Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Lambda

Der Lambdawert ist ein Begriff aus der Wärmetechnik. Er gibt darüber Auskunft, wie groß diejenige Wärmemenge (in W) ist, die pro Stunde durch eine ein Meter dicke Stoffschicht geleitet wird, die die Größe von einem Quadratmeter hat.

Landesbauordnung

Die Landesbauordnungen lehnen sich an die Baunutzungsverordnung und das Baugesetzbuch an. In vielen Teilen sind die Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer identisch, dennoch gibt es Unterschiede, die beim Neu- oder Umbau eines Hauses beachtet werden müssen. In den Landesbauordnungen ist alles geregelt, was bei einem Bauvorhaben im jeweiligen Bundesland zu beachten ist.

Weitere Informationen zu den Landesbauordnungen finden Sie hier: www.hausbauberater.de/lbo

Synonyme - Landesbauordnungen
Landesbausparkasse

Die Landesbausparkasse ist eine öffentlich-rechtliche Bausparkasse. Es handelt sich hierbei um Spezialkreditinstitute der Sparkassen-Finanzgruppe. Diese Kreditinstitute betreiben das sogenannte Bausparkassengeschäft, welches wiederum auf dem Bausparkassengesetzes basiert. Teilweise gehören die Landesbausparkassen als Unterabteilungen zu den jeweiligen Landesbanken, zum Teil sind sie aber auch selbstständige Institute.

Synonyme - LBS
Lastenberechnung

Die Lastenberechnung ist ein Teil des Finanzierungsplans. Sie enthält unter anderem eine mehrjährige Berechnung aller Aufwendungen für die Tilgung und Dienstleistungen sowie die Betriebs- und Instandhaltungskosten für ein Gebäude. Abzuziehen davon sind eventuelle Mieteinnahmen, staatliche Zuschüsse sowie steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten.

Lastenzuschuss

Der Lastenzuschuss ist als Wohngeld eine Sozialleistung der öffentlichen Hand für Eigentümer von selbstgenutztem Wohneigentum. Er soll die monatliche Belastung vermindern und wird in Abhängigkeit vom Einkommen der Familie, der Größe, dem Alter und der Ausstattung des Wohneigentums und der entsprechenden Belastungen gewährt. Der Lastenzuschuss kann bei den Wohngeldstellen der zuständigen Gemeinde- oder Kreisverwaltung beantragt werden.

Leerrohre

Unter einem Leerrohr versteht man ein flexibles oder starres Rohr, das später elektrischer Leitungen aufnehmen soll. Teilweise wird das Leerrohr auch als Wellschlauch bezeichnet.

Lehm

Lehm gilt als einer der ältesten Baustoffe. Häuser aus Lehm wurden bereits vor vielen tausend Jahren gebaut. Das Material ist vor allem für seine wärmespeichernden Eigenschaften bekannt und wird heute – zumindest gebietsweise – immer noch für verschiedene Bauvorhaben verwendet. Lehm kann auch in Form von Lehmputz für Innenräume genutzt werden – hier sorgt das Material für ein natürliches und gesundes Raumklima.

Leichtbaustoffe

Leichtbaustoffe kommen innerhalb des Bauwesens vielfältig zum Einsatz. Dabei werden sie unter anderem für Bauten genutzt, die in einer sogenannten Leichtbauweise erreichtet werden. Hier geht es um eine maximale Gewichtseinsparung, zum Teil sprechen aber auch Kostengründe für diese Bauweise. Zudem weisen Leichtbaustoffe oft eine bessere Fähigkeit zur Wärmedämmung als herkömmliche Baustoffe auf.

Leistungsverzeichnis

Das Leistungsverzeichnis ist der wichtigste Inhalt einer Ausschreibung für einen Bauvertrag. In ihm müssen die zu erbringenden Leistungen eindeutig, technisch richtig und erschöpfend beschrieben werden. Dabei gilt: Es sind Standards vorgegeben, an die die Beschreibung möglichst nahe herankommen muss. Je detaillierter das Leistungsverzeichnis ausfällt, desto besser können Bieter ihr Angebot kalkulieren und umso geringer fällt das Risiko von Nachtragsforderungen aus. Als Hilfe für die Leistungsbeschreibung gibt es das Standardleistungsbuch des Bauwesens, aus dem eindeutige Beschreibungstexte für Standardleistungen mit dazugehörigen Schlüsselnummern übernommen werden können.

Lichtkuppel

Unter einer Lichtkuppel wird im Baubereich eine verglaste Dachöffnung verstanden, die meist zur besseren Lichtdurchflutung von Innenräumen verbaut wird. Die Lichtkuppel kann entweder aus Echtglas oder Acryl bestehen, wobei Acryl vorwiegend dort genutzt wird, wo eine erhöhte Bruchsicherheit gefordert ist.

Lichtschacht

Lichtschacht KellerKellerräume und sonstige Nutzräume in unterirdischen Geschossen können durch Lichtschächte belüftet und belichtet werden. Ein Lichtschacht wird an der Außenwand des Gebäudes angebracht und muss aus Sicherheitsgründen immer mit einem Gitterrost abgedeckt werden. Mehrere Lichtschächte dürfen nicht direkt übereinander angebracht werden, da sonst besteht die Gefahr eines Feuerüberschlags besteht. Siehe auch Kellerschacht

Synonyme - Lichtschächte
Liegenschaftskataster

Das Liegenschaftskataster ist ein beim Katasteramt geführtes Register, das auch als Liegenschaftsbuch bezeichnet wird. Hinzu kommt das sogenannte Flurkartenwerk, in dem alle Grundstücke des zuständigen Bezirks eingetragen sind. Im Liegenschaftskataster sind unter anderem Angaben über die Größe des jeweiligen Grundstücks, die Lage, den Gebäudebestand und die Nutzungsart verzeichnet. Gegen Gebühr kann das Liegenschaftskataster von jedem mit einem berechtigten Interesse eingesehen werden. Auch Auszüge aus dem Liegenschaftskataster können angefordert werden.

Luftdichtigkeit

Damit die Luftdichtigkeit im Inneren eines Gebäudes stabil ist und zugunsten der Energieeffizienz wirken kann, muss nicht nur die Außenhülle des Gebäudes witterungsbeständig, sondern auch der Innenbereich gegen das unkontrollierte Eindringen von Feuchte geschützt sein. Die Luftdichtigkeit gibt Auskunft darüber, ob das Innere eines Gebäudes entsprechend gedämmt und geschützt ist.

Siehe auch Blower-Door-Test.

Lüftung

Unter Lüftung wird der Luftaustausch innerhalb von Räumen verstanden. Eine Belüftung kann dabei auf verschiedene Art und Weise realisiert werden. Es kommen dazu beispielsweise die klassischen Methoden wie das Öffnen von Fenstern und Türen infrage, aber auch modere Belüftungstechnik, etwa über Klimaanlagen.

Lüftungsschacht

Die Be- und Entlüftung fensterloser innenliegender Räume erfolgt mithilfe eines Lüftungsschachts. Meist handelt es sich bei diesen Räumen um Badezimmer und Toiletten. Die Schachtlüftung kann mit und ohne Ventilator erfolgen. Meist wird ein Lüftungsschacht direkt beim Bau des Hauses angelegt. Es gibt jedoch Fertigschächte, die noch nachträglich  eingebaut werden können.

Lüftungswärmebedarf

Durch Lüften strömt kalte Luft ins Haus, die anschließend erwärmt werden muss. Die dafür notwendige Wärmemenge wird als Lüftungswärmebedarf bezeichnet. Sie ist gleich der Wärmemenge, die beim Lüften als warme Luft den Raum verlassen hat. Allerdings kann ein zusätzlicher Luftaustausch durch Undichtigkeiten (z. B. Fugen) oder durch fehlerhaftes Lüften den Lüftungswärmebedarf erheblich erhöhen.

Luftzirkulation

Für ein gesundes Raumklima und einen effizienten Energieverbrauch ist eine gute Luftzirkulation im Haus notwendig. Eine gute Luftzirkulation umfasst den Luftaustausch zwischen den trockenen Zonen und den Zonen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit innerhalb des Hauses sowie einen ausreichenden Luftaustausch zwischen Innen- und Außenluft. Bei einer zu geringen Luftzirkulation kann es zu Bauschäden wie etwa Schimmelbildung kommen.

Tipp:
Lesen Sie auch unseren Beitrag "Richtiges Heizen und Lüften" auf hausbauberater.de/bauwissen/effektives-heizen-und-lueften-im-haus.

Luminat

Luminat ist ein nur unter UV-Licht sichtbares Färbemittel und wird bei der Ortung von Leckagen eingesetzt. Dazu wird es mit Wasser vermengt und dieses Gemisch in undichte Rohrleitungen eingebracht. Dort, wo es austritt, ist es mit einer UV-Lampe gut erkennbar. Es verstoffwechselt sich nicht und wird deshalb gern für Leckageortungen auf Gründächern und wasserführenden Leitungen eingesetzt, die verdeckt verlaufen. Das Färbemittel hat eine sehr geringe Pigmentgröße und eignet sich daher sehr gut für Bauteile mit einer hohen Kapillarität.

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