Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Fachwerk

FachwerkFachwerk ist die Bezeichnung für ein Tragwerk, das aus Stäben zusammengesetzt ist. Dazwischenliegende Lasten greifen nur in den Fachwerkknoten an und werden über die Stablängskräfte getragen. Fachwerkhäuser verfügen über eine äußerst stabile Konstruktion, die oftmals Jahrhunderte überdauert und eine hohe Erdbebensicherheit hat. Die Fachwerkkonstruktion besteht aus Holz und setzt sich aus Schwellen, Rahmen, Ständern und Riegeln zusammen.

Fachwerkhaus

FachwerkhausDas Fachwerk ist eine traditionelle Bauweise für Gebäude. Dabei besitzt das Objekt eine tragende Konstruktion aus Stützen, Streben und Riegeln. Beim klassischen Fachwerkhaus besteht dieses tragende Gerüst aus Holz, wobei die Zwischenräume mit Ziegelsteinen ausgemauert werden.  Man bezeichnet das Fachwerk auch als Skelettbauweise. Dabei übernehmen die senkrechten Stützen in Verbindung mit waagerechten Riegeln die tragende Funktion. Das Ausmauern der Felder zwischen den einzelnen Balken nennt man auch Ausfachen.

Die Fachwerkbauweise gibt es bereits seit mehreren tausend Jahren, sie hat sich bis in die heutige Zeit gehalten.Dabei spricht man heute auch von der Holzständerbauweise, wobei viele Bauteile bereits vom Hersteller vormontiert werden. Besonders attraktiv ist die offene Ständerbauweise, bei der das tragende Ständerwerk sichtbar bleibt und eine gestalterische Funktion übernimmt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hausbauberater.de/bauweisen/riegelhaus-fachwerkhaus.

Fachwerksanierung

Fachwerkhäuser haben meist eine mangelnde Wärmedämmung. Durch eine fachgerechte Fachwerksanierung können alte Fachwerkkonstruktionen wieder instand gesetzt und auch das Problem einer mangelnden Wärmedämmung behoben werden.

Fälligkeit

Die Fälligkeit ist der Zeitpunkt, zu dem ein Auftragnehmer die vereinbarte Leistung erbracht oder ein Auftraggeber zahlungspflichtig wird. Die Fälligkeit der Vergütungsansprüche eines Auftragsnehmers gegen den Auftraggeber tritt mit der erfolgreichen Abnahme ein. Der Termin der Fälligkeit hat auf einen eventuellen späteren Verzugstermin Einfluss.

Hier informieren wir Sie darüber, wann Handwerkerrechnungen fällig sind: hausbauberater.de/bauwissen/handwerkerrechnungen.

Fallrohre

Fallrohre, auch Traufröhre genannt, werden senkrecht installiert und dienen der Ableitung von benutztem Brauchwasser inner- oder außerhalb eines Gebäudes oder der Dachentwässerung. Fallrohre zur Ableitung von Regenwasser werden je nach Zweck aus Kunststoff, Kupferblech, verzinktem Stahlblech oder Titanzink hergestellt. Ihr Durchmesser hängt von der abzuleitenden Niederschlagsmenge ab. Fallrohre zum Abtransport von Schmutzwasser bestehen aus Kunststoff, Gusseisen, Steinzeug oder Flussstahl.

Synonyme - Traufröhre
Falzziegel

FalzziegelFalzziegel sind Dachziegel mit einer Verfalzung. Sie können nur an den Seiten oder an den Seiten und dem Kopfende ineinandergreifen. Falzziegel sind auch unter den Bezeichnungen Dachfalzziegel oder Falzdachziegel bekannt. Sie sorgen für ein geringeres Gewicht der Dacheindeckung als unverfalzte Ziegel und bieten einen besseren Schutz vor Regen, Schnee und Schmutz.

Faserzement

Beim Faserzement handelt es sich um eine homogene Vermischung, bei der einer Basis aus Portlandzement, Wasser, Kalksteinmehl und Armierungsfasern zugefügt werden. Früher diente Asbest als Armierungszuschlag. Diese Mischung kommt heute nicht mehr vor, da Asbest als stark gesundheitsgefährdend gilt. Die derzeit erhältlichen Mischungen enthalten Polyacryl- oder Zellulosefasern.

Fassade

Als Fassade bezeichnet man die sichtbare Außenhülle eines Gebäudes. Die Fassade besteht aus den Außenwänden, eventuell mit Fassadenverkleidung, sowie aus Fenstern und Türen. Den oberen Abschluss der Fassade bildet das Dach. Die Fassade spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Isolierung und Wärmeschutz geht. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Fassade zu verkleiden. Üblich ist in Deutschland die Verkleidung mit Putz, es gibt jedoch inzwischen deutlich modernere Konstruktionen mit sogenannten Wärmedämmverbundsystemen. Bekannt sind außerdem, insbesondere aus dem norddeutschen Raum, Fassaden mit Klinkersteinen. Seit jeher wird außerdem Holz als Material für Fassadenverkleidungen benutzt, welches insbesondere in Verbindung mit einer hinterlüfteten Unterkonstruktion viel zum Wärmeschutz des Gebäudes beitragen kann.

Fassadenverkleidung

Die Fassadenverkleidung wird an oder vor der tragenden Wandkonstruktion angebracht. Als sogenannte Außenwandbekleidung kann die Fassadenverkleidung aus verschiedenen Materialien (Holz, Eternit, Stein, Metall oder Kunststoff) bestehen und in Form von Platten, Paneelen, Schindeln oder Tafeln angebracht werden. Eine Fassadenverkleidung dient nicht nur der Optik, sondern kann auch wichtig für die Wärmedämmung sein.

Feder und Nut

Feder und Nut–Verbindungen sind Holzverbindungen, die in erster Linie dazu genutzt werden, um brettartige Holzbauteile miteinander zu verbinden. Die Feder ist dabei ein Steg, der in eine Rille (die Nut) eingreift. Diese Verbindungen kommen überall dort vor, wo mit Holz gearbeitet wird, wie beispielsweise bei der Verlegung von Echtholzböden. Mittels Feder und Nut kann eine stabile Verbindung ohne chemische Zusätze erzeugt werden.

Synonyme - Nut, Feder

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