Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Dampfsperre

Eine Dampfsperre dient dazu, dass Eindringen von Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf in ein anderes Bauteil zu verhindern und so Feuchteschäden zu vermeiden. Sie wird auf der Innenseite eines Gebäudes angebracht. Ihre Dicke richtet sich nach dem Dampfdiffusionswiderstand des entsprechenden Bauteils. In der Regel werden Dampfsperren aus Papier, Pappe oder mit Aluminium beschichteter Kunststofffolie hergestellt, die mit einem Gewebegitter ausgestattet sind, um ihre Reißfestigkeit zu erhöhen. Im Gegensatz zu einer als diffusionshemmend geltenden Dampfbremse sind Dampfsperren diffusionsdicht. Sie werden überwiegend bei Dächern verwendet, die aus dampfdichten Deckmaterialien wie z. B. Blech oder Flachdachfolien bestehen, aber nicht hinterlüftet sind.

Dampfstrahlverfahren

Das Dampfstrahlverfahren dient zur Reinigung von Fassaden. Dabei wird Dampf mit einer Temperatur zwischen 80° C und bis zu 190° C unter hohem Druck eingesetzt. Mit dieser rückstandsfreien Reinigungsmethode kann der Einsatz von Chemikalien vermieden werden. Je nach Vorgehensweise wird in Nass- und Trockendampf unterschieden. Die Trockendampf-Reinigung erreicht wegen der höheren Temperaturen und dem höheren Druck eine deutlich bessere Reinigungsleistung und zeichnet sich durch schnell trocknende Oberflächen aus.

Darr-Messung

Die Darr-Messung gehört als gravimetrisches Verfahren zu den genauesten Methoden der Feuchtigkeitsmessung. Dabei wird unter einer starken Erhitzung einer Material-/Baustoffprobe bei ca. 105° C festgestellt, wie sich deren Masse verändert. Während dieser Trocknung entweicht das in der Probe enthaltene Wasser, danach kann durch wiegen ihr Wassergehalt ermittelt werden. Wird das Probematerial anschließend gewässert und erneut gewogen, wird so die Sättigungsfeuchte bestimmt. Da diese Methode relativ umfangreich und aufwendig ist und allein die Trocknung mindestens 24 Stunden in Anspruch nehmen kann, eignet sie sich nicht dazu, ein schnelles Messergebnis zu erhalten. Die langwierige Prozedur sowie der Umstand, dass durch die Entnahme einer Materialprobe immer eine Beschädigung herbeigeführt wird, sind die Gründe dafür, dass die Darr-Methode nur dann eingesetzt wird, wenn sehr genaue Feuchtewerte erforderlich sind.

Datenlogger

Mit Datenloggern werden unterschiedliche Umweltdaten über einen längeren Zeitraum hinweg automatisch überwacht und aufgezeichnet. So ist es möglich, Umweltbedingungen nicht nur zu messen, sondern auch zu dokumentieren, analysieren und verifizieren. Ein Datenlogger setzt sich aus einem Messfühler (Sensor), über den Informationen aufgenommen werden, sowie einem Computerchip, der diese Daten speichert, zusammen. Für die anschließende Analyse werden diese Daten auf einen Computer übertragen. Im Zusammenhang mit Immobilien werden Datenlogger dann eingesetzt, wenn es um die Überwachung der effizienten Energienutzung in Gebäuden z. B. für die Beheizung, Kühlung, den Stromverbrauch usw. geht. Oft geht es auch darum, mit ihrer Hilfe dafür zu sorgen, dass bindende Normen eingehalten werden.

Synonyme - Umweltdaten
Dauerwohnrecht

Als Dauerwohnrecht bezeichnet man das übertragbare Recht zur Nutzung des Wohnraums unter Ausschluss des Eigentümers. Es kann beispielweise als Gegenleistung für die Vergabe von Krediten eingeräumt werden. In der Regel gilt ein Dauerwohnrecht unbefristet und endet daher erst mit dem Tod des Rechtsinhabers.

Synonyme - Wohnrecht
Degressive Abschreibung

Mit der degressiven Abschreibung werden die Baukosten oder der Kaufpreis für ein Gebäude steuerlich geltend gemacht. Dabei nehmen die Abschreibungssätze mit der Zeit ab, was als degressiv bezeichnet wird.

Dehnfugen

Dehnfugen werden im Bauwesen auch als sogenannte Bewegungsfugen bezeichnet. Dabei dienen solche Fugen zur Unterbrechung von verschiedenen Materialien und Bauteilen, sodass unerwünschten Spannungsrissen z. B. durch witterungsbedingte Temperaturschwankungen vorgebeugt werden kann.

Dewatering

Der Begriff des Dewatering ist eher in englischsprachigen Ländern geläufig und in Deutschland besser unter der Bezeichnung Entwässerung bekannt. Es geht hierbei darum, ein Grundstück auf die Aushub- und Bauarbeiten vorzubereiten, indem man es bei einem zu hohen Grundwasserstand zunächst entwässert. Die gebräuchlichen Methoden sind hier das Pumpen und das Verdampfen. In der Regel kommen Tauch- oder Zentrifugalpumpen zum Einsatz. Das Dewatering taucht seit kurzer Zeit auch als Produktbezeichnung auf: Ein Dewatering Fluid ist in der Lage, nasse Metalloberflächen zu trocknen und sie mit einem vorübergehenden Rostschutz auszustatten.

Synonyme - Entwässerung
Differenzdruck-Messverfahren Synonyme - Blower-Door-Test
Diffusion

Diffusion ist der Durchgang von Wasserdampf sowie von anderen Gasen oder von Luft. Dabei kann ein solcher Durchlass bei Wänden, Dächern oder bei Schichten von verschiedenen Anstrichen bestehen. Für eine Diffusion müssen ausreichend weite Poren vorhanden sein.

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