Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

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Begriff Definition
Sachschäden

Ein Sachschaden an Gebäuden kann durch viele Ereignisse entstehen. Für Hausbesitzer sind daher Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung, Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung wichtig. Während die Wohngebäudeversicherung eine Pflichtversicherung für alle Immobilienbesitzer ist, sind Grundbesitzerhaftpflicht- und Hausratversicherung freiwillige Versicherungen. Die Wohngebäudeversicherung schützt vor Sachschäden, die durch Brand, Blitzschlag, Frost, Sturm, Hagel oder Leitungswasser entstehen.

Unter hausbauberater.de/bauwissen/wohngebaeudeversicherung finden Sie weitere Informationen.

Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren wird zur Ermittlung des Beleihungswerts von nicht verpachteten oder vermieteten Grundstücken und Gebäuden verwendet. Unterschieden wird zwischen der Ermittlung des Bodenwertes und des Bauwertes: Zur Bodenwertermittlung wird in der Regel ein Preis herangezogen, der für Grundstücke gleicher Art voraussichtlich zu erzielen ist, für die Bauwertermittlung hingegen werden die Herstellungskosten der Immobilie zugrunde gelegt.

Wie Immobilien im Allgemeinen bewertet werden, erfahren Sie hier www.abir.eu/immobilienrecht/immobilienbewertung.html.

Sanierung

Von einer Sanierung spricht man, wenn ein gesamtes Bauwerk oder Teile davon wiederhergestellt und/oder modernisiert werden. Damit sind insbesondere solche Maßnahmen gemeint, die den dauerhaft nutzbaren Zustand eines Gebäudes wiederherstellen. In diesem Zusammenhang können auch bauliche Mängel beseitigt werden, sodass Sanierungsarbeiten über die reine Instandhaltung in der Regel weit hinausgehen. Eine Sanierung kann sowohl für alte und verfallene Gebäude notwendig werden als auch für neuere, zum Beispiel nach einem Besitzerwechsel. Bei Gebäuden, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, spricht man von einer Altbausanierung. Sanierungsarbeiten an neueren Gebäuden zielen oft darauf ab, energetische Verbesserungen zu erreichen. Dies kann beispielsweise durch den Einbau einer neuen Heizungsanlage oder eine bessere Wärmedämmung geschehen.

Sanierungsbedarf

Sanierungsbedarf kann entstehen, wenn ein Gebäude technisch veraltet ist oder bereits gravierende Bauschäden aufweist, deren Beseitigungsaufwand den einer Renovierung übersteigt. Typische bauliche Schwachstellen von in den 1980er gebauten Wohnhäusern sind z. B. veraltete Fenster und Heizungsanlagen sowie fehlende oder unzureichende Wärmedämmungen.

Sanierungsgutachten

Ein Sanierungsgutachten wird oftmals notwendig, wenn Baumängel oder Schadstoffbelastungen durch Sanierungsmaßnahmen beseitigt werden müssen. Sanierungsgutachten werden von besonders geschulten Bausachverständigen erstellt, die den Sanierungsbedarf des Gebäudes ermitteln und dokumentieren. Sie bilden die Grundlage für die Planungen der beauftragten Handwerksfirmen.

Sanierungsplanung

Bei umfangreichen Sanierungen ist eine Sanierungsplanung notwendig. Diese kann von Ingenieurbüros für Baustatik oder von Architekten durchgeführt werden. Je nach Sanierungsbedarf können die Statik, die Haustechnik, Bauphysik oder/und Holzschutz in die Sanierungsplanung einbezogen werden. Bei Sanierungen von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden muss die Sanierungsplanung die entsprechenden Vorgaben berücksichtigen.

Sanitärobjekte

Der Begriff Sanitär bedeutet „die Gesundheit betreffend“. Als Sanitärobjekte werden alle festen Einbaugegenstände in Bad und WC bezeichnet. Dazu gehören Badewanne, Dusche, Waschtisch, WC, Urinal und Bidet. Armaturen zählen zu den Sanitärprodukten.

Schadensersatzanspruch

Grundsätzlich hat der Geschädigte immer einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Schadensverursacher. Im Baubereich kann es zu vielen Schadensersatzansprüchen kommen: So kann dieser bei einer Bauverzögerung bestehen, wenn die Baufertigstellung termingenau vertraglich zugesagt wurde. Ebenso können Baumängel zu einem Schadensersatzanspruch führen.

Schadensminderungspflicht

Gem. § 254 BGB hat ein Geschädigter die Pflicht, die Schadenshöhe so gering wie möglich zu halten. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, muss damit rechnen, eine geringere Entschädigung (Schmerzensgeld oder Schadenersatz) zu erhalten. Geschädigte haben auch dann eine Mitschuld, wenn sie Verantwortliche nicht auf das Risiko eines Schadens hinweisen. In keinem Fall muss man sich bei der Schadensminderung selbst gefährden, also z. B. bei Sturm auf ein abgedecktes Dach klettern, um die Öffnungen abzudichten. Zur Schadensminderungspflicht gehört auch ein erwartbares aufmerksames Verhalten, um Gefahrenquellen zu erkennen und ihnen auszuweichen.

Schädlinge

In den meisten Fällen sind Schädlinge hauptsächlich bei Holzwerkstoffen ein Problem. Holzwürmer oder Holzschwamm sind nur zwei der zahlreichen Holzschädlinge, die in Gebäuden großen Schaden anrichten können. Doch auch der Schimmelbefall gilt als Schädlingsbefall: Schimmel bildet sich durch Feuchtigkeit, mangelndes Lüften oder eine zu starke Auskühlung von Räumen.

Schadstoffanalyse

Gebäude können durch vieler Schadstoffe belastet sein, die die Gesundheit der Bewohner gefährden. Um entsprechende Sanierungen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, muss zuvor eine Schadstoffanalyse durchgeführt werden. Dabei werden die vorhandenen Schadstoffe anhand von Luft-, Staub- und/oder Materialproben bestimmt.

Schadstoffe

Stoffe, die Menschen, Tieren, Pflanzen oder dem Ökosystem schaden, werden ganz allgemein als Schadstoffe bezeichnet. Schadstoffe können überall auftreten. In Gebäuden kann eine Schadstoffbelastung vor allem durch Schimmelbildung oder durch die Verwendung schadstoffbelasteter Baustoffe entstehen. Ist die Schadstoffbelastung zu hoch, muss eine entsprechende Sanierung durchgeführt werden.

Schadstoffuntersuchung

Schadstoffuntersuchungen werden oftmals erst nach Gesundheitsbeeinträchtigungen der Bewohner durchgeführt. Auch beim Kauf eines Grundstücks oder Gebäudes kann unter Umständen vorab eine Schadstoffuntersuchung sinnvoll sein. Dabei werden Luft-, Staub- oder Materialproben auf mögliche Schadstoffe untersucht, um letztendlich die Schadstoffbelastung festzustellen.

Schallschutz

Überall dort, wo Lärm von außen in ein Gebäude dringen oder innerhalb eines Gebäudes weitergegeben werden kann, ist Schallschutz notwendig. Dabei geht es vor allem darum den Luftschall und den Trittschall zu unterbinden. Schallschutzmaßnahmen können z. B. an Decken, Wänden, Türen und Fenstern vorgenommen werden.

Schallschutznachweis

Im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens wird bei den meisten Bauvorhaben ein Schallschutznachweis verlangt. Dabei handelt es sich um ein Gutachten, in dem nachgewiesen wird, dass die gesetzlichen Vorgaben zum Schallschutz erfüllt werden. Dabei wird zwischen Luft- und Trittschall unterschieden. Die Vorgaben zum Schallschutz müssen innerhalb des Gebäudes und in Bezug auf den nach außen dringenden Schall erfüllt sein.

Schallschutzstein

Schallschutzsteine sind spezielle Steine, die aus Kalksandstein oder Ziegel bestehen und ein hohes Gewicht haben. Sie besitzen nur einen geringen Lochanteil oder überhaupt keine Lochung und gewährleisten damit einen optimalen Schallschutz. Nachteil: Schallschutzsteine wiegen bis zu 2.000 kg pro Kubikmeter.

Schalung

Unter dem Begriff Schalung werden unterschiedliche Dinge verstanden: 1. Eine Dach- oder Wandverkleidung aus Holz  2. Eine Gussform, die bei der Verwendung von Frischbeton gebraucht wird.

Schamotte

Bei Schamotte handelt es sich um einen feuerfesten Werkstoff, der überwiegend zum Auskleiden von Brennräumen wie beispielsweise in Schornsteinen oder Öfen verwendet wird. Schamotte ist bis zu einer Temperatur von rund 1.500 Grad Celsius formbeständig, auch über längere Zeit.

Schiefer

Schiefer ist ein gern genutztes Material für Dacheindeckungen. Es besitzt eine lange Lebensdauer und hat von Natur aus keine Risse. Auch Umweltbelastungen wie etwa saurer Regen können Dacheindeckungen aus Schiefer nichts anhaben. Das Material besteht zum größten Teil aus Glimmer, Quarz und Ton.

Schimmel

Schimmel ist ein Pilz, der sich durch Sporen in der Luft verbreitet. Schimmel in Gebäuden birgt ein hohes Gesundheitsrisiko. Er bildet sich überall dort, wo ein ungenügender Luftaustausch und ein feuchtwarmes Klima vorherrschen. Falsches oder fehlendes Lüften kann zu Schimmelbildung führen, aber auch eine zu gute Wärmedämmung kann bei einem unzureichenden Luftaustausch die Schimmelbildung fördern.

Welche Gefahren Schimmel im Haus in sich birgt und wie Sie ihn vermeiden oder bekämpfen können, erfahren Sie hier: hausbauberater.de/bauwissen/schimmelpilze-im-haus-erfolgreich-bekaempfen.

Schlussabnahme

Die Schlussabnahme ist ein Fachbegriff aus dem Bauvertragsrecht. Mit diesem Begriff wird die Übergabe einer Immobilie von der Baufirma an den Bauherrn bezeichnet. Mit dieser Übergabe gehen auch die Übertragung des Eigentums und der Gefahren vom Bauunternehmer auf den Bauherrn einher. In der Regel wird nach Durchführung der Schlussabnahme auch eine Schlussabrechnung erstellt.

Über die unterschiedlichen Formen der Abnahme von Bauleistungen informieren wir Sie hier: www.hausbauberater.de/abnahme.

Schneefanggitter

Schneefanggitter dienen dazu, auf Dächern den abrutschenden Schnee aufzuhalten. Sie werden meist im Traufbereich mit entsprechenden Halterungen angebracht. Bei längeren Dächern können Schneefanggitter zudem zusätzlich auch auf der Dachfläche angebracht werden. Schneefanggitter gibt es in unterschiedlichen Materialstärken und Höhen.

Schnurgerüst

Ein Schnurgerüst wird nach dem Ausheben der Baugrube angefertigt. Es markiert die Fluchten des Bauprojekts und wird von einem Vermessungsingenieur bestätig. Diese sog. Absteckungsbescheinigung wird im Zuge der Abnahme des Rohbaus der Baubehörde vorgelegt.

Schornstein

Ein Schornstein dient dazu, Verbrennungsabgase aus einem Feuerraum ins Freie zu leiten. Dazu wird der Kamineffekt genutzt, der durch den Luftauftrieb im Schornstein entsteht. Während früher Schornsteine meist sehr groß gebaut wurden, stimmt man sie heute individuell auf das Gebäude und die vorhandene Heizungsanlage ab.

Schwarze Wanne

Schwarze Wanne ist ein Begriff aus der Bautechnik. Werden die Kelleraußenwände mit einer Bitumendickbeschichtung oder mit Bitumenbahnen gegen Feuchte abgedichtet, wird dieses Dichtungsverfahren als schwarze Wanne bezeichnet. Der Name leitet sich von der schwarzen Farbe des Bitumens ab. Weitere Verfahren, um Keller trocken zu halten, sind die Braune Wanne und die Weiße Wanne.

Ausführliche Informationen über den Kellerbau finden Sie auf www.keller-bauen.de.

Schwellenwert

Als Schwellenwert bezeichnet man die Grenze, an der sich die Reaktion von Stoffen verändert. So ist der Schwellenwert z. B. bei einem Gas-Luftgemisch der Punkt, an dem durch die Zündung eine Explosion eintritt. Im Baubereich spielt der Schwellenwert bei Heizungsanlagen eine wichtige Rolle.

Schwindmaß

Der Begriff ist bei allen Werkstoffen von Bedeutung, die ihre Dimension in Abhängigkeit von ihrem Wassergehalt verändern. Konkret ist hier gemeint, inwieweit sich ein Werkstoff verändert, wenn er Feuchtigkeit abgibt (Gegenteil: Quellmaß).

Selbstbauhaus

Als Selbstbauhaus bezeichnet man ein Gebäude, das aus von einer Fachfirma vorgefertigten Bauteilen besteht und durch den Bauherrn komplett selbstständig montiert wird. Zum gelieferten Bausatz stellt der Bauträger meist auch eine ausführliche Anleitung zur Verfügung, nach der der Bauherr das Gebäude errichten kann. Auch Schulungen, Hot-Lines oder ein Vor-Ort-Service werden durch viele Bauträger gegen Aufpreis angeboten. Für den Aufbau eines Selbstbauhauses müssen für ein Standard-Einfamilienhaus in der Regel mindestens 1.500 Stunden Arbeitszeit eingerechnet werden, bis zu zwei Jahre Gesamtbauzeit sind normal.

Sicherheitseinbehalt

Damit die vertragsgemäße Ausführung von Bauarbeiten sichergestellt wird, kann der Bauherr sich durch einen vertraglich festgelegten Sicherheitseinbehalt absichern. Dieser wird auf die jeweiligen Abschlagsrechnungen berechnet. In den meisten Fällen beträgt der Sicherheitseinbehalt dabei zehn Prozent des Bruttobetrages im jeweiligen Vertrag. Alternativ zum Sicherheitseinbehalt kann auch eine Vertragserfüllungsbürgschaft eingesetzt werden. Auch auf die Schlussabrechnung kann ein Sicherheitseinbehalt angewendet werden, in diesem Fall beträgt er in der Regel fünf Prozent der Bruttovertragssumme.

Sichtmauerwerk

Wird Mauerwerk nicht mit Putz oder anderen, verdeckenden Schichten versehen, spricht man von Sichtmauerwerk. Im Innenbereich kann ein solches Sichtmauerwerk problemlos eingesetzt werden, bei Außenfassaden dagegen muss darauf geachtet werden, dass die verwendeten Baustoffe beständig gegen Umwelteinflüsse wie Frost, Schadstoffe aus saurem Regen etc. sind.

Sickerschacht

Ein Sickerschacht wird nur noch in seltenen Fällen und ausschließlich für die Versickerung von Regenwasser genehmigt. Eine Schachtversickerung wird vor allem bei schwer durchlässigen Oberböden mit einer darunterliegenden Sandschicht eingesetzt. 

Sickerwasser

Wasser im Erdreich, das sich aufgrund der Schwerkraft nach unten bewegt. Insbesondere aufstauendes Sickerwasser kann durch die anhaltende Feuchtigkeitseinwirkung auf ein Gebäude problematisch werden. Es liegt vor, wenn der Grundwasserspiegel bis auf eine Höhe von max. 30 cm unter die Unterkante einer Bodenplatte ansteigt. Vor allem bei unterkellerten Gebäuden müssen dann entsprechende bauliche Vorkehrungen (Weiße Wanne oder Schwarze Wanne) getroffen werden.

Silikonabdichtung

Die Silikonabdichtung ist die am häufigsten eingesetzt Abdichtungsmethode im Hoch- und Tiefbau. Silikondichtstoffe haften auf den meisten Untergründen und besitzen eine hervorragende Witterungs- und UV-Beständigkeit. Zudem ist eine Silikonabdichtung elastisch und temperaturbeständig. Silikonabdichtungen können jedoch nicht überstrichen werden. Bei der Auswahl des richtigen Produkts ist darauf zu achten, ob es in einer trockenen oder feuchten Umgebung verwendet werden soll.

Silikone

Silikone werden im Bauwesen dafür verwendet, verschiedene Werkstoffe wie Beton, Putz oder Klinker mit einem Feuchtigkeitsschutz zu versehen. Dafür müssen die Materialien mit einem Silikonanstrich versehen werden. Vorteil: Auch mit diesem Auftrag behält das Material noch seine Atmungsfähigkeit.

Siphon

Ein Siphon ist eine Rohrleitungsführung, die in der Regel u-förmig verläuft. Im Bauwesen kommt sie als Geruchsverschluss unter Kanalisationsanschlüssen oder im Heizungsbau als Thermo- oder Wärmesiphon vor. In einer Heizungsanlage wird ein Siphon eingebaut, um Wärmeverluste durch natürliche Konvektion abzumildern, die im Anschlussrohr für das Warmwasser entstehen.

Skelettbau

Vom Skelettbau spricht man, wenn eine tragende Konstruktion aus Stäben, Stützen und Balken verwendet wird. Lediglich die raumabschließenden Wände werden beim Skelettbau durch ausfachende Bauteile gebildet. Bekanntestes Beispiel für die Skelettbauweise ist das Fachwerkhaus. Hier besteht das tragende Gerüst aus Holz. Beim Bau moderner Fertighäuser verwendet man dagegen meist Stahl und Beton als Skelettmaterialien.

Wir widmen uns der Skelettbauweise hier ausführlich: hausbauberater.de/bauweisen/skelettbau.

Sockelputz

Für die Beschichtung von Fassaden im Sockelbereich gibt es spezielle Sockelputze. Sie bieten einen Schutz gegen die höhere Feuchtebelastung durch Spritzwasser etc. Sockelputze werden in Form von Werktrockenmörtel hergestellt, sie müssen somit auf der Baustelle nur noch mit Wasser angerührt werden und lassen sich dann sowohl von Hand als auch maschinell verarbeiten.

Solaranlagen

Solaranlagen werden üblicherweise als Ergänzung zu einer herkömmlichen Heizanlage eingesetzt. Eine solche Anlage besteht aus einem oder mehreren Sonnenkollektoren, die auf dem Dach des Hauses angebracht werden, einer Regelelektronik und evtl. weiteren Bauteilen wie Speichern etc. Eine Solaranlage kann bis zu zwei Drittel des Energiebedarfs zur Warmwasserbereitung dadurch abdecken, dass sie die Energie der Sonne zum Beheizen des Wassers nutzt.

Siehe auch www.hausbau-berater.de/solarthermie.html.

Solardachziegel

Als Solardachziegel bezeichnet man einen speziellen Dachziegel, der für den Anschluss der Leitungen einer Solaranlage vorgesehen ist. Durch ihn werden die Leitungen von außen nach innen geführt, ohne dass dabei Feuchtigkeit mit eindringen kann.

Lesen Sie hier über die Gewinnung von Sonnenenergie mit Solarziegel von Tesla: www.hausbauberater.de/bauwissen/solarziegel-von-tesla.

Solarkollektoren

Als Solarkollektoren bezeichnet man die schwarzen Absorberflächen zur Montage auf einem Hausdach. Auch an der Sonne nach ausgerichteten Wänden können solche Kollektoren angebracht werden. Sie absorbieren die Sonnenstrahlen wandeln sie damit in für die Heizung des Hauses nutzbare Wärme um.

Solarmodul

Als Solarmodul bezeichnet man ein Bauteil einer Solaranlage. In der Regel handelt es sich dabei um einen Kollektor, von dem mehrere in zusammengeschalteter Form auf dem Dach montiert werden und die zum Einfangen und Absorbieren des Sonnenlichts dienen.

Solarpumpe

Eine Solarpumpe wird dazu benötigt, die Wärmeträgerflüssigkeit vom Sonnenkollektor in den Speicher zu befördern. Der Speicher dient als Wärmetauscher, in ihm wird die Wärme vom Wärmeträger an das Brauchwasser der Heizungsanlage abgegeben.

Solarthermie

Die Übertragung der Wärme aus der Sonnenenergie auf ein geschlossenes System wird als Solarthermie bezeichnet. Die Solarthermie wird zur Unterstützung der Heizung und der Brauchwassererwärmung genutzt. Dazu werden Flach- oder Vakuumröhrenkollektoren eingesetzt. Solaranlagen auf Basis der Solarthermie sind langlebig und können bis zu 60 Prozent des jährlichen Energiebedarfs decken.

Auch die Kollegen von ZBO.de befassen sich mit dem Thema ausführlich: www.zbo.de/heizung/solarthermie.html.

Sondereigentum

Zum Sondereigentum gehören grundsätzlich diejenigen Bestandteile einer Wohnungseigentumanlage, die nur vom Eigentümer selbst genutzt werden und nur ihm gehören. Dazu zählt sowohl die Wohnung, aber auch z. B. eine abschließbare Garage. Mit der Abgrenzung zum Gemeinschaftseigentum klärt sich, ob Kosten von einem Eigentümer allein oder von der Eigentümergemeinschaft getragen werden müssen. Siehe auch Gemeinschaftseigentum

Sonderumlage

Sonderumlagen müssen Wohnungseigentümergemeinschaften zahlen, wenn unvorhersehbare Instandhaltungen oder Sanierungen notwendig sind, die aus den normalen Rückstellungen nicht finanziert werden können. Die Zahlung von Sonderumlagen muss jedoch vorab bei einer Eigentümerversammlung beschlossen worden sein.

Spannbeton

Spannbeton wird dort eingesetzt, wo Betonkonstruktionen große Weiten überspannen und dabei großen Belastungen standhalten müssen. Beispiele dafür sind Brücken oder auch große Deckenflächen. Dabei wird ein Gerüst aus Stahldraht vor dem Vergießen der Schalung mit Beton eingebracht (die sogenannte Spannbewehrung).

Sparren

Als Sparren bezeichnet man Träger einer Dachkonstruktion, die senkrecht von der Traufe zum Dachfirst verlaufen. Sie dienen dazu, die Latten zu tragen, auf denen im Anschluss die Dachpfannen befestigt werden.

Sparverblender

Der Sparverblender ist eine kostengünstige Form der Verblendung (Verkleidung) von Mauerwerk. Dabei kommen dünne Riemchen zum Einsatz, deren Oberflächen die gleiche Texte und Größe haben wie bei vollen Klinkern. Vorteile: Das Mauerwerk besitzt denselben Schutz gegen Witterungseinflüsse, die Technik ist preisgünstig und nicht von einer Vollklinkerbauweise zu unterscheiden.

Steinwolle

Um Steinwolle herzustellen, wird zunächst ein weiches Gestein wie Kalkstein oder Dolomit geschmolzen und anschließend zu dünnen Fäden gesponnen. Das dadurch gewonnene Material kann als Füll- und Dämmstoff verwendet werden, es ist im Handel unter anderem in Form von Platten oder Schalen und auch als lose Steinwolle erhältlich.

Stopfmörtel

Stopfmörtel ist ein schnell abbindender und druckwasserdichter Mörtel, der insbesondere für das Verschließen von Ritzen, Fugen und Anschlüssen zum Einsatz kommt. Er eignet sich besonders gut für Anschluss, die unter Wasserdruck stehen.

Streifenfundament

Eine Variante einer Gründung, wobei dort, wo tragende Wände entstehen sollen, Fundamentstreifen ausgeschachtet werden. Das Streifenfundament wird üblicherweise breiter als die auf ihm ruhenden Wände hergestellt, um eine größere Fläche zu erhalten, auf der sich die Last der Wände auf das Erdreich verteilen kann. Für die Ermittlung der nötigen Fundamentbreite, der Bewehrung sowie der Betongüte sind statische Berechnungen nötig. Auf einem Streifenfundament kann auch eine nicht tragende Bodenplatte (z. B. für den Bau eines Kellers) liegen.

Sturmklammern

Sturmklammern werden dazu benötigt, Dachziegel für den Fall schwerer Stürme zu fixieren. Wie viele Sturmklammern in einer Dachkonstruktion verbaut werden müssen, hängt von der jeweiligen Windzone ab, in der sich das Gebäude befindet. Deutschland ist in insgesamt vier Windzonen eingeteilt.

Sturz

Als Sturz bezeichnet man die obere Begrenzung eines Fensters oder einer Tür, die eine tragende Funktion übernehmen. Der Sturz kann entweder in gerader oder in gebogener Form gearbeitet sein.

Stützmauer

Unter einer Stützmauer versteht man eine gemauerte Wand, die eine stützende Funktion übernimmt. Im Gegensatz zur Stützwand besteht die Stützmauer aus einzelnen Steinen, zum Beispiel frostbeständigen Bau- oder Natursteinen. Ab einer Höhe von 1,20 m muss die Stützmauer jedoch auf einem Betonfundament gründen. Für niedrigere Höhen reicht jedoch ein verdichtetes Kiesbett als Fundament aus.

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