Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Direkte Strahlung

Die Sonnenstrahlung setzt sich aus der direkte, der diffusen und der Reflexionsstrahlung zusammen. Nur die direkte Strahlung ist beim Einsatz von Solarenergie interessant. Mit bestimmten Berechnungsmethoden kann ihr Anteil in der Sonneneinstrahlung berechnet werden. Mit diesen Ergebnissen kann die genaue Ausrichtung von Solarmodulen bestimmt und eine Ertragsrechnung aufgestellt werden.

Doppelhaus

Als Doppelhaus bezeichnet man zwei meist spiegelbildlich gleichartige Häuser, die direkt aneinander gebaut werden und durch eine Grundstücksgrenze getrennt sind. Beide Häuser sind voneinander abgeschlossen und werden jeweils als Doppelhaushälfte bezeichnet. Eine besonders wichtige Funktion nimmt bei Doppelhäusern die gemeinsame Trennwand ein: Sie steht in der Regel auf der Grundstücksgrenze und trennt nicht nur die Haushälften, sondern dient auch als Brandabschluss. Damit ein ausreichender Schallschutz gewährleistet ist, verfügen neuere Doppelhäuser meist über eine Trennwand aus zwei Schalen, zwischen denen eine Schallschutzisolierung angebracht ist. Bei Doppelhäusern, bei denen die Grundstücksgrenze direkt in der Haustrennwand verläuft, entfallen die sonst üblichen Abstandsregelungen für die Grenzbebauung

Synonyme - Doppelhaushälfte
Drainage

Mittels Drainage (auch: Dränage, Dränung) wird eine Vernässung des Bodens durch Stauwasser rund um ein Gebäude verhindert, indem das Wasser mithilfe von Rohren von ihm abgeleitet wird. Ein Drainagesystem ist vor allem bei älteren Häusern, die nicht über eine durchgängige Bodenplatte verfügen, sinnvoll. Eine Drainage wird dicht unter dem Kellerboden verlegt und befindet sich einem mit Vlies ummantelten Kiesbett. Damit die Drainage regelmäßig gespült werden kann, muss sich an jeder Gebäudeecke, an der sich ihre Richtung ändert, ein Revisionsschacht befinden. Die korrekte Ausführung ist in der DIN 4095 festgelegt. Moderne Gebäude verfügen sowohl über durchgängige Bodenplatten als auch standardisierte Verfahren, um die Außenhülle vor eindringendem Wasser zu schützen.

Synonyme - Dränage, Dränung
Druckfestigkeit

Mit der Druckfestigkeit wird bezeichnet, inwieweit ein Werkstoff unter dem Einfluss von Druckkraft widerstandsfähig bleibt. Sobald die Druckspannung die Druckfestigkeit übersteigt, wird ein Körper zerstört.
Die Formel hierfür lautet: Druckfestigkeit (N/mm2)= Bruchlast/Querschnittsfläche

Druckverfahren

Das (Überdruck-) Verfahren kommt zum Einsatz, wenn die Dämmschicht unterhalb des Estrichs bei einem Wasserschaden feucht geworden ist. Hier reicht eine übliche Raumtrocknung nicht aus. Die Raumluft, die von Luftentfeuchtern getrocknet wurde, wird durch Bohrungen durch die durchfeuchtete Dämmschicht gedrückt. Diese Luft nimmt dort die Feuchtigkeit auf und transportiert sie über die Randfugen zwischen Mauer und Estrich in die Raumluft. Dort wird sie von den Luftentfeuchtern wieder getrocknet.

Synonyme - Überdruckverfahren
Durchfeuchtungsgrad

Der Durchfeuchtungsgrad ist das Verhältnis des Feuchtegehalts zur maximalen Fähigkeit der Wasseraufnahme eines Baustoffs (jeweils in Massenprozent gem. DIN 1310). Er wird als DFGges dargestellt.

Durchgangsmaß

In der Baubranche wird bei Türen von einem lichten Durchgangsmaß gesprochen. Damit ist diejenige Höhe und Breite gemeint, die zum Passieren der Tür tatsächlich zur Verfügung steht.

E-Modul

Hiermit ist der Maßstab für die Steifigkeit eines Werkstoffs gemeint. Je höher das E-Modul ist, umso steifer ist der Werkstoff. Das E-Modul wird mit der Formel E= Spannung/Dehnung ermittelt.

Synonyme - Elastizitätsmodul
Effizienzhaus

Ein Effizienzhaus ist ein Gebäude, das besonders wenig Energie verbraucht und somit effektiv Kosten einspart. Als Grundlage dient die Energieeinsparverordnung (EnEV), welche die geforderten Standards definiert. Heute wird der Begriff Effizienzhaus als Überbegriff für verschiedene Formen von energiesparenden Gebäuden (Niedrigenergiehäuser, Nullenergiehäuser und Passivhäuser) gebraucht. Allerdings gelten für jeden Haustyp eigene Grenzwerte hinsichtlich des Energieverbrauchs. Für Effizienzhäuser bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Bauherren dieses Haustyps besondere Fördermöglichkeiten an. Sie können beispielsweise in Form von finanziellen Zuschüssen, aber auch durch steuerliche Erleichterungen oder zinsgünstige Kredite gewährt werden.

Wir widmen uns dem Thema ausführlich unter diesem Menüpunk: hausbauberater.de/energieeffizient-bauen.

Eigenheim

Unter einem Eigenheim versteht man eine Wohnimmobilie, die von höchstens zwei Parteien bewohnt wird. Aus rechtlicher Sicht muss das Eigenheim einer natürlichen Person gehören.

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