Begriff Definition
Innentüren

Innentüren sind nur für die Verwendung im Inneren von Gebäuden vorgesehen. Ein anderer Begriff für die Innentür ist die Zimmertür, sie trennt räumlich einen Bereich oder Raum von übrigen Rest der Wohnung oder des Hauses ab. Über den Türdrücker wird die Innentür geöffnet und geschlossen. Innentüren sind in der Regel eher zeitlos im Design und vor allem funktional ausgerichtet. Es gibt aber auch Designer-Innentüren oder Glastüren und Schiebetüren für die Raumabtrennung.

Qualitativ unterscheiden sie sich vor allem durch ihre Füllungen:

  • Karton-Wabeneinlagen
    Am preisgünstigsten sind Karton-Wabeneinlagen. Der Spezialwabenkern besitzt eine hohe Flächenbelastung und ermöglicht besonders leichte Innentüren. Leider gelten hier die Schallschutzeigenschaften als sehr gering. Diese Türen sind zwar leicht zu handhaben, verfügen jedoch über die geringste Stabilität. 

  • Röhrenspansteg
    Diese Türfüllungen bestehen aus in Streifen geschnittenen Röhrenspanplatten. Sie sind stärker belastbar und haben einen höheren Nutzungskomfort.

  • Röhrenspan
    Noch stabiler sind Innentüren mit einer Röhrenspan-Füllung. Dafür wird eine Spanplatte, die mit Röhren durchzogen ist, in das Türblatt eingefügt. Röhrenspankerne bieten guten Basisschallschutz und eine durchschnittliche Stabilität. Als Röhrenspansteg Innentüren gelten solche Modelle, die aus in Streifen geschnittenen Röhrenspanplatten bestehen. Sie sind durch ihren Aufbau sehr belastbar und bieten einen dadurch bedingt höheren Nutzungskomfort.

  • Vollspanplatte
    Besteht die Türfüllung aus einer Vollspanplatte, ist die Innentür sehr stabil und erreicht erhöhte Schalldämmwerte. Diese Art der Innentüren stehen für sehr guten Schallschutz und können auch mit einem Lichtausschnitt versehen sein. Der Vollspankern besteht aus massiven Sperrholzplatten. Diese Innentüren eignen sich gut für Bereiche mit hohen Lärmbelastungen und werden häufig als Wohnungstüren in Mehrfamilienhäusern eingesetzt.

  • Spezialfüllungen
    Je nach Anspruch an den Schall-, Brand- und Einbruchschutz lässt sich mit speziellen Füllungen fast jedes Ziel erreichen. Die verwendete Spezialeinlage wird schichtweise aufgebaut und verleimt.

Qualitätsunterschiede durch Füllungen

Jede Innentür besteht aus einem Türblatt und einer Zarge. Jedoch liegen bedingt durch die Verwendung von verschiedenen Materialien in den Füllungen der Türblätter die Qualitätsunterschiede.

  • Glatte Türen
    Diese Innentüren werden auch als Sperrtüren bezeichnet und besitzen ebenfalls einem Kern, der beidseitig mit einer Platte verkleidet ist und von einem leichten Holzrahmen umgeben ist.

  • Geprägte Türen
    Dazu gehört beispielsweise die Landhaustür. Sie enthalten eine Röhrenspanfüllung und eine Furnieroberfläche. Sie gehören zu den rustikalen Innentüren, werden aus Massivholz gefertigt und mit gefrästen Profilen aus Kiefern oder Fichtenholz stabverleimt.

  • Glastüren
    Diese besitzen nur gering ausgeprägte Schallschutzeigenschaften, sind dafür aber besonders dekorativ. Glastüren können beispielsweise mit Siebdruck oder dem Sandstrahlverfahren verschönert werden. Sie lassen viel Tageslicht in den Raum und bieten auf Wunsch gleichzeitig guten Sichtschutz.

  • Spezielle Türen
    Feuerschutztüren oder Schallschutztüren zählen bautechnisch betrachtet zwar zu den Innentüren, werden aber gesondert aufgeführt.

Innentüren sind standardisiert und das sogenannten Türblattaußenmaß nach DIN-Normen geregelt. Anwendung findet hier die DIN 68706-1 für Maueröffnungen von 62,5 bis 103,5cm Breite, 200 bis 215 cm Höhe und einem Türblattaußenmaß von 61 bis 211 cm. Nach der DIN Norm können Innentüren sowohl nach links als nach rechts betätigt werden. Das nennt man die Anschlagrichtung.

Zum Ausmessen unterschiedlichen Zimmertüren eignen sich Aufmaßblätter.

Weitere Informationen: hausbauberater.de/bauwissen/innentueren

 

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Synonyme - Innenraumtüren
Innenwände

Jedes Gebäude besteht aus einer Außenhülle (Außenwände) und aus Innenwänden. Bei den Innenwänden wird nach tragenden und nicht tragenden Innenwänden unterschieden. Mit ihnen werden Räume voneinander abgetrennt, sie sorgen aber auch für Sicht- und Schallschutz sowie die Standsicherheit eines Gebäudes. Sowohl für die massive Bauweise als auch für die sogenannte Leichtbauweise eignen lassen sich mit Innenwänden Grundrisse von Gebäuden und Räumen beeinflussen und Anforderungen hinsichtlich Brand- und Schallschutz erfüllen. Man kann in ihnen Installationsleitungen und Elektroanschlüsse und an ihnen weitere Bauelemente montieren.

Bautechnisch betrachtet gehören Innenwände, zumindest was die Trennwände ohne tragende Funktion betrifft, zum Gewerk Trockenbau oder Innenausbau. Sie können sowohl raumabschließend sein, als auch das Gegenteil, also einen Raum offen belassen. Mit entsprechenden Wandaufbauten lassen sich die Innenwände beispielsweise zu Brandschutzwänden oder Schallschutzwänden aufwerten.

Tragende Innenwände

Diese sind in der Regel gemauert, betoniert oder aus Fertigteilen gefertigt und dienen dem Abtrag von Lasten. Liegen sie zwischen einem beheizten und unbeheizten Teil des Gebäudes greift die gesetzliche Wärmeschutzverordnung. Sie besagt, dass der maximale U-Wert für die Innenwände in diesem Fall bei 0,35 W/qmK liegen darf. Entweder muss dafür das Mauerwerk entsprechend dick sein oder eine zusätzliche Wärmeschutzdämmung angebracht werden.

Nichttragende Innenwände

Diese habe keine statischen Aufgaben und dienen nur zur Raumbildung. Sie werden in der Regel im Rahmen der Rohbauarbeiten eingezogen, können aber auch im Rahmen des Innenausbaus separat errichtet werden. Im Massivhausbau werden in der Regel für die Innenwände jene Baustoffe eingesetzt, sie auch beim Außenmauerwerk Anwendung finden, allerdings in geringeren Wandtärken. Alternativ kann eine Trennwand aber auch aus Kalksandstein, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten, Gipsbauplatten, Verbundplatten bestehen und als Holzständer- oder Metallständerwand errichtet werden.

Siehe auch: hausbauberater.de/bauwissen/trennwaende

Zur Oberflächengestaltung können sie abhängig von der Raumnutzung mit einem Anstrich, einem Innenputz, Tapeten, Fliesen und anderen Wandbelägen verschönert werden. Für die finale Bearbeitung der Oberflächen von Innenwänden stehen je nach verwendetem Material unterschiedliche Verfahren und Techniken zur Verfügung.

 

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Synonyme - tragende Innenwand, Trennwannd, Innenwand, nichttragende Wand
Innere Oberflächentemperatur

Betrachtet man in der Baubiologie die unterschiedlichsten Oberflächen in einem Gebäude, dann fällt schnell auf, dass hier Temperaturunterschiede herrschen. So ist in der Regel die Glasscheibe eines Fensters kühler als die Wand um das Fenster herum. Ziel einer energetischen Bauweise ist diesen Temperaturunterschied zwischen Oberflächen so gering wie möglich zu halten. In der Praxis bedeutet das die Orientierung an der Raumtemperatur. Die innere Oberflächentemperatur an einer Zimmerwand wird von den Maßnahmen zur Wärmedämmung beeinflusst. Ebenso verhält es sich bei Fenster und Türen. Umso schlechter die Bauteile gedämmt sind, desto höher ist der Temperaturunterschied auf ihren Oberflächen.

Das Abstrahlen dieser kalten Luft nehmen Bewohner häufig unangenehm wahr, sie sprechen dann auch von „kalter Zugluft“. Besonders negativ wirkt sich aber dieser Unterschied in den Temperaturen auf die Heizkosten auf. Denn die kalte Luft strahlt in einen beheizten Raum, infolgedessen dieser stärker beheizt werden muss. Das führt zu einem gestiegenen Energieverbrauch und damit zu hören Heizkosten. Dem Punkt der inneren Oberflächentemperatur kommt auch in Bezug auf Feuchtigkeit besondere Aufmerksamkeit zu. Die unterschiedlichen Oberflächentemperaturen führen unter Umständen zu einem stärkeren Tau-Aufkommen an Bauteilen. Dies geht oft einher mit einem Feuchtigkeitsschaden oder zumindest einer überdurchschnittlich starken Belastung einzelner Bauelemente. Auch droht hier die Bildung von Schimmel.

In der Bauphysik berechnet man die innere Oberflächentemperatur auch als Klima-unabhängiger Bauteilkennwert. Dieser lässt sich anhand einer Formel nach Norm ISO 13788 zur Vermeidung von kritischer Oberflächenfeuchte auf Tauwasserbildung im Bauteilinneren berechnen.

Siehe auch: hausbauberater.de/fachbegriffe/oberflaechentemperatur

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Insektizide

Auch beim Hausbau muss das Thema der Insektizide betrachtet werden, denn hier geht es nicht um die Bekämpfung von Schädlingen auf dem Feld, sondern um den Einsatz und die Auswirkungen von Insektiziden für die Bewohner. Grundsätzlich beschreibt das Wort Biozid, also Insektizide, alle Stoffe außerhalb der Landwirtschaft, um schädliche Organismen zu bekämpfen. Dabei wissen Anwender häufig nicht, dass diese Stoffe auch gefährlich für die Umwelt und die eigene Gesundheit, sowie die Gesundheit der Tiere ist. Insektizide kommen auch zum Einsatz, wenn beispielsweise Ameisen, Käfer, Silberfische, Schaben oder Fliegen sowie Motten und Spinnen bekämpft werden. Doch vor allem chemische Insektizide haben im Haushalt nicht verloren, denn bereits bei ihrer Herstellung fallen vielfach schädliche oder gar giftige Produkte an. Insektizide werden in den folgenden Anwendungsformen angeboten:

  • Aerosol in Spraydosen
  • Pumpspray in Form von Flüssigkeiten
  • Elektroverdampfer
  • Stäubemittel
  • KöderStifte
  • Räucherspiralen
  • Strips und Papier

Rund 1/ 3 der Insektizide im Haushalt werden zur Mückenabwehr eingesetzt. Die Inhaltsstoffe können häufig zu Hautbeschwerden führen und Kopfschmerzen sowie Schwindel und Übelkeit auslösen. Beim längeren Gebrauch droht sogar eine Schädigung der Nervenzellen oder Schlafstörungen und Krämpfe. Beim Einsatz von synthetischen Insektiziden müssen folgende Dinge unbedingt beachtet werden:

  • Hautkontakt vermeiden
  • Nicht einatmen – Maske tragen
  • Aquarien abdecken
  • Raum danach gut lüften
  • Staub vor der Anwendung gründlich entfernen
  • Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren
  • Nicht in Campingzelten und Wohnwagen anwenden
  • Nicht in Schlafzimmer, Kinderzimmern oder Krankenzimmern anwenden
  • Nach dem Einsatz Oberflächen mit Allzweckreiniger gründlich reinigen

Treten im Haus vermehrt Schädlinge auf, kann das auch einen Hinweis auf Bauschäden geben. So sind beispielsweise Rinden- und Staubläuse häufig ein Zeichen für Feuchtigkeits- und Schimmelschäden. Auch Ameisen können sogenannte Zeigerorganismen für Bauschäden oder Mängel sein.

Leider kommen angewendete Insektizide auch in Holz vor und gelangen damit in viele Eigenheime und Wohnungen. Eine Liste der derzeitigen Insektizide, die auch in Holzschutzmitteln vorkommen, gibt es hier: https://www.test.de/

Die Produktübersicht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) führt eine Liste aller in Deutschland zugelassenen Insektizide.

Alternativen zu chemischen Insektiziden zeigt das Umweltbundesamt auf seiner Homepage auf.

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Inselanlage

Durch die Nutzung einer Fotovoltaik-Inselanlage können technisch betriebene Geräte größtenteils autonom mit Energie versorgt werden. Der Einsatz einer Inselanlage macht Sinn, wenn die Anbindung an das Stromnetz teuer ist oder aus diversen anderen Gründen als kompliziert erweist. So kommen sie häufig auf Booten, Wohnmobilen oder Häusern zum Einsatz, die zu weit abgelegen sind.
Diese Anlagen produzieren ihren Strom über Solarmodule. Der erzeugte Strom wird dann entweder sofort verbraucht oder auch zum späteren Verbrauch zwischengespeichert.

Um eine Fotovoltaik-Inselanlage nutzen zu können, sind einige Komponenten notwendig:

  • Solargenerator bestehend aus Solarmodulen
  • Generatoranschlusskasten
  • Wechselrichter
  • Fotovoltaik Speicher oder Akku
  • Laderegler

Wird eine Fotovoltaik-Inselanlage geplant, ist es wichtig, den täglichen Energiebedarf, den täglichen Energieertrag der Anlage pro Tag, die ortsabhängige Sonneneinstrahlung und die Batteriekapazität aufeinander abzustimmen.

  • Energieverbrauch
    Hierfür muss die Leistungsaufnahme des Gerätes in Watt mit der genutzten Betriebsdauer in Stunden multipliziert werden. Im Anschluss addiert man die Ergebnisse und erhält den ungefähren Energieverbrauch.
  • Tagesertrag der Anlage
    Um den Tagesertrag von Solarmodulen zu errechnen, kann eine Faustregel genutzt werden. Hierbei wird gesagt, dass zehn Stunden Tageslicht eine ungefähr dreistündige Maximalleistung der Solarmodule (Sommermonaten) garantieren. In den Wintermonaten ungefähr 0,8 bis zwei Stunden. Ein solarbetriebenes Modul mit einer 250 Watt-Leistung kommt somit auf ungefähr 740 Wattstunden täglich. In den Wintermonaten sind ungefähr 250 bis 500 Wattstunden am Tag möglich.
  • Batteriekapazität
    Die Batteriespeicher einer Fotovoltaik-Inselanlage sind so konzipiert, dass sie einen Stromverbrauch von etwa zwei bis drei Tagen abdecken. Geräte, die mit Solarstrom gespeist werden sollen, sollten eine hohe Energieeffizienz vorweisen.
  • Größe der Inselanlage
    Die Größe der genutzten Anlage sollte für den durchschnittlichen Tagesertrag genügen. Die unterschiedlichen Erträge der Sommer- und Wintermonate sollten hierbei beachtet werden.

Fotovoltaik-Inselanlagen bieten sich auch als Lösung bei einem Stromausfall an. Die Anlagen, die für gewöhnlich den gewonnenen Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen, werden nun in ein Inselsystem umgewandelt. Eine integrierte PV-Anlage schaltet innerhalb kurzer Zeit auf Ersatzstrom um und garantiert somit die Nutzung strombetriebener Geräte.

 

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Synonyme - Fotovoltaik-Inselanlage
Installationen

Unter Installationen, auch als Bauinstallation bezeichnet, versteht man im Bauwesen den Einbau aller technischen Anlagen, die für die Nutzung eines Gebäudes nötig sind. Dies sind zum Beispiel Elektroinstallation, Gas-, Wasser-, Heizungs- und Lüftungsinstallation, aber auch Dämmung, der Einbau automatischer Türen, Aufzüge, Rolltreppen oder Jalousien.

Siehe auch:

Bauinstallation – Installation der Versorgungstechnik

Installationen im Bereich der Versorgungstechnik beziehen sich auf das Verlegen von Leitungen, Kabeln und Rohren, ebenso gehören die technischen Anlagen selbst in diesen Bereich also die Installation der Heizungsanlage, des Stromverteilers oder der Lüftungsanlage. Die Installationen können zum Teil in Eigenleistung durchgeführt werden, wenn es um strom- oder wasserführende Anlagen oder auch Gasleitungen geht, ist es zum Teil verpflichtend, dass ein Fachbetrieb diese Aufgaben durchführt.

Einen gesonderten Bereich stellt die Installation elektrischer Anlagen wie Aufzüge, Rolltreppen, Blitzableiter oder Staubsaugersysteme dar.

Sonstige Installationen

Abgesehen von den technischen Anlagen gehören auch der Einbau der Dämmung gegen Kälte, Wärme oder Schall zu den Installationsarbeiten. Auch das Anbringen von Jalousien oder Markisen fällt unter diesen Bereich.

Installationen vom Fachbetrieb

Hinsichtlich der Installation von Leitungen und Anlagen gibt es verschiedene gesetzliche Vorgaben. So dürfen Laien zwar Stromleitungen verlegen, den Anschluss selbst muss ein Fachbetrieb, also ein Elektroinstallateur durchführen. Auch beim Trinkwasseranschluss gibt es Vorschriften: So dürfen auch hier nur Fachbetriebe Arbeiten an der Trinkwasser-Installation durchführen, dies gilt für den Einbau selbst wie auch für spätere Eingriffe oder Veränderungen. Gleiches gilt für Gasleitungen: Die gesamte Gasinstallation darf nur der Fachmann durchführen. Grund für diese Regelungen ist zum einen die Gewährleistung der fachgerechten Installation und damit der Sicherheit, aber auch die Haftungsfrage. Schließen Sie zum Beispiel selbst Ihren Elektroherd an, zahlt bei einem Kurzschluss oder Brand die Versicherung nicht.

 

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Installationsblock

Ein Installationsblock ist ein vorgefertigtes Bauteil, das in einem Gebäude alle Abzweig-, Fall- und Steigleitungen in einer Sanitäreinheit zusammenfasst. Der Installationsblock kann als Wand-Vorstell-Element oder freistehend ausgeführt und halb- oder geschosshoch sein. Installationsblöcke kommen vorwiegend im Mehrfamilienhaus oder in Hotels zum Einsatz, vereinzelt auch im privaten Wohnungsbau.

Aufbau und Konstruktion

Installationsblöcke sind meist Sandwichelemente mit bereits montierten Leitungen und teilweise auch Sanitärobjekten. Eine andere Variante stellen Kompaktzellen dar, die das komplette Bad oder WC enthalten. Die Sandwichelemente sind in der Regel als Holzskelett mit Beplankung aus Spanplatten, Faserzementplatten, Aluminium oder Kunststoff aufgebaut. Hinsichtlich der Abmessungen richten sich die Blöcke und Installationen nach ergonomischen Bedürfnissen und Regelwerken. Ebenfalls ist es möglich, bereits Versorgungsleitungen für Nachbarräume mit Abwasser- und Wasseranschluss mit einzuplanen.

Einbau von Installationsblöcken

Installationsblöcke werden in Wände und Decken eingelegt und ersetzen die ansonsten erforderlichen Öffnungen und Aussparungen. Die Fixierung erfolgt je nach Material mit Betonguss oder über geeignete Befestigungsmittel. Werden Installationsblöcke für die Leitungsführung verwendet, entfallen die sonst erforderlichen Schalungsarbeiten, das Verschließen von Öffnungen und Fugen oder Kernbohrungen. Auch eventuell erforderliche Absturzsicherungen um die Deckenaussparungen werden überflüssig. Dies macht diese Einbauteile besonders wirtschaftlich.

Vorteile von Installationsblöcken

Der größte Vorteil eines Installationsblocks ist seine Wirtschaftlichkeit. Die Blöcke werden im Werk witterungsunabhängig und standardisiert gefertigt und vormontiert. Dies sichert Maßhaltigkeit und gleichbleibende Qualität. Anschließend werden die Fertigteile im Gebäude mit dem Kran gesetzt, aufwendige Installationsarbeiten vor Ort entfallen.

Vorwandinstallation mit Installationsblöcken

Die klassische Vorwandinstallation besteht aus einer vorgemauerten oder im Trockenbau gefertigten Wandschale, an der anschließend die Sanitärobjekte befestigt werden. Bei der Vorwandinstallation mit Installationsblöcken kommt das vorgefertigte Element bereits komplett montiert zum Einbauort und muss lediglich noch angeschlossen werden. Dies spart viel Zeit, Aufwand und Bauarbeiten im Gebäude selbst. Dies wiederum sorgt für verkürzte Bauzeiten.

 

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Synonyme - Installationsblock
Installationsdoppelboden

Der Installationsdoppelboden bietet in seinem Inneren Platz für die Verlegung von Elektro-, Wasser-, Abwasser- oder Lüftungsleitungen und wird teilweise auch zur Klimatisierung von Räumen genutzt. Die Böden kommen vorwiegend in Bürogebäuden, Schaltwarten, Rechenzentren oder anderen Bauwerken mit vielen Installationsleitungen sowie teilweise auch im Mehrfamilienhausbau zum Einsatz.

Aufbau des Installationsdoppelbodens

Der Installationsdoppelboden besteht aus einer Bodenplatte mit höhenverstellbaren Metallstützen in regelmäßigen Abständen, die auf speziellen Lagern auf die Rohdecke aufgesetzt werden. Auf dieser Bodenplatte können die verschiedensten Bodenbeläge verlegt werden. Als Material für den Installationsdoppelboden kommen Holzwerkstoffe in Form hochverdichteter Flachpressplatten, aber auch Zementfaser, faserverstärkte Gipsplatten Stahl oder Aluminium zum Einsatz. Die spezifischen Parameter sind in der DIN EN 12825 „Doppelböden“ festgelegt.

Vorteile des Installationsdoppelbodens

Ein großer Vorteil dieses Bauprodukts ist die trockene Verlegung. Nach dem Einbau kann der Boden sofort genutzt werden, über Revisionsöffnungen, bzw. die Herausnahme einzelner Platten ist der Zugriff auf die innenliegenden Leitungen einfach und jederzeit möglich. Durch die große Platzreserve ist es außerdem leicht möglich, Leitungen und Installationen nachzurüsten. Die höhenverstellbaren Stützen im Hohlraum ermöglichen die Anpassung an die angrenzenden Bauteilhöhen und den Volumenbedarf im Hohlraum. In Rechenzentren oder anderen Gebäuden mit hohem Klimatisierungsbedarf wird die Bodenkonstruktion häufig auch zur direkten Klimatisierung der Räume eingesetzt. In diesem Fall strömt die gekühlte Luft teilweise direkt durch den abgeschotteten Hohlraum im Boden.

Installationsdoppelboden und Schallschutz

Mit einem Installationsdoppelboden werden entlang mehrerer nebeneinander gelegene Räume durchgehende Hohlräume geschaffen, um eine ungehinderte Leitungsführung zu ermöglichen. Dies begünstigt die Schallängsübertragung mit mehreren Übertragungswegen. Damit es durch die Konstruktion nicht zu Schallschutzproblemen kommt, müssen bereits bei der Planung entsprechende Abschottungen oder der Einbau eines geeigneten Schallabsorptionsmaterials vorgesehen werden.

 

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Installationspläne

In einem Installationsplan werden nahezu genau die Elektroinstallationen in einem Gebäude mit verschiedenen genormten Symbolen eingetragen. In der Regel werden sie mit einer geeigneten Software und CAD-Technologie erstellt. Jede Elektroinstallation erhält nach ihrer Art eine feste Farbe zugewiesen. Auftreten können Elektroinstallationen bzw. Versorgungsleitungen für: Licht, Kraft, Wärme, Schwachstrom, Telefon, Antenne und Elektroakustik. Durch Symbole dargestellt werden in Installationsplänen:

  • Schalter und Drucktaster unterschiedlichster Art
  • Steckdosen
  • Deckenleuchten und Wandleuchten
  • Leuchten mit eingebautem Schalter
  • Sicherheitsleuchten und Notleuchten
  • Thermostate
  • Hygrostat
  • Pressostat
  • Niveaustat
  • Vierteilkasten
  • Anschlusskasten
  • Abzweigstellen
  • Leitungen
  • Universelle Gebäudeverkabelungen UGV
  • Telefonkabel
  • Telefoninstallationsdrähte
  • Lage der Leitungen wie
    ◦ auf oder in der Wand
    ◦ auf oder im Boden
    ◦ in Hohldecke
    ◦ auf Decke Aufputz
    ◦ auf Decke Unterputz

Um beim Hausbau die Wünsche des Bauherren einfließen zu lassen, ist die Planung der Elektroinstallationen am besten in Zusammenarbeit mit einem Elektriker durchzuführen. Wichtig ist zu beachten, dass Elektroinstallationen bestimmten Bauvorschriften und DIN-Normen unterliegen.

Sogenannten Leerrohre erlauben die Erweiterung von Elektroinstallationen zu einem späteren Zeitpunkt. Sie sollten ebenfalls mit in die Planung fließen. Aus Gründen der Sicherheit und Haftung gehören die Planung und die Ausführung aller Elektroinstallationen stets in die Hände von qualifizierten Handwerkern.

Als optionale Angaben empfiehlt es sich beim Hausbau folgende Dinge in den Installationsplan mit aufzunehmen:

  • Türen und ihre Aufgehrichtung,
  • Wände inkl. Türen, Fenster, Treppen, Erker etc.
  • Raumbezeichnungen
  • Möblierung, bzw. Positionierung der wesentlichen Einrichtungsgegenstände wie TV-Board, Multimedia-Möbel, Schreibtische, Esstisch, Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine etc.

 

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Synonyme - Installationsplan, Elektropläne
Instandsetzungen

Als Instandsetzungen bezeichnet man Reparaturen an bestehenden Gebäuden oder Gebäudeteilen, um den funktionsfähigen Zustand wiederherzustellen. Im Gegensatz zur Instandhaltung handelt es sich dabei um Arbeiten, die stattfinden, wenn bereits Schäden am Gebäude vorliegen. Besonders im Bereich der Vermietung spielt dieser Begriff eine wichtige Rolle.

Was gehört zur Instandsetzung?

Eindeutig zu den Instandsetzungsmaßnahmen gehören alle Reparaturen an der Heizung oder an anderen technischen Anlagen, Reparaturen am Dach oder an der Gebäudehülle oder die Beseitigung feuchter Bereiche im Mauerwerk. Davon abzugrenzen ist die Modernisierung – zum Beispiel die energetische Sanierung der Gebäudehülle. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die dazu dienen, den Gebrauchswert eines Gebäudes zu erhöhen oder den Wohnkomfort zu verbessern. Muss zum Beispiel eine Heizungsanlage gesetzlich erneuert werden, fällt dies wiederum unter die Instandsetzung des Gebäudes.

Unterschied zwischen Instandsetzung und Instandhaltung

Unter einer Instandhaltung versteht man alle Maßnahmen, die dazu dienen, Schäden vorzubeugen und den schadensfreien Zustand eines Gebäudes zu erhalten. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Inspektionen und Wartungsarbeiten oder auch kleinere Reparaturen wie der Austausch

Sind Kosten für die Instandsetzung Betriebskosten?

Die Kosten, die für Instandsetzungen zur Beseitigung eines „vertragswidrigen Zustands“ einer Mietsache anfallen, gehören nicht zu den Betriebskosten, die auf den Mieter im Rahmen der Nebenkosten umgelegt werden dürfen. Dies ist im BGB, § 535, Abs. 1, Satz 2 festgelegt, nach dem diese Kosten der Vermieter im Rahmen seiner Erhaltungslast alleine tragen muss. Auch Instandhaltungskosten dürfen nicht als Betriebskosten umgelegt werden. Gerade die Abgrenzung zur Modernisierung – die wiederum auf die Mieter umgelegt werden darf- ist oft nicht ganz leicht und muss teilweise gerichtlich geklärt werden.

 

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Synonyme - Instandsetzung

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