Bauratgeber Sachsen Anhalt

hbbbauvDie Phase der Bauvorbereitung kann viel Zeit in Anspruch nehmen und endet erst mit dem ersten Spatenstich.

Das Baugrundstück

Zuerst geht es darum, ein geeignetes Grundstück zu finden. Wie dafür vorgegangen werden sollte und worauf künftige Bauherren achten sollten, wird in unseren Artikeln Vorüberlegungen beim Hausbau und Grundstückskauf erläutert.

 

Haustyp und Bauweise

Auf Basis der Grundstücksgröße und der rechtlichen Möglichkeiten wird nun die Entscheidung über den Haustyp und die Bauweise getroffen. Wenn Sie noch am Anfang ihrer Überlegungen stehen, sind die Artikel

sehr zu empfehlen. Sie geben sachlich darüber Auskunft, welche Möglichkeiten einem Bauherrn offenstehen, sein Traumhaus zu verwirklichen. 

Auch weitere Details müssen geklärt und entschieden werden:

  • Soll nachhaltig gebaut werden? (siehe dazu zukunftsweisend bauen)
  • Wie viele Zimmer werden benötigt?
  • Soll das Haus Balkone haben?
  • Wie soll das Dach aussehen? (siehe dazu Dachformen)
  • Soll das Dachgeschoss ausgebaut, oder nur als Stauraum genutzt werden?
  • Ist der Bau eines Kellers nötig? (siehe dazu  Bauen mit Keller? )
  • Soll barrierefrei oder –arm gebaut werden? (siehe dazu barrierefrei bauen)

Dies sind nur einige Fragen, die sich einem Bauherrn stellen und deren Beantwortung schwierig sein und viel Zeit kosten kann.

 

Hausbau mit wem?

An dieser Stelle fällt die Entscheidung, mit wessen Unterstützung ein Bauherr bauen will. Dabei kommen sowohl Bauingenieure und Architekten als auch Anbieter von Massiv- oder Fertighäusern infrage. Sobald hier konkrete Verhandlungen aufgenommen werden, sollte sich ein Bauherr darüber im Klaren sein, bis zu welcher Ausbaustufe sein Eigenheim errichtet werden soll: Wenn er Eigenleistungen erbringen möchte, bieten sich ein Rohbau oder ein Ausbauhaus an; anderenfalls wird das Haus schlüsselfertig errichtet, wobei sämtliche Innen- und Außenarbeiten von Handwerksfirmen geleistet werden. In selteneren Fällen gibt es Bauherren, die ihr Eigenheim vollständig selbst bauen möchten. Hier können zwar die meisten Handwerkerkosten gespart werden, es treten jedoch möglicherweise an anderer Stelle Schwierigkeiten auf, die ein zu 100 % in Eigenleistung gebautes Eigenheim schnell zum Albtraum werden lassen können. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, für welche der möglichen Ausbaustufen Sie sich entscheiden sollen, empfehlen wir Ihnen die Artikel "Hausbau - die Ausbaustufen" auf www.zbo.de sowie Eigenleistungen.

 

Hausplanung

Sind diese grundsätzlichen Fragen geklärt, entwickelt ein Architekt die für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung nötigen Zeichnungen. Aus ihnen entstehen dann die detaillierten Konstruktionspläne. In dieser Phase muss gemäß der jeweiligen Landesbauordnung auch ein Bauleiter bestimmt werden. Die weiteren Schritte bis zum Baubeginn lassen sich sehr gut an den sog. Leistungsphasen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ablesen, die hier unter "Honorar des Architekten" erläutert werden.

Alles, was Bauherren tun müssen, um den rechtlichen Vorschriften zu entsprechen, schildert der Artikel Rechte und Pflichten von Bauherren.

Auch an „Kleinigkeiten“ muss gedacht werden: Der Standort für einen Kran muss ebenso feststehen wie der für ein mobiles WC; die Wasser- und Stromversorgung muss bereits vor Baubeginn gesichert sein. Auch hinsichtlich der Zwischenlagerung und des Abtransports von Bauschutt sind Entscheidungen zu treffen. Nun ist alles Nötige vorbereitet, um mit dem Einmessen und anschließend dem Aushub der Baugrube zu beginnen. Abschließend sei noch angemerkt, dass hinter jeder zu treffenden Entscheidung die individuellen finanziellen Möglichkeiten stehen, mit denen einige Wünsche und Vorstellungen an Ihr Eigenheim verwirklicht werden können, andere jedoch hintenanstehen müssen.

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