Heizkosten

BegriffDefinition
Heizkosten

Zu den Heizkosten gehören die laufenden Kosten für die Beheizung eines Hauses, einer Wohnung oder einer sonstigen Immobilie. Außerdem die Betriebskosten der Warmwasserversorgungsanlage bei einer zentralen Heizanlage. Gemäß der Heizkostenverordnung hat der Gesetzgeber festgelegt, welche Kosten zu den umlegbaren Betriebskosten fallen dürfen. Der Vermieter hat sich an diese zu halten, anderweitige Einträge in Mietverträgen haben keine Gültigkeit. Die einzige Ausnahme ist eine Wohnung, die mit einer eigenen Heizungs- und Warmwasseranlage ausgestattet ist.

Im Jahr 2019 lagen die durchschnittlichen Heizkosten bei einer 70 qm großen Vergleichswohnung bei 700 €. Dabei ist zu beachten, dass der Schnitt in einem energetisch gut sanierten Haus nur bei 470 € lag, während es in energetisch schlechteren Häusern statistisch betrachtet auch bis zu 980 € an Heizkosten sein können. Über einen Link zum Mieterbund können Verbraucher mit geringem Aufwand prüfen, wie die eigenen Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten liegen: www.Heizspiegel.de

Zu den Heizkosten gehört auch der Heizenergieverbrauch, der ebenfalls in der Heizkostenabrechnung aufgeführt ist. Bei jährlich etwa 18 Millionen verschickter Heizkostenabrechnungen sind jedoch nach einer Erhebung der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. mehr als 1/3 eindeutig fehlerhaft. Die häufigsten Fehler liegen dabei in der Berechnung des Brennstoffverbrauchs. Diese werden durch die Heizkostenverteiler an den Heizkörpern oder dem Wärmemengenzähler für Wohnungen abgelesen.

Laut Mietvertrag sind die Heizkosten in der Regel so zusammengesetzt:

  • 50 bis 70 % der Heizkosten entfallen auf den Verbrauch,
  • der Rest wird über den Verteilerschlüssel nach Quadratmetern abgerechnet.

Die Energiebezugskosten geben an, wie hoch die durchschnittlichen Energiekosten liegen. Beim Heizen mit Erdgas lagen diese bei 5,9 Cent pro kWh, beim Heizöl bei 6,8 Cent pro kWh, bei der Fernwärme bei 8,9 Cent pro kWh und beim Wärmepumpen-Strom bei 21,3 Cent pro kWh. Neben der Entwicklung der Energiepreise ist aber der Sanierungsbestand eines Hauses der wesentliche Faktor für die Höhe der Heizkosten.

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