Begriff Definition
Duodach

Das Duodach ist eine spezielle Variante des Flachdachs, die vor allem zur Aufwertung des Wärmeschutzes älterer Dachkonstruktionen verwendet wird (Plusdach). Beim Duodach sind zwei Konstruktionen kombiniert: Das nichtbelüftete einschalige Dach als Warmdach und das Umkehrdach.

Sonderbauweise für Flachdächer: Das Duodach

Im Duodach sind die guten Eigenschaften von Warmdach und Umkehrdach kombiniert und ergänzen sich gegenseitig. Die Dichtung liegt – wie beim Umkehrdach – im warmen Bereich unter der Wärmedämmung. Eine zusätzliche Dämmebene schützt die Abdichtung vor mechanischen Beschädigungen von unten. Damit bleibt auch bei einer Durchfeuchtung der oberen Wärmedämmung die Dämmung erhalten.

  • Das Warmdach
    Wärmdächer sind unbelüftete Dächer, bei denen die Dachhaut direkt auf der Dämmschicht liegt. Dies bedeutet, dass zwischen Dachunterkonstruktion und Dachhaut keine Belüftung vorgesehen ist. Trotz der guten Dämmwirkung gibt es ein Risiko: Dringt Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion ein, verliert das Dach seine Dämmwirkung.

  • Das Umkehrdach
    Das Umkehrdach verfügt über eine Belüftungsebene zwischen Dachhaut und Wärmedämmung, bzw. ist die Dämmebene nicht komplett abgedichtet. Als vorteilhaft erweist sich hier, dass die Abdichtung durch die (wasserundurchlässigen) Dämmplatten vor der Witterung und mechanischen Beschädigungen geschützt ist.

Regelschichtaufbau beim Duodach (von außen nach innen)

  • Kiesschüttung
  • Diffusionsoffenes Filtervlies
  • Dämmplatten (zum Beispiel XPS) mit Stufenfalz
  • Dampfsperre zur Abdichtung
  • PS-Hartschaumplatten
  • Tragkonstruktion des Daches, idealerweise als Stahlbetonplatte)

Wann kommt das Duodach zur Anwendung?

Das Duodach eignet sich zur Sanierung von Flachdächern, insbesondere dann, wenn die ursprüngliche Dachkonstruktion zwar noch intakt, aber hinsichtlich des Wärmeschutzes nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Auch bei schadhaften Konstruktionen kann mit Hilfe eines Duodachs eine wirkungsvolle und einfache Sanierungsvariante umgesetzt werden. In diesen Fällen wird in der Regel vom Plusdach gesprochen.

Neue Duodächer werden nur selten ausgeführt, da die Ausführung im Vergleich zu den Gewinnen als zu teuer gilt.

 

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Synonyme - Plusdach
Durchfeuchtungsgrad

Der Durchfeuchtungsgrad ist das Verhältnis des Feuchtegehalts zur maximalen Fähigkeit der Wasseraufnahme eines Baustoffs. Er wird jeweils in Massenprozent gemäß DIN 1310 als DFGges dargestellt. Er hängt von der Größe, Form und Anzahl der Materialporen ab.

Strukturelle Feuchtigkeit ist das Vorhandensein unerwünschter Feuchtigkeit in der Struktur eines Gebäudes, entweder das Eindringen von außen oder die Kondensation innerhalb von Strukturen. Ein hoher Anteil an Feuchtigkeitsproblemen in Gebäuden wird durch Kondensation, Eindringen von Regen oder aufsteigende Feuchtigkeit verursacht.

Feuchtigkeit neigt dazu, einem Gebäude sekundären Schaden zuzufügen. Die unerwünschte Feuchtigkeit ermöglicht das Wachstum verschiedener Pilze im Holz, die Fäulnis oder Schimmel verursachen. Diese Mikroben, die anschließend Sporen, Zellen und andere organische Verbindungen, werden in die Raumluft abgeben und können später zu gesundheitlichen Problemen führen.

Die Messung der Feuchtigkeit in Baumaterialien ist seit vielen Jahren für Bauprofis von Bedeutung, um sie bei der Diagnose von Art und Ursache von Baumängeln zu unterstützen. Ebenso haben Bauforscher eine umfangreiche Auswahl von Messansätzen entwickelt, um detailliertere Untersuchungen der grundlegenden physikalischen Prozesse zu ermöglichen, die dem Feuchtigkeitstransport zugrunde liegen.

Jedes Material hat einen unterschiedlichen Durchfeuchtungsgrad. Holz beispielsweise weist einen Feuchtigkeitsgehalt von 40- 200 % auf, wenn es frisch gesägt wird. Später, bei der Verarbeitung oder Einsatz ist der Feuchtigkeitsgehalt zwischen 8- 25 Gewichtsprozent, abhängig von der Luftfeuchtigkeit.

 

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Durchgangsmaß

In der Baubranche wird bei Türen von einem lichten Durchgangsmaß gesprochen. Damit ist diejenige Höhe und Breite gemeint, die zum Passieren der Tür tatsächlich zur Verfügung steht. Eine Tür, die in den Raum hinein oder aus ihm heraus öffnet, sollte sich offen und passierbar anfühlen. Die Standardempfehlungen für das Durchgangsmaß gelten für alle Türen gleichermaßen und sind in der Bauvorschriften DIN 18100 bis 18202 Teil 1 bis Teil 5 festgelegt. Für eine Standardtüröffnung gelten z.B. folgende Maße:

  • Breite von: 625 mm bis 1271 mm
  • Höhe von: 1875 mm bis 2320 mm

Genauso gelten bestimmte Standardmasse für Doppeltüren.

Um eine Tür in eine Wand zusetzen, muss ein Wandloch der aus der bestehenden Wand herausgeschnitten werden. Die Wandlochbreite entspricht der Türbreite plus der erforderlichen der Seitentoleranzwerte. Die Wandlochhöhe entspricht der Türhöhe plus dem Wert für die obere Toleranz.

Ein anderer Aspekt, der beim Türeinbau berücksichtigt werden sollten, sind die Platzierung von Möbeln. Die Menschen möchten sich nicht gezwungen fühlen, sich durch eine kleine Öffnung in der Wand zu bewegen, sodass die Platzierung von Möbeln auf beiden Seiten zu einer Gestaltungsherausforderung werden kann. Die richtige Wahl der Türplatzierung kann mehr Komfort und Privatsphäre bieten und die Ästhetik verbessern.

Jeder Raum hat natürliche Laufwege, sie beginnen oder enden immer an einer Tür. Innenarchitekten empfehlen für die Tür einen Freiraum von mindestens einem Meter zum Schwingen zu lassen, bevor Möbel platziert werden. Umso größer der Freiraum um eine Tür, desto besser für die Einrichtungsmöglichkeiten. Dadurch wird das Gefühl von beengten Platzverhältnissen verringert.

 

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