Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Talkumpulver

Talkumpulver wird aus dem Mineral Talk hergestellt. Dies ist ein Magnesiumsilikatmineral, welches in dichter Form als Speckstein bekannt ist. Talkumpulver ist in Kitten und Füllmassen sowie in Farben enthalten. In Farben dient es als Schwebemittel und pigmentsparender Füllstoff und verbessert die Haftfähigkeit der Farbe.

Taupunkt

Der Taupunkt ist diejenige Lufttemperatur, bei deren Erreichen der in einem Raum vorhandene Wasserdampf kondensiert. Um Schimmelbildung zu verhindern, darf er nicht unterschritten werden. Bei Unterschreitung des Taupunkts bildet sich der Wasserdampf als Tropfen auf Flächen oder als Wassertropfengebilde (Nebel). Der Taupunkt ist kein statischer Wert, sondern hängt von der relativen Luftfeuchtigkeit und der Raumlufttemperatur ab. Um die Kondensation zu verhindern, muss die Lufttemperatur immer höher als die Taupunkttemperatur sein. Moderne Messgeräte, die die Werte für die Raumlufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit miteinander verknüpfen, ermitteln automatisch den Taupunkt.

Tauwasserbildung

Tauwasser bildet sich, wenn die Oberflächentemperatur eines Bauteils niedriger als die Taupunkttemperatur der angrenzenden Luft ist. Dies lässt sich immer wieder in unbeheizten oder ungenügend beheizten Räumen beobachten. Auch bei zu feuchter Raumluft oder beim Austausch von kühler Luft in warme, feuchte Luft bildet sich Kondens- und somit Tauwasser.

Teileigentum

Das Teileigentum ist ein Bestandteil des Sondereigentums. Es besteht an Räumen, die nicht zu Wohnzwecken dienen, in Verbindung mit einem Miteigentum am gemeinschaftlichen Eigentum, zu dem dieses gehört. Dabei kann es sich beispielsweise um Praxisräume, Ladengeschäfte etc. handeln. Siehe auch Sondereigentum

Teilungserklärung

Eine Teilungserklärung ist bei Gebäuden nötig, die in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt sind. Es handelt sich hierbei um eine Erklärung des Grundstückseigentümers gegenüber dem zuständigen Grundbuchamt, aus der hervorgeht, dass das gesamte Eigentum an dem Grundstück in mehrere Miteigentumsanteile aufgeteilt wird. Die jeweiligen Miteigentumsanteile sind wiederum mit Sondereigentum verbunden. Konkret bedeutet das: Jeder Inhaber einer Eigentumswohnung erwirbt durch die Teilungserklärung auch einen Teil des Grundstücks, auf dem sich das betreffende Gebäude befindet. Eine solche Teilungserklärung ist auch Voraussetzung dafür, dass die Wohnungsgrundbücher für Eigentumswohnungen angelegt werden können. Als Folge der Teilungserklärung können wesentliche Änderungen, die an ihr vorgenommen werden sollen, nicht durch einen Mehrheitsbeschluss, sondern nur durch eine einstimmige Vereinbarung der Eigentümergemeinschaft herbeigeführt werden.

Teilunterkellerung

Bei unterkellerten Gebäuden kann auch nur ein Teil des Hauses unterkellert werden. Diese sogenannte Teilunterkellerung kann aus Gründen der Kostenersparnis, aber auch aufgrund der Geländegegebenheiten vorgenommen werden. Bei einer Teilunterkellerung sind besondere statische Anforderungen zu beachten, sodass sie in manchen Fällen sogar teurer als eine Vollunterkellerung sein kann. Bezogen auf den Quadratmeterpreis ist ein Teilkeller immer teurer als ein Vollkeller.

Synonyme - Teilkeller
Temperaturdifferenz

Die Ermittlung der Temperaturdifferenz von Bauteilen gegenüber der Boden- und Außentemperatur wurde mit der Einführung der aktuellen Wärmedämmvorgaben aufgegeben.

Thermische Ausdehnung

Der Begriff beschreibt die Volumenänderung eines Körpers oder einer Flüssigkeit unter dem Einfluss von Temperaturänderungen.

Thermografie

Thermografie ist ein Infrarotverfahren, mit dem Temperaturunterschiede an der Oberfläche von Bauteilen grafisch dargestellt werden können. Mit diesem Verfahren können Wärmebrücken oder Feuchtstellen aufgespürt werden. Der Vorteil der Thermografie liegt darin, dass Temperaturunterschiede sofort sichtbar werden. Allerdings ist die Methode sehr teuer und zeigt nicht an, ob die vorhandenen Temperaturunterschiede aufgrund von Feuchtstellen oder Wärmebrücken entstanden sind.

Siehe auch https://www.hausbauberater.de/thermografie.

Thermostat

Thermostate sind insbesondere durch ihre Verwendung an Heizkörpern bekannt, wo sie für die Regelung der Temperatur benötigt werden. Das Prinzip ist einfach: Der Thermostat besitzt ein Fühlerelement, das auf Änderungen der Raumtemperatur reagiert. Bei sinkender Temperatur öffnet es die Warmwasserzufuhr zum Heizköper. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, wird die Zufuhr wieder geschlossen.

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