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Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Abnahmeprotokoll

Mit einem Abnahmeprotokoll wird die Übergabe eines fertigen Bauwerks schriftlich festgelegt. Durch das Unterzeichnen eines Abnahmeprotokolls übernimmt der Käufer/ Bauherr die Haftung und die erbrachten Leistungen für das Bauobjekt. Außerdem ist der Zeitpunkt der Abnahme auch der Beginn der vereinbarten Gewährleistungsfrist. Eine schriftliche Anfertigung eines Abnahmeprotokolls ist zwar nicht verpflichtend, aber durchaus empfehlenswert. Es gibt bestimmte Punkte, die in einem Aufnahmeprotokoll enthalten sein sollen wie z.B. Angaben zum Datum, Ort und die Namen der Beteiligten. Des Weiteren sollte ggf. auch eine genaue Mängelliste angefertigt werden, wobei auch die eventuellen Fristen für deren Behebung gesetzt werden sollte. Im Falle, dass die Abnahme seitens des Käufers/ Bauherrn verweigert wird, sollte die Begründung schriftlich festgehalten werden. Wie bei jedem schriftlichen Vertrag dürfen auch bei dem Abnahmeprotokoll die Unterschriften der Beteiligten nicht fehlen. Zu berücksichtigen ist, dass mit dem Zeitpunkt der Abnahme beziehungsweise infolgedessen mit der fristgerechten Behebung der Mängel die Zahlungen an den Bauträger beziehungsweise dem Bauunternehmen fällig sind. Bei den bestehenden Mängeln besteht die Möglichkeit, eine Minderung der Zahlung zu verhandeln. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass zwischen wesentlichen und unwesentlichen Mängeln unterschieden werden muss. Es wird anhand der Gebrauchsfähigkeit beziehungsweise anhand der Größe eines Brauprojekts entschieden, welche Mängel im Rahmen der Abnahme akzeptiert werden.

Ein Abnahmeprotokoll kann auch von einen Baugutachter, Sachverständigen oder Architekten, nach einer gründlichen Bewertung des Zustands eines Hauses oder einer  Wohnung erstellt werden. Dabei kann auch der Zustand des elektrischen Systems, der Rohrleitungen, des Daches und dergleichen begutachtet werden. Für Bauherrn kann ein solches Abnahmeprotokoll von entscheidender Bedeutung sein.

Da ein Gutachter nur eine Sichtprüfung durchführt, enthält der Bericht nur Informationen darüber, was der Gutachter sehen konnte. Es lohnt sich also, wenn der Gutachter auch bei den Teilabnahmen der Bauabschitte zugegen ist.

Ebenso wird ein Abnahmeprotokoll zwischen einem Vermieter und einem Mieter erstellt, dass den Zustand einer zu vermieteten Wohnung dokumentiert, bevor der Mieter einziehen kann.

 

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Synonyme - Übergabeprotokoll
Abnahmetermin

Zu Beginn eines Bauauftrages wird im Rahmen eines Bauvertrages ein Abnahmetermin festgelegt. Dies ist der Zeitpunkt der Übergabe des Bauobjektes vom Bauunternehmen beziehungsweise Bauträger an den Bauherrn oder Käufer. Mit dem Zeitpunkt des Abnahmetermins beginnt auch die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungsfrist. Mit dem Abnahmetermin wird empfohlen ein schriftliches Abnahmeprotokoll zu unterschreiben, sowie auch eventuelle Mängel zu dokumentieren sowie die Fristen für deren Behebung festzulegen.

Der Abnahmetermin wird mit der im Bauvertrag vereinbarten Ausführungsfrist festgelegt, kann aber auch unter bestimmten Bedingungen auch davor erfolgen.

Zugriffe - 8303
Synonyme - Übergabetermin
Absorber

Ein Absorber wird auch als Solarabsorber bezeichnet und ist das wichtigste Bauteil einer Solaranlage. Durch den Absorber wird die Sonnenwärme in nutzbare Wärmeenergie umgewandelt. Dies geschieht dadurch, dass die Sonnenenergie auf die Solarflüssigkeit trifft. Dabei wird dieses durch schlangenförmige Rohre auf der Oberfläche des Absorbers geleitet. Materialien, die zur Herstellung von Absorbern herangezogen werden gehören in den meisten Fällen Aluminium, Kupfer oder Edelstahl. Die Beschichtung eines Absorbers gewährleistet, dass die Absorption hoch und die Emission im Solarkreislauf niedrig bleiben. Dadurch wird die Wärme über die Solarflüssigkeit, die durch den Solarkreislauf fließt zum Speicher gebracht.

Bei den Absorbern wird zwischen Flächenabsorbern, die auch als Flächenkollektoren bekannt sind, und Röhrenabsorbern, also Röhrenkollektoren beziehungsweise Vakuumröhrenkollektoren, unterschieden.
Außerdem gibt es auch Luft-, Schwimmbad- oder Hybridabsorber, die neben Wärme auch Strom zur gleichen Zeit gewinnen können.

Eine charakteristische Farbe der Absorber, die in der Solartechnik verwendet werden, ist Schwarz, Die Farbe Schwarz wird bevorzugt, weil die Absorption der Sonnenenergie deutlich höher als bei hellen Farben ist.

Entscheidend ist für eine optimale Funktionalität eines Absorbers, dass Verluste bei der Wärmeleitung vermieden werden. Deshalb muss die Emission gering gehalten werden, denn diese kann vor allem durch heiße Luft in der Nähe des Absorbers oder durch eine schlechte Abdichtung erhöht werden.

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Synonyme - Solarabsorber
Absorption

Absorption bedeutet wie viel Licht, Hitze oder Wärme ein bestimmtes Material abstrahlen bzw. absorbieren kann. Einige Baumaterialien absorbieren und speichern beispielsweise die Sonnenwärme besonders gut. Diese Materialien sind normalerweise schwer und dicht und daher hoch in der sogenannten thermischen Masse. Typische Baumaterialien, die zur Nutzung von thermischer Masse genutzt werden können sind Beton, Stein oder Mauerwerk sowie Baumaterialien, die üblicherweise in Fußböden oder Wänden verwendet werden.

Bei richtiger Anwendung von sogenannten Absorptionsmaterialien und einer externen Isolierung, kann die gewonnene Wärmemasse dazu beitragen, die Temperaturen in einem Haus das ganze Jahr über angenehm zu halten. Das Prinzip der thermischen Masse beruht auf der Absorption der Sonnenwärme tagsüber und der Abgabe der Wärmemasse als Wärmeenergie in der Nacht.

Unterschiedliche thermische Massenmaterialien absorbieren unterschiedliche Wärmemengen und benötigen länger oder kürzer, um sie zu absorbieren und wieder abzustrahlen. Beispielsweise hat eine Mauer eine höhere thermische Masse als eine Hohlwand in einem Fachwerk, sodass sie mehr Wärme absorbiert als eine Fachwerkwand mit derselben Dicke.

Ideale Materialien, um Absorption effizient zu nutzen sind:

  • dicht und schwer, sodass sie erhebliche Wärmemengen aufnehmen und speichern können. Leichte Materialien wie Holz absorbieren weniger Wärme.
  • ein einigermaßen guter Wärmeleiter, den Wärme muss ein- und ausströmen können
  • haben eine dunkle Oberfläche, eine strukturierte Oberfläche oder beides. Das hilft dabei, Wärme zu absorbieren und wieder abzustrahlen.

 

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Absorptionsgrad

Die Umwandlung von Strahlung in Wärme wird als Absorption bezeichnet. Sie tritt beispielsweise auf, wenn die Strahlen von der Sonne auf eine Oberfläche treffen. Der Absorptionsgrad dient als Maßeinheit für die Stärke der Absorption. Der Absorptionsgrad ist deutlich höher, wenn dunkle Oberflächen zur Absorption verwendet werden.

Die Nutzung erneuerbarer Energien wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Daher sollten beim Hausbau die verschiedenen Möglichkeiten zur Nutzung der wertvollen Absorption mit dem effektivsten Absorptionsgrad berücksichtigt werden. Eine geeignete Methode, um Absorption leicht zu nutzen, ist die Nutzung der Sonnenstrahlen.

Viele Unternehmen haben moderne und innovative Solarsysteme entwickelt. Energieeffiziente Solarsysteme können bis zu 1/3 der Sonneneinstrahlung in nutzbare Betriebsenergie für einen Haushalt umwandeln. Diese Energie kann zum Beispiel für das Heizen, der Warmwasseraufbereitung oder zur Unterstützung der Stromversorgung genutzt werden.

Je höher der Absorptionsgrad, desto höher der Wirkungsgrad und umso mehr Energie kann freigesetzt werden. Durch ein modernes Solarsystem und der richtigen Speicheranlage kann eine Familie sich komplett autark mit Energie versorgen.

 

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Absorptionshygrometer

Hygrometer sind Messinstrumente, die die relative Feuchtigkeit (rF) in der Luft messen. Eine Variante davon ist das Absorptionshygrometer. Grundsätzlich unterschieden sie sich in analoge und elektronische Absorptionshygrometer.

Analoge Absorptionshygrometer

Die analoge beziehungsweise mechanische Variante enthält ein Material, welches Wasser anzieht. Die Eigenschaften dieses Materials ändern sich durch die Aufnahme der Feuchtigkeit. Zu den bekanntesten Absorptionshygrometer gehört das Haarhygrometer. Das darin befindliche hygroskopische Material ist meistens menschliches Haar oder eine Synthetikfaser. Bei älteren Modellen kamen zudem Haare von Tieren wie Schafen oder Pferden zum Einsatz. Je höher der Wert der Feuchtigkeit in der Luft, desto mehr dehnt sich das Haar aus.

Dieser Wert wird in relativer Luftfeuchte (rF) angegeben. Komplett trockene Luft hat einen Wert von 0 % rF und gesättigte Luft einen Wert von 100 % rF. Das Haar dehnt sich zwischen dem Minimum und dem Maximum 2,5 % aus. Ein traditionelles Wetterhäuschen ist prinzipiell solch ein Haarhygrometer. Eine weitere Möglichkeit zur Anwendung besteht bei Materialien, die in Wasser eingelagert sind. Hierbei wird mit einem Absorbtionshygrometer die Zunahme des Gewichtes gemessen ist eine weitere.

  • Vorteile
    Sehr genaue Messung möglich
    Kostengünstig in der Anschaffung

  • Nachteile
    Weniger für den mobilen Einsatz ausgelegt, da Erschütterungen beim Transport die Kalibrierung beeinflussen und das Messergebnis verfälschen können.

Elektronische Absorptionshygrometer

Die modernen elektronischen Absorptionshygrometer dagegen sind mit Sensoren ausgestattet. Durch die Feuchtigkeit in der Luft oder dem Material ändern sich die elektrischen Eigenschaften des Messfühlers die zur Berechnung der relativen Feuchte führt. Es gibt zwei verschiedene Typen - kapazitiven Sensoren und Impedanzsensoren.

Kapazitive Sensoren haben eine schwach oder nicht leitende, aber wasseranziehende Substanz, wie zum Beispiel Kunststoff-Polymere oder keramische Werkstoffe zwischen den zwei Elektroden eines Kondensators. Diese Substanz absorbiert nun die Feuchtigkeit und folglich ändert sich die elektrische Kapazität des Sensors. Durch diesen Umstand wird die Luftfeuchtigkeit messbar.

Impedanzsensoren oder resistive Hygrometer nutzen eine wasseranziehende Schicht zwischen zwei Elektroden mit Gleichstrom. Dafür werden zum Beispiel Aluminiumoxid oder ebenso wasseranziehende Kunststoff-Polymere verwendet. Durch die Aufnahme der Feuchte ändert sich nun Ohm’sche Widerstand. Die Veränderung ist messbar und lässt sich in relativer Luftfeuchte wiedergeben. Darüber hinaus gibt es Impedanzsensoren, die zur Bestimmung des Wechselstromwiderstandes genutzt werden. Sie messen sowohl die Änderung des Ohm’schen Widerstandes eines schwach leitenden wasseranziehenden Materials, als auch seine Eigenschaften betreffend der Kapazitivität und der Induktion.

  • Vorteile
    Mobiler Einsatz sehr gut möglich
    Anwenderfreundlich

  • Nachteile
    Kostenintensiver als die mechanische Variante

 

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Synonyme - Feuchtigkeitsmessgerät
Abstandsfläche

In Vorbereitung und Planung für den Bau von Gebäuden auf einem Grundstück, muss der Bauherr eine Reihe von Faktoren berücksichtigen, die mit baurechtlichen Abstandsflächen zusammenhängen. Einer dieser Faktoren ist die Einhaltung der Abstandsflächenregelung. Jedes Bundesland hat ihr eigenes Abstandsflächenrecht, welches in der Bauordnung des entsprechenden Bundeslandes verankert ist. Für den Neubau von Gebäude müssen diese gemäß den gesetzlichen Bauregelungen eingehalten und erfüllt werden. Die Abstandsflächenregelung dient hauptsächlich dem Brandschutz und soll das Überspringen eines Brandes verhindern. Per Definition wird der Brandabstand von der Grundstücksgrenze zum Gebäude gemessen oder zu einer imaginären Linie zwischen zwei Gebäuden. Der Abstand ist typischerweise nur dann von Belang, wenn er von der gegenüberliegenden Wand von frei stehenden Gebäuden und Nebengebäuden gemessen wird.

Bestimmungen, die den Bau von Außenwänden in der Nähe von Grundstücksgrenzen regeln, sind seit langem wirksam und verhindern die Ausbreitung des Feuers von einem Gebäude auf einem Grundstück zu einem Gebäude auf einem anderen. Idealerweise sollte in Wohngebieten eine Abstandsfläche von grundsätzlich einer vollen Wandhöhe zum Nachbargrundstück freigehalten werden. Der einzuhaltende Mindestabstand zum Nachbargrundstück muss jedoch in beiden Fällen mindestens 3 m betragen.

Der Schutz kann erreicht werden, indem ein freier Raum zwischen den benachbarten Gebäuden geschaffen wird und die Grundstücksgrenze frei bleibt. Ebenso sollte beim Hausbau die Verwendung von feuerfesten Materialien berücksichtigt werden. Neben dem Brandschutz dienen Abstandflächen für eine ausreichende Belüftung und Belichtung zu den Nachbargrundstücken.

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Synonyme - Abstände,Abstandsflächenrecht,Abstandsflächenregelung,Brandabstand
Abstandsflächenbaulast

In den jeweiligen Landesbauordnungen ist vorgesehen, dass zu den Außenwänden von fremden Gebäuden beim Hausbau sogenannte Abstansflächen einzuhalten sind.

Unter dem Begriff der Abstandsflächenbaulast versteht der Gesetzgeber die Verpflichtung des Eigentümers eines Gebäudes, bestimmte Flächen auf seinem Grundstück nicht zu bebauen, damit der Nachbar seine Abstandsflächen einhalten kann. Auf dem Nachbargrundstück wird dafür eine sogenannten Baulast eingetragen. In der Rechtssprache ist dann vom herrschenden und dienenden Grundstück die Rede, wobei das Grundstück mit der eingetragenen Baulast die Bezeichnung dienend erhält. Dieses Grundstück wird durch die Eintragung der Abstandsflächenbaulast im Wert gemindert, da die Baulast seine Nutzbarkeit beeinträchtigt.

Die einzelnen Bundesländer haben keine einheitliche Regelung gefunden und tragen die Baulasten unterschiedlich ein. Einige Bundesländer haben dazu ein sogenanntes Baulastenverzeichnis eingeführt, andere wiederum lassen die Baulast im Grundbuch eintragen. Wer plant, ein Haus zu kaufen, sollte sich auf jeden Fall vorher über die bestehenden Baulasten informieren, da sie unter Umständen wertbeeinflussend sind.

Das Einhalten von Abstandsflächen ist beispielsweise aus Gründen des Brandschutzes, aber auch dem Lärmschutz, notwendig und sinnvoll. Auch Belichtung und Belüftung sind Kritieren dafür. Für die Beantraung einer Abstandsflächenbaulast muss die entsprechende Bauaufsichtsbehörde beim zuständigen Bauamt aufgesucht werden. An Dokumenten werden in der Regel der Lageplan des Grundstücks, der Grundbuchauszug und ein Katasterauszug benötigt. Abstandflächenbaulasten können auch wieder gelöscht werden. Hierfür ist ebenfalls ein Antrag notwendig, der mit dem öffentlichen Interesse begründet sein muss.

 

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Absteckung

Als Absteckung bezeichnet man die Übertragung und Kennzeichnung von Abmessungen und geometrischen Punkten eines geplanten Bauwerks von einem (Lage)plan auf ein Grundstück. Die Durchführung erfolgt durch einen Vermessungsingenieur oder einen Bauleiter. Die Markierungen erfolgen mit Farbe, Messmarken, Nägeln oder Pflöcken. Zur Markierung der Bauwerkskanten wird häufig ein Schnurgerüst verwendet.

Grundlage der Absteckung

Die Grundlage einer Absteckung auf dem Baugrundstück sind die Grundrisse des Gebäudes sowie dessen geplante Lage auf dem Grundstück. Häufig wird bereits vor der Planierung, bzw. dem Baugrubenaushub, eine Grobabsteckung vorgenommen, die im Anschluss an die Bauvorbereitung mit einer Feinabsteckung präzisiert wird. Damit die Absteckung über den erforderlichen Zeitraum verfügbar ist, werden die Markierungselemente gesichert.

Übliche Absteckverfahren

In der Praxis werden verschieden Arten der Absteckung eingesetzt:

  • Beim orthogenalen Abstecken (Orthogenalverfahren) werden die Absteckungspunkte über lokale Koordinaten und einen rechten Winkel unter Verwendung einer Messlinie gesetzt.
  • Das polare Abstecken erfolgt über lokale Polarkoordinaten, die mit einem elektronischen Tachymeter ausgerichtet werden. Moderne Geräte verfügen über Speicher und integrierte Rechenprogramme, die eine freie Standortwahl ermöglichen.
  • DGPS (differentieller Globales Positionierungssystem) ist die Absteckung per GPS-Daten. Dieses Absteckungsverfahren ist sehr genau und kann bei der Verwendung entsprechender Technik mittlerweile auch von einer Person durchgeführt werden. Diese Methode eignet sich besonders gut in unwegsamem Gelände.

Absteckung mit Schnurgerüst

Um die Außenkanten des späteren Hauses genau zu definieren, wird bei Gebäuden ein Schnurgerüst, der sogenannte Schnurbock, eingesetzt. An einem aufgestellten Holzgerüst werden nach dem genauen Einmessen Schnüre befestigt. Dazu werden Latten an den Markierungspunkten gesetzt, an denen die Schnur befestigt ist. Die Markierung erfolgt mit einem Schnurnagel. Bei größeren Gebäuden erfolgen zusätzlich Markierungen der Gebäudeachsen.

Absteckung und Einmessung

Während die Absteckung zum Baubeginn erfolgt und gewährleistet, dass das Gebäude auch an der richtigen Position auf dem Grundstück mit den Abmessungen laut Plan errichtet, bzw. gegründet wird, wird die Einmessung nach der Fertigstellung vorgenommen. Die Einmessung ist gesetzlich vorgeschrieben und muss an das zuständige Katasteramt übermittelt werden.

 

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Abstützung

Wer eine tragende Mauer im Haus entfernen möchte, um zwei Räume zu einem Raum zu vergrößern, der muss die Wand vor dem Entfernen zwingend von der Seite abstützen. Bevor angefangen wird die Mauer zu entfernen, ist es zu empfehlen, einen Statiker zu konsultiert. Dieser klärt, inwieweit die tragende Wand abgestützt werden muss. Je nach Statik kann das durch das Einziehen eines Sturzes geschehen, oder es müssen eventuell eine oder mehrere Säulen stehen bleiben.

Bevor die Mauer entfernt wird, errichtet ein Fachmann die Abstützung für den Mauerabriss. Er stellt sicher, dass die gesamte Last der oberen Stockwerke über die Abstützung in die Erde abgeleitet wird. Die Art der Abstützung gibt der Statiker vor. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Wand sicher abgestützt ist, kann die Arbeit an der Wand beginnen. Die Abstützung bleibt so lange aufgebaut, bis der Durchbruch fertiggestellt ist und die permanenten baulichen Veränderungen abgeschlossen sind. Der Statiker beurteilt abschließend die Tragfähigkeit der neuen Wand, bevor er dem Fachmann erlaubt, die Abstützung wieder zu entfernen.

Wer einen Mauerdurchbruch ohne die fachliche Beurteilung eines Statikers durchführt, riskiert es, dass die Immobilie unbewohnbar wird, da jeder Eingriff in die Statik eines Hauses schwerwiegende Folgen haben kann. Folgende Arten der Abstützung stehen zur Auswahl und werden vom Statiker bzw. der verantwortlichen Baufirma vorgegeben:

  • Ein Sturz reicht aus, wenn ein Fenster oder eine Tür eingebaut werden soll. Das Loch in der Wand also recht klein ist.
  • Stahlträger sind notwendig, wenn das Mauerwerk nicht tragfähig ist und es sich um größere Durchbrüche handelt.

 

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Synonyme - Aussteifen,Aussteifung

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