Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Bodenrisiko

Der Begriff Bodenrisiko  meint, dass sich der Grund und Boden als nicht ausreichend tragfähig erweisen und/oder einen zu hohen Wasserstand haben und somit das vorgesehene Bauvorhaben nicht oder nur mit zusätzlichen Maßnahmen ausgeführt werden kann. Das Bodenrisiko lässt sich durch ein entsprechendes Bodengutachten ausschalten, das durch einen anerkannten Sachverständigen angefertigt wird. In diesem Gutachten wird die Beschaffenheit des Baugrundes genau untersucht, sodass anschließend auch Aussagen über die Dimensionierung des Fundaments und die erreichbare Standsicherheit gemacht werden können.

Auführliche Informationen zum Baugrundrisiko finden Sie auf www.hausbauberater.de/baugrundrisiko

Synonyme - Baugrundrisiko
Bodensanierung

Bei kontaminierten Böden ist zunächst eine Bodensanierung notwendig, bevor mit Baumaßnahmen begonnen werden kann. Es gibt verschiedene Verfahren zur Bodensanierung. Meist werden die Altlasten (z. B. Schwermetalle oder Mineralöle) abgetragen und deponiert. Bei einer Phytosanierung verbleibt der Boden vor Ort und wird mit Hilfe geeigneter Pflanzen saniert. Auch eine Waschung des Bodens mit entsprechenden Waschflüssigkeiten ist möglich.

Brandmelder

Brandmelder haben die Aufgabe, rechtzeitig vor Bränden zu warnen. Sie schlagen Alarm, wenn die Konzentration von Verbrennungsgasen, wie Kohlenmonoxid und Kohlenstoffdioxid, einen bestimmten Wert überschreitet. Unter die Rubrik Brandmelder fallen Brandgasmelder und Rauchmelder. Brandgasmelder können, anders als die Rauchmelder, auch in sehr warmen Räumen eingesetzt werden.

Siehe auch https://www.hausbauberater.de/bauwissen/rauchmelder-als-lebensretter-im-eigenheim

Brandschutz

Unter dem Begriff Brandschutz werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die verhindern sollen, dass Brände in Gebäuden entstehen oder sich ausbreiten. Dabei umfasst der Brandschutz eine ganze Reihe verschiedener Gesetze, Normen und Richtlinien. Der Oberbegriff Brandschutz gliedert sich in den baulichen Brandschutz sowie den anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz. Dabei befasst sich der bauliche Brandschutz mit dem Brandverhalten von Baustoffen und anderen Bauprodukten sowie mit der grundsätzlichen Konstruktionsweise von Gebäuden. Auch die Standfestigkeit des gesamten Gebäudes im Brandfall wird im baulichen Brandschutz definiert. Bekannte Maßnahmen zum Brandschutz sind beispielsweise der Einbau von Rauchmeldern, wie er in Deutschland in einigen Bundesländern bereits gesetzliche Pflicht ist. Auch Zufahrtswege für die Feuerwehr müssen für einen ausreichenden Brandschutz vorhanden sein. Gleiches gilt für vorgeschriebene Fluchtwege, durch die die Bewohner das Gebäude im Brandfall möglichst schnell verlassen können. Insbesondere für Heizräume, Brennstofflagerräume und Gasversorgungsanlagen sowie für Installationsschächte, Elektrotrassen und Lüftungsschächte müssen beim Bau Vorschriften zum Brandschutz erfüllt werden. Diese Brandschutzanforderungen müssen der DIN 4102 entsprechen.

Synonyme - Brandschutzanforderungen
Brauchwasser

Brauchwasser ist ein Synonym für Betriebswasser: Man versteht darunter Wasser für die landwirtschaftliche, gewerbliche oder auch bautechnische Nutzung. Dieses Wasser kann verschiedene Güteeigenschaften bis hin zur Trinkwasserqualität haben, dies ist jedoch keine Voraussetzung. Häufig wird daher eine getrennte Versorgung mit Trinkwasser und  Brauchwasser vorgenommen.

Brenner

Der Begriff des Brenners bezeichnet hier den Teil des Heizkessels, der beispielsweise zur Verbrennung von Heizöl oder Erdgas dient. Die einzelnen Brennerbauarten unterscheiden sich darin, wie die Luftzufuhr für den Verbrennungsvorgang erfolgt.

Brennwert

Der Brennwert bezeichnet die Wärmeenergie, die bei einer vollständigen Verbrennung abgegeben wird. Hierbei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, was konkret verbrannt wird, denn es zählt in erster Linie das Ergebnis. Somit enthält der Brennwert sowohl die beim Verbrennungsprozess entstehende als auch die im Wasserdampf enthaltene Wärme.

Brennwertkessel

Brennwertkessel sind ein Bestandteil besonders effizienter Heizungsanlagen, denn sie nutzen die Energie von fossilen Brennstoffen beinahe vollständig. Mit Hilfe von Abgaswärmetauschern wird der in den Abgasen enthaltene Wasserdampf kondensiert und die Verdampfungswärme anschließend genutzt. Beim Einsatz von Brennwertkesseln eignet sich Gas ganz besonders als Brennstoff.

Siehe auch www.hausbauberater.de/heiztechnik/gasbrennwertheizung.

Synonyme - Gasheizung, Brennwertheizung
Brennwerttechnik

Mit der Brennwerttechnik wird der Wirkungsgrad einer Verbrennung erhöht. So wird mit weniger Ressourcen mehr Leistung erzielt.

Bungalow

Ein eingeschossiges Haus mit Flachdach wird als klassischer Bungalow bezeichnet. Ursprünglich stammt der Bungalow aus Malaysia. In den 1950-er bis 1970-er Jahren war der Bungalow in Deutschland die favorisierte Bauform. Sonderformen sind der Walmdach- und der Satteldachbungalow, wobei das Walmdach nicht ausbaufähig ist. Eine weitere Variante ist der Reihenbungalow, der meist L-förmig gebaut ist.

Synonyme - Bungalows

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