Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Bauschadensgutachten

Wenn in Zusammenhang mit einem Bauprojekt Schäden oder Mängel am Gebäude festgestellt werden, müssen diese in einem Bauschadensgutachten offiziell festgehalten werden, wenn die dafür Verantwortlichen Schadensersatz leisten sollen. Ein Bauschadensgutachten wird von einem Bauschadensgutachter mit entsprechender Qualifikation und Berechtigung erstellt und gilt auch vor Gericht als Beweismittel. Auf www.hausbauberater.de/baurecht-sachverstaendige lesen Sie, welche Bedeutung der Sachverständige als Baugutachter hat.

Synonyme - Bauschadensgutachter, Baugutachten, Gutachten, Gutachter
Bauschuttbeseitigung

Beim Bauen fällt viel Abfall, auch Bauschutt genannt, ab. Die Bauschuttbeseitigung ist Aufgabe des Bauunternehmers. Aus ökologischen und Kostengründen sollten die Abfallmaterialen soweit wie möglich recycelt werden. Bestimmte Abfälle wie z. B. Farb- und Lackreste, Holzschutz- und Lösemittel, PVC-Materialien, asbesthaltige Baustoffe oder Montagekleber und -schäume müssen hingegen als Sondermüll entsorgt werden.

Baustelle

Alle Flächen, auf denen etwas neu gebaut, umgebaut oder abgerissen wird, werden als Baustelle bezeichnet. Zur Baustelle gehören nicht nur die eigentliche Baufläche, sondern auch alle Flächen zur Materiallagerung, Arbeitsflächen, Stellflächen für Sanitär- und Aufenthaltsräume oder Werkstätten sowie alle Fahrwege und Wendeplätze, die direkt zur Baustelle gehören. Der Bauherr ist grundsätzlich für die Sicherheit der Baustelle verantwortlich und haftbar.

Baustellenbegehung

Baustellenbegehungen können stattfinden, um den Fortgang der Bautätigkeit, die Baustellensicherheit oder die Einhaltung der Baurichtlinien zu überprüfen. Bauherren, Bauleiter sowie Vertreter von Behörden oder Institutionen, wie etwa die Berufsgenossenschaft, können eine Baustellenbegehung durchführen. Spätestens zum Ende der Bauausführungsphase erfolgt eine Baustellenbegehung in Form der Bauabnahme durch die Behörde. Erst nach der Abnahme darf die Nutzung des Gebäudes beginnen.

Synonyme - Baustellenbegehungen
Baustoffe

Als Baustoffe werden sowohl organische als auch anorganische Materialien bezeichnet, die zum Bau von Häusern verwendet werden. Organische Baustoffe sind z. B. Holz, Bitumen oder Pflanzenfasern. Als anorganische Baustoffe kommen u. a. Naturstein, Keramik und Beton zum Einsatz. Auch alle Metalle, die im Baubereich verwendet werden, zählen zu den anorganischen Baustoffen. Wichtig ist, die für den jeweiligen Einsatzzweck passenden Baustoffe auszuwählen. Dabei spielen viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle, z. B. die chemischen, physikalischen, optischen und akustischen Eigenschaften. Es wird weiterhin unterschieden zwischen Einkomponenten- und Mehrkomponentenbaustoffen. Letztere sind etwa Mörtel, Stahlbeton, Asphalt usw.

Gut beschrieben werden die unterschiedlichen Baustoffe beim Massivbau auf der Website https://www.massivhaus-massivbau.de/.

Baustrom

Neue Bauvorhaben haben zunächst noch keinen Stromanschluss. Dennoch wird beim Bauen Strom benötigt. Der Bauunternehmer stellt zu diesem Zweck einen Baustromverteiler auf. Dieser sorgt dann während der Bauphase, bis das Gebäude an das Versorgungsnetz angeschlossen ist, für den notwendigen Baustrom. Oft gibt es Streit darüber, wer für die Bereitstellung und Bezahlung des Baustroms verantwortlich ist. Die entsprechenden Regelungen sollten im Bauvertrag getroffen werden.  Es ist ein Irrglaube, dass die Bereitstellung von Baustrom zur Baustelleneinrichtung: Die Übernahme der Kosten für Bereitsstellung und Verbrauch des Baustroms erfolgt in der Regel nur, wenn dies im Bauvertrag/der Baubeschreibung/Leistungsbeschreibung klar definiert ist.

Bauträger

Der Bauträger kann entweder im eigenen Namen oder auch auf fremde Rechnung handeln. Er plant und realisiert Bauvorhaben auf gewerblicher Basis, ohne dafür selbst Bauleistungen zu erbringen. Dafür trägt der Bauträger die Verantwortung für das jeweilige Bauvorhaben und die Verwendung von Vermögenswerten des Erwerbers. Der Bauträger muss deshalb nach der gültigen Makler- und Bauträgerverordnung entsprechende Sicherheiten in Höhe der Vermögenswerte bieten oder alternativ eine entsprechende Versicherung abschließen.

Informatives zum Thema Vertrag mit dem Bauträger finden Sie unter

Bautrockner

Bautrockner arbeiten mit dem Adsorptionsverfahren oder dem Kondensationsverfahren. Adsorptionstrockner eignen sich für geringe Temperaturen, für Kondensationstrockner sollte die Raumtemperatur zwischen 15 und 25° C liegen. Sie arbeiten mit einem Kompressor, der ein Kältemittel verdichtet. Die durch diesen Prozess entstehende Wärme wird am Wärmeteil gespeichert, während das Kältemittel mithilfe eines Expansionsventils in das Kälteteil eingeblasen wird. Der abrupte Energieentzug lässt die eigentliche Kälte entstehen. Die angesaugte Raumluft wird am Kälteteil vorbeigeleitet und kühlt so ab. In einem Auffangbehälter wird die dabei kondensierte Feuchtigkeit gesammelt. Das Wärmeteil sorgt dafür, dass sich die kalte Luft erwärmt. Sie strömt in den Raum und kann wieder mehr Feuchtigkeit aufnehmen.

Lesen Sie auch diesen Text: www.hausbauberater.de/bauwissen/bautrocknung-entfeuchtung-hausbau-wasserschaden.

Bauunterhaltung

Die Aufrechterhaltung der Nutzbarkeit von Gebäuden wird auch als Bauunterhaltung bezeichnet. Bei den für die Bauunterhaltung anfallenden Kosten wird zwischen den reinen Bauausführungskosten, den Instanthaltungskosten und den Versorgungskosten unterschieden. Die Bauunterhaltung während der Bauausführung umfasst die Investitionskosten zu Errichtung eines Gebäudes. Die Bauunterhaltung zur Instanthaltung beinhaltet Wartung, Reparatur und Erneuerung bestimmter Bauteile, während Strom-, Wasser- und Heizungskosten zu den Versorgungskosten gehören.

Bauvorlagen

Als Bauvorlagen bezeichnet man alle Unterlagen, die zusammen mit dem Bauantrag bei der zuständigen Behörde einzureichen sind. Nur wenn diese Unterlagen vollständig und ordnungsgemäß erstellt sind, wird der Bauantrag genehmigt werden. Zu den Bauvorlagen zählen beispielsweise die Baubeschreibung, die Grundrisse, Angaben zur Standsicherheit des Gebäudes sowie zum Schall- und Wärmeschutz und die Darstellung der Grundstücksentwässerung.

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