Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
E-Modul

Hiermit ist der Maßstab für die Steifigkeit eines Werkstoffs gemeint. Je höher das E-Modul ist, umso steifer ist der Werkstoff. Das E-Modul wird mit der Formel E= Spannung/Dehnung ermittelt.

Synonyme - Elastizitätsmodul
Effizienzhaus

Ein Effizienzhaus ist ein Gebäude, das besonders wenig Energie verbraucht und somit effektiv Kosten einspart. Als Grundlage dient die Energieeinsparverordnung (EnEV), welche die geforderten Standards definiert. Heute wird der Begriff Effizienzhaus als Überbegriff für verschiedene Formen von energiesparenden Gebäuden (Niedrigenergiehäuser, Nullenergiehäuser und Passivhäuser) gebraucht. Allerdings gelten für jeden Haustyp eigene Grenzwerte hinsichtlich des Energieverbrauchs. Für Effizienzhäuser bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Bauherren dieses Haustyps besondere Fördermöglichkeiten an. Sie können beispielsweise in Form von finanziellen Zuschüssen, aber auch durch steuerliche Erleichterungen oder zinsgünstige Kredite gewährt werden.

Wir widmen uns dem Thema ausführlich unter diesem Menüpunk: hausbauberater.de/energieeffizient-bauen.

Eigenheim

Unter einem Eigenheim versteht man eine Wohnimmobilie, die von höchstens zwei Parteien bewohnt wird. Aus rechtlicher Sicht muss das Eigenheim einer natürlichen Person gehören.

Eigenheimzulage

Die Eigenheimzulage war eine staatliche Subvention für den Bau oder Erwerb von selbstgenutzten Wohnimmobilien in Deutschland. Sie wurde nur bis zum 31. Dezember 2005 gewährt und dann durch die Große Koalition im Rahmen des Gesetzes zur Abschaffung der Eigenheimzulage gestrichen. Die Eigenheimzulage kann jedoch auch heute noch für den Förderzeitraum vor dem 1. Januar 2006 gewährt werden. Dazu muss der notarielle Kaufvertrag oder der Bauantrag vor diesem Stichtag datiert sein. Für Immobilien, die zwischen dem 1. Januar 2004 und dem 31. Dezember 2005 gekauft oder erbaut wurden, beträgt die Eigenheimzulage jährlich ein Prozent der Herstellungskosten bzw. des Kaufpreises. Die Obergrenze ist mit 1.250 Euro pro Jahr gedeckelt, für jedes Kind kommen 800 Euro hinzu. Immobilien mit Kauf- bzw. Erstellungsdatum vor dem 1. Januar 2004 erhalten eine Eigenheimzulage in Höhe von jährlich fünf Prozent des Kaufpreises bzw. der Herstellungskosten. Die Obergrenze liegt hier zwischen 1.278 Euro und 2.556 Euro, je nachdem, ob es sich um einen Neu- oder Altbau handelt.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Synonyme - Wohnriester
Eigentümer

Der Eigentümer von Grundstücken oder Liegenschaften geht aus der entsprechenden Eintragung im Grundbuch hervor. Er hat in dieser Eigenschaft sowohl Rechte als auch Pflichten: Einerseits hat er das uneingeschränkte Recht an seinem Eigentum, er muss aber andererseits auch Sorge dafür tragen, dass Dritte dadurch nicht zu Schaden kommen. Ein Beispiel für diese Pflicht ist z. B. die Winterräumpflicht.

Siehe auch https://www.bauversicherungen.eu/hausbesitzer-grundbesitzer-haftpflicht.html

Eigentümergemeinschaft

Besitzen mehrere Eigentümer ein Wohnobjekt gemeinsam, wie es beispielsweise bei Eigentumswohnungen der Fall ist, so spricht man auch von einer Eigentümergemeinschaft. Die Eigentümergemeinschaft hat beispielsweise gemeinsam die Kosten für das Grundstück zu tragen, auf dem sich die Immobilie befindet. Zudem muss die Gemeinschaft über alle Maßnahmen, die am gemeinschaftlichen Eigentum vorgenommen werden, abstimmen. Dabei kann es sich beispielsweise um Renovierungen, Veräußerungen, Umbauten etc. handeln. Eine Wohnungseigentümergemeinschaft muss sich nach den Vorgaben des Wohnungseigentumsgesetzes richten.

Eigentümerwechsel

Der Käufer einer Immobilie muss alle damit im Zusammenhang stehenden Rechtsverhältnisse und Verpflichtungen übernehmen. Ist das Objekt zum Beispiel vermietet, muss mit dem Mieter kein neuer Mietvertrag geschlossen werden, da der neue Besitzer das betreffende Rechtsverhältnis unverändert übernimmt. Somit ist der Mieter rechtlich so zu stellen, als habe gar kein Eigentümerwechsel stattgefunden.

Eigentumsquote

Als Eigentumsquote bezeichnet man den Anteil der privaten Haushalte in Deutschland, die über eigenes Vermögen in Form von Haus- oder Grundbesitz verfügen. Dabei kann es sich um selbst bewohnte oder vermietete Immobilien und Wohnungen handeln. In den neuen Bundesländern liegt die Eigentumsquote bei etwa 35 Prozent, in den alten Bundesländern mit knapp 50 Prozent deutlich darüber.

Eigentumsübertragung

Beim Immobilienkauf und –verkauf findet ein Eigentumsübergang statt. Als Eigentumsübertragung gilt der Moment, ab dem das Eigentum vom Verkäufer auf den Käufer offiziell übergeht. Das bedeutet, die Eigentumsübertragung findet nicht mit dem Unterschreiben des Kaufvertrages beim Notar statt, sondern erst mit dem Eintrag in das Grundbuch.

Synonyme - Eigentumsübergang
Eigentumswohnung

Befinden sich in einem Wohngebäude mehrere Wohnungen, die getrennt voneinander verkauft werden, so handelt es sich dabei um Eigentumswohnungen. Der Käufer erwirbt also das Einzeleigentum an einer Wohnung sowie einen Anteil an den Gebäudeteilen, die gemeinschaftlich genutzt werden. Auch am Grundstück wird er Anteilseigner. Die Kosten für das Grundstück werden dabei anteilig auf alle Wohnungseigentümer umgelegt. Für Eigentumswohnungen können die gleichen Fördermöglichkeiten und Steuervergünstigungen genutzt werden, wie für selbstgenutzte Hausformen.

Einbruchschutz

Zum Einbruchschutz gehören alle baulichen Maßnahmen, die ein Gebäude einbruchsicher machen oder einen Einbruch deutlich erschweren. Die Einbruchsicherheit hängt im Wesentlichen von der Beschaffenheit der Türen, Fenstertüren und Fenster ab. Dabei spielen einbruchsichere Schlösser und Schließanlagen genau wie Rollläden oder Fensterschutzgitter eine große Rolle. Der Einbruchschutz kann durch weiterführende Maßnahmen (z. B. Einbruchmeldeanlagen) erweitert werden.

Siehe auch www.hausbauberater.de/bauwissen/immobilien-wirksam-vor-einbrechern-schuetzen.

Synonyme - Einbruchsicherheit
Einfamilienhaus

Ein Haus, in dem sich nur eine Wohneinheit befindet, wird unabhängig von Bauart und Haustyp als Einfamilienhaus bezeichnet. Klassischerweise sind die Bewohner auch die Eigentümer. In diesem Fall spricht man auch vom Eigenheim. Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung sind ein Sonderfall, in dem durchaus auch zwei Familien in einem Haus wohnen können. Dennoch zählt dieser Haustyp ebenfalls zu den Einfamilienhäusern.

Synonyme - Einfamilienhäuser
Einheitswert

Der Einheitswert ist ein fiktiv festgelegter Grundstückswert, der zur Festsetzung der Grundsteuer dient. Er wird von der zuständigen Finanzverwaltung festgelegt. Die letzte Feststellung des Einheitswertes datiert jedoch bereits auf den 1. Januar 1964, sodass dieser Wert heute weit unter dem realen Preis liegt.

Einliegerwohnung

Als Einliegerwohnung bezeichnet man eine zusätzliche Wohnung, die sich in einem Einfamilienhaus befindet. Oft handelt es sich dabei um eine relativ kleine Einzimmerwohnung, ausgestattet mit einer Kochgelegenheit und einem kleinen Bad. Die Wohnung muss einen separaten Eingang haben, um als Einliegerwohnung bezeichnet werden zu dürfen. Auch müssen bestimmte rechtliche Anforderungen an die Wohnfläche, die sanitäre Ausstattung und die Hygiene erfüllt sein.

Einmessung

Wird verpflichtend für die Pflege des öffentlichen Liegenschaftskatasters benötigt. Einmessungen werden entweder vom örtlich zuständigen Katasteramt oder einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur durchgeführt. Die Kosten richten sich nach den jeweiligen Landesvorschriften und werden vom Eigentümer oder dem Nutzungsberechtigten (z. B. dem Erbbauberechtigten) getragen.  In manchen Bundesländern gelten Fristen, die Gebäudeeigentümer für die Beantragung der Einmessung einhalten müssen.

Einschalige Wand

Dies ist eine Außenwand, die im Gegensatz zu einer mehrschaligen Wand sowohl die Trag- als auch die Wärmeschutzfunktion hat. Beispiele sind einschaliges Sichtmauerwerk oder einschalige Außenwände mit einer Innendämmung oder einem Wärmedämmverbundsystem.

Synonyme - einschalig
Einspeisung

Hauseigentümer mit einer Photovoltaik-Anlage oder anderer Anlagen zur Erzeugung alternativer Energien können den erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Für diese Einspeisung erhalten sie eine gesetzlich festgelegte Vergütung. Durch die Einspeisung in das öffentliche Netz profitieren alle Verbraucher von der individuellen Stromerzeugung.

Emission

Unter der Emission versteht man jede Form der Abgabe von Strahlen und Energien sowie Stoffen an die Umgebung. Dabei handelt es sich meistens um die Abgabe sogenannter schädigender Stoffe. Auch Elektrosmog oder Lärm können in Form von Emissionen abgegeben werden.

Energetische Sanierung

Mit einer energetischen Sanierung soll der Energieverbrauch einer Immobilie gesenkt werden. Dabei können sowohl die Wasser- als auch die Heizkosten durch entsprechende Maßnahmen reduziert werden. So kann sowohl Geld gespart als auch die Umwelt geschont werden. Die energetische Sanierung besteht aus vielen unterschiedlichen Arbeitsschritten, zum Beispiel der Erneuerung alter Dämmmaterialien, der Sanierung von Fenstern und Türen sowie dem Einbau einer modernen Heizungsanlage. Oftmals kommen für die energetische Sanierung moderne technischer Anlagen zum Einsatz, die beispielsweise Solarenergie oder Erdwärme nutzen. Viele Maßnahmen zur energetischen Sanierung inklusive der notwendigen Materialien werden vom Staat gefördert, zum Beispiel durch entsprechende Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Nachweis des vorhandenen Energiestandards eines Gebäudes. Er muss nach festgelegten Bestimmungen erstellt werden, die in der Energieeinsparverordnung geregelt sind. Nur Fachleute wie Architekten, Ingenieure oder Handwerksmeister in einer relevanten Branche dürfen den Energieausweis ausstellen. Seit dem Jahr 2013 ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Energieausweis beim Verkauf oder der Vermietung eines Gebäudes vom Besitzer unaufgefordert vorgelegt werden muss. Enthalten sind im Energieausweis sowohl allgemeine Angaben zum Gebäude als auch konkrete Aussagen zu den verwendeten Energieanlagen, dem Lüftungskonzept, der Isolierung usw. Daraus ergibt sich ein Kennwert für den Energieverbrauch, der in eine energetische Einstufung des Gebäudes mündet. Zusätzlich müssen im Energieausweis Angaben dazu gemacht werden, welches Berechnungsverfahren für die energetische Einstufung vorgenommen wurde.

Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie unter https://www.hausbauberater.de/energieausweis.

Energieeinsparungsgesetz

Dieses Gesetz regelt seit dem 1. September 2009 den Wärmeschutz von Neubauten, gibt Vorgaben für energiesparende Hausanlagentechnik und beinhaltet Regelungen zum Energieausweis, der zwingend bei Vermietungen oder Verkäufen von Immobilien benötigt wird.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hausbauberater.de/energieeinsparungsgesetz-eneg.

Synonyme - EnEG
Erbbaurecht

Das Erbbaurecht ist ein grundstücksgleiches Recht, das den Besitzer dazu berechtigt, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu errichten und zu nutzen. Dieses Recht kann vererbt und veräußert werden, es ist jedoch in der Regel befristet. Als Entgelt für die Inanspruchnahme dieses Rechtes ist der Erbbauzins zu entrichten. Alle Vorgaben gehen aus der Erbbaurechtsverordnung hervor. Für Grundstücke mit Erbbaurecht kommt ein spezielles Grundbuch zum Einsatz, welches Erbbaugrundbuch genannt wird.

Ausführlich widmeten wir uns dem Erbaurecht auf  www.abir.eu/immobilienrecht/erbbaurecht.html.

Synonyme - Erbpacht
Erbbauzins

Der Erbbauzins ist das Entgelt für die Inanspruchnahme des Erbbaurechts. Er muss für die gesamte Erbbauzeit im Voraus bestimmt werden, wird dann aber in einzelnen Raten – meistens jährlich – an den Eigentümer des Grundstücks gezahlt.

Erdaushub

Alles, was aus dem Boden ausgehoben wird und nicht verunreinigt ist, wird als Erdaushub bezeichnet. Der Erdaushub besteht aus Mutterboden, dem allgemeinen Aushub oder mineralischem Bauschutt. Der Erdaushub zählt nicht zum Bauschutt. Er wird zum Auffüllen von Bauvorhaben, zum Bau von Lärm- und Sichtschutzwällen und zum Auffüllen von Wald- und Wirtschaftswegen genutzt. Ob diese Leistungen im Festpreis enthalten sind, richtet sich nach den Ausführungen in der Baubeschreibung.

Sehr oft werden Häuser mit Preisangaben "Ab OK Bodenplatte/Kellerdecke" angeboten. In diesem Fall sind die Erdarbeiten (Erdaushub) nicht enthalten.
Siehe auch "Hausbau ab Oberkante Bodenplatte/Kellerdecke" auf www.bluffen.info/aktionshaus-bauen.html.

Erdwärme

Die Wärme aus dem Erdinneren kann zur Energieversorgung genutzt werden. Hierzulande wird die Erdwärme hauptsächlich zur Wärmegewinnung verwendet. Anders als die Energiegewinnung durch Windkraft oder Solarstrahlung liefert die Erdwärme eine gleichmäßige und konstante Energie.

Weitere Informationen finden Sie bei den Kollegen von ZBO.de: www.zbo.de/erneuerbare-energien/erdwaerme.html.

Erdwärmetauscher

Der Erdwärmetauscher (auch: Erdwärmeüberträger) kommt insbesondere bei Gebäuden zum Einsatz, die besondere Energiesparstandards erfüllen (Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser usw.). Er ist somit ein Bestandteil des jeweiligen Energiekonzeptes. Die zugrunde liegende Idee für den Erdwärmetauscher ist, Luft aus dem Erdreich ins Gebäude zu befördern, die das Gebäudeinnere im Sommer kühlt und im Winter erwärmt. Dabei wird die thermische Trägheit des Erdbodens ausgenutzt. Durch diese Trägheit beträgt die Temperatur schon in zwei bis drei Metern Tiefe selbst bei Minusgraden im Winter zwischen sechs und zehn Grad Plus. Je tiefer der Erdwärmetauscher ins Erdreich ragt, desto wärmer ist die geförderte Luft. Im Sommer dagegen ist die aus dem Erdreich geförderte Luft deutlich kühler als die oberirdische Umgebungsluft, der Wärmetauscher fungiert in diesem Fall als natürliche Klimaanlage. Das System ist einfach konstruiert, es besteht aus einem Rohr- oder Kanalsystem, einem Ansaugelement und einer Hauseinführung. Die Luft wird durch einen Ventilator angesaugt und im Rohrsystem zum Gebäude geführt.

Erneuerbare Energien

Unter dem Begriff erneuerbare Energien sind Energiequellen zusammengefasst, die regenerierbar und damit unerschöpflich sind. Dazu gehören Sonnenstrahlung, Windkraft, Wasserkraft, Umweltwärme, Erdwärme, Gezeitenenergie, Biogas und Biomasse. Im Gegensatz dazu stehen die fossilen Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle, die erschöpflich sind.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen die Lektüre dieses Artikels: www.zbo.de/erneuerbare-energien.html.

Erschließung

Zur Erschließung eines Grundstücks zählen alle erforderlichen Maßnahmen zum Anschluss an die öffentlichen Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen, z. B. an die Wasser-, Elektrizitäts- und Abwasserentsorgung.

Erschließungsbeitrag

Zur Deckung der Erschließungskosten muss der Eigentümer eines Grundstücks bei der zuständigen Gemeinde oder dem jeweiligen Versorgungsträger eine Gebühr entrichten, die als Erschließungsbeitrag bezeichnet wird. Die Ermittlung des Erschließungsbeitrags ergibt sich aus den §§ 127 ff. Baugesetzbuch (BauGB).

Erschließungsvertrag

Der Erschließungsvertrag wird zwischen der jeweiligen Gemeinde und einer oder mehreren dritten Partien abgeschlossen, die für die Erschließungsarbeiten in einem bestimmten Areal beauftragt werden. Dazu gehören z. B. der Anschluss an Versorgungsleitungen zur Strom- und Frischwasserversorgung sowie an die Abwasserentsorgung.

Erweiterung

Von einer Erweiterung im Rahmen von Baumaßnahmen spricht man, wenn einem Gebäude neuer Wohnraum durch bauliche Veränderungen zugefügt wird. Dies kann z. B. durch einen Anbau oder eine Aufstockung geschehen. Oft können solche Erweiterungen staatlich gefördert werden, z. B. nach dem Eigenheimzulagengesetz.

Estrich

Der Estrich ist ein Untergrund für Fußbodenbeläge und entsteht dadurch, dass eine Estrichmasse aufgebracht wird und anschließend aushärtet. Dabei unterscheidet man verschiedene Estricharten, wobei hier die Zusammensetzung der Estrichmasse maßgeblich ist. Beispiele sind Fließestrich, Verbundestrich und Heizestrich, aber auch Trockenestrich wird oft verwendet.

Estrichfugensystem

Das diffusionsoffene Estrichfugensystem dient zur vereinfachten Komplettsanierung von mit Schimmel befallenem Estrich. Dabei wird in eine Randfuge ein Adsorptionsmittel gefüllt, das gasförmige Verbindungen, die einen mikrobakteriellen Ursprung haben, fest bindet. Ein Hochleistungs-Zellgewebe hält die Schimmelsporen und Schimmelzellbestandteilke zurück.

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