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MauerwerkskellerIm Eigenheimbau werden die meisten Keller immer noch auf traditionelle Weise als Mauerwerkskeller hergestellt. In manchen Fällen liegt das auch daran, dass Bauherren hoffen, durch Eigenleistung zumindest einige Baukosten für ihren Keller einsparen zu können. Diese Arbeiten sollten jedoch nur von Fachleuten erledigt werden, die bereits Erfahrungen im Kellerbau haben. Baufehler können das ganze Gebäude nachhaltig schädigen und zu hohen Sanierungskosten führen.

Die Materialien für einen gemauerten Keller

Ein gemauerter Keller wird aus DIN-genormten Mauersteinen hergestellt, die üblicherweise aus

bestehen.

Feuchtigkeitsschutz mithilfe der „Schwarzen Wanne“

Der Übergang vom Mauerwerk auf die Betonplatte ist hinsichtlich des Eindringens von Nässe besonders kritisch. Um hier eine besonders sichere Abdichtung zu erreichen, wird dieser Bereich mit PE-Folie geschützt. Damit keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann, wird auf der Maueroberfläche ein mehrlagiger Anstrich aus einer Bitumendickschicht aufgebracht. Eine ebenfalls häufig verwendete Alternative sind Bitumenbahnen. Da Bitumen tiefschwarz ist, wird diese Art der Abdichtung auch „Schwarze Wanne“ genannt. Im Allgemeinen wird bei der Bitumenabdichtung von einer Haltbarkeit von ca. 30 Jahren ausgegangen.

Schutz gegen äußere physikalische Einflüsse

Die „Schwarze Wanne“ schützt zwar den Keller von allen Seiten gegen Feuchtigkeit, kann jedoch durch spitze Steine im umgebenden Erdreich oder Wurzelwerk beschädigt werden. Um das zu verhindern, werden Spezialmatten aus Kunststoffnoppenfolie auf die Bitumenschicht aufgebracht, die Druckbelastungen absorbieren. Soll der Keller eine Wärmedämmung erhalten, werden Perimeterdämmplatten montiert, die die Aufgabe der Druckverteilung übernehmen. In diesem Fall kann auf die Kunststoffnoppenfolie verzichtet werden.

Die Verwendung von Mauertafeln – eine besondere Form des gemauerten Kellers

Mauertafeln kommen in jedem Fall ohne eine besondere Wärmedämmung aus, da sie in einer Spezialfabrik aus hochdämmenden Steinen gefertigt werden. Da sie als komplette Kellerelemente angeliefert werden, lässt sich die Bauzeit des Kellers spürbar verkürzen. Sie können in den Mauerstärken von 11,5 cm bis zu 49,0 cm hergestellt werden und erfüllen hinsichtlich des Schallschutzes die DIN 105.

Wärmedämmung von gemauerten Kellern

Der Umfang der Wärmedämmung hängt von der geplanten Nutzungsart des Kellers ab. Bei einem reinen Nutz- und Lagerkeller kommt es in erster Linie darauf an, die Kellerdecke zu dämmen, um Fußkälte im Erdgeschoss zu vermeiden. Wenn die Wände eine Stärke von mindestens 24 cm haben, erfüllen sie die Vorgaben für unbewohnte Kellerräume.
Ist jedoch ein Wohnkeller geplant, sind wie für alle anderen Wohnräume die Vorgaben des GEG (Gebäudeenergiegesetz) einzuhalten. Die dort gestellten Anforderungen können z. B. mit den o. g. Perimeterdämmplatten erfüllt werden, die in zwei Varianten erhältlich sind: als expandierte oder extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten (EPS oder XPS). XPS- haben gegenüber EPS-Dämmplatten den Vorteil, dass sie über eine einheitliche und völlig geschlossene Zellstruktur ohne Zwischenräume verfügen. Sie sind deshalb feuchtigkeitsresistent, enorm fest und haben sehr gute Wärmedämmeigenschaften.

Die zu erwartenden Kosten für einen gemauerten Keller

Die entstehenden Mehrkosten sind schwer vorherzusagen und hängen von zahlreichen Faktoren ab. Kriterien wie

  • Wie sind die geologischen Voraussetzungen?
  • Wofür soll der Keller genutzt werden?
  • Ist Eigenleistung möglich?

sind ebenso preisrelevant wie die Kellergröße.

Fazit
Der gemauerte Keller ist die einzige Kellerbauart, bei der es vorstellbar ist, beim Bau Eigenleistungen einzubringen und so die Baukosten zu senken. Das setzt jedoch voraus, dass die nötige Fachkunde vorhanden ist. Ein gemauerter Nutzkeller benötigt außer der Dämmung der Kellerdecke keine weiteren Wärmedämmmaßnahmen, wenn die Wände ausreichend dick sind. Ein Bitumenanstrich zur Abdichtung gegen Feuchtigkeit ist nicht immer ausreichend haltbar und kann durch äußere Einflüsse beschädigt werden, wenn nicht entsprechend vorgesorgt wurde (s. o.). Ein Baugrundgutachten bringt Klarheit, ob sich ein gemauerter Keller mit einer Schwarzen Wanne für das jeweilige Baugrundstück eignet.

 

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