Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

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Begriff Definition
Außenanlagen

Außenanlagen sind sämtliche Teile eines Grundstücks, die nicht zum Gebäude gehören. Dazu zählen beispielsweise Gartenanlagen, Fahr- und Laufwege, Terrassen, Einfriedungen, Leitungen zur Ver- und Entsorgung (bis zur Grundstücksgrenze) usw. Die Kosten für die Herstellung von Außenanlagen gehören aus steuerrechtlicher Sicht nur teilweise zu den Herstellungskosten. Es sind lediglich diejenigen, die für Einfriedungen, Wegebefestigungen sowie für die Ver- und Entsorgung entstehen.

Außenbereich

Ein Grundstück befindet sich in einem Außenbereich, wenn es sich weder im Bereich eines qualifizierten Bebauungsplans noch innerhalb eines zusammenhängend bebauten Ortsteils befindet. Die Bebauung solcher Außengrundstücke ist nur unter besonderen Bedingungen möglich, da hierfür in der Regel keine Versorgungs- und Entsorgungsleitungen vorhanden sind, und eine Bebauung normalerweise immer im Zusammenhang vorgesehen ist.

Siehe auch "Das öffentliche Baurecht" auf  www.abir.eu unter der Überschrift "So wird im Bauplanungsrecht mit nicht überplanten Gebieten verfahren".

Außentreppe

Als Außentreppe wird eine Treppe bezeichnet, die sich außerhalb des Gebäudes befindet. Sie kann dazu dienen, über oder unter dem Bodenniveau liegende Etagen miteinander zu verbinden. Treppenaufgänge zur Haustür, Kellertreppen, aber auch Treppen innerhalb des Gartens fallen unter die Rubrik Außentreppe. Daneben gibt es Außentreppen, die als Brandschutz dienen. Sie befinden sich vor allem an hohen Gebäuden als zusätzlicher Fluchtweg (Feuertreppen).

Außenwand

Die Außenwand schützt das Gebäude vor Umwelteinflüssen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um eine Außenwand zu gestalten. Zu ihnen zählt man unter anderem Wärmedämmverbundsysteme sowie die einschalige und die zweischalige Außenwand. Zudem kann die Außenwand verschieden verkleidet werden, z. B. durch Klinker oder Putz.

Ausfalltage

Im Baugewerbe gibt es im Winter immer wieder Ausfalltage wegen Schlechtwetter, an denen die Arbeiten auf der Baustelle ruhen müssen. Die Beschäftigten erhalten in dieser Zeit seit 2006 das sogenannte Saison-Kurzarbeitergehalt, das in vorangegangenen Jahren zunächst Schlechtwetter- und später Winterausfallgeld hieß. Diese Lohnersatzleistung wird im Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 31. März gezahlt. Für den Bauherrn kann sich der Übergabetermin des fertiggestellten Hauses aufgrund witterungsbedingter Ausfalltage verschieben. In vielen Notarverträgen mit dem Bauträger wird dies schriftlich festgehalten.

Synonyme - Schlechtwetter
Ausgleichsfeuchte

Die Ausgleichsfeuchte wird auch als Bilanzfeuchte, Gleichgewichtsfeuchte oder praktischer Feuchtegehalt bezeichnet. Der Begriff beschreibt  den Feuchtigkeitsgehalt von Stoffen, den sie angesichts der vorherrschenden Umgebungsfeuchte und Temperatur ohne weitere Einflüsse annehmen. Da ein Stoff dann keine Feuchte mehr abgibt, wird er in diesem Zustand als trocken bezeichnet; weitere übliche Bezeichnungen sind ‚lufttrocken‘ oder ‚Haushaltsfeuchte‘. Die Ausgleichsfeuchte wird bezogen auf Masse, Volumen oder prozentual angegeben.

Die DIN 4108-4 2017-03 - Teil 4: Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte zeigt die Bemessungswerte für Baustoffe auf, die für die Berechnung des Wärmeschutzes und der Energieeinsparung von Gebäuden verwendet werden. Sie führt zu diesem Zweck die gebräuchlichen Bauteile und Stoffe auf, die werkmäßig hergestellt werden.

Synonyme - Bilanzfeuchte, Gleichgewichtsfeuchte, praktischer Feuchtegehalt
Aushub

Erd- und Gesteinsmassen, die beim Ausheben einer Baugrube, einer Straße  oder eines Kanalschachts anfallen, werden als Aushub bezeichnet. In der Regel verbleibt der Mutterboden auf dem Baugelände und wird zur späteren Gartenanlage genutzt, während das restliche Erd- und Gesteinsmaterial abgefahren wird. Zur Verfüllung der Baugrube wird nur humusfreier Boden ohne Steine oder Schutt verwendet.

Ausschreibung

Im Rahmen einer Ausschreibung werden Bauhandwerker oder Baufirmen durch den Bauherrn oder seinen Architekten dazu aufgefordert, verbindliche Angebote für bestimmte Bauleistungen abzugeben. Grundlage dafür sind die Leistungsverzeichnisse. Die Ausschreibung verfolgt das Ziel, verbindliche Bauverträge abzuschließen. Dafür müssen in der Ausschreibung die genauen Bedingungen zur Vergabe aufgeführt werden.

Ausschreibung

Die Ausschreibung erfolgt in Leistungsverzeichnissen, bevor Bauaufträge vergeben werden. Beim Bau von privat genutzten Immobilien erfolgt die Ausschreibung indirekt, indem sich der Bauherr oder die Bauherrin verschiedene Kostenvoranschläge ausstellen lässt und dann den gewünschten Dienstleister auswählt. Öffentliche Institutionen müssen das Ausschreibungsverfahren gem. VOB formalisiert abwickeln.

Austrocknung von Mauerwerk

Die Austrocknung von Mauerwerk wird in der Bautechnik auch als Mauertrockenlegung bezeichnet. Dabei kann dieser Vorgang auf verschiedene Art und Weise erfolgen. So differenziert man zwischen einer künstlichen Austrocknung mithilfe chemischer Stoffe, die fein vernebelt werden, und einer Austrocknung durch verschiedene technische Lüftungs- und Trocknungsarten.

Weitere Informationen finden Sie auf www.hausbauberater.de/bautrocknung

Synonyme - Bautrocknung

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