Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

BegriffDefinition
Hausakte

In der Hausakte befinden sich alle wichtigen Leistungsmerkmale für die Planung und den Bau des Eigenheims. Ähnlich wie dem Wartungsheft beim Auto werden alle Informationen sowie spätere Instandsetzungsarbeiten, Ausbauten und Modernisierungsarbeiten in die Hausakte eingetragen. Neben dem Gebäudepass stellt die Hausakte den Verbraucherschutz beim Kauf eines Eigenheims sicher, denn es enthält wesentliche Angaben zur Bauqualität der Immobilie. Die Hausakte sollte vom Besitzer gewissenhaft gepflegt werden, denn sie stellt über die Jahre hinweg ein verlässliches Dokument zur Gebäudedokumentation dar.

Die Hausakte des Bundesbauministeriums wurde 2002 ins Leben gerufen und in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen und den Architektenkammern entworfen. Sie kann bei den Verbraucherzentralen bestellt werden und gilt für den Neubau eines Einfamilienhauses. Zusätzlich zu den eingetragenen Angaben können Dokumente sowie Betriebsunterlagen in der Hausakte aufbewahrt werden. Die regelmäßige Aktualisierung reduziert den Aufwand bei einem späteren Verkauf oder einer geplanten Veränderung am Gebäude. Außerdem steigert sie den Wert einer Immobilie und dient als Grundlage späterer Umbauten oder energetischer Sanierungen.

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Hausgeld

Beim Kauf einer Eigentumswohnung werden Käufer nicht nur Eigentümer des neuen Zuhauses, sondern auch Miteigentümer an der gesamten Immobilie, dem Gemeinschaftseigentum. Neben dem Kaufpreis und den Kaufnebenkosten ist das Hausgeld vor dem Kauf unbedingt zu beachten, denn es fällt unterschiedlich hoch aus und kann die monatlichen Festkosten dementsprechend wenig oder viel belasten.

Hausgeld gehört zu den laufenden Betriebskosten und wird umgangssprachlich auch Wohngeld oder Instandhaltungsrücklage genannt. Enthalten sind meist standardmäßig die Kosten für die Bewirtschaftung, die Pflege sowie die Instandhaltung des sogenannten Gemeinschaftseigentums. Es ist monatlich im Voraus an die Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft zu bezahlen und wird nach Ablauf des sogenannten Wirtschaftsjahres entsprechend abgerechnet und mit den geleisteten Vorauszahlungen ggf. verrechnet. Grundlage für die Berechnung der Vorauszahlungen ist der Wirtschaftsplan, den der Verwalter des Objektes jährlich neu verfasst und aktualisiert. Vorauszahlungen können einmal jährlich nach oben oder unten angepasst werden.

Im Hausgeld enthalten sind auch die Rücklagen für Instandhaltungsmaßnahmen wie Erneuerung der Heizung oder eine energetische Sanierung. Daher liegt das Hausgeld einer Wohneigentümergemeinschaft in der Regel 20 bis 30 % über den herkömmlichen Nebenkosten für eine vergleichbare Mietwohnung. Wer seine Immobilie vermietet, muss sich darüber im Klaren sein, dass nicht alle Kosten aus dem Hausgeld an den Mieter weiter berechnet werden dürfen. Erlaubt sind lediglich die umlagefähigen Betriebskosten, aber beispielsweise nicht die Rücklagen.

Die Aufteilung der Kosten kann auf unterschiedliche Art erfolgen:

  • Zu gleichen Teilen auf alle Eigentümern.
  • Mit einem Verteilerschlüssel.
  • Nach Quadratmetern Sondereigentum.
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Synonyme - Instandhaltungsrücklage,Wohngeld
Hausschwamm

Der Echte Hausschwamm Serpula lacrymans ist ein Pilz, der vorwiegend Holz und Mauerwerk befällt. Ist dies der Fall, drohen aufwendige und meist teure Sanierungsarbeiten. Weitaus schlimmer können aber die notwendigen Trockenzeiten von mehreren Jahren ins Gewicht fallen, wenn es um das Eigenheim geht. Der Echte Hausschwamm mag vor allem feuchtes Holz und Gebälk in alten Häusern, kommt aber auch in Neubauten vor. Als Pilz mag es der gefürchtete Hausschwamm nicht nur gerne feucht, sondern auch warm und ausreichend geeignete Nahrung. Hauptziel beim Neubau muss also sein, Konstruktionsfehler zu vermeiden oder bei bestehenden Gebäuden die Schäden daraus zügig zu beheben.

Zuerst nehmen Bewohner eine intensive Braunfäule wahr und eine dunkelbraune Verfärbung des Holzes. Bei fortgeschrittenem Befall ziehen sich durch die Fasern des Holzes Querrisse und das Holz bricht würfelartig ab. Es verliert an Festigkeit und zerfällt bei weit fortgeschrittenem Befall schon bei leichtem Druck zu Pulver. Auffällig sind die bräunlichen Stellen mit weißem Rand, die auch von Laien erkannt werden. Für Sachverständige zeigt sich der Pilz aber auch ein seinem weißen, durchscheinenden Pilzfäden, den Lufthyphen oder Luftmyzel.

Nadelhölzer sind besonders häufig vom Hausschwamm befallen, grundsätzlich liebt der Pilz aber Temperaturen um 20 bis 30 Grad Celsius, Standorte ohne Zugluft und Umgebungen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Typischerweise tritt er nach Wasserschäden in Verbindung mit hölzernen Grundstrukturen auf. Seine Sporen siedeln sich auf dem feuchten Holz an und es dient ihm als Nährstoffgrundlage. Über sein Myzel dehnt sich der Hausschwamm weiter aus und die fadenförmigen Stränge befallen dann auch gerne poröses Mauerwerk, Dämmstoffe, Tapeten, Textilien oder Faserplatten.

Ist der Befall durch einen Sachverständigen bestätigt worden und ggf. mit Laborproben erwiesen, dann müssen alle befallenen Stellen schnell lokalisiert werden. Nur so kann die weitere Ausbreitung des Hausschwamms verhindert werden. Die Sanierung eines Hausschwamms kann nur ein Fachunternehmen durchführen und die Kosten können schnell fünfstellige Beträge erreichen.

Wer beim Kauf einer Immobilie mit hohem Holzanteil, etwa einem Fachwerkhaus, auf Nummer sicher gehen will, lässt alle Räume vorher gründlich auf einen möglichen Befall hin untersuchen. Diese Begutachtung führt auch dazu, anderweitige Baumängel zu erkennen.

Weitere Informationen gibt es beim Umweltbundesamt: www.umweltbundesamt.de/echter-hausschwamm

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Synonyme - Serpula lacrymans,echter Hausschwamm
Heizkosten

Zu den Heizkosten gehören die laufenden Kosten für die Beheizung eines Hauses, einer Wohnung oder einer sonstigen Immobilie. Außerdem die Betriebskosten der Warmwasserversorgungsanlage bei einer zentralen Heizanlage. Gemäß der Heizkostenverordnung hat der Gesetzgeber festgelegt, welche Kosten zu den umlegbaren Betriebskosten fallen dürfen. Der Vermieter hat sich an diese zu halten, anderweitige Einträge in Mietverträgen haben keine Gültigkeit. Die einzige Ausnahme ist eine Wohnung, die mit einer eigenen Heizungs- und Warmwasseranlage ausgestattet ist.

Im Jahr 2019 lagen die durchschnittlichen Heizkosten bei einer 70 qm großen Vergleichswohnung bei 700 €. Dabei ist zu beachten, dass der Schnitt in einem energetisch gut sanierten Haus nur bei 470 € lag, während es in energetisch schlechteren Häusern statistisch betrachtet auch bis zu 980 € an Heizkosten sein können. Über einen Link zum Mieterbund können Verbraucher mit geringem Aufwand prüfen, wie die eigenen Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten liegen: www.Heizspiegel.de

Zu den Heizkosten gehört auch der Heizenergieverbrauch, der ebenfalls in der Heizkostenabrechnung aufgeführt ist. Bei jährlich etwa 18 Millionen verschickter Heizkostenabrechnungen sind jedoch nach einer Erhebung der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. mehr als 1/3 eindeutig fehlerhaft. Die häufigsten Fehler liegen dabei in der Berechnung des Brennstoffverbrauchs. Diese werden durch die Heizkostenverteiler an den Heizkörpern oder dem Wärmemengenzähler für Wohnungen abgelesen.

Laut Mietvertrag sind die Heizkosten in der Regel so zusammengesetzt:

  • 50 bis 70 % der Heizkosten entfallen auf den Verbrauch,
  • der Rest wird über den Verteilerschlüssel nach Quadratmetern abgerechnet.

Die Energiebezugskosten geben an, wie hoch die durchschnittlichen Energiekosten liegen. Beim Heizen mit Erdgas lagen diese bei 5,9 Cent pro kWh, beim Heizöl bei 6,8 Cent pro kWh, bei der Fernwärme bei 8,9 Cent pro kWh und beim Wärmepumpen-Strom bei 21,3 Cent pro kWh. Neben der Entwicklung der Energiepreise ist aber der Sanierungsbestand eines Hauses der wesentliche Faktor für die Höhe der Heizkosten.

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Heizungsmischer

Ein Heizungsmischer, ob manuell oder mit Motor, vermischt kaltes und warmes Wasser innerhalb einer Heizungsanlage. Das ist immer dann notwendig, wenn:

Bei zwei Heizkreisen regelt der Heizungsmischer genauso die Temperatur auf die richtige Gradzahl herunter, wie beim Konstanttemperaturkessel.

Fußbodenheizungen benötigen als Niedertemperaturheizung deutlich kühleres Wasser für den effizienten Betrieb als eine Zentralheizung. Der Konstanttemperaturkesseln hält die Temperatur des Wasser im Kessel konstant auf einem voreingestellten Wert. Jedoch kann diese Temperatur abgesenkt werden, wenn die Außentemperaturen steigen. Durch das Anpassen der Wassertemperatur wird das Aufheizen von Räumen verhindert. Wichtiger sind aber hier die Aspekte der Kosteneinsparung und der Ressourcenschonung.

Neben den beiden oben geschilderten Situationen kann auch die nachträgliche Installation eines Kamins mit Wassertasche und seine Integration in ein bestehendes Heizsystem den Einsatz eines Heizungsmischer notwendig machen. Gleiches gilt, wenn die Trinkwasserversorung separat von der Warmwasserbereitstellung erfolgt.

Moderne Heizkessel kommen immer häufiger ohne Heizungsmischer aus, da sie als Niedertemperaturkessel ausgelegt sind. Die gängigste Bauform bei Heizungsmischern ist derzeit der Drei-Wege-Heizmischer. Er findet sich vor allem bei Ölheizungen mit angeschlossenen Niedertemperatur-Heizkörpern. Dieser Heizmischer verfügt über drei Anschlüsse, und zwar an die Wärmequelle, die Pumpe und den Rücklauf. Mit ihm sind die Funktionen “auf” und “zu” möglich. Zwischenpositionen sind je nach Hersteller vorgesehen. Ein Stellmotor erlaubt die elektrische Steuerung von Hand.

 

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Heizungsunterstützung

Mit dem Begriff der Heizungsunterstützung begeben wir uns in die Solarthermie. Diese Technik nutzt die kostenlose Energie der Sonne und wärmt das Haus umweltfreundlich auf. Solaranlagen lassen sich hervorragend als Heizungsunterstützung installieren und nutzen, denn sie können einen Pufferspeicher mit Wärme versorgen, der mit dieser Wärme anschließend Wasser erhitzt. Das erhitzte Wasser kann dann in ein Heizsystem geleitet werden und über eine Rücklaufanhebung im Heizkreis leicht integriert werden. Werden Solarthermie Anlagen als Heizungsunterstützung eingesetzt, dann können Sie in der Regel 25 bis 30 % der herkömmlichen Heizenergie einsparen, was die Kosten senkt und die Umwelt schont.

Vor allem in den Übergängen zwischen den Jahreszeiten kann die Solarthermie als Heizungsunterstützung gute Dienste leisten. Wenn sich Bauherren für diese Art der Heizanlage interessieren, müssen Sie bei der Planung festlegen, ob die Unterstützung nur für die Trinkwassererwärmung oder zur Unterstützung der Raumheizung ausgelegt werden soll. Die Variante als Unterstützung der bestehenden Heizung erfordert eine größere Dimensionierung der Solaranlage auf dem Dach. Pro Person geht man dann von einer 2-3 Quadratmeter großen Kollektorenfläche pro Person aus. Bei der Trinkwassererwärmung reichen 50 % der angegebenen Kollektorenflächen in der Regel aus.

Die typische Speichergröße für einen Pufferspeicher liegt bei ca. 700 Liter für ein Einfamilienhaus. Dieser Speicher ist eine der Hauptkomponenten der Solarthermie Anlage und sollte gut ausgewählt werden. Das in ihm gespeicherte Warmwasser gleicht an Schlechtwettertagen die fehlende Wärme aus der Sonnenenergie aus. Für die Unterstützung der Heizung bedarf es eines bivalenten Speichers mit zwei getrennten Wärmetauschern. Die thermische Isolierung ist maßgeblich verantwortlich für die Effizienz des Systems.

Siehe auch: hausbauberater.de/heiztechnik/gasbrennwertheizung

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Heizzahl

Die Heizzahl, auch Leistungszahl LZ, beschreibt die Wärmeleistung einer Kompressions-Wärmepumpe. Technisch gesprochen bedeutet sie das Verhältnis von gewonnener Heizwärme zur eingesetzten Primärenergie mittels Erdgas und gilt nur bei einer Wärmepumpe mit Verbrennungsmotorantrieb.  Umgangssprachlich wird die Energieeffizienz einer Wärmepumpe mit der Angabe der Heizzahl angegeben. Liegt beispielsweise die Heizzahl bei 1,6, dann kann die Wärmepumpe aus 100 kWh Brennstoff 160 kWh Heizwärme erzeugen. Im Vergleich dazu liegt ein Heizkessel bei weniger als 100 kWh Heizwärme. Wichtig zu beachten ist aber, dass sich die Heizzahl immer auf ganz bestimmte Betriebsbedingungen bezieht und in der Regel auf den Betrieb unter Vollast.

Zu den Messbedingungen gehören unter anderem:

  • Temperatur der Wärmequelle
  • Vorlauftemperatur
  • Rücklauftemperatur

Hersteller geben die Bedingungen für die Ermittlung der Heizzahl in ihren Betriebsanleitungen an und kürzen diese meist mit W für Wasser, B für Sole und A für Luft ab. Um die Wirtschaftlichkeit ihrer Produkte besser zu kennzeichnen und für den Verbraucher neutral beurteilbar zu machen, sind diese Angaben der Messungen transparent darzustellen.

Die englische Abkürzung für die Heizzahl lautet Coefficient of Performance (COP) oder Energy Efficiency Ratio (EER) und sie wird in der Regel umso geringer, desto größer der Temperaturunterschied zwischen Nutzwärme und dem kalten Reservoir ist. Wichtig zu beachten ist die Tatsache, dass die Heizzahl einer Absorptionswärmepumpe nicht direkt vergleichbar ist, da hier unterschiedliche Energieformen die Grundlage bilden.

Es gibt physikalische Grenzen für die Leistungszahl, von denen wir aber heutzutage technisch bei den Wärmepumpen noch weit entfernt liegen. Alternativ wird auch der Begriff der Leistungsziffer verwendet.

 

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Synonyme - Leistungszahl, Leistungsziffer, COP, EER
HEPA

Die Abkürzung HEPA steht für High Efficient Particulate Air, ins Deutsche übersetzt mit hocheffiziente Partikelfilter. Dabei handelt es sich technisch gesprochen um sogenannte Sachwebstofffilter, wie beispielsweise in Luftreinigern oder Staubsaugern und Klimaanlagen eingesetzt. Die Hepa Filterklasse ist genormt und die Filter finden überall dort Anwendung, wo die Raumluft von kleinsten Teilchen und Partikeln gesäubert werden soll. Das ist vor allem bei Allergikern hilfreich, aber die Technologie kann auch bei Dieselabgasen den Feinstaub filtern und dadurch gesundheitliche Risiken mindern. In Operationssälen und sogenannten Reinräumen finden sich weitere Anwendungsgebiete für die Hepa Filter.

Nur Filter, die Partikel mit einer Größe von 0,1 bis 0,3 Mikrometer aus der Raumluft mit einem Abscheidegrad von mindestens 99,95 % filtern können, erhalten die Klassifizierung und die Hepa-Kennzeichnung. Ein Mikrometer entspricht 1/1000 mm.

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Synonyme - High Efficient Particulate Air
Hepa-Filter

Ein Hepa-Filter kommt zum Einsatz, wenn die mechanische Reinigung von Luft gefragt ist. Die Abkürzung Hepa steht für den englischen Namen „High Efficiency Particulate Air“. Auf gut Deutsch, Luftfilter mit hoher Wirksamkeit gegen Teilchen. Entwickelt in den 40er Jahren, findet sie heutzutage überall dort ihren Einsatz, wo die Luft von kleinsten Schwebeteilchen, wie beispielsweise Viren, Pollen, Aerosole und Keime, gereinigt werden soll:

  • Operationssälen
  • Reinräumen
  • Intensivstationen
  • Luftreinigern
  • Staubsaugern

Hepa-Filter werden aus Zellulose, Glasfasern oder anderen synthetischen Fasern gefertigt. Die sehr dünnen Filterschichten werden in mehreren Lagen übereinander geschichtet, um eine möglichst großen Filtereffekt zu erzielen.

Hepa-Filter sind dafür hilfreich, die Luft von Teilchen, die um ein mehrfaches kleiner sind als die Zwischenräume zwischen den Fasern, zu filtern. Dabei werden folgende Wirkungsweisen genutzt:

  • Sperreffekt
  • Trägheitseffekt
  • Diffusionseffekt

In Europa sind Filter genormt und werden in den Filterklassen 1–17 unterteilt. Hierbei gibt eine hohe Zahl auch gleichzeitig ein hohes Filtervermögen an. Hepa-Filter sind in den Filterklassen 13–14 erhältlich.

Hepa-Filter sind Verbrauchsmaterialien und müssen von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Bei einer normaler Partikelbelastung in der Luft, sollte dieses alle 6 bis 12 Monate geschehen, um eine effiziente Luftreinigung zu gewährleisten. Abhängig vom Material kann ein Hepa-Filter ausgewaschen und somit gereinigt werden. Jedoch ist es von Vorteil Einweg-Modelle zu verwenden, da dies Hygiene-Technisch viele Vorteile bietet.

 

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Synonyme - Schwebstoff-Filter,High Efficiency Particulate Airfilter
Hintermauerwerk

Das Hintermauerwerk einer Fassade besteht in der Regel aus tragfähigen Steinen, die aber in der Regel keinem optischen Anspruch unterliegen. Außerdem müssen diese Fassadensteine nicht wetterfest sein. Hintermauersteine sind unverputzt als Sichtmauerwerk für die Fassade nicht geeignet, daher werden dafür sogenannte Verblender eingesetzt. Hintermauerwerk kann für ein- als auch für zweischalige Fassaden verwendet werden. 

Bei der Fassade eines Wohngebäudes gibt es die Unterteilung in Vormauerwerk/ Sichtmauerwerk und Hintermauerwerk. Während die Vorderseite der gemauerten Fassade mit Verblender optisch aufgewertet wird, belässt man die tragenden Hintermauersteine unverputzt oder trägt zumindest einen Farbanstrich auf. Verblender befinden sich lediglich an der sichtbaren Seite der Fassade. Die verwendeten Materialien für beide Seiten unterscheiden sich deutlich voneinander. So gibt es leichte Materialien, die bei zweischaligen Außenwänden zum Einsatz kommen und zwischen dem Vormauer- und dem Hintermauerwerk eine Dämmstoffschicht erlauben. Leichte Mauersteine können zusätzlich mit Leicht- oder Dünnbettmörtel verarbeitet werden. Schwere Mauersteine wie Ziegel beispielsweise kommen für das Tragen von erhöhten Lasten zum Einsatz. Grundsätzlich müssen aber die Steinarten und die Art der Vermauerung aufeinander abgestimmt sein, da es sonst zu Verformungsrissen kommen kann. Bei einschaligen Gebäudehüllen realisiert man mit geklebten Dämmstoffen zwischen dem tragenden Hintermauerwerk und dem Außenputz ein sogenanntes Wärmedämmverbundsystem WDVS. 

Es sind vor allem poröse Baustoffe die in der jüngsten Zeit für das Hintermauerwerk verwendet werden, da sie einen wichtigen Beitrag zur Wärmedämmung des Gebäudes leisten. Mehr zur Wärmedämmung erfahren Sie hier: https://www.hausbauberater.de/waermedaemmung.

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Synonyme - Hintermauerung

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