Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Sachschäden

Ein Sachschaden an Gebäuden kann durch viele Ereignisse entstehen. Für Hausbesitzer sind daher Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung, Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung wichtig. Während die Wohngebäudeversicherung eine Pflichtversicherung für alle Immobilienbesitzer ist, sind Grundbesitzerhaftpflicht- und Hausratversicherung freiwillige Versicherungen. Die Wohngebäudeversicherung schützt vor Sachschäden, die durch Brand, Blitzschlag, Frost, Sturm, Hagel oder Leitungswasser entstehen.

Unter hausbauberater.de/bauwissen/wohngebaeudeversicherung finden Sie weitere Informationen.

Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren wird zur Ermittlung des Beleihungswerts von nicht verpachteten oder vermieteten Grundstücken und Gebäuden verwendet. Unterschieden wird zwischen der Ermittlung des Bodenwertes und des Bauwertes: Zur Bodenwertermittlung wird in der Regel ein Preis herangezogen, der für Grundstücke gleicher Art voraussichtlich zu erzielen ist, für die Bauwertermittlung hingegen werden die Herstellungskosten der Immobilie zugrunde gelegt.

Wie Immobilien im Allgemeinen bewertet werden, erfahren Sie hier www.abir.eu/immobilienrecht/immobilienbewertung.html.

Sanierung

Von einer Sanierung spricht man, wenn ein gesamtes Bauwerk oder Teile davon wiederhergestellt und/oder modernisiert werden. Damit sind insbesondere solche Maßnahmen gemeint, die den dauerhaft nutzbaren Zustand eines Gebäudes wiederherstellen. In diesem Zusammenhang können auch bauliche Mängel beseitigt werden, sodass Sanierungsarbeiten über die reine Instandhaltung in der Regel weit hinausgehen. Eine Sanierung kann sowohl für alte und verfallene Gebäude notwendig werden als auch für neuere, zum Beispiel nach einem Besitzerwechsel. Bei Gebäuden, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, spricht man von einer Altbausanierung. Sanierungsarbeiten an neueren Gebäuden zielen oft darauf ab, energetische Verbesserungen zu erreichen. Dies kann beispielsweise durch den Einbau einer neuen Heizungsanlage oder eine bessere Wärmedämmung geschehen.

Sanierungsbedarf

Sanierungsbedarf kann entstehen, wenn ein Gebäude technisch veraltet ist oder bereits gravierende Bauschäden aufweist, deren Beseitigungsaufwand den einer Renovierung übersteigt. Typische bauliche Schwachstellen von in den 1980er gebauten Wohnhäusern sind z. B. veraltete Fenster und Heizungsanlagen sowie fehlende oder unzureichende Wärmedämmungen.

Sanierungsgutachten

Ein Sanierungsgutachten wird oftmals notwendig, wenn Baumängel oder Schadstoffbelastungen durch Sanierungsmaßnahmen beseitigt werden müssen. Sanierungsgutachten werden von besonders geschulten Bausachverständigen erstellt, die den Sanierungsbedarf des Gebäudes ermitteln und dokumentieren. Sie bilden die Grundlage für die Planungen der beauftragten Handwerksfirmen.

Sanierungsplanung

Bei umfangreichen Sanierungen ist eine Sanierungsplanung notwendig. Diese kann von Ingenieurbüros für Baustatik oder von Architekten durchgeführt werden. Je nach Sanierungsbedarf können die Statik, die Haustechnik, Bauphysik oder/und Holzschutz in die Sanierungsplanung einbezogen werden. Bei Sanierungen von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden muss die Sanierungsplanung die entsprechenden Vorgaben berücksichtigen.

Sanitärobjekte

Der Begriff Sanitär bedeutet „die Gesundheit betreffend“. Als Sanitärobjekte werden alle festen Einbaugegenstände in Bad und WC bezeichnet. Dazu gehören Badewanne, Dusche, Waschtisch, WC, Urinal und Bidet. Armaturen zählen zu den Sanitärprodukten.

Schadensersatzanspruch

Grundsätzlich hat der Geschädigte immer einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Schadensverursacher. Im Baubereich kann es zu vielen Schadensersatzansprüchen kommen: So kann dieser bei einer Bauverzögerung bestehen, wenn die Baufertigstellung termingenau vertraglich zugesagt wurde. Ebenso können Baumängel zu einem Schadensersatzanspruch führen.

Schadensminderungspflicht

Gem. § 254 BGB hat ein Geschädigter die Pflicht, die Schadenshöhe so gering wie möglich zu halten. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, muss damit rechnen, eine geringere Entschädigung (Schmerzensgeld oder Schadenersatz) zu erhalten. Geschädigte haben auch dann eine Mitschuld, wenn sie Verantwortliche nicht auf das Risiko eines Schadens hinweisen. In keinem Fall muss man sich bei der Schadensminderung selbst gefährden, also z. B. bei Sturm auf ein abgedecktes Dach klettern, um die Öffnungen abzudichten. Zur Schadensminderungspflicht gehört auch ein erwartbares aufmerksames Verhalten, um Gefahrenquellen zu erkennen und ihnen auszuweichen.

Schädlinge

In den meisten Fällen sind Schädlinge hauptsächlich bei Holzwerkstoffen ein Problem. Holzwürmer oder Holzschwamm sind nur zwei der zahlreichen Holzschädlinge, die in Gebäuden großen Schaden anrichten können. Doch auch der Schimmelbefall gilt als Schädlingsbefall: Schimmel bildet sich durch Feuchtigkeit, mangelndes Lüften oder eine zu starke Auskühlung von Räumen.

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