Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Nachbesserung

Eine Nachbesserung muss dann durchgeführt werden, wenn eine zuvor vertraglich vereinbarte Leistung mangelhaft ist, also die Anforderungen nicht erfüllt. Dabei kann es sich um verschiedene Mängel handeln: So kann durch die unsachgemäße Ausführung der Leistung die Gebrauchsfähigkeit der Sache eingeschränkt sein oder eine vereinbarte Verarbeitung oder der Stand der Technik nicht erreicht werden. Das Recht auf Nachbesserung besteht grundsätzlich nach der Bauabnahme. Der Bauherr ist dazu verpflichtet, dem Bauunternehmer die Möglichkeit einer Nachbesserung einzuräumen. Dazu ist eine angemessene Frist zu setzen. Kommt der Bauunternehmer innerhalb dieser Frist seiner Pflicht zur Nachbesserung nicht nach, steht es dem Bauherrn zu, weitere Mängelansprüche geltend zu machen.

Nachrang

Den Nachrang gibt es im Grundbuch. Es handelt sich dabei um eine Rangstelle, die auf einen besser platzierten Voreintrag erfolgt. Somit ist ein Gläubiger mit einem Nachrang bei einer eventuellen Sicherheitsverwertung des Objektes gegenüber der vor ihm liegenden Rangstelle benachteiligt. Im Umkehrschluss bedeutet das: Gläubiger, die eine vorrangige Sicherheit besitzen, werden bei der Sicherheitsbewertung zuerst befriedigt.

Nachrüstpflichten

Für Haus- und Wohnungsbesitzer gibt es verschiedene Nachrüstpflichten. Die meisten davon sind in der EnEV (Energieeinsparverordnung) verankert. Danach müssen Neu- und Bestandsbauten bestimmte energetische Anforderungen erfüllen. Vor allem die Heizungsanlagen und die Dämmung des Hauses müssen definierte Voraussetzungen erfüllen, anderenfalls ist der Hausbesitzer dazu verpflichtet, entsprechend nachzurüsten. Des Weiteren gibt es inzwischen eine Nachrüstpflicht für die Anbringung von Rauchmeldern.

Synonyme - Nachrüstpflicht
Nachtabsenkung

Wird die Heizungsanlage zu bestimmten Zeiten (meist nachts) mit niedrigen Heizwassertemperaturen betrieben, wird dies als Nachtabsenkung bezeichnet. Die Nachtabsenkung dient der Energieeinsparung und erfolgt bei modernen Heizungsanlagen automatisch. Sie kann jedoch auf den individuellen Bedarf eingestellt werden. Ist tagsüber für lange Zeit niemand zu Hause, kann die Nachtabsenkung daher auch tagsüber erfolgen.

Nachweisgrenze

Unter dem Fachbegriff Nachweisgrenze versteht man jene Grenze, bis zu der Spuren von Stoffen, Strahlungen etc. mittels der dafür vorgesehenen Messgeräte gerade noch nachgewiesen werden können. Allerdings bedeutet eine nicht vorhandene Nachweisgrenze nicht zwingend, dass von dem jeweiligen Stoff oder der Strahlung nichts vorhanden ist.

Natürliche Baustoffe

Unter einem natürlichen Baustoffe versteht man einen Baustoff, der weitgehend naturbelassen ist. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass sämtliche moderne Baustoffe einer Behandlung durch den Menschen unterliegen. Daher gibt es streng genommen keine völlig natürlichen Baustoffe mehr. So werden beispielsweise Ziegel gebrannt oder Hölzer mit Schutzanstrichen versehen.

Negativer U-Wert

Der sogenannte U-Wert (früher als K-Wert bezeichnet) steht für den Wärmedurchgang durch einen festen Körper. Konkret bedeutet das: Der U-Wert drückt aus, wie viel Energie auf einer Fläche von einen m² entweicht, abhängig von jeweils einem Grad Temperaturunterschied. Wie hoch der U-Wert ausfällt, hängt sowohl vom Wärmeverlust als auch dem Umfang des solaren Wärmegewinns ab.

Synonyme - K-Wert, U-Wert
Neubaufeuchte

Grundsätzlich ist in jedem Neubau eine gewisse Feuchte, die erst nach ein bis zwei kompletten Heizperioden vollständig verschwindet. Wie hoch sie ausfällt, hängt von den verwendeten Materialien ab. So haben beispielsweise Porenbeton-Steine und gebrannte Ziegel eine deutlich geringere Feuchte als andere Baumaterialien.

Neutralisation

Die Neutralisation ist ein Begriff aus der Heizungstechnik. Bei Brennwertkesseln sammeln sich Schadstoffe im Kondensat, sodass dieses anschließend neutralisiert werden muss. Dafür besitzt die Heizung einen speziellen Filter, in dem die Schadstoffe gesammelt werden. Erst nach der Filterung darf das neutralisierte Kondensat ins Abwasser geleitet werden.

Niedertemperatur-Schornstein

Der Niedertemperatur-Schornstein ist eine besondere Bauform des Schornsteins. Er ist  gegen die Kondensatbildung resistent und kommt insbesondere bei modernen Brennwert-Heizungsanlagen zum Einsatz.

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