Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Erdaushub

Alles, was aus dem Boden ausgehoben wird und nicht verunreinigt ist, wird als Erdaushub bezeichnet. Der Erdaushub besteht aus Mutterboden, dem allgemeinen Aushub oder mineralischem Bauschutt. Der Erdaushub zählt nicht zum Bauschutt. Er wird zum Auffüllen von Bauvorhaben, zum Bau von Lärm- und Sichtschutzwällen und zum Auffüllen von Wald- und Wirtschaftswegen genutzt. Ob diese Leistungen im Festpreis enthalten sind, richtet sich nach den Ausführungen in der Baubeschreibung.

Sehr oft werden Häuser mit Preisangaben "Ab OK Bodenplatte/Kellerdecke" angeboten. In diesem Fall sind die Erdarbeiten (Erdaushub) nicht enthalten.
Siehe auch "Hausbau ab Oberkante Bodenplatte/Kellerdecke" auf www.bluffen.info/aktionshaus-bauen.html.

Erdwärme

Die Wärme aus dem Erdinneren kann zur Energieversorgung genutzt werden. Hierzulande wird die Erdwärme hauptsächlich zur Wärmegewinnung verwendet. Anders als die Energiegewinnung durch Windkraft oder Solarstrahlung liefert die Erdwärme eine gleichmäßige und konstante Energie.

Weitere Informationen finden Sie bei den Kollegen von ZBO.de: www.zbo.de/erneuerbare-energien/erdwaerme.html.

Erdwärmetauscher

Der Erdwärmetauscher (auch: Erdwärmeüberträger) kommt insbesondere bei Gebäuden zum Einsatz, die besondere Energiesparstandards erfüllen (Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser usw.). Er ist somit ein Bestandteil des jeweiligen Energiekonzeptes. Die zugrunde liegende Idee für den Erdwärmetauscher ist, Luft aus dem Erdreich ins Gebäude zu befördern, die das Gebäudeinnere im Sommer kühlt und im Winter erwärmt. Dabei wird die thermische Trägheit des Erdbodens ausgenutzt. Durch diese Trägheit beträgt die Temperatur schon in zwei bis drei Metern Tiefe selbst bei Minusgraden im Winter zwischen sechs und zehn Grad Plus. Je tiefer der Erdwärmetauscher ins Erdreich ragt, desto wärmer ist die geförderte Luft. Im Sommer dagegen ist die aus dem Erdreich geförderte Luft deutlich kühler als die oberirdische Umgebungsluft, der Wärmetauscher fungiert in diesem Fall als natürliche Klimaanlage. Das System ist einfach konstruiert, es besteht aus einem Rohr- oder Kanalsystem, einem Ansaugelement und einer Hauseinführung. Die Luft wird durch einen Ventilator angesaugt und im Rohrsystem zum Gebäude geführt.

Erneuerbare Energien

Unter dem Begriff erneuerbare Energien sind Energiequellen zusammengefasst, die regenerierbar und damit unerschöpflich sind. Dazu gehören Sonnenstrahlung, Windkraft, Wasserkraft, Umweltwärme, Erdwärme, Gezeitenenergie, Biogas und Biomasse. Im Gegensatz dazu stehen die fossilen Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle, die erschöpflich sind.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen die Lektüre dieses Artikels: www.zbo.de/erneuerbare-energien.html.

Erschließung

Zur Erschließung eines Grundstücks zählen alle erforderlichen Maßnahmen zum Anschluss an die öffentlichen Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen, z. B. an die Wasser-, Elektrizitäts- und Abwasserentsorgung.

Erschließungsbeitrag

Zur Deckung der Erschließungskosten muss der Eigentümer eines Grundstücks bei der zuständigen Gemeinde oder dem jeweiligen Versorgungsträger eine Gebühr entrichten, die als Erschließungsbeitrag bezeichnet wird. Die Ermittlung des Erschließungsbeitrags ergibt sich aus den §§ 127 ff. Baugesetzbuch (BauGB).

Erschließungsvertrag

Der Erschließungsvertrag wird zwischen der jeweiligen Gemeinde und einer oder mehreren dritten Partien abgeschlossen, die für die Erschließungsarbeiten in einem bestimmten Areal beauftragt werden. Dazu gehören z. B. der Anschluss an Versorgungsleitungen zur Strom- und Frischwasserversorgung sowie an die Abwasserentsorgung.

Erweiterung

Von einer Erweiterung im Rahmen von Baumaßnahmen spricht man, wenn einem Gebäude neuer Wohnraum durch bauliche Veränderungen zugefügt wird. Dies kann z. B. durch einen Anbau oder eine Aufstockung geschehen. Oft können solche Erweiterungen staatlich gefördert werden, z. B. nach dem Eigenheimzulagengesetz.

Estrich

Der Estrich ist ein Untergrund für Fußbodenbeläge und entsteht dadurch, dass eine Estrichmasse aufgebracht wird und anschließend aushärtet. Dabei unterscheidet man verschiedene Estricharten, wobei hier die Zusammensetzung der Estrichmasse maßgeblich ist. Beispiele sind Fließestrich, Verbundestrich und Heizestrich, aber auch Trockenestrich wird oft verwendet.

Estrichfugensystem

Das diffusionsoffene Estrichfugensystem dient zur vereinfachten Komplettsanierung von mit Schimmel befallenem Estrich. Dabei wird in eine Randfuge ein Adsorptionsmittel gefüllt, das gasförmige Verbindungen, die einen mikrobakteriellen Ursprung haben, fest bindet. Ein Hochleistungs-Zellgewebe hält die Schimmelsporen und Schimmelzellbestandteilke zurück.

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