Kostenvoranschlag

Begriff Definition
Kostenvoranschlag

Ein Kostenvoranschlag wird im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als Kostenanschlag bezeichnet (§ 649) und in einen unverbindlichen (einfachen) und einen verbindlichen (garantierten) Kosten(vor)anschlag unterschieden. Das BGB ermöglicht es einem Unternehmen, sich den Kostenvoranschlag vergüten zu lassen, sofern dies vorab vereinbart wurde. Eine entsprechende Regelung in den AGB reicht hierfür nicht aus. Nach § 632 Abs. 3 BGB erfolgt allerdings im Zweifel  keine Vergütung. Garantierte Kostenvoranschläge werden zum Vertragsbestandteil, unverbindliche nicht. Aus einem Kostenvoranschlag gehen Art und Umfang der Arbeiten einschließlich der Arbeitszeit sowie der Arbeitskosten hervor. Er enthält außerdem das benötigte Material, dessen Menge und die sich daraus ergebenden Materialkosten. Weiterer Bestandteil ist die Dauer, für die der Kostenvoranschlag seine Gültigkeit behält. Werden Kostenvoranschläge um 10 bis 20 Prozent überschritten, liegt das Risiko beim Unternehmer; dies kann für den Auftraggeber ein Kündigungsgrund sein. Ausnahme: Die Erhöhung ist auf Anweisungen des Auftraggebers zurückzuführen. Sobald ein Unternehmer eine Kostenüberschreitung befürchtet, hat er sie seinem Auftraggeber anzuzeigen.

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie einen Kostenvoranschlag erhalten, erfahren Sie hier:
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