, der die besondere Sachkunde vorweisen kann, wird allerdings in jedem Fall geeignet sein, um einen Schaden fachgerecht beurteilen und dokumentieren zu können. So kann ein Bausachverständiger bereits im Vorfeld eines Bauvorhabens hinzugezogen werden, um zum Beispiel den Bauherrn von Anfang zu begleiten und unterstützen. So können eventuell auftretende Probleme frühzeitig erkannt, Lösungen gefunden und Komplikationen vermieden werden. Eine solche Konsultation mag zwar den Gesamtkostenaufwand etwas erhöhen, jedoch werden eventuelle teure Fehler und Nachforderungen rechtzeitig vermieden.

Welche Bedeutung der Sachverständige beim Bau hat, erfahren Sie hier: www.hausbauberater.de/baurecht-sachverstaendige.

Synonyme - Bausachverständiger, Sachverständige, Sachverständiger, Baugutachter,Bauexperte,Bauexperten
Bauschadensgutachten

Bauschäden führen zu einer Verschlechterung des Zustandes einer Immobilie. Um die Schäden, die Höhe der Kosten sowie den Verantwortlichen zu ermitteln, muss ein Bauschadensgutachten erstellt werden. Ein Bauschadensgutachten dokumentiert, welchen Umfang die Konstruktions-, Verarbeitungs- und/oder Materialfehler am Bauwerk haben. Es gibt außerdem Auskunft darüber, wie man diese Schäden beseitigen kann.

Das Gutachten muss von einem zertifizierten Bauschadensgutachter erstellt werden. Der Zertifizierung des Gutachters sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da die Berufsbezeichnungen Sachverständiger oder Gutachter in Deutschland nicht geschützt sind. Das Gutachten muss bei der Frage der Schadenregulierung vor Gericht bestand halten, da damit die Ansprüche des Bauherrn auf Schadenersatz begründet werden können. Es kann auch bei einer außergerichtlichen Einigung als Verhandlungsgrundlage dienen.

Beim Kauf einer Immobilie ist ein Bauschadensgutachten empfehlenswert, um sicherzustellen, dass es keine versteckten Mängel oder Bauschäden gibt. Der Sachverständige begutachtet die Immobilie und erstellt ein aussagekräftiges Gutachten über die Bausubstanz. Dabei werden Aussagen bezüglich Risse in Böden, Wände und Decken, Feuchtigkeits- oder Wasserschäden, Brandschäden, Schimmelbefall und anderen Schäden am Gebäude dokumentiert.

Lesen Sie auf www.hausbauberater.de/baurecht-sachverstaendige nach, welche Bedeutung der Sachverständige als Baugutachter hat.

Synonyme - Bauschadensgutachter, Baugutachten, Gutachten, Gutachter,Sachverständigengutachten
Bauschuttbeseitigung

Beim Bauen fällt viel Abfall an. Beim Bauen fällt viel Abfall an. Dieser Abfall, Bauschutt genannt, muss vom Bauunternehmer oder, je nach vertraglicher Vereinbarung, vom Bauherrn beseitigt werden. Vor der Beseitigung muss der Bauschutt vom Baumischabfall fachgerecht getrennt werden. Dabei gelten strenge Vorschriften vom Gesetzgeber, die unbedingt eingehalten werden müssen.

Es gibt reihenweise Anbieter, die Bauschuttcontainer zur Verfügung stellen und den Transport und die Entsorgung gegen eine Gebühr übernehmen. Dabei wird aus ökonomischen aber auch aus ökologischen Gründen empfohlen, beim Bauschutt im Vorfeld auf eine vernünftige Trennung zu achten. Empfohlen wird, den Container nachts abzudecken, damit nicht Fremdmüll darin entsorgt werden kann. Je reiner der Bauschutt ist, desto niedriger sind die Gebühren. Am teuersten ist der sogenannte Baumischabfall.

Durch eine richtige Planung im Vorfeld des Hausbaus kann vermieden werden, dass sich der Bauschutt mit dem Baumischabfall vermischt. Reiner Bauschutt kann normalerweise bei den öffentlichen Abfallentsorgungen abgegeben werden. Die meisten Recyclinghöfe nehmen allerdings nur maximal 100 Liter Bauschutt entgegen. Baumischabfälle oder belastete Materialien, wie zum Beispiel Montageschäume oder -kleber, PVC-haltige Materialien, Holzschutzmittel und Lösemittel müssen in der Regel kostenpflichtig über private Entsorger beseitigt werden, was deutlich teurer ist. Preise zu vergleichen lohnt sich und sollte schon vor Baubeginn getan werden.

Was Sie zur Entsorgung von Bauabfällen beachten sollten, erfahren Sie hier:
https://www.hausbauberater.de/bauwissen/abfallentsorgung-bei-hausbau-und-renovierung

Synonyme - Bauabfallbeseitigung,Bauabfall
Baustelle

Unter einer Baustelle versteht man den Bereich oder Platz, auf dem gebaut, umgebaut oder abgerissen wird. Die Baustelle besteht aus dem Bereich, auf dem gearbeitet wird und dem Bereich, der für die Dauer der Arbeiten als Lagermöglichkeit, Standfläche für Gerätschaften genutzt wird und Produktionsfläche, wenn vor Ort Vorarbeiten getätigt werden müssen. Mit berücksichtigt werden muss außerdem Platz für die sanitären Einrichtungen und Aufenthaltsräumen. Auch Fahrwege und Wendeplätze müssen in die Planung einfließen. Beim Einsatz von großen Geräten kann der Baubereich zeitweise über die Fläche der Baustelle hinausgehen.

Es gibt rechtliche Vorgaben, wie die Baustelle eingerichtet werden muss. Die landesweite Baustellenverordnung ist zuständig beim Thema Wohnungsbau. In ihr sind alle zutreffenden Anforderungen und Richtlinien aus dem Arbeitsschutzgesetz, der Arbeitsstättenverordnung und der Verkehrssicherungspflicht zusammengeführt. Diese Vorgaben dienen vor allem der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeiter auf der Baustelle.

Nach Beendigung der Bauarbeiten muss die Baustelle wieder aufgelöst werden. Dabei müssen die Geräte zurückgeführt, Bauabfälle entsorgt sowie die umliegenden genutzten Flächen in ihren ursprünglichen Zustand zurückgesetzt werden. Der gesamte Baustellenbereich muss ordnungsgemäß geräumt sein und bei einer abschließenden Begehung mit dem Auftraggeber muss dieser bestätigen, dass die Wiederherstellung der genutzten Fläche ordnungsgemäß erfolgt ist.

Hinweis:
Der Bauherr ist grundsätzlich für die Sicherheit der Baustelle verantwortlich und kann für Schäden haftbar gemacht werden. Daher sollte beim Hausbau nicht auf eine Bauherrenhaftpflichtversicherung verzichtet werden!

Synonyme - Bauplatz,Baubereich
Baustellenbegehung

Dieser Begriff bezieht sich auf das Bauwesen, ist aber nichts anderes als eine Ortsbegehung der Baustelle. Diese erfolgt in der Regel durch den Bauherrn selbst, oder von seinen Vertretern und selbstverständlich auch durch den Bauleiter und die ausführenden Unternehmen. Sinn einer Baustellenbegehung ist die Klärung von Fragen, Problemen, Abstimmung von Details der Bauausführung sowie das Feststellen des Baufortschrittes. In der Regel erfolgen sie, wenn diese sogenannten Meilensteine beim Bau erreicht sind:

  • Vor Baubeginn, um das Gelände und die Gegebenheiten zu begutachten und zu beurteilen.
  • Bevor die Baugrube verfüllt wird.
  • Bevor der Innenputz aufgebracht wird und die Schlitze verschlossen werden.
  • Bevor die Fliesen gelegt werden und der Anstrich aufgebracht wird.
  • Am Ende der Bauausführungsphase muss eine abschließende Baustellenbegehung in Form einer Bauabnahme absolviert werden. 

Dabei sollte jedes Mal ein Protokoll erstellt werden, um den Fortgang der Bautätigkeit sowie die Einhaltung der Baurichtlinien und Baustellensicherheit zu dokumentieren.

Eine Baustellenbegehung sollten bereits dann stattfinden, wenn sich das Projekt noch in der Planungsphase befindet. Damit können sich die verantwortlichen Stellen für die Bauplanung vor Ort unter anderem über die Gegebenheiten des Geländes, Verkehrsmöglichkeiten, Boden- und Baugrundverhältnisse, Lagermöglichkeiten usw. für die Baustelleneinrichtungsplanung informieren.

Hinweis:
Eine Baustellenbegehung kann auch durch Behörden oder die Berufsgenossenschaft ohne vorherige Anmeldung durchgeführt werden.

Synonyme - Baustellenbegehungen,Ortsbegehung,Baustellengespräch
Baustoffe

Unter Baustoffen versteht man Werkstoffe, die zum Errichten von Gebäuden und Bauwerken benutzt werden. Diese Werkstoffe können entweder als weiterverarbeitetes Produkt oder als Rohstoff verwendet werden. Für die meisten Baustoffe ist deren Verwendung nach verschiedenen DIN-Normen geregelt. Sollte ein Baustoff nach keiner DIN-Norm geregelt sein, muss er extra zugelassen werden durch eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung. Dafür zuständig ist das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). Für diese Zulassung muss der Bauhersteller die Zutaten und das Rezept prüfen lassen.

Generell kann man die Baustoffe nach Baustoffklassen einteilen.

Marmor, Schiefer oder Granit sind natürliche Bausteine. Ziegel, Dachziegel, Betonstein oder Klinker sind künstliche Bausteine. Als Bindemittel gelten Baugips, Zement, Bitumen oder Lehm. Als Mörtel gelten Fliesenkleber, Putzmörtel oder Mauermörtel. Alle Betonarten wie Leichtbeton, Schwerbeton oder Stahlbeton gehören in die Baustoffklasse Beton. Es gibt noch weitere Baustoffklassen wie zum Beispiel Eisen und Stahl, Nichteisenmetall, Holz, Kunststoffe, Dämmstoffe, Dichtstoffe, Glas, Asphalt, Verbundwerkstoffe, historisch verwendetet Baustoffe, veraltete Baustoffe oder gesundheitsgefährdende Baustoffe.

Beim Bau ist es wichtig die passenden Baustoffe für den jeweiligen Einsatzzweck auszuwählen. Die Kriterien dafür sind die chemischen, physikalischen, optischen und akustischen Eigenschaften der verschiedenen Baustoffe.

Gut beschrieben werden die unterschiedlichen Baustoffe beim Massivbau auf der Website https://www.massivhaus-massivbau.de/.

Synonyme - Baumaterialien,Baustoff
Baustopp

Ein Baustopp ist eine Baueinstellungsverfügung, in der die Baubehörde eine umgehende Unterbrechung des Weiterbaus fordert. Es handelt sich um ein Verwaltungsakt, mit dem in der Bauindustrie die Arbeiten ausgesetzt werden, bis eine Entscheidung oder eine Vereinbarung zwischen den Bauherren und der Baubehörde getroffen werden konnte. Baustopps können aus einer Vielzahl von Gründen und von verschiedenen Parteien gefordert werden, darunter Regierungsbehörden, Inspektoren, Vertreter von Projektbesitzern, Entwickler und Auftragnehmer. Allerdings muss die Baueinstellungsverfügung bei der zuständigen Baubehörde beantragt werden.

Baustopps werden oft für Fälle der Nichteinhaltung von Gesetzen ausgesprochen, wie beispielsweise:

  • Nichteinhaltung des Arbeitnehmer Entschädigungsgesetzes
  • Verstöße gegen das Arbeitsschutzgesetz
  • Das Arbeiten mit nicht lizenzierten Verträgen oder Unternehmen
  • Gefährliche Arbeitsbedingungen
  • Zahlungsstreitigkeiten

Der übergeordnete Zweck von Baustopps besteht in der Regel darin, alle beteiligten Personen und Unternehmen vor zukünftigen Schäden zu schützen und sicherzustellen, dass alle Gesetze befolgt werden.

Wenn ein Baustopp ausgesprochen wird, erhält der Bauherr eine detaillierte Aufstellung mit Informationen wie:

  • Eine Beschreibung der spezifischen Aktivitäten, die ausgesetzt werden und die Gründe
  • Klare Anweisungen dazu, die Arbeit in Bezug auf ausstehende Materialbestellungen, Lieferungen, Genehmigungen und Inspektionen, Unterbrechung von Dienstleistungen und Arbeiten einzustellen
  • Anleitung zur Verwaltung von Arbeitsabläufen, einschließlich der Kommunikation mit Gewerken, Materiallieferanten und anderen Subunternehmern und zur Standortsicherheit

Nach der Erteilung eines Baustopps müssen alle Aktivitäten auf dem Baugrund sofort gestoppt werden. Der Bauherr sollte umgehend Kontakt mit der zuständigen Baubehörde aufnehmen, um die Probleme so schnell wie möglich zu klären und den Bau weiterzuführen.

 

Baustrom

In der Regel gibt es keine Stromversorgung vor Ort, wenn mit dem Bauen angefangen wird. Daher muss sich der Bauherr darum kümmern, dass Baustrom an der Baustelle zur Verfügung steht. Baustrom wird über sogenannte Baustromverteiler bereitgestellt. Diese müssen in der Regel bei den Stadtwerken beantragt werden. Der Baustromverteiler verfügt über einen eingebauten Stromzähler, damit die abgenommene Menge Strom später auch ordnungsgemäß verrechnet werden kann.

Für die Beantragung des Baustromes ist normalerweise der Bauherr zuständig. Um Verzögerungen zu vermeiden, sollte der Baustrom unmittelbar nach Erhalt der Baugenehmigung beantragt werden. Der Baustromverteiler muss zwar von den Stadtwerken beantragt werden, der dazugehörige Strom kann aber von einem anderen Anbieter kommen. Die Stadtwerke können darüber Auskunft geben, welche Energielieferanten Baustrom im Angebot haben. Es ist sinnvoll Angebote und Preise zu vergleichen, da Baugeräte einen erhöhten Stromverbrauch haben.

Um Baustrom zu beantragen werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Name und Anschrift des Bauherrn.
  • Lage des Baugrundstückes, wo der Baustrom benötigt wird.
  • Art der Baustelle, privat oder gewerblich.
  • Lageplan der Baustelle, wegen der Anschlussmöglichkeiten für den Netzbetreiber.
  • Daneben kann es von Stadtwerken zu Stadtwerken gesonderte Unterlagen geben, die für die Beantragung mit eingereicht werden müssen.

Neben den Stromkosten fallen noch weitere Kosten an, wie zum Beispiel Anschlusskosten, Lieferung und Aufbau, Einbaudes Zählers und die Installation spezieller Stecker. Und zum Schluss fallen dann natürlich noch Kosten für die Deinstallation des Stromkastens an.

Hinweis:
Oft gibt es Streit darüber, wer für die Bereitstellung und Bezahlung des Baustroms verantwortlich ist. Die entsprechenden Regelungen sollten im Bauvertrag getroffen werden.  Es ist ein Irrglaube, dass die Bereitstellung von Baustrom zur Baustelleneinrichtung gehört. Die Übernahme der Kosten für Bereitsstellung und Verbrauch des Baustroms erfolgt in der Regel nur, wenn dies im Bauvertrag oder in der Bau- Leistungsbeschreibung eindeutig definiert ist.

Synonyme - Baustromverteiler,Baustromkasten

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