Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Hausakte

Die Hausakte beinhaltet alle Dokumente im Zusammenhang mit der Planung und dem Bau einer Immobilie. Auch spätere Arbeiten, z. B. im Rahmen von Instandsetzungen, Um- und Ausbauten sowie Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, werden in die Hausakte eingetragen. Somit ist die Hausakte auch ein Nachweis über die Qualität der ausgeführten Arbeiten, die dadurch vom Käufer optimal nachvollzogen werden kann.

Hausgeld

Das sogenannte Hausgeld ist eine monatliche Vorausleistung zur Deckung der laufenden Aufwendungen für das gemeinschaftliche Eigentum in Wohnungseigentümergemeinschaften. Nach Ablauf eines Wirtschaftsjahres erfolgt eine genaue Abrechnung, aus der hervorgeht, ob die monatlichen Vorauszahlungen ausreichend waren oder wie viel die Wohnungseigentümer nachzahlen müssen. Das Hausgeld setzt sich aus vielen unterschiedlichen Faktoren zusammen, zum Beispiel den Heizungskosten, den Kosten für Warmwasser und Abwasser, einer Instandhaltungsrücklage und den Kosten für den Verwalter. Die Höhe des Hausgeldes wird anhand eines Wirtschaftsplans festgelegt, den der Verwalter des Objekts jedes Jahr neu aufstellt.

Hausschwamm

Hinter dem Hausschwamm, der auch als sogenannter „echter Hausschwamm“ bezeichnet wird, verbirgt sich in der Regel kein Schwamm, sondern ein Pilz, von dem Holz und auch Mauerwerk befallen sein können. Da durch den Hausschwamm die gesamte Haussubstanz bedroht sein kann, können die Folgen bis zum Verlust der Stabilität und der Standfestigkeit reichen.

Heizkosten

Die jährlichen Heizkosten setzen sich im Wesentlichen aus den Brennstoffkosten und den Betriebskosten zusammen. Zu den Betriebskosten gehören Wartung, Kundendienst, Reinigung, Stromkosten etc. Die Brennstoffkosten sind vom aktuellen Brennstoffpreis abhängig, können aber durch eine energieeffiziente Heizungsanlage wesentlich beeinflusst werden.

Heizzahl

An der Heizzahl lässt sich der Wirkungsgrad von Wärmepumpen ablesen. Sie beschreibt das Verhältnis von gewonnener zu eingesetzter Brennstoff-Energie, und gibt somit auch Auskunft über die Effektivität und die Nutzung der Ressourcen durch die betreffende Heizanlage.

Heizzahl

An der Heizzahl lässt sich der Wirkungsgrad von Wärmepumpen ablesen. Sie beschreibt das Verhältnis von gewonnener zu eingesetzter Brennstoff-Energie, und gibt somit auch Auskunft über die Effektivität und die Nutzung der Ressourcen durch die betreffende Heizanlage.

HEPA

Steht für High efficiency particulate air, also etwa ‚Luftfilter mit hoher Wirksamkeit gegen Teilchen‘. HEPA-Filter sind die bevorzugte Methode bei der mechanischen Luftreinigung. Sie bestehen aus mehreren Lagen sehr dünner Filterschichten, die aus synthetischen Materialien wie Glasfaser oder Zellulose hergestellt werden. Das Prinzip beruht auf einem engmaschigen Netz, dessen Fasern unregelmäßig angeordnet sind. Während die Luft an einem Filter vorbeiströmt, wird sie von Teilchen befreit. Dazu macht sich die Methode den Diffusions-, Trägheits- und Sperreffekt von Teilchen zunutze. Innerhalb der EU sind Filter genormt (Klassen 1 bis 17), HEPA-Filter werden den Klassen 13 oder 14 zugeordnet.

Hintermauerwerk

Das Hintermauerwerk wird auch als Hintermauerung bezeichnet, wobei dieser Begriff das Mauerwerk hinter der Verblendung meint. Die Verblendung übernimmt dabei optische Funktionen, wobei das Hintermauerwerk praktische Bedeutung hat und für das Tragen der Lasten benötigt wird. Dabei kommen als Material für die Errichtung des Hintermauerwerks beispielsweise Ziegelsteine zum Einsatz.

Hochbau

Unter Hochbau versteht man die oberirdische Errichtung von Gebäuden und Gebäudeteilen. Grundsätzlich wird zwischen Tiefbau und Hochbau unterschieden, wobei sich der Tiefbau folgerichtig mit sämtlichen Arbeiten beschäftigt, die unter der Erdoberfläche stattfinden - hauptsächlich also mit der Errichtung von Bodenplatten und Kellern für Gebäude. Im Hochbau spielt die Anzahl der Stockwerke keine Rolle, somit zählt beispielsweise auch die Errichtung einer Garage zu diesem Bereich. Im Hochbau können verschiedene Konstruktionsweisen für das Gebäude zum Einsatz kommen, zum Beispiel der Massivbau, der Skelettbau oder auch der Bau aus vorgefertigten Teilen.

Hohlblocksteine

Hohlblocksteine (auch: Hohlblock) sind großformatige Steine, die aus Kalksandstein, Ton, Beton oder Leichtbeton bestehen und zum Mauern verwendet werden. Diese Steine haben Luftkammern, die senkrecht zur Lagerfläche angeordnet sind. Durch diese integrierten Luftkammern wird die Wärmedämmung verbessert, sodass der Stein gleichzeitig isolierende Eigenschaften besitzt.

Synonyme - Hohlblock
Holzrahmenkonstruktion

HolzrahmenbauDie Holzrahmenkonstruktion ist die typische Bauweise für Fertighäuser. Die Wände bestehen aus einem rahmenartigen Holzständerwerk, das beidseitig mit Holzwerkstoff- oder Gipskartonplatten beplankt wird. Im Gegensatz zur Skelettbauweise trägt die Beplankung einer Holzrahmenkonstruktion auch teilweise Lasten. Vorteil der Holzrahmenkonstruktion ist die schnelle Bauweise.

Ausführliche Informationen über diese Bauweise finden Sie hier: hausbauberater.de/bauweisen/holzrahmenbau.

Holzschädlinge

HolzbockHolzschädlinge sind in der Lage, Holz und ganze Baukonstruktionen zu beeinträchtigen und zu zerstören.  Unterschieden wird zwischen tierischen und pilzlichen Holzschädlingen. Die tierischen Schädlinge sind in unseren Breiten der Bockkäfer (besser bekannt als Hausbock) und der unter dem Begriff Holzwurm bekannte Gemeine Nagekäfer. Die bekanntesten pilzlichen Holzschädlingen sind der Echte Hausschwamm, der Braune Kellerschwamm und der Weiße Porenschwamm. Eine typische Angriffsfläche für Holzschädlinge in Gebäuden ist das Dachgebälk. Ein geeigneter Holzschutz bietet die beste Vorsorgemöglichkeit vor Holzschädlingen. Haben sie erst einmal das Holz befallen, sind meist aufwändige Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Synonyme - Hausbock, Holzwurm, Hausschwamm, Kellerschwamm, Porenschwamm
Holzschindeln

Holzschindeln werden zur Dacheindeckung verwendet, wobei sie regional auch zur Gestaltung der Fassaden genutzt werden. Sie sind in zahlreichen Holzarten erhältlich und werden häufig denkmalgeschützten Objekten verbaut, um das authentische Aussehen der Gebäude zu erhalten.

Holzschutz

Unter den Begriff Holzschutz fallen sämtliche Maßnahmen, die dazu dienen, Holzbauteile vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Dazu zählen vor allem Feuchtigkeit, Pilze und Mikroorganismen sowie die UV-Strahlung. Es wird zwischen konstruktivem, chemischem und physikalischem Holzschutz unterschieden. Für alle tragenden Holzkonstruktionen ist ein entsprechender Holzschutz gesetzlich vorgeschrieben.

Holzwolle

Bei Holzwolle handelt es sich um einen multifunktionalen, meist auf industriellem Wege hergestellten Holzwerkstoff, der durch mechanische Verfahren produziert wird. Genutzt wird die Holzwolle, deren Herstellung bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht, unter anderem als Dämm- und Füllstoff oder auch als Isoliermaterial, als Filtermaterial und als Stopf- und Polstermaterial.

Homogenbereiche

Ab 18. April 2016 anzuwendende Klassifikation, die ihren Schwerpunkt auf begrenzte Fels- oder Bodenbereiche und deren Eigenschaften legt. Homogenbereiche haben eine definierte Streuung und heben sich mit ihren Eigenschaften von benachbarten Bereichen ab. Die für die Homogenbereiche wesentlichen bodenmechanischen Kennwerte entnehmen Planer dem Baugrundgutachten. Der geotechnische Sachverständige legt Baugrundschichten fest und bezeichnet sie einzeln oder zusammengefasst als Homogenbereich.

Synonyme - VOB/C, DIN 18300
Hüllfläche

Die Hüllfläche eines Körpers mit einem beliebigen Volumen ist die Gesamtsumme aller Oberflächen, die diesen Körper umhüllen, ihn also umgeben. Sie grenzt das beheizte Hausinnere von der unbeheizten Hausumgebung Erdreich, Außenluft, unbeheizte Räume) ab. Im Gegensatz zur Mantelfläche werden hier auch die Oberseite und die Unterseite mit berücksichtigt. Ebenso gehören die zweifach gekrümmten Flächen zur Hüllfläche. Sie wird im Rahmen der Energieeinsparverordnung nach DIN EN ISO 13789 ermittelt.

Hüttensteine

Unter einem Hüttenstein versteht man einen Mauerstein, der granulierter Hochofenschlacke sowie mineralischen Bindemitteln hergestellt wurde. Je nach Qualität sind Hüttensteine frostbeständig oder nicht frostbeständig. Die jeweiligen Eigenschaften der Hüttensteine und ihre genaue Bezeichnung werden in der DIN 398 umfassend geregelt.

Hybridhaus

Das Hybridhaus wird mit mindestens zwei unterschiedlichen Technologien mit Wärme versorgt. Es ist eine sehr energiesparende Variante eines Massivhauses. Im Gegensatz zum Passiv- und Niedrigenergiehaus sollen bei einem Hybridhaus keine Kosten für den Stromverbrauch, die Heizung und die Warmwasserversorgung anfallen. Dies wird durch eine hochisolierende Wärmedämmung, den Einbau modernster Energiespartechnik und die Nutzung einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einer Erdwärmeheizung erreicht.

Ausführlich behandeln wir das Thema "Hybridhaus" hier: hausbauberater.de/energieeffizient-bauen/hybridhaus.

Hydrationsenergie

Mit Hydrationsenergie ist diejenige Energie gemeint, die bei der Anlagerung von Wassermolekülen an Ionen freigesetzt wird. Sie ist eine besondere Form der Solvationsenergie, wobei das Lösungsmittel (Solvens) Wasser ist.

Hydraulischer Abgleich

Bei einem hydraulische Abgleich wird die Heizung so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die Warmwassermenge erhält, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Da mit diesem Verfahren kann Energie eingespart werden kann, gehört esim Rahmen des Kfw-Förderprogramms zum Heizungsaustausch zu den Grundvoraussetzungen zum Erhalt der Förderung.

Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.hausbau-berater.de/hydraulischer-abgleich.html.

hydrophob

Der Begriff hydrophob entstammt der griechischen Sprache und bedeutet in wörtlicher Übersetzung „Furcht vor (dem) Wasser“. Im übertragenen Sprachgebrauch versteht man darunter jedoch das Adjektiv „wasserabweisend“. Innerhalb des Bauwesens bezeichnet man jene Stoffe als hydrophob, die sich nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten mit Wasser verbinden lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, Stoffe zu hydrophobieren.

Hygrometer

Ein Hygrometer ist ein Messgerät zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit. Je nach Zweck werden Taupunktspiegelhygrometer, Psychrometer oder Absorptionshygrometer eingesetzt.

Für ein gesundes Raumklima ist eine Luftfeuchte von etwa 50 % notwendig. Im Winter ist diese meist nur schwer erreichbar. Bei einer Luftfeuchte von unter 50% kann es zu Dimensions- und Formveränderungen an den Bodenbelägen kommen. Ein Luftbefeuchter kann hier für Abhilfe sorgen.

Hygroskopie

Mit Hygroskopie ist die Eigenschaft von Stoffen, Feuchtigkeit, die sich in ihrer Umgebung befindet, zu binden, gemeint. Die Feuchtigkeit tritt üblicherweise in Form von Wasserdampf auf. Hygroskopische Baumaterialien haben fast alle einen pflanzlichen oder tierischen Ursprung (z. B. Lehm, Hanf) und sind für die Erzeugung eines angenehmen Raumklimas den nicht hygroskopischen Baustoffen vorzuziehen.

hygroskopisch

Der Begriff hygroskopisch ist von Hygroskopie abgeleitet, mit der die wasseranziehenden Eigenschaften eines Stoffes beschrieben werden. Somit ist beispielsweise Holz ein hygroskopischer Werkstoff, denn es kann Wasser anziehen und somit Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Dabei passt sich ein hygroskopischer Stoff in seiner Feuchtigkeit jeweils der Feuchtigkeit seiner Umgebung an.

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