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Zeitplan

Begriff Definition
Zeitplan

Der Zeitplan eines Hausbaus erweist sich von Bauherr zu Bauherr unterschiedlich. So existieren Bauprojekte, die ziemlich schnell umgesetzt werden. Meistens benötigen Bauherren jedoch einen langen Atem, bevor der Traum vom Eigenheim abgeschlossen ist. Hierfür ist ein guter Zeitplan unumgänglich. In einem vernünftigen Zeitplan sollten neben realistischen Bauphasenzeiten auch genügend Extrazeit mit einberechnet werden, um bei Bauverzögerungen nicht in Verzug zu geraten. Gründe einer Bauverzögerung können beispielsweise schwierige klimatische Bedingungen, eine mangelnde Koordination der Handwerker oder eine Selbstüberschätzung von Bauherren sein, die einzelne Arbeiten in Selbstinitiative leisten möchten.

Drei Monate für Bauantrag bis Baugenehmigung

Jeder Neubau benötigt eine Baugenehmigung. Hierfür werden ein Einreichplan sowie eine Bauverhandlung vor Ort benötigt. Bauherren sollten für diese Schritte eine Zeit von drei Monaten einplanen.

Zwei Monate für die Werkplanung und ggf. Produktionsvorbereitung

Ist die Baugenehmigung erteilt, geht es an die Planung der technischen Details. Diese sind in einem Ausführungsplan festgehalten. In einem Ausführungsplan sind detaillierte Anweisungen für die Bauunternehmer erfasst. Er enthält sämtliche Details, die verhindern sollen, dass es im Nachhinein zu Missverständnissen zwischen Bauherr und Baufirma kommt und bei der Beschaffung sämtlicher Baumaterialien keine Fehler auftreten.

Ausreichend Zeit für den Rohbau einplanen

Zum Rohbau gehören die Erdarbeiten, Mauerarbeiten, Beton- und Stahlbetonarbeiten bis hin zum Dachstuhl, der Dacheindeckung und dem Einbau der Fenster. Hier richten sich die Bauzeiten nach der Größe des Bauvorhabens, seiner Architektur und Bauweise sowie der Gründung. Ein Rohbau mit Keller dauert natürlich länger als der Hausbau auf einer Bodenplatte. Bauherren sollten auch unbedingt genügend Zeit für die Austrocknung des Estrichs einberechnen. Wird in diesem Stadium des Hausbaus übereilt gehandelt, kann es schnell zu unnötigen Schäden beim eigentlichen Fußboden kommen.

Vier Monate für den Innenausbau

Diese Phase des Hausbaus will gut geplant sein. Auch wenn Bauherrn hier gerne selbst mitwirken, sollten sie bedenken, dass großes handwerkliches Geschick notwendig ist. Deshalb ist es vorteilhaft, Fachleute zur Erledigung gewisser Arbeiten hinzuzuziehen. Sie besitzen Erfahrungswerte und wissen am besten, wie und in welcher Reihenfolge jeder Handwerker die zu erledigenden Arbeiten durchführen sollte. Darum ist es wichtig, dass hier genügend Zeit eingeplant wird, um nicht in Verzug zu geraten.

Zum Thema der Bauzeiten beim Hausbau finden Sie hier weitere Informationen:

Hinweise:
Bei Bauvorhaben, die von Bauträgern meist schlüsselfertig durchgeführt werden, gibt es oftmals einen genauen Zeitplan, bei dem der Übergabetermin vertraglich festgelegt ist. Bei allen anderen Bauvorhaben hat die Jahreszeit einen großen Einfluss auf den Zeitplan. Ebenso können Schlechtwetterperioden die Bauzeit verlängern. Es ist daher ratsam, im Zeitplan immer einen Puffer für unvorhersehbare Zeitverzögerungen bis zur Fertigstellung einzuplanen. Störungen, die den Zeitplan verändern, haben immer finanzielle Konsequenzen für einen Bauherrn, weil durch einen verspäteten Einzug ins neue Eigenheim das Wohnen im früheren Zuhause länger bezahlt werden muss. Außerdem ziehen Schwierigkeiten dieser Art einen Koordinationsaufwand nach sich, weil vom Einzugstermin auch die Bestellung der Umzugshelfer und ggf. der Start bei einer neuen Arbeitsstelle oder in einer neuen Schule betroffen sind.

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