Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Wärmebedarfsausweis

Nach der Energieeinsparverordnung muss zu jedem Bauantrag auch ein Wärmebedarfsausweis beigefügt werden. Dieses Dokument weist den voraussichtlichen Jahres-Heizwärmebedarfs des Gebäudes aus. Dabei muss der ausgewiesene Wert unterhalb dem durch die Wärmeschutzverordnung vorgegebenen und maximal zulässigen Heizwert bleiben, damit der Bauantrag genehmigt wird. Ist der Wert zu hoch, kann durch eine bessere und effektivere Dämmung eine Reduzierung erreicht werden. Käufern oder Mietern eines Gebäudes ist er vor dem Vertragsabschluss vorzulegen.

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist eine Schwachstelle an einem Gebäudeteil, durch die die Wärme besonders gut nach außen transportiert wird. Wärmebrücken können an der Fassade oder der Dachfläche eines Gebäudes auftreten. Meist machen sie sich schnell dadurch bemerkbar, dass aufgrund des deutlichen Temperaturunterschieds an diesen Stellen das Wasser kondensiert und feuchte Stellen an Wänden oder Decken auftreten.

Wärmedämmung

Mit einer Wärmedämmung soll ein Wärmeabfluss von außen nach innen verlangsamt werden. Dazu werden hochwertige und moderne Bau- und Dämmstoffe eingesetzt.

Weitere Informationen über die Dämmung der Gebäudehülle finden Sie hier: www.hausbauberater.de/waermedaemmung.

Wärmedurchgangszahl

Siehe U-Wert

Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand ist der Kehrwert der Wärmedurchgangszahl oder des U-Wertes. Je größer dieser Widerstand ausfällt, desto weniger Wärme geht in einem Gebäude verloren. Bei einem großen Wärmedurchlasswiderstand ist auf eine moderne und effektive, entsprechend hochwertige Wärmedämmung zu schließen.

Wärmeleitfähigkeit

Diese Größe gibt darüber Auskunft, welcher Wärmestrom (in Watt) bei einem Temperaturgefälle von einem Kelvin innerhalb einer Stunde durch einen Stoff mit einer Dicke von einem Meter geht. Sie wird in W/mK angegeben.

Wärmeleitzahl

siehe Lambda

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe kommt insbesondere bei modernen Niedrigenergiehäusern zum Einsatz. Sie entnimmt Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser und gibt diese anschließend mit erhöhter Temperatur an das Gebäude ab. Je effektiver die Wärmepumpe arbeitet, desto weniger Energie muss aus externen Quellen zum Erzeugen zusätzlicher Wärme aufgewendet werden.

Weitere Informationen zu Wärmepumpen finden Sie auf hausbauberater.de/heiztechnik/waermepumpen.

Wärmerückgewinnung

Die Wärmerückgewinnung geschieht durch eine sogenannte Wärmerückgewinnungsanlage. Diese nutzt die Abluft eines Verbrennungsprozesses zum Heizen. Die Wärmerückgewinnung erfolgt dabei durch Wärmetauscher, die einen Norm-Nutzungsgrad von über 100 % haben. Das bedeutet, dass 100 % der Abluftwärme durch die Wärmerückgewinnung auf die Zuluft übertragen wird. Die Wärmerückgewinnung ist damit eine wirkungsvolle Energiesparmaßnahme.

Wärmeschutznachweis

Der Wärmeschutznachweis zählt zu den bautechnischen Nachweisen, die in den jeweiligen Bauvorlagen der Verordnung der Landesbauordnungen verankert sind. Diese Nachweise müssen zusammen mit dem jeweiligen Bauantrag zur Genehmigung eingereicht werden. Wesentlich ist hier nicht der Nachweis, dass die einzelnen Bauteile einen bestimmten Wärmedämmwert erreichen; hier geht es darum, dass für das Gebäude insgesamt nicht eine zu große Heizwärmemenge benötigt wird.

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