Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

BegriffDefinition
Immission

Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „hineinschicken“ oder „hineinsenden“. Geht es um die Verunreinigung von Luft, dem Boden oder dem Wasser, bei dem lebende Organismen oder Gegenstände durch diese drei Wirkungsfaktoren beeinflusst werden, spricht man von Immission. Der Begriff taucht häufig beim Thema der Luft- und Gewässerverschmutzung oder der Klimadebatte auf und stellt technisch gesehen einen Gegenbegriff zu den Emissionen dar.

Während Emissionen den Ausstoß von Stoffen betreffen, die anschließend Luft, Boden und Wasser verschmutzen, geht es bei den Immissionen um die Wirkung der Verunreinigungen auf Menschen und Objekte. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass jede Emission auch eine Immission nach sich zieht. Umso geringer diese ist, desto weiter entfernt liegt in der Regel die Emissionsquelle. Die Störfaktoren wirken sich auf die Umwelt, den Mensch und alle lebenden Organismen aus und beeinträchtigen dabei nicht nur deren Lebensqualität, sondern gefährden ihre Gesundheit und den natürlichen Lebensraum.

Zu den Immissionen gehören:

  • Luftschadstoffe und Luftverunreinigungen gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG)
  • Lärm und Geräusche sowie hörbare Schallschwingungen, werden auch als Lärmimmission bezeichnet.
  • Erschütterungen wie niederfrequente Schwingungen, beispielsweise durch Straßenverkehr, Schienenverkehr oder Baustellen.
  • Licht und Reflexionen, wie beispielsweise der Flügelschlag von Windenergieanlagen. Sie werden auch als Lichtimmissionen bezeichnet.
  • Wärme und Wärmestrahlung, also die Einwirkung höherer Temperatur auf Ort mit niedriger Temperatur.
  • Strahlen und durch Strahlung auftretende Einwirkungen, wie beispielsweise Radarstrahlen, Ultraschall, elektromagnetische Strahlen.

Der oft gehörte Begriff "Feinstaub" fällt ebenfalls unter das Bundes-Immissionsschutzgesetz, aber auch Flutlicht, Laserstrahlung oder Funkenflug eines Feuers. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen anlagebedingter Immission und verhaltensbedingter Immission.

Die anlagebedingten Immissionen fallen in das Bundes-Immissionsschutzgesetz, während die verhaltensbezogenen Einwirkungen auf Mensch und Umwelt dem Immissionsschutzgesetz der Bundesländer unterliegen.

Siehe auch: hausbauberater.de/bundes-immissionsschutzverordnungen

 

Synonyme - Immissionen,Bundes-Immissionsschutzgesetz,BlmSchG,Bundes-Immissionsschutzverordnungen
Immobilienfonds

Als klassischer Investmentfonds können Anleger hier in Immobilien statt in Aktien oder Renten investieren. Unterteilt werden sie in offene und geschlossene Immobilienfonds und ihre Rendite setzt sich aus den Mieteinnahmen sowie den Gewinnen aus dem Verkauf von Immobilien zusammen. Immobilienfonds investieren in zinsfreie Immobilien und Anleger können schon mit kleinen, meist dreistelligen Summen, in diese Kapitalanlage investieren.

Zur Repräsentation der Anteile erhalten die Anleger ein oder mehrere Zertifikate. Die häufigste Art ist der offene Immobilienfonds, bei dem das Geld der Investoren mehrheitlich in Immobilien fließt. In einer Vielzahl der Fälle sind dies Gewerbeimmobilien. Da Anleger jederzeit in den Fond eintreten können, Anteile nachkaufen und auch wieder austreten können, wird er als offener Immobilienfonds bezeichnet. Desto mehr Investoren oder höher die Investitionssumme, umso mehr Immobilien können in den Fond aufgenommen werden. Mit dem steigenden Volumen steigen auch die Mieteinnahmen und Verkäufe, was zu einer steigenden Rendite für die Anleger führt.

Die Fondsgesellschaften verwalten die Anteilseigner und schüttet auch den Gewinn daraus, abzüglich der Kosten, an die Anleger aus. Häufig, aber nicht immer, liegt die Rendite höher als bei festverzinslichen Fonds Objekten. Allerdings ist dies nicht immer der Fall, worin auch das Risiko dieser Anlageform liegt. Bei geschlossenen Immobilienfonds handelt es sich um eine Sonderform. Sie investieren in der Regel lediglich in eine Immobilie und nur bis zu einem vorher festgelegten Höchstvolumen. Investoren können folglich nur bis zu diesem in den Fonds eintreten.

Auch das Austreten ist nicht so leicht, wie im offenen Fonds und der Verkauf der Anteile ist meist mit Verlusten verbunden. In der Regel haben die ausgebenden Gesellschaften mit einem geschlossenen Immobilienfonds das Ziel, eine Immobilie zu bauen oder zu sanieren und anschließend mehrere Jahre zu halten, bevor sie dann mit maximalem Gewinn veräußert wird. Abschließend wird dann der Fonds abgewickelt und die Investoren erhalten ihre Ausschüttungen.

 

Immobilienmakler

Der Verkauf einer Immobilie erfordert Sachverstand und Marktkenntnisse, doch vor allem bedarf er viel Zeit. Nicht selten ist die Suche nach einem potenziellen Käufer nervenaufreibend und daher beauftragen Immobilienbesitzer gerne einen Makler. Immobilienmakler sind die Schnittstelle zwischen Eigentümer und Kaufinteressenten und kümmern sich um die Vermarktung der Immobilien, sowie die Besichtigungen und kann die gesamte Abwicklung des Eigentümerwechsels vornehmen. Es gibt auch einige vertragliche Aspekte, die in sein Aufgabengebiet fallen. Für seine Arbeit erhält er eine Provision, auch als Courtage bezeichnet.

Zur Ausübung seiner Tätigkeit genügt in Deutschland die Anmeldung eines Gewerbes als behördliche Erlaubnis für die Vermittlung des Verkaufsabschlusses oder Nachweis der Gelegenheit zum Verkaufsabschluss von Verträgen für:

  • Grundstücke,
  • Immobilien,
  • grundstücksgleiche Rechte,
  • vermieteter Wohnraum und
  • vermieteter Gewerberaum.

Als Immobilienmakler bedarf es hierzulande keinerlei Nachweis einer fachlichen Eignung, einer beruflichen Ausbildung oder sonstigen Voraussetzungen. Lediglich die Gewerbeanmeldung ist verpflichtend. Berufsverbände wie der Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e. V. kritisieren diese Regelung seit Jahren erfolglos. Wer sich allerdings unter dem Logo dieses Fachverbandes auftreten will, muss einen sogenannten Sach- und Fachkundenachweis für Makler und Immobilienverwalter vorlegen. Außerdem fordert der Verband eine spezielle Makler-Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung, die bei Vorliegen eventueller Vorstrafen wegen Kapitaldelikten und einer so wörtlich „nicht geordneten finanziellen Situation“ dem Antragsteller verweigert werden darf.

Zur erfolgreichen Vermittlung einer Immobilie wird ein Maklervertrag zwischen dem Immobilienbesitzer und dem Immobilienmakler geschlossen. Darin enthalten auch das sogenannte Provisionsversprechen, ein erfolgsabhängiges Honorar. Es ist unabhängig von dem Aufwand des Maklers und basiert auf Grundlage des § 652 BGB Entstehung des Lohnanspruchs, sowohl in mündlicher oder schriftlicher Form. Die Höhe der Provision ist nach Bundesland unterschiedlich geregelt und festgelegt und richtet sich nach dem Kaufpreis bzw. dem Mietpreis. Es gibt aber auch sogenannten Festpreismakler, bei denen das Entgelt nicht vom erfolgreichen Verkauf abhängt.

Neben der Tätigkeit für den Verkauf einer Immobilie kann der Immobilienmakler auch bei einer Vermietung tätig werden. Seit dem 01. Juni 2015 darf er allerdings nur noch nach dem sogenannten Bestellerprinzip abrechnen. Das besagt, dass derjenige, der den Makler beauftragt, ihn auch bezahlen muss. Das war in der Vergangenheit so geregelt, dass der Mieter einer Wohnung den Immobilienmakler bezahlen muss, obwohl der Vermieter der Immobilie ihn beauftragt hatte.

Hinweise zum Maklerrecht: hausbauberater.de/bauwissen/verbraucherrechte-beim-immobilienmakler

Synonyme - Makler
Infrarotheizung

Sinnvoll eingesetzt kann diese Elektroheizung fast die Hälfte der Energiekosten einer vergleichbaren konventionellen Heizung einsparen. Es sind vor allem die minimalen Vorwärmzeiten und die angenehme Tiefenwärme die Verbraucher von der Infrarotheizung überzeugen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Heizkörpern erzeugt die energiesparende Heizung eine angenehme Wärme, die bis in tiefere Hautschichten reicht. Die elektromagnetischen Wellen werden auch als Infrarotstrahlen bezeichnet und sind nicht mit dem bloßen Auge erkennbar.

Ein Funkthermostat übernimmt in der Regel die Steuerung der idealerweise temporär eingesetzten Heizung. Ähnlich den Sonnenstrahlen erwärmt die Infrarotheizung Objekte im Raum und verbreitet die Wärme ähnlich wie ein Kachelofen. Die Wärmestrahlung nimmt nur Einfluss auf Objekte, Personen und Tiere, nicht jedoch auf die Luft. Dadurch wird bei der Erwärmung auch kein Staub aufgewirbelt, was bei der Verwendung der üblichen Heizsysteme zu Allergien der Bewohner oder der Verstärkung von allergischen Symptomen führen kann.

Infrarotheizungen werden auch als Strahlungsheizungen oder Wärmewellenheizungen bezeichnet. Häufig finden sie sich als Deckenheizung oder Wandheizungen in Bädern, in Wohnmobilen oder in Garagen. Auch der Wintergarten, eine temporär genutzte Outdoor-Küche, das Gartenhaus oder eine kleine Halle lassen sich schnell, effektiv und energiesparend aufheizen. Bei gut gedämmten Wohnräumen, die nicht ganzjährig beheizt werden müssen, finden sich weitere Anwendungsgebiete dieser Heizung. Es gibt sie im Handel als Deckenheizung, Wandheizung, Standheizung oder mobiles Gerät.

Die Anschaffungskosten sind deutlich geringer als bei einer konventionellen Heizung und je nach Energiestandard des Gebäudes sind die Energiekosten ebenfalls niedriger. Eine Wärmewellenheizung wandelt fast die gesamte elektrische Energie in Wärme um und ist damit ausgesprochen effizient. Die Nachteile: Sie benötigt eine Stromversorgung in der Nähe und arbeitet nur kostengünstig, wenn der Dämmstandard des Gebäudes überdurchschnittlich gut ist. Für die dauerhafte Beheizung ist sie in den meisten Fällen aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu empfehlen und auch der Einsatz in Altbauten lohnt wegen der anfallenden Stromkosten nicht.

Ausführlich behandelten wir die Thematik hier: www.hausbauberater.de/heiztechnik/infrarotheizung.

Synonyme - Wärmewellenheizung, Strahlungsheizung
Infrarotverfahren

Ein anderer Begriff für das Infrarotverfahren lautet thermischer Holzschutz und damit ist schnell klar, dass es sich hierbei um das Thema Holz handelt. Im Konkreten beschreibt das technische Verfahren eine geeignete Methode, um gezielt und gleichzeitig schonend Mauerwerk, Baustoffkombinationen, aber vor allem Traufbereiche, Fachwerk und Balken von Holzschädlingen zu befreien. Dabei gilt das Augenmerk meist auf dem gefürchteten Echten Hausschwamm, denn er gilt als einer der gefährlichsten Gebäudezerstörer. Da durch ihn leicht die Statik eines Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen wird, ist schnelles und vor allem effektives Handel notwendig.

Das befallene Bauteil muss zunächst vollständig abgeschottet werden, nur so kann die vollständige Abtötung der Pilzfäden, der sogenannten Myzellen, garantiert werden. Über ein gebläseunterstütztes Heizgerät wird nun die Mindesttemperatur von 55 Grad Celsius über eine Dauer von drei bis vier Stunden erreicht und gehalten. Messpunkte kontrollieren die vorliegende Temperatur konstant, denn nur so kann die restlose Abtötung des Hausschwamms gewährleistet werden.

Das Infrarotverfahren ist geeignet zur Beseitigung von zahlreichen holzzerstörenden Pilzen und Insekten und wird vorwiegend bei massiven Wänden, Decken und Böden ausgewählt. Die Infrarotstrahlung erzeugt das Schwingen von Molekülen und erwärmt innerhalb kurzer Zeit auf die nötigen Temperaturen. Es lässt sich außerdem auf eng abgegrenzte Flächen und Objekte anwenden. Die Erwärmung des Baustoffes erzeugt Duftstoffe, da die holzeigenen, ätherischen Öle verdampfen. Durch diesen Effekt verlieren Insekten die Orientierung und verschwinden aus dem befallenen Areal. Beim Holzwurm erzeugt der thermische Holzschutz die Zerstörung des Eiweißes im Zellkern des Holzes und damit gerät dieses in Stocken, ähnlich einem gekochten Ei. So ist das begehrte Eiweiß für den Holzwurm ungenießbar. Zur Bekämpfung des Echten Hausschwamms wird das Verfahren nur bedingt empfohlen und meistens nur zur Ergänzung eines anderen thermischen Verfahrens in Erwägung gezogen.

 

Synonyme - Thermischer Holzschutz, Thermische Dekontamination, Heißluftverfahren
Innenausbau

Im Innenausbau werden beim Hausbau verschiedenste Gewerke gelistet und die Summe dieser Arbeiten führt dazu, dass ein Haus oder eine Wohnung bewohnbar wird. Der Innenausbau ist sehr individuell und folgt dem Rohbau auf einer Baustelle. In der Regel dauert der Innenausbau durch professionelle Handwerker 4 bis 5 Monate.

Viele Bauherren entscheiden sich aus Kostengründen oft zu Eigenleistungen, die in den Bereich des Innenausbaus fallen:

  • das Errichten der nicht tragenden Innenwände/ Trennände
  • sämtliche Trockenbauarbeiten (Verkleidungen, Verkofferungen usw.)
  • die Dämmung der Dachschrägen und raumschließenden Deckenbereiche
  • der Innenputz
  • die Estricharbeiten
  • die komplette Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen
  • der Einbau einer Treppenanlage
  • die Fliesen, Bodenbelags- und Malerarbeiten
  • Einbau der Innentüren und Innenfensterbänke.

Zu beachten ist, dass insbesondere bei der  Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallation Fachkenntnisse vonnöten sind. Bauherren sollten ihre eigenen handwerklichen Fähigkeiten nicht überschätzen und genau überlegen, welche Leistungen sie in Eigenregie erbringen können.

Innenluft

Die als Innenluft oder auch Innenraumluft bezeichnete Luft in einem Raum oder einem Gebäude unterliegt besonderen Einflüssen. Sie hat daher häufig einen so schlechte Qualität, dass die menschliche Gesundheit gefährdet oder beeinträchtigt ist. Gesunde Raumluft ist wichtig, da statistisch gesehen in Deutschland jeder von uns rund 2/3 seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen und insbesondere in der eigenen Wohnung verbringt. Daher hat sich auch das Bundesumweltministerium schon im Jahr 2005 dieser Thematik angenommen und Verbesserungen für die Luftqualität in Innenräumen auf den Weg gebracht. Die Raumluft wird vor allem durch Schadstoffemissionen nachteilig beeinflusst. Es handelt sich hierbei um Feinstaub in der Außenluft, aber auch um die Ausdünstung von Chemikalien beispielsweise aus Möbeln oder Bauprodukten.

Das Thema der Innenluft fällt in den Bereich der Baubiologie, bei der es auch um das allgemeine Wohlbefinden von Menschen in den eigenen vier Wänden geht. Begriffe wie „Wohngesund“ oder „Wohnhygiene“ werden häufig in Verbindung mit Marketingkampagnen großer Hausbaufirmen genutzt, um dem Verbraucher zu suggerieren, er kann unbedenklich in dem Haus wohnen und gefährdet nicht seine eigene Gesundheit durch Schadstoffe. So leicht ist die Sache allerdings nicht, denn es gibt auch zahlreiche Einflüsse von Außen, die Auswirkungen auf die Luftqualität im Inneren haben.

Um die Qualität der Innenluft zu bewerten, gibt es für öffentliche und private Gebäude bundeseinheitliche, gesundheitsbezogene Richtwerte vom Ausschuss für Innenraumrichtwerte AIR. Diese hygienischen Leitwerte basieren auf praktischen Erfahrungen und sollten verhindern, dass mit steigender Konzentration auch die Wahrscheinlichkeit für auftretende Beschwerden bei den Bewohnern steigt. Vor allem Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Feinstaub sind belastende Faktoren für die Innenluftqualität und es gibt hierzu Leitwerte. Die AIR hat zu folgenden Stoffen ebenfalls Richtwerte herausgegeben:

  • Stickstoffdioxid NO2
  • Benzol
  • 1,2-Dichlorethan
  • 2-Phenoxyethanol
  • Tetrachlorethen
  • Propan-1,2-diol (Propylenglykol)
  • Formaldehyd
  • Toluol
  • Dimethylbenzole
  • Trichlorethen
  • Butanonoxim
  • 2-Chlorpropan

Weitere Informationen hierzu beim Umweltbundesamt: www.umweltbundesamt.de

 

Synonyme Raumluft, Innenraumluft, Innenraumluftqualität

Synonyme - Innenraumluft, Raumluft
Innenputz

Ein Innenputz ist ein Putz, der in den Bereich der Innenraumgestaltung fällt. Das Material ebnet den Untergrund, kann aber auch in Form eines Dekorputzes den dekorativen Abschluss einer Wand oder Decke bilden. Technisch betrachtet gehört der Innenputz zu den Unterputzen, die in verschiedenen Ausführungen für die unterschiedlichsten Untergründe zu finden sind. Innenputze bestehen traditionell aus Wasser, • Bindemittel und Zuschlagsstoffen, wie beispielsweise Sand

Es gibt im drei grundsätzliche Innenraumputz-Arten:

  1. Lehmputz
    Putz aus Lehm wird für das ökologische Bauen eingesetzt, denn er ist als Naturbaustoff frei von chemischen Zusätzen. Lehmputze sind konservierend auf Holz, sind wiederverwendbar und ökologisch unbedenklich bei der Entsorgung. Vor allem für Fachwerkbauten wird dieser Innenputz verwendet. Aber auch im Neubau kommt er vor, hier bedarf es aber ausreichender Trocknungszeit durch natürlich Luftrocknung.

  2. Gipsputz
    Bei einem Neubau hat sich der Gipsputz etabliert. Er ist optimal geeignet für ein gutes Raumklima und gestalterische Freiheiten. Dieser Innenraumputz ist geruchsneutral, schadstofffrei und ideal für Allergikerhäuser. Je nach Putzdicke können sie auch Feuerwiderstandsklassen von F120 erreichen und damit für Bauten mit hohen Anforderungen an den Brandschutz verwendet werden.

  3. Kalkputz
    Wer nicht nur auf ein gutes Raumklima, sondern auch optimalen Schutz vor Schimmelbildung wert legt, entscheidet sich am besten für Kalkputz, denn er besitzt einen hohen pH-Wert. Im Rahmen der Baubiologie setzt man ihn besonders in Feuchträumen oder hinter Möbeln ein. Dort kann er überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und gibt diese wieder an die Raumluft ab.

Mit unterschiedlichen Putztechniken kann eine ansprechende Innenputz Struktur erreicht werden, bei der die Oberflächen als Mittel zur Innenraumdekoration dienen können.

 

Synonyme - Innenraumputz
Innentüren

Innentüren sind nur für die Verwendung im Inneren von Gebäuden vorgesehen. Ein anderer Begriff für die Innentür ist die Zimmertür, sie trennt räumlich einen Bereich oder Raum von übrigen Rest der Wohnung oder des Hauses ab. Über den Türdrücker wird die Innentür geöffnet und geschlossen. Innentüren sind in der Regel eher zeitlos im Design und vor allem funktional ausgerichtet. Es gibt aber auch Designer-Innentüren oder Glastüren und Schiebetüren für die Raumabtrennung.

Qualitativ unterscheiden sie sich vor allem durch ihre Füllungen:

  • Karton-Wabeneinlagen
    Am preisgünstigsten sind Karton-Wabeneinlagen. Der Spezialwabenkern besitzt eine hohe Flächenbelastung und ermöglicht besonders leichte Innentüren. Leider gelten hier die Schallschutzeigenschaften als sehr gering. Diese Türen sind zwar leicht zu handhaben, verfügen jedoch über die geringste Stabilität. 
  • Röhrenspansteg
    Diese Türfüllungen bestehen aus in Streifen geschnittenen Röhrenspanplatten. Sie sind stärker belastbar und haben einen höheren Nutzungskomfort.
  • Röhrenspan
    Noch stabiler sind Innentüren mit einer Röhrenspan-Füllung. Dafür wird eine Spanplatte, die mit Röhren durchzogen ist, in das Türblatt eingefügt. Röhrenspankerne bieten guten Basisschallschutz und eine durchschnittliche Stabilität. Als Röhrenspansteg Innentüren gelten solche Modelle, die aus in Streifen geschnittenen Röhrenspanplatten bestehen. Sie sind durch ihren Aufbau sehr belastbar und bieten einen dadurch bedingt höheren Nutzungskomfort.
  • Vollspanplatte
    Besteht die Türfüllung aus einer Vollspanplatte, ist die Innentür sehr stabil und erreicht erhöhte Schalldämmwerte. Diese Art der Innentüren stehen für sehr guten Schallschutz und können auch mit einem Lichtausschnitt versehen sein. Der Vollspankern besteht aus massiven Sperrholzplatten. Diese Innentüren eignen sich gut für Bereiche mit hohen Lärmbelastungen und werden häufig als Wohnungstüren in Mehrfamilienhäusern eingesetzt.
  • Spezialfüllungen
    Je nach Anspruch an den Schall-, Brand- und Einbruchschutz lässt sich mit speziellen Füllungen fast jedes Ziel erreichen. Die verwendete Spezialeinlage wird schichtweise aufgebaut und verleimt.

Jede Innentür besteht aus einem Türblatt und einer Zarge. Jedoch liegen bedingt durch die Verwendung von verschiedenen Materialien in den Füllungen der Türblätter die Qualitätsunterschiede.

  • Glatte Türen
    Diese Innentüren werden auch als Sperrtüren bezeichnet und besitzen ebenfalls einem Kern, der beidseitig mit einer Platte verkleidet ist und von einem leichten Holzrahmen umgeben ist.
  • Geprägte Türen
    Dazu gehört beispielsweise die Landhaustür. Sie enthalten eine Röhrenspanfüllung und eine Furnieroberfläche. Sie gehören zu den rustikalen Innentüren, werden aus Massivholz gefertigt und mit gefrästen Profilen aus Kiefern oder Fichtenholz stabverleimt.
  • Glastüren
    Diese besitzen nur gering ausgeprägte Schallschutzeigenschaften, sind dafür aber besonders dekorativ. Glastüren können beispielsweise mit Siebdruck oder dem Sandstrahlverfahren verschönert werden. Sie lassen viel Tageslicht in den Raum und bieten auf Wunsch gleichzeitig guten Sichtschutz.
  • Spezielle Türen
    Feuerschutztüren oder Schallschutztüren zählen bautechnisch betrachtet zwar zu den Innentüren, werden aber gesondert aufgeführt.

Innentüren sind standardisiert und das sogenannten Türblattaußenmaß nach DIN-Normen geregelt. Anwendung findet hier die DIN 68706-1 für Maueröffnungen von 62,5 bis 103,5cm Breite, 200 bis 215 cm Höhe und einem Türblattaußenmaß von 61 bis 211 cm. Nach der DIN Norm können Innentüren sowohl nach links als nach rechts betätigt werden. Das nennt man die Anschlagrichtung.

Zum Ausmessen unterschiedlichen Zimmertüren eignen sich Aufmaßblätter.

 

Synonyme - Innenraumtüren
Innenwände

Jedes Gebäude besteht aus einer Außenhülle (Außenwände) und aus Innenwänden. Bei den Innenwänden wird nach tragenden und nicht tragenden Innenwänden unterschieden. Mit ihnen werden Räume voneinander abgetrennt, sie sorgen aber auch für Sicht- und Schallschutz sowie die Standsicherheit eines Gebäudes. Sowohl für die massive Bauweise als auch für die sogenannte Leichtbauweise eignen lassen sich mit Innenwänden Grundrisse von Gebäuden und Räumen beeinflussen und Anforderungen hinsichtlich Brand- und Schallschutz erfüllen. Man kann in ihnen Installationsleitungen und Elektroanschlüsse und an ihnen weitere Bauelemente montieren.

Bautechnisch betrachtet gehören Innenwände, zumindest was die Trennwände ohne tragende Funktion betrifft, zum Gewerk Trockenbau oder Innenausbau. Sie können sowohl raumabschließend sein, als auch das Gegenteil, also einen Raum offen belassen. Mit entsprechenden Wandaufbauten lassen sich die Innenwände beispielsweise zu Brandschutzwänden oder Schallschutzwänden aufwerten.

Tragende Innenwände sind in der Regel gemauert, betoniert oder aus Fertigteilen gefertigt und dienen dem Abtrag von Lasten. Liegen sie zwischen einem beheizten und unbeheizten Teil des Gebäudes greift die gesetzliche Wärmeschutzverordnung. Sie besagt, dass der maximale U-Wert für die Innenwände in diesem Fall bei 0,35 W/qmK liegen darf. Entweder muss dafür das Mauerwerk entsprechend dick sein oder eine zusätzliche Wärmeschutzdämmung angebracht werden.

Nichttragende Innenwände habe keine statischen Aufgaben und dienen nur zur Raumbildung. Sie werden in der Regel im Rahmen der Rohbauarbeiten eingezogen, können aber auch im Rahmen des Innenausbaus separat errichtet werden. Im Massivhausbau werden in der Regel für die Innenwände jene Baustoffe eingesetzt, sie auch beim Außenmauerwerk Anwendung finden, allerdings in geringeren Wandtärken. Alternativ kann eine Trennwand aber auch aus Kalksandstein, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten, Gipsbauplatten, Verbundplatten bestehen und als Holzständer- oder Metallständerwand errichtet werden.

Zur Oberflächengestaltung können sie abhängig von der Raumnutzung mit einem Anstrich, einem Innenputz, Tapeten, Fliesen und anderen Wandbelägen verschönert werden. Für die finale Bearbeitung der Oberflächen von Innenwänden stehen je nach verwendetem Material unterschiedliche Verfahren und Techniken zur Verfügung.

Synonyme - tragende Innenwand, Trennwannd, Innenwand, nichttragende Wand

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