Bodenrichtwert

BegriffDefinition
Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert von Grundstücken und Gebieten einer Gemeinde. Dieser Wert kann herangezogen werden, wenn der Quadratmeterpreis für ein Grundstück ermittelt werden soll. Dieser Wert variiert wird immer wieder neu im Jahresrhythmus neu festgelegt. Der Bodenrichtwert wird auf sogenannten Bodenrichtwertkarten veröffentlicht, die jeder bei der zuständigen Behörde einsehen kann. Jede Karte enthält den durchschnittlichen Kaufpreis pro Quadratmeter (für das vergangene Jahr) und die Angaben zur Bauweise und Nutzung.

Der ermittelte Bodenwert ist ein wichtiger Baustein bei der Ermittlung des Immobilienwertes. Falls der Bodenrichtwert nicht bekannt ist, finden Sie hier als Hilfestellung zu jedem Bundesland einen Link zum jeweiligen Gutachterausschuss oder einen anderen Informationsquelle für Bodenrichtwerte.

Bodenrichtwerte können nur eine vereinfachte Grundlage, einen "Richtwert" für die Wertermittlung geben, weshalb weitere wertbeeinflussende Faktoren zur Grundstücksbewertung unerlässlich sind. Hierzu zählen unter anderem:

  • Bebaubarkeit des Grundstücks (unter Berücksichtigung von eventuellem Bebauungsplan und Grundstücksform)
  • Grad der Erschließung (Gas, Wasser, Abwasser, Strom)
  • Lage und Umgebung
  • Bodenbeschaffenheit

Der Bodenrichtwert ist ein verallgemeinernder Basiswert, der als Berechnungsgrundlage dienen kann. Er wird jedoch häufig nur alle zwei Jahre bestimmt, ist folglich veraltet, kann viele wertbeeinflussende Faktoren nicht berücksichtigen und entspricht in kaum einem Fall dem tatsächlichen Verkehrswert einer Immobilie sondern liegt meist weit darunter.

Synonyme: Bodenrichtwertkarte, Grundstückswert, Bodenwert

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