Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Fachwerk

FachwerkFachwerk ist die Bezeichnung für ein Tragwerk, das aus Stäben zusammengesetzt ist. Dazwischenliegende Lasten greifen nur in den Fachwerkknoten an und werden über die Stablängskräfte getragen. Fachwerkhäuser verfügen über eine äußerst stabile Konstruktion, die oftmals Jahrhunderte überdauert und eine hohe Erdbebensicherheit hat. Die Fachwerkkonstruktion besteht aus Holz und setzt sich aus Schwellen, Rahmen, Ständern und Riegeln zusammen.

Fachwerkhaus

FachwerkhausDas Fachwerk ist eine traditionelle Bauweise für Gebäude. Dabei besitzt das Objekt eine tragende Konstruktion aus Stützen, Streben und Riegeln. Beim klassischen Fachwerkhaus besteht dieses tragende Gerüst aus Holz, wobei die Zwischenräume mit Ziegelsteinen ausgemauert werden.  Man bezeichnet das Fachwerk auch als Skelettbauweise. Dabei übernehmen die senkrechten Stützen in Verbindung mit waagerechten Riegeln die tragende Funktion. Das Ausmauern der Felder zwischen den einzelnen Balken nennt man auch Ausfachen.

Die Fachwerkbauweise gibt es bereits seit mehreren tausend Jahren, sie hat sich bis in die heutige Zeit gehalten.Dabei spricht man heute auch von der Holzständerbauweise, wobei viele Bauteile bereits vom Hersteller vormontiert werden. Besonders attraktiv ist die offene Ständerbauweise, bei der das tragende Ständerwerk sichtbar bleibt und eine gestalterische Funktion übernimmt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hausbauberater.de/bauweisen/riegelhaus-fachwerkhaus.

Fachwerksanierung

Fachwerkhäuser haben meist eine mangelnde Wärmedämmung. Durch eine fachgerechte Fachwerksanierung können alte Fachwerkkonstruktionen wieder instand gesetzt und auch das Problem einer mangelnden Wärmedämmung behoben werden.

Fälligkeit

Die Fälligkeit ist der Zeitpunkt, zu dem ein Auftragnehmer die vereinbarte Leistung erbracht oder ein Auftraggeber zahlungspflichtig wird. Die Fälligkeit der Vergütungsansprüche eines Auftragsnehmers gegen den Auftraggeber tritt mit der erfolgreichen Abnahme ein. Der Termin der Fälligkeit hat auf einen eventuellen späteren Verzugstermin Einfluss.

Hier informieren wir Sie darüber, wann Handwerkerrechnungen fällig sind: hausbauberater.de/bauwissen/handwerkerrechnungen.

Fallrohre

Fallrohre, auch Traufröhre genannt, werden senkrecht installiert und dienen der Ableitung von benutztem Brauchwasser inner- oder außerhalb eines Gebäudes oder der Dachentwässerung. Fallrohre zur Ableitung von Regenwasser werden je nach Zweck aus Kunststoff, Kupferblech, verzinktem Stahlblech oder Titanzink hergestellt. Ihr Durchmesser hängt von der abzuleitenden Niederschlagsmenge ab. Fallrohre zum Abtransport von Schmutzwasser bestehen aus Kunststoff, Gusseisen, Steinzeug oder Flussstahl.

Synonyme - Traufröhre
Falzziegel

FalzziegelFalzziegel sind Dachziegel mit einer Verfalzung. Sie können nur an den Seiten oder an den Seiten und dem Kopfende ineinandergreifen. Falzziegel sind auch unter den Bezeichnungen Dachfalzziegel oder Falzdachziegel bekannt. Sie sorgen für ein geringeres Gewicht der Dacheindeckung als unverfalzte Ziegel und bieten einen besseren Schutz vor Regen, Schnee und Schmutz.

Faserzement

Beim Faserzement handelt es sich um eine homogene Vermischung, bei der einer Basis aus Portlandzement, Wasser, Kalksteinmehl und Armierungsfasern zugefügt werden. Früher diente Asbest als Armierungszuschlag. Diese Mischung kommt heute nicht mehr vor, da Asbest als stark gesundheitsgefährdend gilt. Die derzeit erhältlichen Mischungen enthalten Polyacryl- oder Zellulosefasern.

Fassade

Als Fassade bezeichnet man die sichtbare Außenhülle eines Gebäudes. Die Fassade besteht aus den Außenwänden, eventuell mit Fassadenverkleidung, sowie aus Fenstern und Türen. Den oberen Abschluss der Fassade bildet das Dach. Die Fassade spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Isolierung und Wärmeschutz geht. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Fassade zu verkleiden. Üblich ist in Deutschland die Verkleidung mit Putz, es gibt jedoch inzwischen deutlich modernere Konstruktionen mit sogenannten Wärmedämmverbundsystemen. Bekannt sind außerdem, insbesondere aus dem norddeutschen Raum, Fassaden mit Klinkersteinen. Seit jeher wird außerdem Holz als Material für Fassadenverkleidungen benutzt, welches insbesondere in Verbindung mit einer hinterlüfteten Unterkonstruktion viel zum Wärmeschutz des Gebäudes beitragen kann.

Fassadenverkleidung

Die Fassadenverkleidung wird an oder vor der tragenden Wandkonstruktion angebracht. Als sogenannte Außenwandbekleidung kann die Fassadenverkleidung aus verschiedenen Materialien (Holz, Eternit, Stein, Metall oder Kunststoff) bestehen und in Form von Platten, Paneelen, Schindeln oder Tafeln angebracht werden. Eine Fassadenverkleidung dient nicht nur der Optik, sondern kann auch wichtig für die Wärmedämmung sein.

Feder und Nut

Feder und Nut–Verbindungen sind Holzverbindungen, die in erster Linie dazu genutzt werden, um brettartige Holzbauteile miteinander zu verbinden. Die Feder ist dabei ein Steg, der in eine Rille (die Nut) eingreift. Diese Verbindungen kommen überall dort vor, wo mit Holz gearbeitet wird, wie beispielsweise bei der Verlegung von Echtholzböden. Mittels Feder und Nut kann eine stabile Verbindung ohne chemische Zusätze erzeugt werden.

Synonyme - Nut, Feder
Fernwärme

Wird zum Heizen Fernwärme genutzt, wird die Wärme nicht direkt im Haus erzeugt, sondern kommt von Großfeuerungsanlagen. Über eine Ringleitung mit Abzweigung zum Verbraucher kommt die Fernwärme als heißes Wasser direkt in das Gebäude. Durch einen Wärmetauscher wird die Wärme an ein internes Wärmeverteilernetz gegeben.

Fertighaus

FertighausVon einem Fertighaus spricht man, wenn das Gebäude nicht in der üblichen Bauweise („Stein-auf-Stein“) gefertigt wird, sondern aus vorgefertigten Bauteilen besteht, die vor Ort nur noch zusammengefügt werden. Laut amtlicher Definition müssen dafür geschosshohe oder raumbreite Fertigteile für Außen- und Innenwände verwendet werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist ebenfalls, dass ein Fertighaus fest mit dem Grund verbunden sein muss. Dazu wird eine Bodenplatte gegossen, auf der die Bauteile schließlich verankert werden.

Argumentiert wird gern mit dem schnellen Aufbau der Fertighäuser. Jedoch betrifft dies nur die Montage des Rohbaus unter der Voraussetzung, dass zuvor die Bauelemente noch im Werk gefertigt werden müssen. Insgesamt ist die Bauzeit nicht wesentlich kürzer als beim Massivhaus, wenn man den Fertigungsprozess im Werk der Bauzeit hinzurechnet.

Fertighöhe

Die Fertighöhe ist im Rohbau und Innenausbau eine wichtige Größe und gibt das endgültige Maß nach der Fertigstellung an. Während im Rohbau der Meterriss und die Angabe OKFF (Oberkante des Fertigfußbodens) als Richtlinie zum Einbau von Tür, Fenster etc. sind, ist beim Einbau von Installationen und Sanitäreinrichtungen die Fertighöhe zu beachten.

Synonyme - OKFF, OkFf
Fertigkeller

Analog zum Fertighaus gibt es auch vorgefertigte Bauteile für die Konstruktion des Kellers, die Fertigkeller. Sie werden inklusive einer Kellerabdichtung und entsprechenden Ausbauten (z. B. Wellnessbereiche, Hobbyräume) angeboten. Genau wie beim Fertighaus liegt der besondere Vorteil beim Fertigkeller einerseits in der Kostenersparnis durch vorgefertigte Bauteile und andererseits in der Möglichkeit, den Keller deutlich schneller als ein konventionelles Modell zu errichten.

Fertigteildecke

Fertigteildecken werden in Halbmontage- und Vollmontagedecken unterschieden. Für Halbmontagedecken wird nur ein Teil der erwarteten Belastungen bemessen, das vollständige Tragvermögen entsteht erst, wenn der Ortbeton oder Aufbeton (Oberbeton) nachträglich aufgebracht wird. Dagegen verfügen Vollmontagedecken sofort über das volle Tragvermögen.

Festpreis

Für die Errichtung eines Bauwerkes kann bereits im Bauvertrag ein Preis vereinbart werden, der sämtliche entstehenden Kosten enthält. Dabei spricht man auch von einem Festpreis. Dieser wird z. B. bei schlüsselfertigen Gebäuden vereinbart. Vorteil für den Käufer: Er weiß von vornherein, welche Kosten auf ihn zukommen, unangenehme Überraschungen gibt es nicht.

Feuchteabgabe

Die Feuchteabgabe in Bezug auf Bauwerke bezeichnet den sogenannten Schwund, also die Volumenminderung, wie er beispielsweise beim Austrocknen von Beton vorkommt. Hier werden verschiedene Arten und Intensitäten unterschieden, z. B. das Frühschwinden in den ersten Tagen nach Baufertigstellung oder auch die Hydration in Folge einer künstlichen, da chemischen Austrocknung.

Feuerschutz

Als Feuerschutz oder Brandschutz werden alle Maßnahmen bezeichnet, die die Entstehung und die Ausbreitung von Feuer verhindern oder eindämmen. Bereits bei der Planung eines Gebäudes müssen alle bauordnungsrechtlichen Vorschriften aus der Landesbauordnung beachtet werden. Bei der Bauausführung sind der Feuerschutz von Dächern, aber auch Feuerschutztüren oder der Einbau von Rauch- und Brandmeldern wichtige Feuerschutz-Maßnahmen.

Feuerwiderstandsklasse

Gibt die Dauer an, während der Bauteile bei einem Brand ihre Funktion behalten. Dabei stehen insbesondere dessen Tragfähigkeit und der Raumabschluss im Vordergrund. In Deutschland stehen derzeit zwei Regelungen parallel nebeneinander:

  • die nicht ganz so strenge deutsche DIN 4102-2 und die europäische EN 13501-2. Die DIN 4102-2 unterscheidet in die Feuerwiderstandsklassen F 30, F 60, F 90, F 120 und F 180, wobei die zugehörige Ziffer die Dauer des Funktionserhalts in Minuten bezeichnet.

  • Die EU-Norm EN 13501-2 stellt auf die Bauteileigenschaften R (Resistance – Tragfähigkeit), E (Etanchéité – Raumabschluss) sowie I (Isolation – Wärmedämmung) und die Brandwiderstandsdauer in Minuten (15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180, 240, 360) ab. Die Beschreibung kann mit weiteren Klassifizierungen wie z. B. M (Mechanical – mechanische Einwirkung) erweitert werden.
Filigrandecke

Halbfertigteildecke aus Stahlbeton mit einer Breite von bis zu 250 cm und einer Dicke zwischen 4 und 6 cm. Filigrandecken sind unterseitig mit Betonstahl und Gitterträgern bewehrt. Da keine Deckenschalung vorgenommen werden muss, sind Zeit- und Kosteneinsparungen möglich. Es fallen jedoch Zusatzkosten für die obere Bewehrung, die Fertigung von Aussparungen sowie Montage und Demontage von Stützen an. Durch die Stützen wird außerdem die Baufreiheit begrenzt. Filigrandecken haben eine hohe Baufeuchte und sind arbeits- und damit lohnintensiv.

Synonyme - Elementdecke, Gitterträgerdecke
First

Der First, der auch als Dachfirst, Forst oder Först bezeichnet wird, ist die oberste Kante des Daches und somit auch die höchste Kante des Gebäudes. Dabei ist der Dachfirst waagerecht und wird vor allem bei der Errichtung von Satteldächern durch zwei Dachflächen gebildet, die sich an eben dieser Firstkante schneiden.

Flachdach

Flachdächer sind im Gewerbebau und im privaten Hausbau zu finden. Sie werden nicht mit Dachpfannen eingedeckt. Stattdessen wird die Dachfläche mit Dachbahnen oder Metallblechen vor Witterungseinflüssen geschützt. Ein Flachdach kann als Kaltdach, Warmdach oder Umkehrdach konstruiert sein.

Weitere Informationen über Dachformen gibt es hier: hausbauberater.de/bauwissen/dachformen-fuer-den-hausbau.

Flachdachabdichtung

Am beliebtesten sind EPDM-Dichtungsbahnen, die aus einem Folienbaustoff aus Kautschuk bestehen und sehr leicht sind. Sie sind dauerhaft elastisch, sehr dehnbar und eignen sich zur Flachdachbegrünung, weil sie nicht durchwurzelt werden können.  Kosten: 9-24 €/qm.

PVC-Kunststoffbahnen eignen sich nicht nur zur alleinigen Verlegung auf Flachdächern, sondern auch als Reparaturmaterial auf undichten Bitumenbahnen. Die Kunststoffbahnen können miteinander verschweißt und müssen nur einlagig verlegt werden. Kosten: 6-12 €/qm.

Der Klassiker sind Bitumen-Schweißbahnen. Sie werden zweilagig verlegt und heiß oder kalt verklebt. Moderne Bitumen-Abdichtungen sind deutlich UV-beständiger als frühere, sodass das Aufbringen von Kies nicht mehr nötig ist. Kosten: 2-9 €/qm.

Flachdachabdichtungen mit Flüssigkunststoff benötigen ein Armierungsvlies und werden nahtlos zweilagig aufgetragen. Sie sind sehr strapazierfähig, langlebig sowie kälte- und hitzebeständig. Kosten: ca. 30 €/qm.

Fliegende Bauten

Fliegende Bauten sind Bauwerke oder bauliche Anlagen, die in regelmäßigen Abständen auf- und wieder abgebaut werden. Bekannt sind solche Bauwerke insbesondere durch Festzelte, Schausteller und Fahrgeschäfte. Hierfür bedarf es in der Regel einer einmaligen Ausführungsgenehmigung, die von der zuständigen Baubehörde erteilt wird. Zur Erteilung dieser Genehmigung muss das entsprechende Bauwerk zunächst einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden, die dann in einem Zeitraum von maximal fünf Jahren regelmäßig wiederholt wird. Die Sicherheitsprüfung wird von geschulten Fachleuten durchgeführt, hierbei wird auf die Übereinstimmung der Konstruktion mit den geltenden Vorschriften geachtet, insbesondere im Hinblick auf die Statik und den Brandschutz. Darüber hinaus gibt es genehmigungsfreie fliegende Bauten, zu denen beispielsweise Zelte mit weniger als 75 Quadratmetern Grundfläche sowie Baustelleneinrichtungen und Gerüste gerechnet werden.

Fliesenkreuze

Fliesenkreuze werden auch als Fliesenkeile bezeichnet und dienen zur Herstellung einer gleichen Fugenbreite zwischen den Fliesen. Gleichzeitig verhindern sie das Abrutschen der Fliesen. Fliesenkreuze sind ein wichtiges Hilfsmittel bei der Verlegung von Fliesen und werden vor allem von Heimwerkern mit wenig Praxiserfahrung gerne genutzt, um eine unerwünschte schiefe Verlegung zu vermeiden.

Synonyme - Fliesenkreuz
Flurstück

Von einem Flurstück spricht man, wenn ein Areal amtlich vermessen und mit einer eigenen Nummer in das Liegenschaftskataster eingetragen wurde. In der Regel werden Flurstücke ausgewiesen, um sie anschließend zu vermarkten.

Flüssiggas

Flüssiggas besteht aus Kohlenwasserstoffen, hauptsächlich aus Propan und/oder Butan. Wo kein öffentliches Gasnetz vorhanden ist, kann es als Brennstoff eingesetzt werden. Neben der Verwendung in Großküchen, im Freizeitbereich und der Industrie wird es auch häufig auf Baustellen verwendet. Zur Lagerung und Verwendung sowie zur Installation von Flüssiggasanlagen gibt es zahlreiche Vorschriften, die beachtet werden müssen.

Folgeobjekt

Der Begriff Folgeobjekt kommt im Zusammenhang mit der Eigenheimzulage zum Tragen. Falls ein Förderberechtigter die Eigenheimzulage für ein Erstobjekt nicht bis zum Ende des geförderten Zeitraums in Anspruch nehmen kann (zum Beispiel, weil er das Objekt nicht mehr für eigene Wohnzwecke nutzt), kann er die Zulage für den Rest der Förderzeit auf ein anderes, eigengenutztes Objekt umlegen. Siehe auch Stichwort Eigenheimzulage.

Förderung des Wohneigentums

Seit Jahren will die jeweils amtierenden Bundesregierung die Quote von Wohneigentum in Deutschland erhöhen. Um diese Erhöhung zu unterstützen, bietet der Staat unterschiedliche Fördermöglichkeiten für den Erwerb von Wohneigentum an. Diese werden sowohl in Form von finanziellen Zuschüssen als auch durch steuerliche Erleichterungen gewährt. Die Förderungen werden beispielsweise auf Bausparverträge ausgezahlt. 

Siehe auch www.hausbauberater.de/bauwissen/wohnungsbaufoerderung-eigenheimfoerderung-der-bundeslaender.

Formaldehyd

Formaldehyd ist ein giftiges, farbloses und brennbares Gas, das in geringer Konzentration in Farben, Lacken, Dämmstoffen, Bauschäumen, Spanplatten, textilen Bodenbelägen, Kunststoffen und Glas- und Steinwolle enthalten sein kann. Da Formaldehyd in höchstem Maße gesundheitsschädlich ist, darf es nur in geringen Konzentrationen in Baustoffen enthalten sein. Dabei müssen die Werte unter den vorgeschriebenen Grenzwerten liegen.

Formiergasverfahren

Mit dem Formiergasverfahren, auch als Gasdetektionsverfahren bezeichnet, können Leckagen insbesondere an Flachdächern geortet werden. Dazu wird Formiergas (Helium oder ein Wasserstoff-Stickstoff-Gemisch) mithilfe einer Nebelmaschine und einem Seitenkanalverdichter in die Dämmung unter der Dachhaut eingeblasen. Das Gas ist leichter als Luft tritt dort aus, wo das Dach undicht ist. Das Verfahren eignet sich dazu, die Dichtheit von Oberbelägen und Fugen von Fußböden zu überprüfen, sofern schwimmender Estrich vorhanden ist, und wird auch zur Leckageüberprüfung bei Rohrsystemen eingesetzt.

Synonyme - Gasdetektionsverfahren
Fotovoltaik

Die Umwandlung von Sonnenstrahlung in Elektrizität mit Hilfe von Solarzellen wird Fotovoltaik genannt. In den meist aus Silizium bestehenden Solarzellen wird Gleichstrom erzeugt, der in das hauseigene und das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Der Besitzer einer solchen Solaranlage erhält für die Einspeisung in ndas öffentliche Stromnetz eine gesetzlich geregelte Vergütung.

Sie Kollegen von ZBO.de haben das Thema unseres Erachtens sehr gut ausgearbeitet. Hier finden Sie den Text: www.zbo.de/erneuerbare-energien/solarenergie.html.

Synonyme - Photovoltaik
Freifinanzierter Wohnungsbau

Von einem frei finanzierten Wohnungsbau spricht man, wenn die Baukosten für das Objekt weder öffentlich gefördert noch steuerbegünstigt anerkannt werden können. Somit besteht für das betreffende Objekt auch keine Belegungsbindung, der Eigentümer kann also frei entscheiden, ob er es selbst bewohnt oder vermietet.

Frostgrenze

Die Frostgrenze bezeichnet die Tiefe, in die der Frost maximal in den Boden eindringen kann. Dabei ist diese Frostgrenze von den verschiedensten Faktoren abhängig, so dass hier unter anderem das Klima, aber auch die Bodenart, der Wassergehalt und die örtliche Lage sowie einige weitere Faktoren eine Rolle spielen.

Frostschürze

Wird benötigt, wenn Bodenplatten auf frostempfindlichen Böden (feinkörnige Kiese und Sande, Schluff, Ton) gebaut werden sollen. Die Einschätzung des Baugrundes erfolgt im Rahmen eines Baugrundgutachtens. Die Frostschürze besteht entweder aus Stahlbeton oder, wenn ein hoher Dämmwert erreicht werden soll, aus Schotter.

Fugendurchlasskoeffizient

Der Fugendurchlasskoeffizient ist eine Kennzahl, die angibt, wie viel Luft pro Stunde und Meter Fugenlänge durch ein Fenster hindurchgeht. Je kleiner dieser Wert ist, desto dichter schließt das Fenster ab, wobei in der normalen Hausbautechnik ein Wert von 0 so gut wie nie erreicht werden kann, was auch nicht das Ziel ist.

Fugenkreuzsystem

Mithilfe eines Fugenkreuzsystems kann nach einem Wasserschaden die Dämmschicht unter dem Estrich getrocknet werden. In die Fugenkreuze werden sehr kleine Bohrungen gesetzt, danach wird  die Trockenluft durch Mikrodüsen in die Dämmschicht hineingepresst. Die so angefeuchtete Luft entweicht dann über die Randfugen oder speziell hierfür angefertigte Bohrungen aus der Dämmschicht. Diese Trocknungsmethode ist zwar langwierig, hat aber die Vorteile, dass Bodenbeläge wie Terrakotta oder Fliesen nicht zerstört werden und der Raum durchgehend nutzbar bleibt.

Synonyme - Fugenkreuz
Fundament

Als Fundament bezeichnet man den Teil eines Gebäudes, der dessen gesamte Last trägt. Ein anderer Begriff dafür ist Gründung. Konkret gesagt handelt es sich hierbei um den Übergang zwischen Bauwerk und Baugrund. Dieser Übergang muss so konstruiert sein, dass die Last des Gebäudes an den Untergrund abgegeben wird und dieser eine tragfähige Basis für alle Aufbauten bietet. Auch muss das Fundament so beschaffen sein, dass das Gebäude keinen Schaden nimmt, wenn im Erdreich Bewegungen entstehen. Es gibt verschiedene Arten von Fundamenten, die auf den jeweiligen Baugrund und die Gefahrenzone hinsichtlich eines Erdbebens abgestimmt werden. Auch das Klima in der Umgebung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Wahl des passenden Fundaments.

Fundament

Das Fundament ist die Basis und somit der wichtigste Teil eines Bauwerks. Es hat die Aufgabe, das Gewicht des Gebäudes so auf den Untergrund zu übertragen, dass die Traglast nicht überfordert wird. Dabei darf diese Last nicht zu einer Veränderung des Bodens in Form einer Verschiebung oder Setzung führen.

Fußbodenheizung

FußbodenheizungBei einer Fußbodenheizung werden Heizrohre, Flächenelemente oder andere Hohlprofile auf dem Fußboden oder in den Estrich eingebettet verlegt. Sie verbreitet eine angenehme und vom Fußboden aufsteigende Wärme. Hauptsächlich werden Warmwasser-Fußbodenheizungen eingebaut.

Idealer Bodenbelag für eine Fußbodenheizung sind Keramik- und Steinfußböden, da sie die Wärme schnell aufnehmen und lange speichern. Je nach Heizungsmodell sind jedoch auch Parkett, Laminat oder Teppichböden möglich.

Fußbodenheizungen

Fußbodenheizungen gehören zu den Flächenheizungen und sind für ihre angenehme Wärme bekannt. Meist ist die Fußbodenheizung eine Warmwasserheizung, wobei warmes Wasser durch Rohre aus Kunststoff oder Kupfer geleitet wird, die unter dem Fußbodenestrich verlegt werden. Dabei haben diese Heizungen eine lange Tradition, sie wurden schon von verschiedenen Hochkulturen verwendet.

Synonyme - Fußbodenheizung

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