Einmessung

BegriffDefinition
Einmessung

Einmessungen von Grundstücken und Gebäuden dienen dazu, das Liegenschaftskataster aktuell zu halten. Diese Angaben werden als Datengrundlage für privaten Rechtsverkehr, Wirtschaft, Verwaltung, Planung und Navigationssysteme benötigt. Auch Polizei und Feuerwehr sind auf korrekte Daten des Liegenschaftskataster angewiesen. Es muss daher aktuelle Daten bezüglich Flurstücke und Gebäuden aufweisen.

Einmessungen müssen erfolgen bei:

  • Gebäuden, die mehr als 12 m² Grundfläche besitzen
  • An- und Umbauten, die eine Grundrissänderung zur Folge haben
  • Windkraftanlagen mit über 10 m Gesamthöhe
  • Ortsfeste, oberirdische Anlagen für das Fernmeldewesen oder die öffentliche Versorgung mit mehr als 100 m³ Rauminhalt
  • Sonstige ortsfeste, oberirdische Anlagen mit mehr als 100 m³ Rauminhalt und mehr als 6 m Gesamthöhe

Einmessungen müssen nicht erfolgen bei:

  • Vor 1975 errichteten Gebäuden
  • Einzel oder Doppel-Carports, außer sie eignen sich in Verbindung mit anderen Anbauten als Stellfläche für mehr als 2 Kraftfahrzeuge
  • Gartenlauben mit einer Gesamtfläche von weniger als 24 m²
  • Windkraftanlagen, die vor dem 12.06.2009 errichtet wurden

Einmessungen werden von den öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieuren ausgeführt. Diese sollten damit vom Bauherrn beauftragt werden, sobald das Gebäude fertiggestellt ist. Sollte dieses nicht geschehen und das Katasteramt schickt eine Aufforderung zum Einmessen, dann können Extrakosten für die Bauherren entstehen. Die gesetzliche Grundlage ist das Vermessungs- und Katastergesetz. Darin ist geregelt, dass der aktuelle Eigentümer, der die Aufforderung zum Einmessen bekommt, die Kosten tragen muss. Diese Kosten richten sich nach den Herstellungskosten des Gebäudes und sind in der jeweiligen Landesverordnung festgelegt.

 

Synonyme: einmessen

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