Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

BegriffDefinition
Aufsichtsbehörde

Die Aufsichtsbehörde im Baugewerbe ist in der Regel die Bauaufsichtsbehörde. Diese hat in ihrem zugeordneten Handlungsrahmen die Befugnis, Maßnahmen anzuordnen beziehungsweise deren Umsetzung zu kontrollieren. Diese Maßnahmen dienen dazu, adäquat die Rechtsnormen umzusetzen. Eine Bauaufsichtsbehörde agiert der Gesetzesgrundlage im jeweiligen Bundesland entsprechend und hat zum Ziel, dass Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abgewehrt werden. Konkret beschäftigt sich eine Aufsichtsbehörde im Bauwesen mit den Bauordnungs- und Baugenehmigungsverfahren. Das Fachministerium ist die oberste Bauaufsichtsbehörde.

Die Hierarchie der Behörden erstreckt sich in den meisten Bundesländern über die Bezirksregierungen bis hin zur untersten Hierarchieebene der örtlichen Landratsämter und selbstständigen oder kreisfreien Städte. Der Aufgabenbereich einer Aufsichtsbehörde umfasst planerische Aufgaben für Hochbautätigkeiten, im Rahmen des Baus für die Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung. Außerdem kümmert sich eine Aufsichtsbehörde um die Betreuung der öffentlichen Anlagen und Gebäude, die sich in einer Gemeinde befinden.

Die Erteilung von Baugenehmigungen obliegt auch der Bauaufsichtsbehörde sowie alle anderen Genehmigungen, die in den Bereich des Bauwesens fallen und sowohl den privaten Bereich, aber auch öffentlichen Raum und die dazugehörigen Bauobjekte beziehungsweise Bauvorhaben betreffen.

 

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Synonyme - Bauaufsichtsbehörde,Bauaufsicht
Aufsparrendämmung

Die Aufsparrendämmung wird von Bauprofis als die beste Dämmung für die Außenseite eines Daches bezeichnet. Diese Art der Wärmedämmung wird auch als Warmdachdämmung (umgangssprachlich Warmdachisolierung) bezeichnet, da die Sparren in die isolierte Gebäudehülle eingebracht werden. Dadurch wird die Wärmebrückenbildung reduziert, weil eine luftdichte, durchgehende Dämmschicht entsteht, aus der ein gut gedämmter Dachbodenraum resultiert. Sie ist sehr effizient und sauber, wobei das Dämmmaterial unter den Dachziegeln verlegt wird. Insbesondere wenn ein Dach neu gedeckt wird, ist diese Dämmmethode zu empfehlen. Im Falle, dass jedoch Dämmplatten verlegt werden, muss eine Schalung auf den Sparren angebracht werden. Werden hingegen biegsteife Dämmplatten verwendet, so können diese direkt auf den Dachsparren befestigt werden.

Die Aufsparrendämmung ist allerdings sehr anfällig für Fehler und sollte einem Fachmann überlassen werden. Im Durchschnitt kostet ein Quadratmeter zwischen 150 und 250 Euro. Die Arbeiten um eine Aufsparrendämmung dauern ein paar Tage beziehungsweise eine Woche, wenn sie von einer Fachfirma erledigt wird. Um das Dach vor dem Auftreten von Kondenswasser zu schützen, das innerhalb der Konstruktion nicht sichtbar ist, ist es wichtig zu beachten, dass die über den Sparren installierte Dämmschicht genauso dick ist (oder noch besser dicker sein sollte), wie die Dämmschicht zwischen den Sparren. Ein gängiger Ansatz sind zwei Schichten gleicher Dicke zu verwenden. Die Dämmstoffplatten selbst bestehen zumeist aus Holzfasern, Polystyrolschaum, Mineralwolle, Perlit oder Zellulose. Entscheidend ist, dass die Aufsparrendämmung gegen eindringendes Wasser isoliert wird.

Die Aufsparrendämmung gilt als platzsparende, effiziente und saubere Dachdämmung. Zu den Vorteilen gehört auch, dass man bei einer Aufsparrendämmung keine Raumhöhe verliert.

Im Unterschied zur Zwischensparrendämmung bilden sich bei der Aufsparrendämmung keine sogenannten Wärmebrücken an den Sparren, weil die Dämmstoffplatten vollflächig verlegt werden. Normalerweise wird ein Dach von innen gedämmt, und zwar zwischen oder unter den schrägen Trägern, die die Konstruktion des Daches bilden.

Tipp:
Weitere Informationen zur Dämmung von Dächern finden Sie hier: https://www.hausbauberater.de/dachdaemmung.

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Synonyme - Aufdachdämmung,Vollflächendämmung
Aufteilungsplan

Unter einem Aufteilungsplan versteht man eine Bauzeichnung, aus der hervorgehen muss, welche Anteile einer Immobilie zum Gemeinschaftseigentum gehören und welche Gebäudeteile dem Sondereigentum zugeordnet sind. Der Aufteilungsplan wird auch als Teilungsplan bezeichnet und muss durch die zuständige Behörde bestätigt werden. Er bildet neben der Abgeschlossenheitsbescheinigung die Basis für die Schaffung zum Beispiel von Eigentumswohnungen in einem Mehrfamilienhaus.

Diese Bauzeichnung stellt das Gebäude, das aufzuteilen ist in einem Maßstab von 1:1000 dar. Dies entspricht dem deutschen Wohnungseigentumsrecht und es handelt sich um eine wichtige Urkunde. Gebäude, die im Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum stehen, werden mit ihrer Lage und in ihrer maßstabgetreuen Größe dargestellt. Die Abgeschlossenheitserklärung ergänzt obligatorisch den Aufteilungsplan. Diese Unterlagen sind entscheidend bei einem Eintrag in das Grundbuch oder bei einem Kaufvertrag und eine Grundvoraussetzung für einen solchen.

Ein Aufteilungsplan bietet nicht nur einen Überblick zu den vorliegenden Räumlichkeiten des Gebäudes (z.B. Wohnungen mit dazugehörigen Kellerräumen und Stellplätzen) sondern ist auch ein Dokument, anhand dessen sich der Wert einzelner Wohneinheiten genau ermitteln lässt. Diese Werteermittlung ist bei jedem Kauf oder Verkauf von großer Bedeutung. Diese Urkunde muss mit einer Unterschrift und einem Siegel oder Stempel von der örtlichen Baubehörde versehen sein. Das Sondereigentum muss durchgehend nummeriert und farblich gekennzeichnet werden. Die Erstellung eines Aufteilungsplan gehört zum Tätigkeitsfeld eines Architekten.

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Synonyme - Teilungserklärung,Teilungsplan
Ausbau

Wenn von einem Ausbau die Rede ist, wird zwischen zwei Formen unterschieden. Einerseits gehören jene Maßnahmen, die einen Rohbau zu einem schlüsselfertigen Gebäude machen, zu einem Ausbau. Andererseits fallen auch Veränderungen oder auch Ergänzungen in den Ausbau, die eine bestimmte Nutzungsart eines Objektes zum Ziel haben. In diese Gruppe gehören zum Beispiel ein Dachbodenausbau zu Wohnzwecken. Der Ausbau dient in erster Linie der Fertigstellung der Innenräumlichkeiten. Der Ausbau umfasst Arbeiten wie Verputzen und Malertätigkeiten, Installationsarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Einbau von Fenstern und Türen usw.

Außerdem gibt es Unterschiede zwischen einem Teilausbau oder einem stufenweisen Ausbau und einem Zwischenausbau. Ein Ausbau wird in den meisten Fällen durch einen Bauleiter koordiniert. Dies ist für einen geregelten Ablauf sehr wichtig, weil während eines Ausbaus viele Handwerker mitarbeiten. Somit ist ein Bauleiter einerseits für die Planung und Umsetzung der Arbeiten zuständig, andererseits ist er auch ein Ansprechpartner für den Bauherrn. Durch ihn sind die Arbeitsabläufe, Fristen und Termineinhaltung sowie Qualitätssicherung gewährleistet. Ein wichtiges Detail ist die Planung bezüglich der Phasen, in welchen die Handwerker eingesetzt werden. Dabei gibt es Richtlinien, die bestimmen, welche Handwerkstätigkeiten wann gemacht werden sollen. Dies erleichtert einen reibungslosen Ablauf des Ausbaus und eine fristgerechte Fertigstellung.

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Ausbauhaus

Ein Ausbauhaus ist ein Haus, welches in der Regel mindestens die Gründungsarbeiten, Außenwände und tragende Innenwände, Dächer und die Installation von Fenstern und Türen umfasst. Das gesamte Innere eines Ausbauhauses bleibt normalerweise unvollendet und der Bauherr erledigt den Innenausbau zu einem späteren Zeitpunkt in Eigenregie. Das Konzept vom Ausbauhaus beschreibt also eine Ausbaustufe, bei der der Bauherr das Basisgebäude planen und errichten lässt. Man nennt ein Haus in dieser Ausbaustufe in der Regel "geschlossener Rohbau".

Ausbauhäuser sind ideal für Menschen, die die Gestaltung des Inneren eines Hauses komplett selbst planen und umsetzen können, ohne sich jedoch über die strukturelle Sicherheit eines Hauses Sorgen machen zu müssen. Die Flexibilität bezieht sich auf die Zeitschiene, mit der alle Arbeiten Raum für Raum oder in Etappen fertiggestellt werden können. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn zum Beispiel Abfindungen oder Auszahlungen aus Lebensversicherungen anstehen. Mit diesen Geldern wird dann häufig die nächste Stufe des Ausbaus vorgenommen.

Es gibt jedoch auch ganz andere Definitionen von Ausbauhäusern. So grenzen sich Hausanbieter auch dadurch positiv ab, indem sie eine konsequente Trennung zwischen einem geschlossenen Rohbau und einem Ausbauhaus vornehmen. Ein Ausbauhaus kann also auch Installationsarbeiten wie Leerrohre für die elektrischen Leitungen, Rohinstallation der Sanitärtechnik (Rohre für Wasser-, Abwasser- und Gasanschlüsse) sowie die Heizungsinstallation beinhalten. Auch eine Treppe kann schon vorhanden sein, sodass sich die Eigenleistungen nur noch für den übrigen Innenausbau beziehen, wie z. B. Trockenbauarbeiten, Installation der Sanitärgegenstände, Einbau der Innentüren und Fliesenarbeiten.
Gerade der Umstand, dass es keine konkreten konkreten Regelungen dafür gibt, welche Leistungen ein Bauherr bei einem Ausbauhaus grundsätzlich erwarten kann, macht den pauschalen Vergleich von Hausangeboten so schwer. Die Details müssen aber unbedingt individuell geklärt werden, denn sie spielen eine große Rolle bei der Baufinanzierung, weil die Tätigkeiten, die der Bauherr übernimmt zum Eigenkapital gezählt werden.

Jeder Bauherr sollte überlegen, ob es sich rentiert den Innenausbau selbst zu übernehmen, da ein solcher für Laien sehr zeit- und kostenintensiv ausfallen kann. Hier wäre ein Kostenvergleich ratsam. Wir unterstützen Sie gern dabei, indem wir die Baubeschreibung für Sie prüfen: https://www.hausbauberater.de/pruefung-der-baubeschreibung

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Synonyme - Ausbauhäuser
Ausbaureserve

Als Ausbaureserve wird ein ausbaufähiger Wohnraum in einem bereits bewohnbaren Haus bezeichnet. Häufig findet man diese im Neubaubereich, wo zum Beispiel der Dachboden noch nicht als Wohnraum nutzbar ist, aber schon über eine Wärmedämmung oder einen Fußboden verfügt, der noch nicht verkleidet ist. Bei dieser Art der Hinzufügung von Wohnraum wird die modulare Struktur des bereits bestehenden Haus verwendet.

Wie bei allen Umbauten in einem Haus müssen bestimmte Bauvorschriften und Regelungen eingehalten werden und sie erfordern eine sorgfältige Planung. In vielen Fällen ist eine Baugenehmigung erforderlich. Die Regelungen für diese unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und ein Hausbesitzer sollte sich rechtzeitig vor Baubeginn bei der entsprechenden Behörde erkundigen. Eine der größten Hürden beim Dachausbau ist die vorhandene Deckenhöhe. Um als bewohnbarer Raum eingestuft zu werden, muss eine Höhe von mindestens 3 m erreicht werden. Wenn die Deckenhöhe nicht ausreicht, kann die Decke auf der unteren Ebene gesenkt oder das Dach angehoben werden. Weitere Aspekte, die zu berücksichtigen sind, ist das Heizen und Kühlen sowie die Stromversorgung. Die Bauvorschriften verlangen, dass ein Dachboden eine bestimmte Temperatur aufrechterhalten kann. Das wird normalerweise durch eine gute Dachbodenisolierung und einem modernen Heiz- und Kühlsystem sichergestellt. Wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind und eine Baugenehmigung vorliegt, kann der Dachgeschossausbau nach Wünschen des Eigentümers stattfinden oder der Eigentümer den Dachboden selber ausbauen.

 

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Ausbaustufe

Der Prozess einen Hausbaues erfolgt in bestimmten Stufen, die Ausbaustufen genannt werden. General kann in vier verschiedene Ausbaustufen beim Bau eines Hauses unterschieden werden. Grundsätzlich bieten große Baufirmen Fertighäuser in jeder dieser Ausbaustufen an. Die Übergän-ge sind fließend und der Hauseigentümer kann entscheiden, bis zu welcher Ausbaustufe gebaut wird.

Es kann zwischen den folgenden vier Ausbaustufen unterschieden werden:

  • Rohbauhaus /Ausbauhaus
  • Bausatz-Selbstbauhaus
  • Schlüsselfertiges Haus
  • Bezugsfertiges Haus

Beim Rohbauhaus / Ausbauhaus kümmert sich eine Baufirma um das Fundament, die Wände, das Dach, die Fenster, Außentüren und die Innenrahmen. Der Eigentümer übernimmt danach den Innenausbau des Hauses selbst. Einige Hausanbieter haben auch schon grobe Rohrleitungen, grobe Elektroinstallation und das Heizungssystem im Leistungsumfang. 

Ein Bausatz-Selbstbauhaus ist eine Art Gebäude, das vor Ort montiert wird. Bei dem jedoch alle Teile der Struktur in einer Fabrik vorbereitet und in Paketen geliefert werden, um beispielsweise Transportkosten zu sparen. In den meisten Fällen können Bausatz-Selbstbauhäuser nach Kundenwunsch angepasst werden. Diese Art von Hausbau erfordert die meisten Eigenleistungen.

Ein schlüsselfertiges Haus ist ein vollständig gebautes Haus inklusive dem kompletten Innenausbau und Geräte. Schlüsselfertige Immobilien sind noch keine bezugsfertigen Häuser, jedoch ist das Haus größtenteils fertiggestellt. Meistens sind die Malerarbeiten und Bodenbelagsarbeiten noch in Eigenregie erledigt werden.

Ein bezugsfertiges Haus ist ein Haus, in das man sofort einziehen kann. Alles, was man dazu noch braucht, sind Möbel und Dekorationen.

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Ausblühung

Ablagerungen an der Oberfläche von Bauteilen werden als Ausblühungen oder Effloreszenz bezeichnet. Gründe für eine Ausblühung sind Salzbelastungen, wobei die Salze aus dem Wandinneren durch auftretende Feuchtigkeit nach außen gelangen. Nachdem die Feuchtigkeit verdunstet ist, treten solche Ausblühungen auf. Sie können nicht nur bei einem Mauerwerk auftreten, sondern auch bei Fliesen, Estrich oder Betonplatten. Wenn bei Terrakotta die Salze an die Oberfläche gelangen, bilden sich sogenannte Fugenkapillare. Diese ähneln durch ihre Aushärtungen den Umrissen einer Blüte, woher auch der Name Ausblühung stammt. Ausblühungen lassen sich mit Hilfe einer Drahtbürste oder einem Schleifgerät entfernen. Hier ist es wichtig zu beachten, dass mit klarem Wasser nachgespült wird oder ein Heißdruckdampfgerät verwendet wird.

Ein wesentlicher Grund, warum Ausblühungen auftreten ist, dass die Mörtelverarbeitung beziehungsweise die Vermauerung mangelhaft sind. Ausblühungen treten sehr häufig im Frühjahr auf, da nach der feuchten Winterzeit günstige Bedingungen dafür auftreten.

Stellen, an denen Ausblühungen sehr häufig auftreten, sind zum Beispiel Ränder von Durchfeuchtungsflächen oder Ziegelrändern. Insbesondere bei Ziegel lässt sich folglich schließen, dass die entstandenen Ausblühungen aufgrund des Mörtels auftreten.

 

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Synonyme - Effloreszenz
Ausdehnungsgefäß

Ausdehnungsgefäße gehören zur sicherheitstechnischen Ausrüstung einer Heizungsanlage. Wenn Heizungswasser erwärmt wird, dann dehnt es sich aus. Dieses Ausdehnungswasser wird von dem Ausdehnungsgefäß aufgenommen. Ohne ein Ausdehnungsgefäß, auch Druckausdehnungsgefäß oder Druckausgleichsbehälter genannt, müsste das Ausdehnungswasser fortwährend durch das Sicherheitsventil entweichen. Das würde dazu führen, dass der Heizkessel ständig mit Wasser aufgefüllt werden müsste.

Ein Ausdehnungsgefäß besteht aus 2 großen Kammern, die durch eine Membrane voneinander getrennt sind. Eine der Kammern ist mit dem Heizungskreislauf verbunden und nimmt das Ausdehnungswasser auf. Die andere Kammer ist mit Stickstoff gefüllt. Wenn das Heizungswasser erwärmt wird und das Ausdehnungswasser durch die Volumenänderung in das Ausdehnungsgefäß fließt, dann wird die Membrane Richtung der Stickstoffseite gedrückt und das Stickstoffgas wird komprimiert. Wenn sich das Heizungswasser wieder abkühlt, dann sinkt das Volumen und die Membrane drückt das Wasser zurück in den Heizungskreislauf. Dieses System sorgt dafür, dass ein gleichbleibender Druck und ein gleichbleibendes Volumen in der Heizungsanlage herrscht. Stickstoff wird deswegen verwendet, da es keine Schäden am Material der Heizungsanlage verursacht, wenn es aufgrund einer spröden Membrane in den Heizungskreislauf geraten würde.

Ein einfacher Klangtest gibt Aufschluss, ob die Membrane noch intakt ist. Beim Klopfen auf der Gas-Seite des Ausdehnungsbehälters muss ein hoher und hohler Ton entstehen, da in dem Behälter nur Gas vorhanden ist. Wenn die Membrane kaputt ist, dann ist der Ton eher dumpf, da Wasser in die Gas-Seite eingedrungen ist.

 

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Synonyme - Druckausdehnungsgefäß, Druckausgleichsbehälter,Expansionsgefäß
Außenanlagen

Unter dem Begriff Außenanlage versteht man alle Teile eines Grundstücks, die nicht zum Gebäude gehören beziehungsweise kein Teil der Betriebsvorrichtungen sind. Dazu gehören Ver- und Entsorgungsleitungen, die vom Hausanschluss bis zur Grundstücksgrenze reichen. Außerdem gehören Gartenanlagen sowie Grundstücksbegrenzungen, die als Einfriedungen bezeichnet werden, zu den Außenanlagen. Für die Grundstücksbegrenzung werden zum Beispiel Zäune, Hecken und andere Abgrenzungen verwendet. Diverse Fahr- und Laufwege sowie unterschiedliche Befestigungen, zum Beispiel Wegbefestigungen, gehören auch zu den Außenanlagen beziehungsweise Freiflächen.

Die auftretenden Kosten für Außenanlagen sind ein Bestandteil der Baukosten und werden als Investitionskosten zusammengefasst. Im Rahmen der Kostenermittlung nach DIN 276, die wiederum zur Bauplanung gehört, unterscheidet man nach den jeweiligen Leistungsphasen:

  • Kostenrahmen nach DIN 276 : Leistungsphase 1: Ausweis der Kosten für Außenanlagen und Freiflächen
  • Kostenschätzung nach DIN 276: Leistungsphase 2: Bauplanung mit dem Ausweis der Kosten für Außenanlagen und Freiflächen
  • Kostenberechnung nach DIN 276: Leistungsphase 3: Kostengliederung

Die auftretenden Kosten variieren je nach Größe der Außenanlagen und Freiflächen sowie nach Ausstattung, die individuell gewählt wird.

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Synonyme - Aussenanlage,Außenanlage

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