Schalung

BegriffDefinition
Schalung

Eine Schalung dient dem Beton als Form. Sie leitet auftretende Kräfte in die Unterkonstruktion und erfüllt dabei vor allem zwei Aufgaben. Einerseits ist sie für das spätere Aussehen der Betonoberfläche verantwortlich. Andrerseits wird das Einhalten der Maße des Bauteils durch die Schalung beim Übergang vom flüssigen in den festen Zustand unterstützt.

Beim Einschalen sind das Eigengewicht der Schalung sowie die unterschiedlichen Nutzlasten von Bedeutung. Bei Bewehrungsarbeiten wirkt das zusätzliche Gewicht einer Bewehrung auf die Schalung. Ist eine Lagerung der Bewehrung auf einer Schalung unbedingt notwendig, dann muss das zusätzlich einwirkende Gewicht bei der Querschnittsfestlegung berücksichtigt werden.

Auch ist zu beachten, dass durch das Lagern, sowie einer gezielten Beeinflussung der Bewehrung, die Haut der Schalung nicht beschädigt wird. Bei einer Lagerung von Elementen, die auf die Schalung einwirken, kann es zu Überlastungen kommen. Auftretende Verformungen sind dann die Folge. Auch Manipulationen, die zwischen den Fertigungsabschnitten und der Grund- und Demontage auftreten, führen besonders bei großflächigen Schalungssystemen zu höheren Belastungen.

Die größten Belastungen wirken jedoch zu Beginn der Betonarbeiten. Auch während dem Einbau und dem Verdichten werden hohe Belastungen aktiv. Eine feldartige Belastung tritt beim Beginn der Betonarbeiten ein. Bei vertikalen Bauteilen ist der Frischbetondruck zu beachten. Mit Einsetzen des Härtungsprozesses wirken die Belastungen bei vertikalen Bauteilen weniger stark. Bei geneigten und horizontalen Bauteilen verringert sich die Belastung erst, wenn eine Bewehrung zum Einsatz kommt.

Die wesentlichen Vorteile einer Schalung sind:

  • Eine ausreichende Arbeitssicherheit.
  • Die Formgebung und Gestaltung.
  • Ausreichende Dichte in der Schalungshaut und den Fugen der einzelnen Elemente.
  • Eine gute Umweltverträglichkeit.

 

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