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Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Wannengründung

Die Wannengründung kommt zum Einsatz, wenn ein hohes Maß an Wasser im Baugrund vorhanden ist. Durch eine entsprechende Abdichtung bzw. Ausführung der erdberührten Bauteile und Untergeschosse wird verhindert, dass Wasser ins Bauwerk eindringt.

Wannengründung bei Grundwasser

Einer der häufigsten Einsatzbereiche der Wannengründung sind im Grundwasser stehende Untergeschosse. Durch diese Form der Gründung werden zum einen die Kräfte durch drückendes Wasser aufgenommen, zum anderen besteht durch die Ausführung als „Schwarze Wanne“, „Weiße Wanne“ oder „Braune Wanne“ eine erhöhte Dichtigkeit, das Geschoss bleibt trocken.

Weiße Wanne – schwarze Wanne

Diese beiden Abdichtungsmethoden verhindern, dass Wasser aus dem umgebenden Erdreich durch die Umfassungswände oder die Bodenplatte eindringt.

Bei der weißen Wanne werden die Umfassungswände aus sogenanntem WU-Beton mit hohem Wasserwiderstand nach der WU-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (DAfStb) hergestellt. Insbesondere Fugen, Durchdringungen und Anschlüsse bedürfen hier großer Aufmerksamkeit und müssen zusätzlich abgedichtet werden.

Die Ausführung der schwarzen Wanne erfolgt über eine Abdichtung der Kelleraußenwände. Verwendet werden verklebte Bitumenbahnen oder ein Anstrich aus kunststoffmodifizierter Bitumendichtung (KMB) nach DIN 18533 „Abdichtung von erdberührten Bauteilen“. Die zweite Variante gilt als weniger zuverlässig, da durch die flüssige Abdichtung nicht an jeder Stelle eine zuverlässige Abdichtung erreicht wird.

Sonderfall Braune Wanne

Die „Braune Wanne“ besteht aus einer WU-Konstruktion, die auf der erdberührten Seite mit einer Abdichtung auf Betonit-Basis beschichtet ist. Der hochquellfähige Ton wirkt bereits bei geringer Dicke stark abdichtend gegen Wasser. Voraussetzung ist ein hoher Anpressdruck, wie er bei Bauteilen unter der Erde gegeben ist. Die braune Wanne erhöht die Dichtigkeit der Weißen Wanne zusätzlich.

Wirtschaftlichkeit der Wannengründung

Stellt man die Arten der Wannengründung einander gegenüber, stellen die Weiße Wanne wie auch die Braune Wanne die wirtschaftlichsten Alternativen dar. Grund ist der bei sorgfältiger Planung reduzierte Arbeitsaufwand im Gegensatz zur schwarzen Wanne.

 

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Warmdach

Beim Warmdach, auch als ein einschaliges Dach bezeichnet, handelt es sich um eine unbelüftete Dachkonstruktion. Die Dachhaut wird bei dieser Bauweise direkt auf die Dämmschicht angebracht und es entsteht somit kein Hohlraum zwischen Dachunterkonstruktion und Dachhaut. Eine Belüftungsschicht fehlt demnach komplett. Somit ist das Dach insgesamt besser isoliert und auch wärmer. Eine Dampfsperre oder Dampfbremse, die direkt unter der Wärmedämmschicht angebracht wird, schützt den Dämmstoff vor Feuchtigkeit. So kann keine Schimmelbildung entstehen und die wärmedämmende Wirkung bleibt ungehindert bestehen.

Aufbau eines Warmdaches:

Ein großer Vorteil des Warmdachs ist die optimale Dämmung, aus der sich dann auch ein hohes Energieeinsparungspotenzial ergibt.

Eine Variante des Warmdaches ist das Umkehrdach. Hier befindet sich die Wärmedämmung über der Abdichtung, sodass eine konstante Temperatur das Jahr über bestehen bleiben kann.

Liegt die Dämmschicht über der Dachhaut, spricht man von einem Kaltdach. Hier ist die Wärmedämmung wesentlich aufwendiger, da mehrere Schichten benötigt werden. Beim Bau des Dachstuhls besteht beim Kaltdach ein Hohlraum zwischen den Sparren von circa 2 cm Höhe, in dem die Luft zirkulieren kann. So kann auch die eventuell eingedrungene Feuchtigkeit abgeführt werden. Beim Warmdach jedoch sind eben diese 2 cm mit der Dämmung vollständig ausgefüllt.

 

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Synonyme - einschaliges Dach
Wärmebedarfsausweis

Der Wärmebedarfsausweis (auch: Energieausweis oder Energieeinsparnachweis) ist ein benötigter Nachweis in Bezug auf den Energiebedarf (Jahresheizwärmebedarf und Endenergiebedarf) eines Gebäudes. Der Wert wird pro Quadratmeter Wohnfläche angeben. Zu den Angaben zählen dabei die Werte über den Transmissionswärmeverlust, der durch die Gebäudehülle erfolgt, aber auch Angaben zur Dichtheit eines Gebäudes oder dem Wärmeschutz.

Der Paragraf § 13 der Energieeinsparverordnung bestimmt den maximalen Heizwert, den ein Gebäude besitzen darf. Der Jahresprimärenergiebedarf muss unter diesem Wert liegen. Der Wärmebedarfsausweis spielt eine entscheidende Rolle bei der Genehmigung von Bauprojekten und ist ein erforderliches Dokument für die Genehmigung eines Bauantrages. Die Rechtssprechung gibt auch vor, dass dieser Ausweis beim Verkauf oder der Vermietung von Gebäuden dem potenziellen Käufer oder Mieter vorzulegen ist.

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Wärmebedarfsausweis nicht den tatsächlichen Verbrauch von Heizenergie ausweist, sondern eine Orientierung des voraussichtlichen Jahresbedarfs darstellt. Durch diese Einschätzung kann auch gleichzeitig die Qualität des Wärmeschutzes eines Gebäudes beurteilt werden. Ist der Wert zu hoch, muss über eine bessere und effektivere Wärmedämmung nachgedacht werden.

Der Wärmebedarfsausweis ist ein rein rechnerischer Wert, aber alle Gebäude die nach 2008 gebaut wurden, sind verpflichtet dieses Zertifikat zu führen. Energieausweise besitzen eine Gültigkeitsdauer von 10 Jahren und eine Verlängerung ist nicht zulässig. Sie sind nach Ablauf der Gültigkeitsdauer zu erneuern oder zu bestätigen.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: www.hausbauberater.de/energieausweis

 

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Synonyme - Energiebedarfsausweis
Wärmebrücke

Unter einer Wärmebrücke werden die Bereiche von Bauteilen verstanden, die mehr Wärme nach draußen transportieren als ihre Umgebung. Das hat zur Folge, dass Bauteile schneller auskühlen und eine geringere Temperatur aufweisen als angrenzende Bauteile. Wird nun der Taupunkt unterschritten, kann sich Feuchtigkeit bilden, der zu Schimmel führt. Deshalb werden Wärmebrücken auch als gestörte Bauteile bezeichnet. Sie stellen eine Schwachstelle in der Baukonstruktion dar und führen zu hohen Wärmeverlusten.

Mit den steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden erkannte man schnell, dass die Wärmebrücke viele Schwachstellen aufzeigt. Um eine optimale Wärmedämmung eines Gebäudes sicherzustellen, muss der Wärmebrücke eine große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dies sollte nicht nur aus energetischer Sicht geschehen. Wärmebrücken können auch einen Einfluss auf das Raumklima in den Innenräumen haben.

Aufgrund der höheren Wärmestromdichte im Bereich der Wärmebrücken verringert sich die Temperatur an der Oberfläche des Bauteiles im Innenbereich des Gebäudes, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann:

  • Die Abkühlung auf der Innenseite des Bauteils kann Auswirkungen auf das Raumklima haben. Es kann für die Bewohner als unbehaglich empfunden werden.
  • Durch die höhere Wärmestromdichte der Wärmebrücke können höhere energetische Verluste entstehen.
  • Durch die geringe Temperatur des kalten Bauteils kommt es in der Grenzschicht der Luft zu einem Anstieg der Luftfeuchte. Wird dies nicht erkannt, und die Luftfeuchte ist steigend, kann es zu einem Schimmelbefall im Bauteil kommen.
  • Wärmebrücken können zu gesundheitlichen Problemen für die Bewohner eines Hauses führen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Wärmebrücken, dazu zählen materialbedingte, konstruktionsbedingte und geometriebedingte Wärmebrücken. An diesen Bauteilen eines Hauses sind Wärmebrücken oft vorzufinden:

  • an den Inneren Seiten von Außenwänden,
  • im Boden- und Deckenbereich sowie den Deckenanschlüssen,
  • bei Fenstern, Fensterrahmenn, Fensterstürzen, und Rollladenkästen,
  • im Bereich der Bodenplatte an der Außenwand, am Haus-Fundament und Gebäudesockel,
  • an den oberen Platten an den Außenwänden
  • im Bereich von Heizkörperbefestigungen und Heizkörpernischen
  • an Innen- und Außenecken von Fassaden
  • an Anschlüssen herausragender Bauteile wie beispielsweise von Balkonen oder Vordächer
  • an der Eckausbildung von Außenwand an der Decke und dem Dach
  • an Durchdringungspunkten von Versorgungsleitungen wie zum Beispiel Wasser- und Stromleitungen
  • an ungedämmten Stahlbetonbauteilen und auskragenden Stahlträgern

 

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Wärmedämmung

Eine gute Wärmedämmung sorgt dafür, dass das Haus warm und gemütlich ist. Außerdem spart es Heizkosten und schont die Umwelt. Wurde bisher die Wärmedämmung über die Energieeinsparverordnung EnEV geregelt, ist seit dem 01.11.2020 das Gebäudeenergiegesetz GEG gültig. Das GEG führt die Energieeinsparverordnung EnEV, das Energieeinsparungsgesetz EnEG, und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz EEWärmG zusammen. Mit dem GEG findet eine Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude statt und es wird ein einfacher ordnungsrechtlicher Rahmen für Niedrigstenergiegebäude-Standards gebildet. Bei dieser Zusammenführung zum GEG wurden die bestehenden Anforderungen aus der EnEV übernommen und bleiben bestehen.

Bei der Wärmedämmung hat die Fassadendämmung den größten Anteil, da sie den größten Flächenanteil an der Gebäudehülle besitzt. Wenn die Fassade nicht vernünftig gedämmt ist, dann geht besonders in den Wintermonaten viel Wärme und Heizenergie verloren. Eine gute Fassadendämmung sorgt im Winter und im Sommer für mehr Wohnqualität. Das Vermeiden von Wärmebrücken verhindert Schimmelbildung und sorgt so für ein hygienischeres Raumklima. Ein weiterer Vorteil einer guten Fassadendämmung ist, dass die Bausubstanz geschützt wird. Bei älteren Gebäuden steigert die Dämmung den Wert der Immobilie. Das Dämmmaterial wird normalerweise von außen aufgebracht, was auch dazu genutzt werden kann, dem Haus ein neues Aussehen zu verleihen. Bei Gebäuden mit denkmalgeschützter Fassade wird die Dämmung von innen angebracht, um die Fassade im Originalzustand zu lassen.

Für Altbauten gilt, dass die Fassade nicht grundsätzlich saniert werden muss. Wenn sich der Eigentümer dennoch dazu entscheidet und mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuert, dann muss er dieses GEG-konform tun, da ansonsten Bußgelder von bis zu 50.000 € drohen. Für Hauseigentümer, die ihr Haus nach dem 01.02.2002 erworben haben, gilt, dass das Dach beziehungsweise die obere Geschossdecke zu dämmen ist, wenn sie nicht dem Mindestwärmeschutz erfüllt. Der Heizkessel muss ausgetauscht werden, wenn er älter als 30 Jahre alt ist und die Heizungsrohre müssen bei unbeheizten Kellern extra gedämmt werden. Ausnahmen gibt es nur bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Weitere Informationen über die Dämmung der Gebäudehülle finden Sie hier: www.hausbauberater.de/waermedaemmung.

 

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Wärmedurchgangszahl

Die Wärmedurchgangszahl oder auch U-Wert beziehungsweise Wärmedurchgangskoeffizient genannt, ist eine der wichtigsten Größen zur Messung des Wärmetransports von Bauteilen. Der U-Wert gilt als Bewertungsmaßstab für die Wärmedurchlässigkeit eines Bauteils. Die Angabe der Wärmedurchgangszahl kann für flache Bauteile mit je einer inneren und äußeren Fläche wie zum Beispiel für Dämmplatten oder Dämmmatten erfolgen. Für zusammengesetzte Bauelemente wie Verbindungen von Platten unterschiedlicher Materialien oder auch für Fenster kann die Angabe des U-Wertes geschehen.

Die Wärmedurchgangszahl wird in Watt pro Stunde angegeben. Hierbei wird gezeigt, wie viel Wärmeenergie in einer bestimmten Zeitspanne bei einem gleichbleibenden Temperaturunterschied von einem Kelvin zwischen Innen- und Außenbauteilen durch einen Quadratmeter des Bauelements fließt (W/m2K). Umso kleiner der U-Wert ist, desto geringer fällt der Wärmetransport und Wärmeverlust durch das bestimmte Bauteil aus. Zur Wärmedämmung eignen sich Baumaterialien und -elemente mit niedrigem U-Wert.

Die Bestimmung eines U-Wertes kann neben der Berechnung auch durch eine Messung erfolgen. Speziell in älteren Gebäude ist oft unbekannt, welche Baumaterialien verwendet wurden und wie deren aktueller Zustand ist. Sind die Baustoffe zusätzlich zum Beispiel durchnässt, hat das eine Änderung der thermischen Eigenschaften zur Folge. Mithilfe eines Wärmeflusssensors erfolgt die Messung des auftretenden Wärmeflusses. Parallel wird die Innen- und Außentemperatur gemessen. Zusätzliche ergebnisbeeinflussende Faktoren wie Sonneneinstrahlung sollten bei der Messung vermieden werden, um eine Verfälschung der Messergebnisse zu unterbinden. Diese Messmethode benötigt bei Norm-gerechter Ausführung ISO 9869 mindestens 72 Stunden.

Auch bei Fenster und Außentüren ist die Wärmedurchgangszahl ein wichtiger Kennwert. Hierbei ist der Wärmedurchgangswert des gesamten Fensters zu betrachten und nicht nur der Verglasung. Dieser ist als Uw-Wert bekannt. Besonders bei kleineren Fenstern, Fenstern mit mehreren Flügeln oder Sprossen leistet der Fensterrahmen einen enormen Beitrag zum Verlust der Wärmeenergie.

Wärmeschutzfenster mit dreifacher Verglasung, Argon-Füllung und entsprechend angefertigtem Rahmen erzielen U-Werte weit unter 1 W/m2K.

Bei Außentüren wird der Wärmedurchgangskoeffizient Du-Wert genannt und beträgt maximal 1,8 W/(m2K).

Die Berechnung der Wärmedurchgangszahl erfolgt nach ISO 6946. Hierfür erforderliche Bemessungswerte sind in der EN 12524 und in der DIN 4108-4 geregelt.

 

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Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand ist der Kehrwert der Wärmedurchgangszahl. Je größer sein Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft eines Bauteils. Er berechnet sich durch die Wärmeleitfähigkeit des Bauteils geteilt durch die Dicke. Während bei der Gebäudehülle darauf Wert gelegt wird, dass sie einen großen Wärmedurchlasswiderstand besitzt, sieht es bei der Installation einer Fußbodenheizung ein wenig anders aus.

Bevor sich der Hausbauer dazu entscheidet, eine Fußbodenheizung zu installieren, muss er prüfen, ob sein gewählter Bodenbelag für eine Fußbodenheizung geeignet ist. Der Bodenbelag darf keinen größeren Wärmedurchlasswiderstand als 0,15 m²K/W besitzen. Je näher der Wärmedurchlasswiderstand des Bodenbelages an diesem Wert ist, desto länger braucht die Heizung, um den Raum zu erwärmen. Das wirkt sich ebenfalls negativ auf den Energieverbrauch aus.

Wer seinen Fußbodenbelag austauschen möchte, der sollte generell vorher prüfen, ob sein neuer Bodenbelag für eine Fußbodenheizung geeignet ist. Diese Information wird in Form eines Piktogramms für den Bodenbelag angegeben. Bei einer Kombination von Fußbodenbelägen ist darauf zu achten, dass sich die Wärmedurchlasswiderstände der einzelnen Bodenbeläge addieren. Das ist wichtig, wenn der neue Fußbodenbelag auf dem alten Fußbodenbelag verlegt werden soll. Dadurch kann es passieren, dass ein höherer Wert als 0,15 m²K/W erreicht wird, was sich negativ auf das Heizergebnis auswirkt.

 

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Wärmeleitfähigkeit

Wärmeleitfähigkeit beschreibt den Transport von Energie in Form von Wärme. Sie bezieht sich auf die Stärke in Metern und wird meistens in Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) angegeben. Hierbei muss beachtet werden, dass sich der Kennwert auf den Wärmetransport bezieht, der ohne Stoffbewegung abläuft. Neben der sogenannten Wärmeleitung existiert auch die Konvektion, die stoffgebunden ist. Sie tritt vor allem in Gasen und Flüssigkeiten auf.  Bewegt sich die Wärmeleitfähigkeit im oberen Bereich, gelangt viel Wärme durch einen Stoff. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit ist, desto höher ist das Dämmvermögen eines Baustoffes. Ein Wärmetransport wird somit behindert.

Ist der Kennwert der Wärmeleitfähigkeit von Bau- und Dämmstoffen bekannt, kann der U-Wert einer Hauswand berechnet werden. Dies ist wichtig, um Wärmeverluste, Heizlast sowie die benötigte Leistung einer Heizanlage zu bestimmen. Muss der Dämmzustand von Rohren und Wänden näher betrachtet werden, können anhand der Wärmeleitzahl verschiedene Materialien miteinander verglichen werden. Bauherren sollten auf Dämmstoffe mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit zurückgreifen. Diese bieten bei derselben Stärke eine positivere Dämmwirkung als Baustoffe mit einem höheren Wärmeleitkoeffizienten.

Auch bei der Planung einer Fußbodenheizung ist der Kennwert wichtig. Hierbei liegt das Augenmerk auf die Wärmeleitzahl der Bodenbeläge. Sie sollten eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen und somit Wärmeenergie ungehindert in den Raum transportieren. Anders verhält sich das Verhältnis der Wärmeleitfähigkeit beim Unterbau der Bodenbeläge. Ist die Wärmeleitzahl der Bauteile zum Erdreich beziehungsweise zu nicht beheizten Räumen überdurchschnittlich hoch, führt dies zu ungewollten Wärmeverlusten. Dies kann nur mit einer optimalen Dämmung verhindert werden.

Bei der Berechnung der Wärmeleitfähigkeit ist neben dem spezifischen Gewicht und der Materialbeschaffenheit auch der Feuchtegehalt sowie die Temperatur wichtig. Viele Gründe, die es nicht so einfach machen, den Kennwert zu errechnen. Fachleute, die den Wärmeleitkoeffizienten ermitteln wollen, nutzen hierfür zum Beispiel Wärmestrommessgeräte. Sie ermitteln den Kennwert anhand der Leistung des Heizelements, des Temperaturunterschieds und der Stärke des Bauteils.

Folgende Gleichung dient zur Errechnung der Wärmeleitfähigkeit:
Wärmestrom = (Wärmeleitfähigkeit x Fläche x Temperaturdifferenz) / Stärke des Baustoffs

 

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Synonyme - Wärmeleitkoeffizient
Wärmeleitzahl

Der griechische Buchstabe Lambda λ symbolisiert die Wärmeleitzahl und wird als W/(mK) angeben. W/(mK) steht für Watt (W) pro Meter (m) und Kelvin (K). Mithilfe der Wärmeleitzahl wird die spezifische Wärmeleitfähigkeit eines bestimmten Materials angegeben.

Mit einfachen Worten:
Die Wärmeleitzahl gemeinsam mit der Stärke eines Materials beschreibt die Menge an Wärme, die durch eine Schicht des Materials transportiert werden kann.

Die Wärmeleitzahl spielt eine bedeutsame Rolle in Bezug auf die Energieeffizienz und insbesondere der Heizenergieeffizienz. Bei der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben ist es wichtig, die Wärmeleitzahl von Baustoffen zu kennen. Seit der Einführung der Europäischen Bauprodukte-Verordnung nutzt die Baubranche drei verschiedene Größen, um die Wärmeleitzahl zu berechnen und zu kennzeichnen:

  1. Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108-4 angegeben als λ
  2. Nennwert der Wärmeleitfähigkeit λD gemäß CE-Kennzeichnung
  3. Grenzwert λgrenz, entsprechend der Allgemeinen Bauaufsichtlichen Zulassung eines Bauproduktes

Nach der Europäischen Bauprodukte-Verordnung gibt der Nennwert der Wärmeleitzahl λD die Wärmeleitzahl von Baustoffen an. Dieser Nennwert bezieht sich insbesondere an Wärmedämmstoffe und wird in Verbindung mit dem CE-Zeichen berechnet.

Zu bemerken ist, dass der Nennwert der Wärmeleitzahl nur ein statischer Wert ist der auf Basis der jeweiligen europäischen Produktnorm beruht. In Deutschland beispielsweise darf dieser nicht unmittelbar in die bauphysikalischen Berechnungen übernommen werden. Stattdessen ist für bauphysikalischen Berechnungen ein 20 % -iger Sicherheitsabschlag erforderlich. Die Formel zur Berechnung der Wärmeleitzahl als Bemessungswert ist λ = 1,2 * λD.

Siehe auch: hausbauberater.de/fachbegriffe/lambda

 

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Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen die Energie aus der Umwelt um diese in Heizwärme umzuwandeln. Die in der Außenluft, Abluft oder auch im Wasser und Erdreich enthaltende Wärme wird dafür mit einem Wärmeübertrager (Verdampfer) dem Kältemittel zugeführt. Ein Verdichter bringt die enthaltende Wärmeenergie auf ein höheres Temperaturniveau und macht sie über einen Wärmetauscher für die Wärmeversorgung nutzbar. Die Warmwasserversorgung wird sichergestellt, in dem die Wärmepumpe mit einem Warmwasserspeicher kombiniert wird.

Faktrisch funktioniert das Prinzip der Wärmepumpen wie ein Kühlschrank, jedoch in umgekehrter Weise. Im Kühlschrank werden Dinge gelagert, die kalt bleiben sollen. Darum entzieht der Kühlschrank im Innenraum die Wärme, die er dann an der Rückseite in den Raum abgibt.

Das physikalisches Prinzip des Kühlschranls nennt man Joule-Thomson-Effekt und eben diesen macht sich auch die Wärmepumpe zunutze. Die Physiker Physiker William Thomas und James Prescott Joule entdeckten bereits 1852, das ein reales Gas durch eine Kompression erwärmt wird und sich durch eine Minderung des Drucks wieder abkühlt. Die Wärmepumpe entzieht also der Umwelt die Wärme, hebt diese auf das gewünschte nutzbare Niveau (oder senkt es auch ab) und führt es dem Kreislauf des Heizsystems zu. Dafür besteht eine Wärmepumpenanlage aus

  1. Der Wärmequellenanlage
    - entzieht der Umwelt die Energie.

  2. Der Wärmepumpe selbst
    - macht die gewonnene Energie nutzbar.

  3. Dem Wärmeverteil- und Speichersystem
    - speichert und verteilt die Energie.

Eine Wärmepumpe kommt insbesondere bei modernen Niedrigenergiehäusern zum Einsatz.

Weitere Informationen zu Wärmepumpen finden Sie auf hausbauberater.de/heiztechnik/waermepumpen.

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Synonyme - Joule-Thomson-Effekt

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