Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

BegriffDefinition
Wasserdampf-Diffusionswiderstand

Hiermit ist die Fähigkeit von Baustoffen gemeint, die Diffusion von Wasserdampf verhindern zu können. Er wird mit dem Symbol µ dargestellt; je größer derµ-Wert ausfüllt, desto weniger lässt ein Baustoff Wasserdampf diffundieren. 
Die DIN EN ISO 12572 gibt über die µ-Werte der gebräuchlichsten Baustoffe Auskunft.

Synonyme - Dampfsperrwert
Wasserschaden

Ein Wasserschaden innerhalb eines Gebäudes tritt häufig wegen eines Rohrbruchs auf. Wasserschäden durch Hochwasser kommen hingegen seltener vor. Bei einem Wasserschaden können nicht nur Einrichtungsgegenstände und Fußbodenbeläge beschädigt werden. Ein weiteres Problem ist, dass sich die Feuchtigkeit auch im Mauerwerk ausbreitet. Nach einem Wasserschaden müssen die Innenräume daher vor der Renovierung oftmals zuerst durch spezielle Trockengeräte trocken gelegt werden.

Hier erfahren Sie, worauf es bei der Bautrocknung ankommt: https://www.hausbauberater.de/bauwissen/bautrocknung-entfeuchtung-hausbau-wasserschaden

Weiße Wanne

Ein Betonkeller wird wegen seiner Farbe auch weiße Wanne genannt. Sie ist notwendig, wenn das Gründungsfundament außer senkrechten Lasten auch waagerechte Lasten, wie etwa durch Wasserdruck, tragen muss. Bei einer weißen Wanne werden Bodenplatte, Umfassungs- und Zwischenwände zu einem wasserundurchlässigen Baukörper verbunden. Weiße Wannen bestehen aus WU-Beton, der jedoch äußerst sorgsam verarbeitet werden muss. Laut DIN 1045 darf der WU-Beton keine Risse aufweisen, die größer als 0,2 mm sind.

Umfangreiche Informationen über den Kellerbau finden Sie auf www.keller-bauen.de/.

Synonyme - WU Keller
Werkpläne

Werkpläne gehören bei der Planung eines Bauvorhabens zur Ausführungsplanung. Während Pläne, die zur Genehmigung des Bauvorhabens bei der Baubehörde gedacht sind, im Maßstab 1:100 erstellt werden, werden Werkpläne meist im Maßstab 1:50 gefertigt und sind damit wesentlich detaillierter. An der Erstellung von Werkplänen sind je nach Größe des Bauvorhabens neben dem Architekten auch Statiker, Bauingenieure oder auch Haustechniker beteiligt.

Werkvertrag

Der Werkvertrag wird zwischen einem Bauherrn und Bauträger, einem Bauunternehmer oder einem Bauhandwerker geschlossen. Er beauftragt den Vertragsnehmer zur Herstellung oder Veränderung einer Sache, für die dieser eine vereinbarte Vergütung erhält. Der Abschluss eines Werkvertrags beinhaltet auch eine Gewährleistungspflicht durch den Auftragnehmer, die gem. BGB in der Regel nach fünf Jahren verjährt. Alternativ können jedoch auch andere Verjährungsfristen festgelegt werden.

Wertgutachten

Ein Wertgutachten wird meist im Rahmen eines Immobilienkaufs oder beim -verkaufs erstellt. Dabei wird einerseits der Wert des Grundstückes, andererseits der Wert des darauf stehenden Gebäudes ermittelt. Maßgebend für den Gebäudewert sind der Zustand der Bausubstanz sowie der Haustechnik. Ein Wertgutachten ist nicht nur zur Preisbestimmung wichtig. Es muss zumeist auch für die Finanzierung vorgelegt werden.

Siehe auch www.abir.eu/immobilienrecht/immobilienbewertung.html.

Windlast

Die Windlast ist die Bezeichnung die Beanspruchung von Gebäuden durch Wind. Vor allem bei Bau von höheren Gebäuden ist die Windlast bei der statischen Berechnung zu berücksichtigen. Dabei müssen der Staudruck des Windes sowie die  Auswirkungen von Windböen genau ermittelt werden, da vor allem bei höheren Bauwerken durch die Windeinwirkung Schwingungen auftreten können.

Windzonen

Die Einordnung eines Gebietes in eine der vier Windzonen spiegelt die Windlast wider, der Gebäude dort ausgesetzt sind. Die Windzonenklassifizierung unterliegt der DIN 1055-4 oder dem Eurocode 1. Der Nordwesten Deutschlands gehört wegen seines hohen Windaufkommens beispielsweise zur Windzone 4, der größte Teil Bayerns (nördlich der Alpen) zur Windzone 1. Die Eingruppierung eines Baugebiets in eine der Windzonen geht in die Tragwerksberechnungen ein.

Wintergarten

Wintergärten bestehen aus einer verglasten Holz-, Aluminium- oder Kunststoffkonstruktion. Ein Wintergarten kann bereits mit in die Bauplanung aufgenommen oder nachträglich angebaut werden. Nachträglich angebaute Wintergärten sind genehmigungspflichtig, weil so neuer Wohnraum entsteht. Sind sie in das Gebäude integriert, unterliegen sie den Vorschriften der Energieeinsparverordnung.

Informatives über die Wintergartenplanung finden Sie hier: https://www.hausbauberater.de/bauwissen/wintergarten-planen-bauen.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist ein Fachbegriff aus der Thermodynamik, wird aber auch im Baubereich  häufig verwendet, insbesondere bei Brennwert-Heizkesseln. Hierbei gibt der Wirkungsgrad an, wie effektiv der Heizkessel arbeitet. Während der Wirkungsgrad in der Thermodynamik maximal 100 Prozent betragen kann, wird er bei Brennwertkesseln teilweise mit mehr als 100 Prozent angegeben. Dies resultiert daraus, dass moderne Brennwertkessel zusätzlich Kondensationswärme nutzen.

Hausbauberater -  Unabhängige Bauherrenberatung | Begleitung bei Planung und Hausbau | Unterstützung bei Konflikten am Bau