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Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Anzeigepflicht

Die Anzeigepflicht beschreibt im Baurecht die Verpflichtung des Bauherrn, der zuständigen Kommune eine Baumaßnahme anzuzeigen, auch wenn diese genehmigungsfrei ist. Unter genehmigungsfreien Baumaßnahmen fallen zum Beispiel jene, die einem Bebauungsplan und seinen Vorgaben nicht im Widerspruch stehen oder für die konkrete Befreiungen beziehungsweise Ausnahmen bereits vorliegen.

Jedes Bundesland hat eine Bauordnung, durch die alle Details der Anzeigepflicht reguliert sind. Die dazugehörigen Informationen und die Unterschiede zwischen den Bundesländern finden Sie unter www.hausbauberater.de/lbo.

Durch eine Bauanzeige, die in den meisten Fällen ein Architekten erstellt, wird ein Bauvorhaben dem zuständigen Bauamt angezeigt. Unter Berücksichtigung einer bestimmten Frist darf die Baubehörde dem Vorhaben widersprechen, das Bauvorhaben also ablehnen. Geschieht dies nicht, so darf der Bau im Rahmen der vorgegebenen Baurichtlinien begonnen werden. In jedem Fall muss mit dem Bau gewartet werden, bis die Baugenehmigung erteilt wird oder die Einspruchsfrist seitens der Baubehörde verstrichen ist.

In besonderen Fällen ist keine Anzeigenpflicht notwendig, wenn es sich um Baumaßnahmen im inneren Bereich eines Objektes handelt, die von allgemeinen bautechnischen Erfordernissen nicht abhängig sind. Hier gibt es jedoch regionale Bestimmungen der jeweiligen Bauordnung, die zu berücksichtigen sind. Als Beispiel wäre hier der Austausch von Fenstern zu nennen, solange diese nicht das äußere Erscheinungsbild nicht beeinflussen.

 

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Architekt

Ein Architekt ist jemand, der gerne entwirft und speziell für die Planung und Gestaltung von Gebäuden ausgebildet und lizenziert ist. Architekten sind Fachleute, die den Prozess der Schaffung funktionaler Räume oder Gebäude vom Konzept und Design bis zur vollständigen Umsetzung dieser Entwürfe leiten.

Architekten sind nicht nur an der Gestaltung eines Gebäudes beteiligt. Als lizenzierter Fachmann sind sie auch für die öffentliche Sicherheit und die Überwachung von Projekten verantwortlich. Ihre Rolle ist in jeder Phase des Baus eines Gebäudes wichtig, vom ersten Konzept bis hin zur Eröffnungsfeier nach Fertigstellung des Gebäudes.

Die Aspekte der Arbeit eines Architekten können in drei Hauptrollen oder -phasen unterteilt werden:

  • Design
  • Dokumentation
  • Konstruktion

In der Entwurfsrolle wird ein Architekt von einem Kunden beauftragt, detaillierte Entwürfe eines Konzepts oder einer Idee zu erstellen, die der Kunde in die Realität umsetzen möchte. Dieser Teil der Rolle erfordert nicht nur kreative Designideen, sondern auch viel technisches Wissen und Verantwortung.

Die Bau- und Sicherheitsvorschriften, die örtlichen Planungsvorschriften und die Beschränkungen müssen eingehalten werden. Je nach Projekt gibt es möglicherweise Gesetze zum Schutz der lokalen Umwelt oder historischer Teile eines Gebäudes.

Während der Dokumentationsphase besteht die Aufgabe des Architekten darin, das Design auf Papier zu erfassen, detaillierte Zeichnungen zu erstellen und mithilfe von Technologien wie CAD die Machbarkeit des Designs zu testen. Diese Phase kann eine kontinuierliche Überarbeitung und Neuzeichnung umfassen, um Änderungen basierend auf den Anforderungen des Kunden zu berücksichtigen.

Sobald das Projekt die Bauphase erreicht hat, wird der Architekt an Besichtigungen und Besprechungen vor Ort beteiligt sein. Diese dienen dazu, den Bau zu überwachen und er wird zusätzlich verschiedene Arbeiten abzeichnen, mit Auftragnehmern verhandeln und auftretende Probleme behandeln und lösen.

Siehe auch: hausbauberater.de/bauen-mit-einem-architekten

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Architektenhaus

Ein Architektenhaus ist ein Haus, das ganz nach den Wünschen des Bauherrn /Kunden gestaltet wird. Ein Architekt ist eine Person, die unter anderem Eigenheime nach den Vorgaben des Kunden individuell plant, skizziert und in vielen Fällen auch realisiert. Das führt zu Häusern, die experimentell, schön und vor allem einzigartig sind. Häufig entwerfen Architekten auch ihre eigenen Häuser, um ihren persönlichen Stil der Welt zu zeigen und sich für einen bestimmten Baustil zu empfehlen.

Damit ein Architekt ein Traumhaus entwerfen kann, muss zuerst mit dem Entwurfsprozess begonnen werden. Hier werden Informationen, Wünsche und Vorstellungen vom Kunden für das neue Zuhause gesammelt,. Ebenso wird das Grundstück begutachtet und die Umgebung in Augenschein genommen. Ein Architekt berücksichtigt in der Enwurfspase die Umgebung des geplanten Bauprojekts, die Gebäudegestaltung in der Nachbarschaft, den Geländeverlauf und die Zugangsmöglichkeiten zum Grundstück, die örtlichen Landnutzungsvorschriften sowie die gültigen regionalen Bauvorschriften.

Architekten arbeiten mit dem Kunden für die Realisierung eines Architektenhauses eng zusammen, um herauszufinden, was von einem Haus erwartet wird. Sie skizzieren dabei die Erwartungen und Bedürfnisse zum Einen auf quantitative Weise, wie die Anzahl der Quadratmeter und zum Anderen auch qualitativ, beispielsweise hinsichtlich besonderer Wünsche und Extras wie Sauna, Pool, Wellnessbereich, Balkone, Terrassen, Carports und vieles mehr.

Ein qualifizierter Architekt ist in der Lage, für ein Architektenhaus alle dieser Faktoren in einem Entwurf zusammenzubringen, der am Ende den Kunden zufriedenstellt. Dieser finale Entwurf basiert stets auf der Grundlage der vom Kunden geäußerten Wünsche und in Einheit mit gesetzlichen Bestimmungen, Vorgaben und auch bautechnischen Grundlagen wie Statik, Effizienz oder Nachhaltigkeit.

Ein erfahrener Architekt ist in der Lage für die Realisierung eines Architektenhaus nicht nur die verschiedenen Baukosten, die zulässigen Gebühren und Nebenkosten sowie die Steuern zu ermitteln, sondern übernimmt in vielen Fällen auch die Bauleitung während der Bauphase. Er überwacht die ausführenden Gewerke und kann auf Wunsch auch die komplette Planung des Hausbaus übernehmen.

Architektenhäuser gelten in der Branche stets als individuell und damit als Pendant zum Fertighaus von der Stange. Sie drücken persönlichen Stil aus, sind die Visitenkarte der Bewohner und nicht selten überdurchschnittlich teuer. Die Fachpresse berichtet gerne über besonders schöne und gelungene Architektenhäuser aus aller Welt. Hersteller von Fertighäusern bedienen sich gerne einzelner Stilelemente bei der Realisierung von vorgefertigten Häusern für die breite Masse.

 

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Synonyme - Wunschhaus, Traumhaus,Designhaus,Architektenhäuser
Armatur

Armaturen werden in der Sanitärtechnik und im Anlagenbau dazu verwendet, dass durch sie Rohrleitungen geöffnet beziehungsweise geschlossen werden können. In einem normalen Wohnhaus sind vor allem in den Nassräumen, also in den Bädern beziehungsweise Küchen, anzutreffen. Sie dienen der Zufuhr von Trinkwasser, wobei in den Nebenräumen auch die Erdgaszufuhr durch dieselben reguliert werden kann. Neben ihrer Funktionalität ist auch das Design und die Qualität ausschlaggebend. Man unterscheidet zwischen Kalt- und Warmwasserzuläufen sowie Mischbatterien, die in der Armatur das kalte und warme Wasser auf die gewünschte Temperatur mischen.

Unterschieden wird zwischen diesen Arten:

  • Einhebelmischer
    Kalt- und Warmwasser wird zusammen in den Auslauf geführt, wobei der senkrechte Öffnungswinkel des Hebels beeinflusst, wie hoch der Wasserdruck ist und die horizontale Hebelstellung das Mischungsverältnis Kalt- / Warmwasser, also die Wassertemperatur bestimmt. Es gibt diese Armaturen mit ausziehbarem (meistens für Kücheneinsatz), feststehendem und schwenkbarem oder ausziehbarem Auslauf.

  • Zweigriffarmatur
    Hier wird Wasserdruck und Temparatur durch je ein Kalt- und Warmwasserventil eingestellt. Gegenüber dem Einhebelmischer ist der Wasserverbrauch in der Regel höher.

  • Dreilocharmatur
    Während die Funktions- und Bedienweise nahezu mit der Zweigriff-Armatur identisch ist, besteht der Unterschied darin, dass der Wasserauslauf separat angeordnet ist.

  • Aufputzarmatur und Unterputzarmatur
    Während man Aufputzarmaturen komplett sichtbar auf der Wand montiert, wird bei Unterputz-Armaturen nur das Bedienteil und der Auslauf sichtbar. Auch wenn die Unterputz-Armatur schöner aussieht, hat Sie den Nachteil, dass die Wartung und Reparatur eine Herausforderung werden kann.

  • Niederdruckarmatur
    Diese wird benötigt, wenn Warmwasser aus einem Niederdruck-Warmwasserspeicher mit bis zu 15 Liter Fassungsvermögen, gewonnen wird. Man kennt diese Warmwasserspeicher auch unter dem Begriff Niederdruckboiler, Untertischgerät oder Warmwasserspeicher.Die Niederdruck-Armatur installieren ist notwendig, damit eine ausreichende Durchflussmenge gewährleistet wird.

Auf jeder Armatur ist ein Code enthalten, der Auskunft über das Prüfzeichen und die Klassen liefert. Bei den Klassen unterscheidet man sogenannte Durchlauf- und Geräuschklassen.Die Durchlaufklasse zeigt die Durchflussmenge in Liter pro Minute an. Die Geräuschklasse hingegen bietet Informationen über den Geräuschpegel und wird in zwei Gruppen unterteilt.

Ein entscheidender Faktor bei der Wahl der passenden Armatur ist, dass zum Beispiel in Einfamilienhäusern auch Armaturen zugelassen sind, die einen höheren Geräuschpegel haben und somit zur Geräuschgruppe II gehören. Hier ist ein Geräuschpegel von 20 bis 30 Dezibel erlaubt, die Geräuschgruppe I hingegen umfasst Armaturen mit dem Geräuschpegel bis zu 20 Dezibel.

Was man über Armaturen wissen sollte, erfahren Sie hier ausführlicher: hausbauberater.de/bauwissen/das-sollte-man-ueber-armaturen-wissen

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Synonyme - Wasserhahn,Zweigriffarmatur,Dreilocharmatur,Unterputzarmatur,Aufputzarmatur, Niederdruckarmatur
Armierung

Armierung ist ein anderer Fachbegriff für die Bewehrung, die beim Bau eines Gebäudes, von Straßen oder Brücken und allen anderen Bauten, bei denen Beton notwendig ist, verwendet wird. Armierung wird zur Verstärkung von Betonbauteilen genutzt und erhöht die Tragfähigkeit und Strapazierfähigkeit des Betons. Eine Bewehrung dient als Verbundwerkstoff für den Stahlbeton, das bedeutet, dass der Armierungsstahl oder Bewehrungsstahl in den Beton eingegossen wird. Das fertige Produkt wird als Stahlbeton bezeichnet.

Beton ist ein sehr hartes und druckfestes Material, das allerdings unter Stress und Belastung, auch als die Mechanik von Materialien bezeichnet, zu einem schwachen Material wird. Materialstress bezieht sich auf die inneren Kräfte eines Materials und kann in drei grundlegenden Formen unterschieden werden:

  • Spannung
  • Kompression
  • Scherung

Mit Spannung ist das Auseinanderziehen und mit Kompression ist das Zusammenschieben eines Materials gemeint. Scherung ist das Gleiten entlang einer Linie oder Ebene.

Nicht alle Materialien können jeder Art von Belastung gleichermaßen widerstehen. Es stellt sich heraus, dass Beton eine sehr starke Kompression, aber eine sehr schwache Spannung aufweist.

Beton allein ist kein gutes Baumaterial. Es gibt zu viele Spannungsquellen, denen es nicht widerstehen kann und der Beton würde reißen. In den meisten Bausituationen wird deshalb Armierungsstahl zur Verstärkung hinzugefügt und damit die Festigkeit verbessert. Der Beton bietet eine Festigkeit gegen Druckspannung, während die Bewehrung eine Festigkeit gegen Zugspannung bietet. Die häufigste Art der Bewehrung in Beton ist speziell verformter Stahl, entsprechend angepasst für das benötigte Bauteil.

 

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Armierungsgewebe

Armierungsgewebe wird umgangssprachlich auch Putzgewebe genannt und zum Bauen von Innen- und Außenwänden, insbesondere bei Putzarbeiten, verwendet. Durch die Verarbeitung von Putzgewebe wird die mechanische Festigkeit der Putzoberfläche erhöht und zusätzlich die Putzschicht vor Rissen geschützt. Des Weiteren bildet ein Armierungsgewebe eine zusätzliche Grundschicht zum Wandputz. Das wiederum verleiht der Putzwand einen besseren Halt, die Putzschicht wird gestärkt und ihre Lebensdauer erheblich verlängert.

Aufgrund seiner Festigkeit und langen Haltbarkeit wird Armierungsgewebe auch gerne als Verstärkungsmaterial für Fundamente von Gebäuden, zur Restaurierung und Verstärkung von vorhandenem Putz oder Mauerwerk, zur Installation von Wärmedämmungen sowie zum Bau von Straßenbelägen eingesetzt.

Armierungsgewebe kann in folgende Arten unterschieden werden: Glasfasergewebe, Kunststoffgitter, geschweißtes Drahtgeflecht, Hühnerdraht, leichtes Streckmetall und gewebtes Drahtgewebe. Diese Armierungsgewebe haben alle ein kleines quadratisches Netz und bestehen vielfach aus dünnem Draht. Durch die Verfügbarkeit verschiedener Arten an Armierungsgewebe, kann jeder Anwender genau das passende Material für seine speziellen Anforderungen finden.

Nach wie vor ist Glasfasergewebe das am häufigsten verwendete Armierungsgewebe und wird vor allem zur Verstärkung von Bauten und Wänden, gerade im privaten Hausbau, verwendet. Es ist unter den Putzgeweben am kostengünstigsten und bietet eine einfache Handhabung. Glasfaser-Armierungsgewebe zeichnen sich durch sein geringes Gewicht, eine hervorragende und leichte Verarbeitung sowie durch eine ausgezeichnete Festigkeit aus. Die Festigkeit kann durch die Verwendung von Harzen noch einmal verstärkt werden.

Jedes Gewebe weist sein eigenes Gewicht, seine eigene Festigkeit und seine eigenen Gewebeeigenschaften auf, die vor Beginn eines Projekts berücksichtigt werden sollten.

 

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Synonyme - Putzgewebe,Putzbewehrung
Asbest

Als Asbest werden unterschiedliche feinfaserige und in der Natur vorkommende Silikatmineralien bezeichnet. Ihre natürlichen Vorkommen sind zum Beispiel unter der Erdkruste anzutreffen. Im Allgemeinen wird zwischen zwei Mineralgruppen unterschieden, und zwar der

Serpentingruppe

Zu dieser Gruppe gehört das Mineral Chrysotil. Im Volksmund wird es auch als Weißasbest bezeichnet. Es ist das industriell am häufigsten verwendete Asbestmineral und wurde bis zum Verbot im Jahre 1993 in Deutschland mit Zement vermischt und in der Bauindustrie verwendet. Die schwere Entflammbarkeit und die chemische Reaktionsträgheit machten es zu einem vorteilhaften Werkstoff.

Amphibolgruppe

Amphibole sind wohl die Mineralgruppe mit der größten chemischen Variabilität und sind ein wichtiger Bestandteil sowohl magmatischer wie auch metamorpher Gesteine unterschiedlichster Zusammensetzung und Bildungsbedingungen. Zu dieser Gruppe gehören:

  • Grunerit / Ferro-Anthophyllit / Mysorit, auch als Braunasbest bekannt
    Braunasbest beziehungsweise Grunerit wurde aufgrund seiner chemischen und faserigen Eigenschaften in Baumaterialien eingesetzt
  • Riebeckit / Krokydolith / Magnesioriebeckit, auch als Blauasbest bekannt
    Riebeckit beziehungsweise Krokydolith wurde bis in die 1970er Jahre zur Verarbeitung von säure- und hitzebeständigen Materialien und Geweben verwendet.
  • Tremolit
  • Aktinolith
  • Anthophyllit

Seit 1993 ist die Verwendung von Asbest in jeglicher Form in Deutschland verboten. Erst zwölf Jahre später setzte die EU ein Verbot für dieses Mineral durch. Grund dafür sind die durch das Einatmen von Asbestfasern festgestellten krebserregenden Krankheitssymptome.

Um zu erkennen, ob Asbest im Bau eines Objektes Verwendung verwendet wurde, ist es ratsam eine Asbest-Analyse von einer Fachfirma durchführen zu lassen. Diese Untersuchungen werden in einem Asbest-Labor anhand einer kleinen Probe des verdächtigen Materials durchgeführt. Solch eine Probe wird zum Beispiel von Asbestplatten oder Asbest-Eternit entnommen.

Falls die Probe während der Untersuchung positiv ausfallen sollte, so muss erneut eine Fachfirma herangezogen werden, um die asbesthaltigen Bauteile zu entsorgen. Der Preis für eine derartige Entsorgung beläuft sich im Moment auf ca. 30 bis 35 Euro pro Quadratmeter, wobei die Kosten für die Anfahrt und Gerüstkosten zusätzlich kalkuliert werden sollten. Die Nutzung von Asbest ist derzeit in den meisten Industrieländern verboten, es wird jedoch weiterhin in Schwellen- beziehungsweise Industrieländern verbaut und genutzt.

Weitere Informationen finden Sie hier: "Asbest: Ein einst beliebter Baustoff macht Probleme"

 

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Synonyme - Weißasbest, Bergflachs,Amiant
Asbestsanierung

Eine Asbestsanierung wird insbesondere dann durchgeführt, wenn schwach gebundener Asbest in Bauteilen oder Baustoffen, die für Innenräume genützt worden sind, vorkommt. Ob eine solche Asbestsanierung notwendig ist, obliegt der Entscheidung eines Asbestexperten gemäß Nr. 2.7 der Technischen Regel für Gefahrenstoffe 519 (TRGS 519) getroffenen Bewertung. Die Beurteilung eines Asbestexperten umfasst die Analyse des technischen und baulichen Zustands eines Bauobjekts.

Eine fachgerechte Sanierung der betroffenen Bauteile ist für viele Hauseigentümer insbesondere wichtig, weil das Einatmen von Asbest gesundheitsschädlich und auch krebserregend sein kann. Mit den ASI-Arbeiten werden Fachfirmen beauftragt. Unter ASI-Arbeiten sind Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten zu verstehen. Eine derartige Firma muss einen Sachkundennachweis nach der TRGS 519 nachweisen und auch über die notwendigen sicherheitstechnischen sowie personellen Voraussetzungen verfügt. Bei der Asbestsanierung ist zu vermeiden, dass Asbestfasern freigesetzt werden, indem die Bauteile zerbrochen, gefräst, geschliffen usw. werden. Das Tragen von Atemschutzmasken und Schutzanzügen ist im Rahmen von Asbestsanierungen obligatorisch. Die Fachfirma ist auch für einen sachgerechten Transport und eine solche Entsorgung zuständig.

Eine Asbestsanierung ist nicht in jedem Fall notwendig. Entbehrlich ist sie insbesondere dann, wenn es sich um „ruhendes“ Asbest handelt. Zu ruhendem Asbest gehören zum Beispiel Dachplatten oder Fassaden. Von wesentlicher Bedeutung ist hierbei, dass die Bauteile nicht beschädigt sind.

Weitere Informationen finden Sie hier: "Asbest: Ein einst beliebter Baustoff macht Probleme"

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Synonyme - TRGS 519
Atriumhaus

Der Ursprung eines Atriumhauses stammt von alten römischen Häusern ab. Traditionell befindet sich das Atrium in der Mitte eines Hauses, ist von mindestens drei Wänden umgeben und hat eine offene Decke. Atrien dienten als Hauptraum und waren das Zentrum des sozialen Lebens des Hauses.

Heutzutage findet man sie in großen öffentlichen Gebäuden, Bürobauten, Hotellobbys und sogar in einigen großen Wohnhäusern. Im privaten Wohnbereich wird das Atriumhaus in modernem Stil umgesetzt, wobei es aber immer der klassischen Form mit drei umgebenden Wänden treu bleibt. Atrien sind zentrale Räume im Inneren eines Hauses mit natürlichem Licht und bieten häufig freien Blick in die Umgebung oder die Natur. Manche Atrien haben sogar einen kleinen Garten. Moderne Atrien können jedoch mehrere Stockwerke hoch sein und sind größtenteils mit Glas bedeckt. Viele Hotels und Casinos verfügen über diese beeindruckenden und prächtigen Strukturen.

Der Bau eines Atriums hat viele Vorteile. Neben dem offensichtlichen ästhetischen Charme verleihen Atrien einem Raum viel Tageslicht. Und mit all dem natürlichen Licht kann der Energieverbrauch drastisch reduziert werden. Das führt besonders in großen Bürogebäuden zu erheblichen wirtschaftlichen Einsparungen.

Ein Atrium eignet sich auch hervorragend, um Menschen zusammenzubringen. Wenn ein Atrium neben einem Esszimmer oder Wohnzimmer ist, können sich dort die Bewohner oder Besucher versammeln, um private Feiern oder Präsentationen zu genießen. Atriumhäuser lassen sich in vielen Baustilen umsetzen, häufig geschieht dies aber in Bungalows, Architektenhäusern oder modernen Villen. Das Anlegen von kleinen Grünflächen erfreut sich dank sich veränderndem Bewusstsein in der Bevölkerung großer Beliebtheit. Im Atriumhaus kann dieser Gedanke auch auf kleinen Grundstücksflächen umgesetzt werden.

 

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Synonyme - Atrien, Atriumhäuser
Aufmaß

Unter Aufmaß versteht man das Ausmessen und Aufzeichnen eines bereits bestehenden Bauobjekts oder Bauvorhabens. Im Bauwesen wird mit Hilfe eines Aufmaßes kann der Umfang von Bauleistungen, die ein Bauunternehmen erwarten, ermittelt werden. Diese Daten werden dazu verwendet, dass der Einheitspreis und die Erstellung einer Rechnung kalkuliert werden können.

Die Regelungen nach den Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen (ATV) DIN 18299 der VOB/C gelten für alle Arten von Bauleistungen und sind die Richtlinie für die maßstabgerechte Aufzeichnung eines Aufmaßes. Ein derartiges Aufmaß ist insbesondere dann erforderlich, wenn keine Zeichnungen vorliegen, die einen Leistungsumfang definieren könnten. Des Weiteren bildet ein Aufmaß die Grundlage dafür, dass Handwerksleistungen, die erbracht werden sollen, unter den Unternehmen, die am Bauvorhaben beteiligt sind, kommuniziert werden. Zu diesen Unternehmen gehören gegebenenfalls auch Subunternehmen und auch beteiligte Bauträger. Das Aufmaß kann zur Gänze entfallen, wenn im Rahmen eines Pauschalvertrages ein Festpreis festgelegt wird.

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Synonyme - Aufmessen,Ausmessen,Aufzeichnen

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