Begriff Definition
Dachentwässerung

Der Begriff Dachentwässerung beinhaltet alle verschiedenen Möglichkeiten zur Entwässerung eines Daches. Kurz gesagt, mit baulichen Methoden, mit denen Wasser von einem Dach abfließenden kann.

Das Dach stellt sicher, dass äußere Elemente und Unwetter das Innere eines Hauses nicht beschädigen. Während die Dachstruktur sehr robust ist und viel verträgt, muss das Wasser bei Regen oder sogar Schnee irgendwo vom Dach abfließen können. Wenn Feuchtigkeit auf dem Dach verbleibt, kann das zu Schäden wie Dachlecks oder Schimmelbildung führen. Um das zu verhindern, ist eine Investition in eine Dachentwässerung eine gute Idee.

Ein Dachentwässerungssystem ist ein System, das auf dem Dach installiert wird, um Wasser und Schmutz vom Dach abzuleiten. Das Entwässerungssystem beginnt an der Dachlinie und dann wird das Wasser letztendlich zum Boden geleitet. Komponenten, die für ein Dachentwässerungssystem benötigt werden, sind ein Dachrinnensystem und ein oder mehrere Fallrohre. Wenn diese beiden Komponenten zusammenarbeiten, kann Wasser leicht vom Dach ablaufen.

Ein Dachrinnensystem ist eine Komponente eines Dachentwässerungssystems, welches Wasser, Zweigen, Blättern und anderen Ablagerungen ermöglicht, sich zu sammeln und durch ein Fallrohr auf den Boden zu fließen. Das Wasser vom Dach tropft in das Rinnensystem, ein langes Stück Material oder Plastik, das am Rand der Dachlinie installiert wird. Das Wasser fließt dann durch die Rinne und gelangt zum Fallrohr, wo es dann vom Boden oder eine Sammelstation aufgenommen wird. Eine Dachrinne hilft nicht nur dabei, Wasser von einem Dach zu sammeln, sondern schützt auch den Boden vor Bodenerosion und das Fundament eines Hauses vor Rissen.

 

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Dacherker

Ein Dacherker hat viele unterschiedliche Namen, wie Zwerchhaus, Zwerchgiebel oder Lukarne und wird oft mit einer Dachgaube verwechselt. Ein Dacherker ist ein dreiseitiges Dach, das gegen eine vertikale Wand eines Gebäudes gerahmt ist und sich normalerweise quer zum Hauptdach befindet. Zwerch bedeutet quer, daher auch der Name Zwerchhaus oder Zwerchgiebel. Ein Zwerchhaus schließt immer mit der Hauswand ab und kann sogar mehrgeschossig sein, damit mehr Wohnraum geschaffen werden kann. Ist die Firsthöhe des Zwerchhausdaches jedoch auf gleicher Höhe wie des Hauptdaches, dann wird aus dem Dacherker ein Kreuzdach.

Eine Dachgaube sitzt normalerweise hinter der Außenwand auf den Dachsparren. Zwerchhäuser sind eigenständige Dachkonstruktionen, Gauben eingebaute Elemente. Zwerchhäuser sind auf vielen alten traditionellen Fachwerkhäusern zu finden.

Bei der Dacheindeckung und Dachgestaltung des Zwerchhauses gibt es viele Möglichkeiten. Das Dach des Zwerchhaus kann sowohl ein Satteldach als auch Flach-, Pult-, Walm- oder Tonnendach sein. Folgende Materialien können verwendet werden:

Selbstverständlich ist es auch möglich das gleiche Material wie beim Hauptdach zu verwenden. Es muss nur sichergestellt werden, dass die Übergänge der beiden Dächer dicht sind, was für jeden Dachdecker eine Herausforderung ist.

Hausbauer müssen beachten, das in vielen Bundesländern eine Baugenehmigung für einen Dacherker erforderlich ist, während für eine Dachgaube eventuell keine gesonderte Genehmigung notwendig ist. Das hängt von den einzuhaltenden Abstandsflächen und dem Baubild der Gemeinde ab. Bauherren sollte sich bei der zuständigen Baubehörde informieren, bevor mit der Planung begonnen wird.

 

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Synonyme - Zwerchhaus, Zwerchgiebel, Lukarne
Dachfanggerüst

Dachfanggerüste bieten ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Gewerke, die an bis zu 20° geneigten Flächen arbeiten. Es wird mit Handläufen und Belag / Fußboden installiert und bietet eine sichere Arbeitsplattform und eine Absturzsicherung. Einfach ausgedrückt ist ein Schutzgerüst für Arbeiten am Dach.

Es besteht aus einem vollständig modularen Dachfanggerüst-System, welches langlebig ist und normalerweise aus feuerverzinktem Stahl hergestellt wird. Alle Komponenten lassen sich leicht zu einem kompakten Paket zusammenfalten, das leicht zu transportieren ist. Vor Ort kann das gesamte Dachfanggerüst in wenigen Minuten installiert und genutzt werden. Diese Schutzgerüste eigenen sich für alle Arten von Dächern, von Ziegel, Stroh bis hin zu Schiefer und es stehen verschiedene Montagemöglichkeiten zur Verfügung, ohne dabei die Dachoberfläche zu beschädigen oder die Abdichtung des Dachs zu beeinträchtigen.

Dachfanggerüste müssen der DIN 4420 für Arbeits- und Schutzgerüste entsprechen. Die DIN Norm legt folgende Mindestabmessung für die Sicherheit fest:

  • Die Belagbreite / Fußbodenbreite muss mindestens 0,60 m betragen.
  • Der Belag / Fußboden darf nicht mehr als 1,50 m unter der Absturzkante, zum Beispiel der Traufkante, sein.
  • Der Abstand zur Schutzwand und Absturzkante muss mehr als 0,70 m betragen.
  • Die Schutzwand muss die Absturzkante an ihrer Außenseite um mindestens 1,50 m überragen.
  • Die Höhe der Schutzwand muss höher als 1,00 m sein.

Die Belastungsanforderungen an das Dachfanggerüst können von Projekt zu Projekt variieren. Bei Renovierungsarbeiten von privaten Projekten beträgt sie etwa 1,5 kN pro Quadratmeter, bei gewerblichen Projekten etwa 2 bis 2,5 kN pro Quadratmeter. Bei industriellen Projekten sind es sogar bis zu 5 kN pro Quadratmeter. Für Dachprojekte, bei denen größere Dachbahnen verwendet werden, können die Tragfähigkeiten erheblich höher und bis zu 10 kN pro Quadratmeter liegen.

 

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Dachflächenfenster

Dachflächenfenster befinden sich direkt in der Dachfläche und sind eben mit dem Dach. Sie gehören zur DIN-Norm EN 14351–1. Diese Norm schreibt vor, dass Dachfenster in der gleichen Ausrichtung und Ebene zum umgebenden Dach installiert werden müssen. Sie besitzen normalerweise eine Neigung von mindestens 15 Grad. Das Fenster muss durch geeignete Maßnahmen nach der Installation wetterfest gemacht werden. Das Fensterglas muss eine hohe Schlagregensicherheit aufweisen.

Dachfenster bieten aufgrund ihrer Flexibilität, Funktionalität und wegen ihres schlanken und stilvollen Designs viele Vorteile. So sorgen sie für helle und offene Räume und ermöglichen vor allem bei Sanierungen den nachträglichen Umbau von bisher ungenutzten Dachflächen zu Wohnflächen. Sie lassen nicht nur Licht in den Dachstuhl, sondern sorgen auch für eine gute Luftzirkulation.

Es gibt viele verschiedene Arten für Dachflächenfenster

  • Klapp-Schwing-Fenster
    Der Grundtyp eines Dachflächenfensters ist das Klapp-Schwing-Fenster, eine Schwingflügelkonstruktion. Diese Art von Fenster öffnen sich nur in einer Mittelschwenkmethode und können um 180 Grad gedreht werden. Das ist besonders praktisch für das Reinigen der Außenscheibe. Mittelschwenkfenster können sowohl mit externen Außenjalousien, als auch mit internem Zubehör wie Jalousien, Rollos, Verdunklungsfolie oder UV-Schutz ausgestattet werden.

  • Klapp-Schwing-Fenster Untenbedienung
    Ein anderer beliebter Dachflächenfenster-Typ ist das Klapp-Schwing-Fenster mit sogenannter Unten-Bedienung. Ähnlich wie beim Klapp-Schwing-Fenster gibt es einen Schwingpunkt zum Öffnen des Fensters. Aber beim Klapp-Schwing-Fenster mit Unten-Bedienung ist dieser oben und der Griff zum Öffnen unten. Das hat den Vorteil, dass das Fenster weit geöffnet werden kann. Diese Art von Fenster ist perfekt für Loft-Umbauten, da sie ununterbrochene Ansichten und außergewöhnlich viel Tageslicht ermöglichen.
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Synonyme - Dachfenster, Klapp-Schwing-Fenster
Dachfolie

Hausbesitzer, die ihr Dach langfristig gegen Witterungseinflüsse schützen wollen, müssen für eine widerstandsfähige Dachabdichtung sorgen. Häufig wird dafür auf Dachfolie zurückgegriffen, da sie gut gegen von außen einwirkende Nässe schützt und somit Schimmelbefall im Dachstuhl vorbeugt. Dachfolien aus Kunststoff sind nicht nur für Neubauten geeignet, sondern auch für die Sanierung und Ausbesserungsarbeiten bei Bestandsbauten. Besonders empfehlenswert sind Dachfolien für Dächer mit geringer Neigung, wie zum Beispiel Flachdächer, Dachterrassen oder Carports. Witterungsbedingte Einflüsse sind hier deutlich höher als bei Steildächern und auch ein Abfließen von Regenwasser ist schwieriger umzusetzen, was eine gute Dämmung unabdingbar macht. Sehr häufig werden deshalb zusätzlich Drainagen verbaut.

Dachfolien werden in Bahnen verlegt und auf dem Dach miteinander verschweißt. Der Vorteil der Abdichtung mit Dachfolie liegt eindeutig bei der Elastizität und der Widerstandsfähigkeit des Materials.Meistens bestehen Folien aus PVC-haltigen Kunststoffen und können sich dadurch optimal einer Fläche anpassen.

Eine weitere Variante ist die sogenannten Dachfolie EPDM. Sie besteht aus einer Kautschuk-Kunststoff-Verbindung und ist aufgrund ihrer robusten Beschaffenheit bis zu fünfzig Jahren haltbar, was finanzielle Vorteile schafft. Sie ist zudem sehr dehnbar (300 %) und verspricht einen hohen Schutz gegen sauren Regen, UV-Strahlen und Ozon. Bei der Verlegung muss nicht verschweißt werden, was sehr anwenderfreundlich ist. Zudem ist EPDM Dachfolie recycelbar und damit zu 100 % ökologisch. Das bedeutet, dass sie die zur Zeit umweltfreundlichste Dachfolie ist, die auf dem Markt zu finden ist und sogar mit der Umweltklasse A1 ausgezeichnet.

 

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Synonyme - EPDM
Dachformen

Die Optik eines Hauses wird vor allem durch die gewählte Dachform bestimmt. Jedoch sollten Bauherren bei der Auswahl ihres Daches, nicht nur nach dem optischen Erscheinungsbild gehen. Es müssen bei der Wahl für die richtige Dachform besonders die Vor- und Nachteile jedes einzelnen unter die Lupe genommen werden. Denn jede Dachform besitzt unterschiedliche Eigenschaften. Die folgenden Dachformen sind am häufigsten in Deutschland zu finden:

  • Satteldach
    Das Satteldach, auch Giebeldach genannt, ist wohl die günstigste Dachform, was sich jedoch in der Optik widerspiegelt. Es ist in Deutschland weit verbreitet, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass es einfach im Aufbau ist, aber trotzdem sehr stabil und wetterbeständig. Nachteilig ist allerdings, dass nur Dachfenster und teure Dachgauben eingebaut werden können. Bauherren, die ihren Dachstuhl (später) als Wohnraum nutzen wollen, sollten bedenken, dass flache Satteldächer sehr wenig Platz dafür bieten.

  • Walmdach
    Ein Walmdach ist besonders wetterbeständig, was es seiner Form zu verdanken hat.Es ist stabil und aufwendiger in der Bauweise als das Satteldach. Das schlägt sich allerdings auch im Preis nieder. Auch die geplante Wohnfläche würde bei der Wahl des Walmdaches eher gering ausfallen.

  • Krüppeldach
    Das Krüppeldach vereint die Vorteile des Satteldaches und des Walmdaches miteinander. Es bietet seinen Bewohnern eine große Nutzfläche und strotzt Wind und Wetter dank seiner solide Bauweise.

  • Zeltdach
    Beim Zeltdach, auch Pyramidendach genannt, fällt zunächst die moderne Form auf. Aufgrund seiner Bauweise ist es besonders für quadratische Häuser geeignet. Ein Dachausbau ist bei dieser Dachform jedoch nicht möglich. Es muss mit höheren Kosten gerechnet werden, da abhängig von der Dachneigung, ein benötigter Unterbau im Preis variiert.

  • Mansardendach
    Das Mansardendach besitzt eine Konstruktion, die schwierig im Aufbau und dadurch sehr kostspielig in der Anschaffung ist. Auch eine Nutzung von Sonnenkollektoren ist bei dieser Dachart nicht umsetzbar. Sie bietet jedoch genügend Platz für zukünftigen Wohnraum.

  • Flachdach
    Das Flachdach ist günstig in der Anschaffung, benötigt jedoch eine permanente Dachpflege, da es sehr feuchtigkeitsanfällig ist. Sollten Bauherren den Wunsch einer Dachterrasse hegen, ist diese Dachkonstruktion jedoch die perfekte Wahl.

  • Pultdach
    Ein Pultdach wurde früher eher für Anbauten gewählt, was sich jedoch geändert hat. Heute wird es häufig bei der Dachdeckung von Stadtvillen verwendet. Der Wohnraumplatz im Dachgeschoss ist aufgrund der geringen Dachneigung sehr groß. Auch Sonnenkollektoren finden genügend Platz für die Nutzung einer Solaranlage. Nachteilig ist beim Pultdach jedoch, dass im Vergleich zum Satteldach mit einer aufwendigeren Dachabdichtung und damit mit hören Baukosten zu rechnen ist.

  • Schleppdach
    Das Schleppdach ist eine gute Ergänzung von Sattel- und Walmdächern, um Anbauten wie zum Beispiel Carports mit einzubinden.

  • Zwerchdach
    Auch das Zwerchdach wird als Ergänzung von Sattel- und Walmdächern genutzt. Bei der Verwendung entsteht mehr Platz im Dachgeschoss, womit Bauherren die Möglichkeit gegeben wird, normale Fenster zu verbauen, um mehr Tageslicht nutzen zu können.Preislich ist es eher als kostenintensiv in der Baukostenplanung zu bewerten.

Ganz egal für welches Dach oder welche Dachergänzung Bauherren sich entscheiden, es sollte unbedingt vor der Planung der örtliche Bebauungsplan des Grundstückes eingesehen werden
Es kann nämlich vorkommen, dass bestimmte Dachformen bereits vorgegeben oder ausgeschlossen sind.

Siehe auch www.hausbauberater.de/bauwissen/dachformen-fuer-den-hausbau.

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Synonyme - Hausdachformen,Dachform
Dachgaube

Ein Dachgaube befindet sich auf der geneigten Seite des Daches und ist eine funktionelle Bauerweiterung, die Tageslicht in einen Dachboden bringt. Das Fenster sitzt vertikal in einer gerahmten Struktur auf dem Dach und besitzt wiederum ein eigenes Dach. Die Bauerweiterung ragt aus dem Hauptdach heraus, ist aber optisch angepasst an die große Dachkonstruktion. Farbliche Aspekte können für Auflockerungen sorgen.

Dachgauben werden oft mit der Architektur im Landhausstil und der Kolonialzeit in Verbindung gebracht, aber sie sind auf jedem Hausstil mit schrägem Dach möglich. Sie sind ideal für die Schaffung von Räumen oder beim Umbau von Wohnraum in spezielle Nutzung als Loft. Die Hauptvorteile einer Dachgaube sind:

  • Raumerweiterung
  • Belüftung
  • Natürliches Licht

Dachgauben erhöhen den Kopfhöhenraum im Dachstuhl eines Hauses. Das erleichtert die Mobilität im Raum und schafft Platz für ein zusätzliches Schlafzimmer oder einen Arbeitsbereich. Auch die Belüftung eines Hauses wird durch eine Dachgaube verbessert. Das liegt daran, dass oben und unten Fenster geöffnet werden können. Anschließend wird ein Luftzug erzeugt, der die Bewegung von warmer Luft durch das Dachfenster erleichtert, während kühlere Luft unten einströmt, um die wärmere Luft zu ersetzen. Neben der verbesserten Belüftung lassen Dachgauben viel natürliches Licht in den Dachstuhl. Die Verfügbarkeit von natürlichem Licht ermöglicht es, den Raum vielfältiger zu nutzen. Die Fenster verbessern sowohl den internen als auch den externen Charakter des Hauses.

In den meisten Fällen ist keine separate Baugenehmigung erforderlich, solange die Gestaltung der Dachgaube unter anderem den höchsten Teil des Daches nicht überschreitet. Es wird jedoch immer empfohlen, sich vor Beginn der Arbeiten bei dem örtlichen Planungsbüro zu erkundigen.

Weitere Informationen: hausbauberater.de/bauwissen/dachgauben-varianten-besonderheiten-und-kosten

 

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Synonyme - Dachgaupe
Dachgeschossausbau

Unter einem Dachgeschossausbau versteht man den Ausbau oder auch Umbau eines Dachbodens. Diese Baumaßnahme findet meist statt, wenn das Haus bereits fertiggestellt ist und bietet eine großartige Möglichkeit zusätzlichen Platz zu schaffen.

Um einen Dachboden in einen Wohnraum umzuwandeln, muss er die gleichen Gebäudeanforderungen erfüllen, wie die anderen Wohnräume in einem Gebäude. Für alle Dachgeschossausbauten muss eine Genehmigung der örtlichen Behörde vorliegen. Einfache Renovierungen oder Instandhaltungsmaßnahmen eines bereits vorhanden Dachgeschossausbaues unterliegen dagegen keiner Genehmigungspflicht.

Neben der Baugenehmigung für den Ausbau des Dachbodens muss die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen gewährleistet sein. Das gesamte Dach muss außerdem wärmeisoliert sein, bevor mit dem Ausbau begonnen werden kann. Andere bautechnische Vorschriften können von Bundesland zu Bundesland leicht variieren.

Um die meisten Bauvorschriften zu erfüllen, sollte der Dachboden folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Höhe zwischen Fußboden und Decke muss mindestens 2 Meter betragen.
  • Ein vertikaler Abstand im größten Teil des Raums muss mindestens 2,5 Meter breit sein.
  • Der neu gewonnene Dachbodenfläche muss über eine eingebaute permanente Treppe erreichbar sein.
  • Es muss ein separater Notausgang vorhanden sein. Normalerweise ist dies im privaten Wohnraum ein leicht zugängliches Fenster.
  • Die Tragfähigkeit der Decke muss geprüft und vom Statiker für die Umbaumaßnahmen freigegeben werden.

Am besten eignen sich Dächer mit einer 50 Grad Neigung und einem sogenannten Spitzboden. Dachgeschossausbauten sollten immer mithilfe von erfahrenen und qualifizierten Handwerkern durchgeführt werden. Der Dachausbau wird in den allermeisten Fällen durchgeführt, um zusätzlichen Raum im Einfamilienhaus zu schaffen oder für die Erstellung einer neuen Wohneinheit in einem Mehrfamilienhauses.

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Synonyme - Dachausbau, Dachboden
Dachgiebel

Der Dachgiebel gehört zu den ältesten europäischen architektonischen Elementen beim Hausbau. Besonders in früheren Jahrhunderten wurde er üppig verziert und geschmückt. Heute ist er zu einem eher technischen Bestandteil von Gebäuden geworden. Der Dachgiebel bildet ein sogenanntes Fassadendreieck, das unter den geneigten Dachflächen liegt. Seine Eckpunkte bilden den First und die beiden Traufen. Die entstehende Naht, die zwischen dem Giebel und den Dachflächen entsteht, wird Ortgang genannt.

Je nach Dachform kann die Form und Konstruktion eines Giebels deshalb variieren. Beim klassischen Satteldach sprechen wir von einem Giebeldreieck, wobei bei einem Krüppelwalm-Dach eine trapezförmige Fläche entsteht. Es gibt jedoch auch Dächer die wegen ihrer Konstruktion keinen Dachgiebel besitzen, wie beispielsweise das Walmdach. Dem gegenüber können aber auch Gebäude einen Giebel besitzen, die aus technischer Sicht keinen Giebel besitzen.

Giebelformen:

  • Spitzgiebel (Satteldach)
  • Trapezgiebel (Walmdach)
  • Rund- oder Bogengiebel (Tonnen- und Bogendach)
  • Flachgiebel (Pultdach)
  • Knickgiebel
  • Schein- und Blendgiebel
  • Zinnengiebel
  • Treppengiebel (Staffel- oder Stufengiebel)
  • Segmentgiebel (Bogen,- Tonnen und andere Dachformen

Bei einfachen Dachkonstruktionen wird eine Giebelwand von der Dachfläche überragt und der Dachgiebel folgt der Form des Daches. Bei Dachformen, bei denen der Giebel vor der Dachfläche steht, wird von einem freien Giebel oder auch Schildgiebel gesprochen.

Besteht kein Bezug der Giebelform zur Dachform oder der Dachneigung, dann sprechen Fachleute von einem vorgesetzten Blend- oder Scheingiebel.

Im Zuge von Sanierungen kann es notwendig sein, den Bereich des Dachgiebels zu dämmen. Wichtig ist dabei, dass die ordnungsmäßige Dämmung des Dachgiebels nach den aktuellen Energieeinspargesetzen fachgerecht durchgeführt wird. Dabei ist für jeden Bauherren zu beachten, dass dies mit einem erheblichem Aufwand verbunden ist, da die Wand dermaßen an Stärke gewinnt und somit der Ortgang meistens weiter nach außen verlegt werden muss.

 

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Synonyme - Giebel
Dachhaken

Dachhaken dienen einerseits zur Befestigung von Fotovoltaikanlagen, aber auch als Sicherung des Dachdeckers bei ausführenden Arbeiten auf einem Dach.

Sicherheitsdachhaken

Ist bei ausführenden Arbeiten auf einem Steildach kein Kollektivschutz gewährleistet, können Arbeitsschutzhaken zum Schutz vor Absturzunfällen verwendet werden. Diese müssen sicher mit der tragenden Dachkonstruktion verbunden sein. Sicherheitshaken müssen dafür mit einer Öse und einem Haken, die zum Einhängen von Dachleitern oder Dachdeckerstühlen genutzt werden, ausgestattet sein. Dachhaken müssen der vorgegebenen, geprüften und gekennzeichneten Norm DIN EN 517 entsprechen. Die DIN EN 517 für Sicherheitshaken wird in zwei Arten unterschieden. Hierbei wird von Typ A und Typ B der Sicherheitshaken gesprochen.

  • Typ A:
    Sind nur für Zugkräfte in Richtung einer Falllinie getestet und können nur genutzt werden, wenn sich die gesicherte Person unterhalb des Hakens befindet. Diese sind meist für Arbeiten am Dach nicht ausreichend.

  • Typ B:
    Sind für Zugkräfte, die in Richtung der Falllinie, entgegen der Falllinie und in Querrichtung zum Dach wirken, getestet. Das bedeutet, dass Arbeiter, die diese Methode der Sicherung nutzen, Dacharbeiten bis zum First und darüber hinaus ausführen können, ohne ein Sicherheitsrisiko einzugehen.

Dachhaken zur Befestigung von Fotovoltaikanlagen

Zum Anbringen einer Solaranlage auf einem Dachstuhl muss ein Metallrahmen auf das bereits fertig gedeckte Dach montiert werden. Um diesen zu fixieren, kommen Dachhaken zum Einsatz, die unter dem Dachziegel auf einem Sparren verschraubt und an der Unterkante des Dachziegels nach außen geführt werden. Dachhaken werden meistens aus Aluminium oder Edelstahl gefertigt und sollten dem Gewicht der Rahmenkonstruktion, zusätzlich der Solarkollektoren und der zu erwartenden Wind- und Schneelast gerecht werden. Dabei sollten sie eine Mindestdicke von 5 Millimetern aufweisen.

Hauseigentümer, deren Dachgröße nach einem anspruchsvolleren Aufbau verlangt, können auf Dachhaken die variabel einstellbar sind, zurückgreifen.

 

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Synonyme - Dachleiterhaken, Sicherheitsdachhaken

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