Einliegerwohnung

BegriffDefinition
Einliegerwohnung

Unter einer Einliegerwohnung versteht man eine in sich geschlossene Wohneinheit, die sich in einem Ein-oder Zweifamilienhaus befindet, in der eine Wohnung vom Eigentümer bewohnt wird. Normalerweise sind Einliegerwohnungen im Kellerbereich oder Dachgeschoss einer Immobilie vorzufinden und verfügen über einen separaten Eingang.
Eine Einliegerwohnung kann vielschichtig genutzt werden. Sie kann als Wohnraum für Eltern oder Kinder dienen, aber auch eine monatliche Einnahmequelle sein, um Darlehensrückzahlungen zu finanzieren. Aber auch als Altersvorsorge dienen, um die Altersrente aufzustocken. Bei allem darf aber nicht vergessen werden, dass die Mieteinnahmen zu versteuern sind. Sie können sich auf www.deurag.de umfassend darüber informieren. Auch sollte sich jeder Hauseigentümer bewusst sein, dass bei der Vermietung einer Einliegerwohnung die eigene Privatsphäre stark eingeschränkt sein kann.

Aus steuerlicher Sicht kann eine Einliegerwohnung jedoch auch überaus interessant sein. Dabei sollten jedoch gewisse Regeln beachtet werden, um in den finanziellen Genuss von Förderungen zu gelangen. Dazu gehören beispielsweise die Größe und Ausstattung des Objektes. Auch staatliche Unterstützung durch die KfW kann beim Hausbau mit Einliegerwohnung beantragt werden. Sofern beide Wohneinheiten energieeffizient unter professioneller Baubegleitung gebaut werden, kann der Bauherr die dafür bestimmten Fördermittel sogar doppelt in Anspruch nehmen.

Zukünftige Mieter einer Einliegerwohnung sollten sich im Klaren darüber sein, das sich die Rechtslage im Vergleich zu einem normalen Mietverhältnis stark unterscheidet. Es können einige Nachteile, wie zum Beispiel eingeschränkter Kündigungsschutz auftreten. Das kann bedeuten, das der Vermieter bei Eigenbedarf dem Mieter ohne Grund kündigen darf. Auch ist der Vermieter nicht verpflichtet, anfallende Heizkosten gemäß Heizkostenverordnung verbrauchsabhängig gegenüber dem Mieter abzurechnen. Er kann beispielsweise nach Quadratmeterzahl berechnen, wie viel der Mieter an Heizkosten zu bezahlen hat. Das kann zum Vorteil, aber auch zum Nachteil eines Mieters gerechnet werden. Ist der Stromverbrauch des Vermieters zum Beispiel höher als der Stromverbrauch des Mieters, dann ist das natürlich von Nachteil. Tritt jedoch die gegenteilige Situation ein, dass der Mieter einen höheren Verbrauch an Energie zu verbuchen hat als der Vermieter, ist dies ein klarer Vorteil. Diese Regelung muss jedoch klar im Mietvertrag vereinbart werden. Auch die eingeschränkte Größe einer Einliegerwohnung ist für jeden Mieter zu überdenken. Darum ist sie eher für Einzelpersonen oder Paare ohne Kinder gedacht.

 

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