Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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BegriffDefinition
Dachbindersystem

Beim Dachbindersystem handelt es sich um ein Fachwerkträgersystem aus Holz mit statischen Aufgaben. Der Binder setzt sich aus mehreren Stabdreiecken zusammen und bildet damit das großflächige, tragende Bauteil des Dachstuhls. Die Dachbalken, die dabei verwendet werden, können gegebenenfalls zur Aussteifung mit weiteren Balken abgestützt werden. Die Elemente der Dreiecke werden unter Spannung und Druck gesetzt, verbiegen sich jedoch nicht.

Es gibt unterschiedliche Formen für Dachbinder, die sich nach der Form das Dachstuhls richten, wie beispielsweise Pultdachbinder oder Satteldachbinder. Dachbindersysteme basieren auf dem Hofzimmermeister und Unternehmer Karl Friedrich Otto Hetzer (1846 bis 1911), der auch als Begründer des Holzleimbaus gilt.

Mit einem Dachbindersystem können auch stützenfreie Überwölbungen für Räume sowie Hallen erstellt werden. Das Vorfertigen von kompletten Dachbindersystemen, vor allem bei baugleichen Modellen, erleichtert auf der Baustelle die Montage und spart wertvolle Bauzeit ein. Das tragende und aussteifende Bauteil wird auch als Balken, der den Dachgiebel stützt, betitelt. In Kombination mit Metallteilen kann das Dachbindersystem als vorgefertigter Dachstuhl dienen. Das vollkantige, trockene und imprägnierte Holz wird in seiner häufigsten Form als Nagelplattenbinder hergestellt. Dabei sind die Knotenpunkte mit industriell gefertigten Nagelplatten versehen, die mit Spezialpressen beidseitig in das Holz der Balken gedrückt werden. Herstellen dürfen solche Nagelplattenbinder lediglich zertifizierte Holzbaufirmen.

Die Produktion erfolgt zum größten Teil auf vollautomatischen Produktionsanlagen, wobei nur noch zu Beginn des Fertigungsprozesses Handarbeit notwendig ist. Dachbindersysteme sind eine gute und preiswerte Alternative gegenüber traditionelle Dachstuhlbauten. Sie können sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bau eingesetzt werden und stehen für Stabilität, Belastbarkeit und Langlebigkeit.

Synonyme - Dachbinder, Dachbinder-System, Dachsparren
Dachdämmung

Rund 30 Prozent der Wärme gehen in einem Einfamilienhaus im Durchschnitt über die Dachfläche verloren. Eine Dachdämmung reduziert den Wärmeverlust im Bereich des Daches und trägt so im privaten Hausbau zur Einhaltung der EnEV bei. Die Hohlwände zwischen den Dachsparren werden mit einer Dachdämmung versehen, ebenso gehört die Wärmedämmung der Dachfläche zu den Arbeiten. Mit den Dämmmaßnahmen verringert sich auch das Risiko für Schimmel- oder Pilzbefall, der durch eindringende Feuchtigkeit entstehen kann.

Es gibt verschiedene Arten von Dachdämmungen:

  1. Zwischensparrendämmung
    Bei dieser Form werden Dämmmaterialien in die vorhandenen Zwischenräume der Dachsparren gelegt.

  2. Aufsparrendämmung
    Hierbei wird das Dämmmaterial von außen auf den Sparren befestigt. Diese Form wird häufig verwendet, wenn ein Dach neu gedeckt wird oder die Zwischenräume nicht ausreichend groß sind für die Zwischensparrendämmung.

  3. Untersparrendämmung 
    Hier wird die Dämmung unter den Sparren montiert wird.

Sowohl bei der Zwischensparrendämmung als auch der Untersparrendämmung kann es zu Wärmebrücken an den Übergängen kommen. Nachteilig wirkt sich auch der Flächenverlust im Innenraum aus. Der Vorteil der Aufsparrendämmung liegt vor allem in der besseren Dämmwirkung und dem Vermeiden von Wärmebrücken. Jedoch ist diese Methode mit höheren Investitionen verbunden. Hier können Kosten von bis zu 25.000 € entstehen. Diese Dachdämmung ergibt nur Sinn, wenn gleichzeitig das Dach neu eindeckt werden muss.

Siehe auch www.hausbauberater.de/dachdaemmung

 

Synonyme - Dachisolierung, Wärmeisolierung, Dachdämmungssysteme,Dämmung
Dachdeckungsrichtung

Die Dachdeckungsrichtung ist ein wichtiges Kriterien für die Sicherheit einer Dachstruktur, insbesondere bei Windlasten. Daher müssen bei der Gestaltung eines Grundrisses mögliche Dachformen berücksichtigt werden, welche auch direkten Einfluss auf die Dachdeckungsrichtung haben. Für die Dachdeckung ist die Hauptwetterrichtung von großer Bedeutung. Wenn das Wetter hauptsächlich von rechts nach links kommt, sollte das Dach von links nach rechts gedeckt werden und umgekehrt. Durch diese Methode wird sichergestellt, dass so viel Wasserabweisung wie möglich gewährleistet und eine hohe Stabilität des Daches erzeugt wird.

Wind und Stürme können in jeder Richtung auftreten und daher muss das Dach von allen Seiten gleich stark gebaut werden. Unter bestimmten Umständen kann eine Hauptwindrichtung bestimmt werden, die beispielsweise vorliegt, wenn eine spezielle Topografie berücksichtigt werden muss oder regionaltypische Winde vorkommen. Auch umgebende Gebäude und Hindernisse beeinflussen die Windrichtung. Wo solche typischen Windmuster identifiziert werden können, sollten diese bei der Gestaltung des Daches und bei der Dachdeckungsrichtung berücksichtigt werden. In Gebieten mit starkem Wind und Regen sollte die Konstruktion auf eine minimale Wind- und Regenbelastung abzielen, um den Einfluss und die Auswirkungen dieser Naturgewalten auf das Gebäude zu minimieren. Das verringert langfristig die Gefahr einer Beschädigung des Daches.

Synonyme - Dachdeckung, Deckrichtung, Hauptwetterrichtung,Dacheindeckung
Dachdurchdringung

Dachdurchdringungen werden für den Durchlass von Bauteilen, die durch das Dach hindurch montiert werden müssen, benötigt. Grundsätzlich sollten Dachdurchdringungen vermieden werden, da sie eine Dachkonstruktion schwächen. Allerdings sind die Gründe für Dachdurchdringungen zahlreich, wie beispielsweise für:

Laut des Deutschen Dachdeckergewerbes ist der anfälligste Teil eines Dachsystems der Punkt, an dem sich die horizontale Dachterrasse und eine vertikale Oberfläche verbinden. Während einige Dächer mehr Durchdringungen aufweisen als andere, können grundsätzlich alle Dachdurchdringungen zu Undichtigkeiten führen, wenn sie nicht ordnungsgemäß installiert und gewartet werden. Hersteller bieten deshalb spezielle Dachdeckungsmaterialien an, um das Risiko dafür zu minimieren. Zu den Standardlösungen gehören beispielsweise Sonder-Ziegel oder spezielle Dachsteine. Bei dem Anlegen von Dachdurchdringungen muss stets die Dichtheit der Dachhaut im Vordergrund stehen. Die Ausführung erfordert fachmännisches Wissen und bereits in der Planungsphase sollte beachtet werden, mehrere Dachdurchdringungen möglichst zu einem gemeinsamen Durchbruch zusammenzufassen.

Durch die Zunahme von extremen Wetterereignissen und die dadurch bedingten Temperaturbelastungen stehen Dächer unter hohen Belastungen. Folgende Richtlinien sollten grundsätzlich bei der Anlage von Dachdurchdringungen befolgt werden:

Alle Dachdurchdringungen sollten fachgerecht mittels Dichtungsmanschetten, Klemmflanschen, Klebeflanschen oder Flüssigabdichtungen abgedichtet werden. Um eine fachgerechte Verarbeitung zu gewährleisten, ist ein Abstand von mindestens 30 cm zwischen den Durchdringungen und anderen Bauteilen einzuhalten. Der Abstand wird grundsätzlich immer von der Flanschaußenkante gemessen und die Dachabdeckungen sollten mindestens 20 cm über die bestehende Dachfläche erfolgen.

Mehr Informationen zu diesem Thema, siehe hier: DIN 18531 für Dachabdichtungen.

Dachflächenfenster

Dachflächenfenster befinden sich direkt in der Dachfläche und sind eben mit dem Dach. Sie gehören zur DIN-Norm EN 14351–1. Diese Norm schreibt vor, dass Dachfenster in der gleichen Ausrichtung und Ebene zum umgebenden Dach installiert werden müssen. Sie besitzen normalerweise eine Neigung von mindestens 15 Grad. Das Fenster muss durch geeignete Maßnahmen nach der Installation wetterfest gemacht werden. Das Fensterglas muss eine hohe Schlagregensicherheit aufweisen.

Dachfenster bieten aufgrund ihrer Flexibilität, Funktionalität und wegen ihres schlanken und stilvollen Designs viele Vorteile. So sorgen sie für helle und offene Räume und ermöglichen vor allem bei Sanierungen den nachträglichen Umbau von bisher ungenutzten Dachflächen zu Wohnflächen. Sie lassen nicht nur Licht in den Dachstuhl, sondern sorgen auch für eine gute Luftzirkulation.

Es gibt viele verschiedene Arten für Dachflächenfenster

  • Klapp-Schwing-Fenster
    Der Grundtyp eines Dachflächenfensters ist das Klapp-Schwing-Fenster, eine Schwingflügelkonstruktion. Diese Art von Fenster öffnen sich nur in einer Mittelschwenkmethode und können um 180 Grad gedreht werden. Das ist besonders praktisch für das Reinigen der Außenscheibe. Mittelschwenkfenster können sowohl mit externen Außenjalousien, als auch mit internem Zubehör wie Jalousien, Rollos, Verdunklungsfolie oder UV-Schutz ausgestattet werden.

  • Klapp-Schwing-Fenster Untenbedienung
    Ein anderer beliebter Dachflächenfenster-Typ ist das Klapp-Schwing-Fenster mit sogenannter Unten-Bedienung. Ähnlich wie beim Klapp-Schwing-Fenster gibt es einen Schwingpunkt zum Öffnen des Fensters. Aber beim Klapp-Schwing-Fenster mit Unten-Bedienung ist dieser oben und der Griff zum Öffnen unten. Das hat den Vorteil, dass das Fenster weit geöffnet werden kann. Diese Art von Fenster ist perfekt für Loft-Umbauten, da sie ununterbrochene Ansichten und außergewöhnlich viel Tageslicht ermöglichen.
Synonyme - Dachfenster, Klapp-Schwing-Fenster
Dachformen

Mit dem Begriff der Dachform ist die äußere Form des Daches gemeint. Dabei werden verschiedene Dachformen unterschieden, wie beispielsweise das Turmdach, das Walmdach, das Zeltdach, das Halbtonnendach, das Satteldach, das Mansardendach, das Kegeldach, das Schmetterlingsdach und viele mehr. Es gibt auch verschiedene Bauarten bei den typischen Dachformen, wie beispielsweise Wohnbauten oder Sakralbauten.

Dächer dienen viel mehr als nur dem grundlegendsten praktischen Zweck, ein Haus und seine Bewohner vor äußeren Einflüssen zu schützen. Zum Beispiel spielt die Form eines Daches eine wichtige Rolle bei der Definition des Gesamtbildes und des Stils eines Gebäudes. Dächer können zusätzlichen Wohnraum bieten und ein Gebäude widerstandsfähiger, energieeffizienter und wetterfester machen.

In Deutschland, aber auch in Nord- und Mitteleuropa, ist das Satteldach oder Giebeldach am häufigsten vertreten. Sie sind leicht an ihrer dreieckigen Form zu erkennen. Für ein Satteldach können verschiedenen Eindeckungsmaterialien verwendet werden, wie zum Beispiel Tonziegel, Schiefer oder auch Metall, wie beispielsweise Kupfer. Satteldächer sind so beliebt, weil sie leicht Wasser und Schnee ablassen und es ist einfach eine Dachdämmung mit einzubauen. Ein weiterer Vorteil ist der zusätzliche angebotene Platz im Dachboden, der leicht als Wohnraum ausgebaut werden kann. Ebenso ist eine bessere Belüftung des Hauses durch ein Satteldach gegeben. Ihr von Natur aus einfaches Design macht Satteldächer einfacher zu realisieren und sie sind häufig günstiger bei der Anschaffung oder Modernisierung als komplexere Designs.

Siehe auch www.hausbauberater.de/bauwissen/dachformen-fuer-den-hausbau.

Synonyme - Hausdachformen,Dachform
Dachgaube

Ein Dachgaube befindet sich auf der geneigten Seite des Daches und ist eine funktionelle Bauerweiterung, die Tageslicht in einen Dachboden bringt. Das Fenster sitzt vertikal in einer gerahmten Struktur auf dem Dach und besitzt wiederum ein eigenes Dach. Die Bauerweiterung ragt aus dem Hauptdach heraus, ist aber optisch angepasst an die große Dachkonstruktion. Farbliche Aspekte können für Auflockerungen sorgen.

Dachgauben werden oft mit der Architektur im Landhausstil und der Kolonialzeit in Verbindung gebracht, aber sie sind auf jedem Hausstil mit schrägem Dach möglich. Sie sind ideal für die Schaffung von Räumen oder beim Umbau von Wohnraum in  spezielle Nutzung als Loft. Die Hauptvorteile einer Dachgaube sind:

  • Raumerweiterung
  • Belüftung
  • Natürliches Licht

Dachgauben erhöhen den Kopfhöhenraum im Dachstuhl eines Hauses. Das erleichtert die Mobilität im Raum und schafft Platz für ein zusätzliches Schlafzimmer oder einen Arbeitsbereich. Auch die Belüftung eines Hauses wird durch eine Dachgaube verbessert. Das liegt daran, dass oben und unten Fenster geöffnet werden können. Anschließend wird ein Luftzug erzeugt, der die Bewegung von warmer Luft durch das Dachfenster erleichtert, während kühlere Luft unten einströmt, um die wärmere Luft zu ersetzen. Neben der verbesserten Belüftung lassen Dachgauben viel natürliches Licht in den Dachstuhl. Die Verfügbarkeit von natürlichem Licht ermöglicht es, den Raum vielfältiger zu nutzen. Die Fenster verbessern sowohl den internen als auch den externen Charakter des Hauses.

In den meisten Fällen ist keine separate Baugenehmigung erforderlich, solange die Gestaltung der Dachgaube unter anderem den höchsten Teil des Daches nicht überschreitet. Es wird jedoch immer empfohlen, sich vor Beginn der Arbeiten bei dem örtlichen Planungsbüro zu erkundigen.

Synonyme - Dachgaupe,Gaupe
Dachgeschossausbau

Unter einem Dachgeschossausbau versteht man den Ausbau oder auch Umbau eines Dachbodens. Diese Baumaßnahme findet meist statt, wenn das Haus bereits fertiggestellt ist und bietet eine großartige Möglichkeit zusätzlichen Platz zu schaffen.

Um einen Dachboden in einen Wohnraum umzuwandeln, muss er die gleichen Gebäudeanforderungen erfüllen, wie die anderen Wohnräume in einem Gebäude. Für alle Dachgeschossausbauten muss eine Genehmigung der örtlichen Behörde vorliegen. Einfache Renovierungen oder Instandhaltungsmaßnahmen eines bereits vorhanden Dachgeschossausbaues unterliegen dagegen keiner Genehmigungspflicht.

Neben der Baugenehmigung für den Ausbau des Dachbodens muss die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen gewährleistet sein. Das gesamte Dach muss außerdem wärmeisoliert sein, bevor mit dem Ausbau begonnen werden kann. Andere bautechnische Vorschriften können von Bundesland zu Bundesland leicht variieren.

Um die meisten Bauvorschriften zu erfüllen, sollte der Dachboden folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Höhe zwischen Fußboden und Decke muss mindestens 2 Meter betragen.
  • Ein vertikaler Abstand im größten Teil des Raums muss mindestens 2,5 Meter breit sein.
  • Der neu gewonnene Dachbodenfläche muss über eine eingebaute permanente Treppe erreichbar sein.
  • Es muss ein separater Notausgang vorhanden sein. Normalerweise ist dies im privaten Wohnraum ein leicht zugängliches Fenster.
  • Die Tragfähigkeit der Decke muss geprüft und vom Statiker für die Umbaumaßnahmen freigegeben werden.

Am besten eignen sich Dächer mit einer 50 Grad Neigung und einem sogenannten Spitzboden. Dachgeschossausbauten sollten immer mithilfe von erfahrenen und qualifizierten Handwerkern durchgeführt werden. Der Dachausbau wird in den allermeisten Fällen durchgeführt, um zusätzlichen Raum im Einfamilienhaus zu schaffen oder für die Erstellung einer neuen Wohneinheit in einem Mehrfamilienhauses.

Synonyme - Dachausbau, Dachboden
Dachluke

Dachluken, auch Oberlichter oder Dachfenster, die auf dem Dach eines Gebäudes oder in der Decke eines Raumes installiert sind, bieten eine gute Möglichkeit, mehr Tageslicht zu erhalten. Außerdem können Dachluken auch den Wert eines Hauses erhöhen. Es wird zwischen drei verschiedenen Arten von Dachluken unterschieden.

  1. Fest installierte Dachfenster
    Diese Dachluken fest installierte Dachfenster, die in einem Winkel auf dem Dach sitzen, um so das meiste Licht einzufangen. Im Winter soll durch sie die meiste Wärme absorbiert und im Sommer die Sonneneinstrahlung verringert werden.

  2. Belüftete Dachluken
    Sie sehen wie feste Oberlichter aus, lassen sich aber auch öffnen, um frische Luft hereinlassen. Bei diesen Oberlichtern haben Sie die Wahl zwischen einem elektrischen und manuellen Öffnungsmechanismus. Belüftete Oberlichter sind eine großartige Option für kleine Räume, die möglicherweise mehr Luftstrom benötigen, wie zum Beispiel Küchen oder Badezimmer.
    Eine noch anspruchsvollere Ausführung von belüfteten Dachluken sind solarbetriebenen Dachfenster. Sie bieten die gleichen Grundprinzipien wie belüftete, mit dem zusätzlichen Vorteil von Sensoren, die die Entlüftungsfunktion zum Öffnen oder Schließen automatisch steuern.

  3. Röhrenförmige Oberlichter
    Eine andere Variante von Oberlichtern sind die röhrenförmigen Oberlichter. Diese sind kleine kreisförmige Einheiten und gehören zu den neuesten Innovationen auf dem Markt. Sie eignen sich gut, um mehr natürliches Licht hereinzulassen und die Beleuchtung in Schlafzimmern und Fluren zu verbessern. Sie sind viel kleiner als feste Oberlichter und haben einen Durchmesser von 30 bis 40 cm. Aufgrund ihrer geringen Größe sind sie für die Dacharchitektur weniger störend und verursachen weniger übermäßigen Wärmegewinn oder -verlust.
Synonyme - Oberlicht, Dachfenster
Dachneigung

Die Dachneigung ist die vom Sparren erzeugte Neigung. Diese kann auf zwei Arten beurteilt werden:

  1. Entweder als Winkel mit der Maßeinheit in Grad, den der Sparren zur Horizontalen (waagerecht) bildet oder
  2. als das Verhältnis zwischen dem Anstieg und dem Lauf des Daches, auch Ratio genannt und ausgedrückt als Prozentsatz

Es gibt keine standardmäßige universelle Dachneigung. Die Dachneigung variiert je nach Kultur, Klima, Stil und verfügbaren Materialien.

In Deutschland hat das typische Haus eine Neigung zwischen 30° und 60°, abhängig von der Region. Während man in Norddeutschland z. B. häufiger Dachneigungen um 60° vorfindet, sind es in Süddeutschland nur 30°. Zeitgenössische Häuser haben oft Flachdächer, wobei diese nicht vollständig flach sein sollten. Eine geringe Neigung ist empfehlenswert, um den Abfluss von Regenwasser oder Schnee zu fördern.

Häuser im gemäßigten Klima haben normalerweise einen Dachwinkelbereich zwischen 16° und 25°.

Die beste Dachneigung hängt von der Art des Daches ab. Wenn ein schlanker, moderner Stil erwünscht ist, sollte ein flaches Dach mit einer Neigung von mindestens 2 %, besser aber 5 %, verwenden werden. Für einen gotischen Stil müssen die Sparren der Spannweite von 60° entsprechen, während bei einem elisabethanischen Stil die Sparren länger als die Spannweite sein müssen. In schneebedeckten Gebieten sollte ein Dach mindestens 40° Neigung haben, damit Schnee abfallen kann. Die sicherste Dachneigung in sehr windigen Gebieten liegt zwischen 18.5°- 26,5°.

Synonyme - Neigung, Dachwinkelbereich, Dachgefälle ,Dachschräge

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