Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Wohnflächenberechnung

Für die Berechnung von Wohnflächen gibt es in Deutschland festgelegte Bestimmungen. Informationen hierzu befinden sich unter dem Stichwort Wohnfläche.

Details sind hier näher beschrieben: https://www.hausbauberater.de/wohnflaechen.

Wohnfläche

Die Wohnfläche eines Gebäudes oder einer Wohnung kann entweder nach der DIN 277 oder nach der Wohnflächenverordnung berechnet werden. Die Wohnflächenverordnung wird angewendet, wenn nach dem Wohnraumförderungsgesetzt gebaut wird. Dabei Bei der DIN 277 ist die Wohnfläche der Grundfläche gleichzusetzen, während laut Wohnflächenverordnung Terrassen, Balkone, Loggien und Wintergärten nur zu einem gewissen Prozentsatz zur Wohnfläche gerechnet werden. Ebenso verhält es sich mit Dachschrägen. Hier werden nur Flächen ab einer Höhe von 2 m zu 100 % zur Wohnfläche gezählt.

Details sind hier näher beschrieben: https://www.hausbauberater.de/wohnflaechen.

Synonyme - DIN 277, Wohnflächenverordnung
Wohneigentum

Als Wohneigentum werden sowohl Eigenheime als auch Eigentumswohnungen bezeichnet. In der Regel handelt sich dabei um selbstgenutzten Wohnraum.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist ein Fachbegriff aus der Thermodynamik, wird aber auch im Baubereich  häufig verwendet, insbesondere bei Brennwert-Heizkesseln. Hierbei gibt der Wirkungsgrad an, wie effektiv der Heizkessel arbeitet. Während der Wirkungsgrad in der Thermodynamik maximal 100 Prozent betragen kann, wird er bei Brennwertkesseln teilweise mit mehr als 100 Prozent angegeben. Dies resultiert daraus, dass moderne Brennwertkessel zusätzlich Kondensationswärme nutzen.

Wintergarten

Wintergärten bestehen aus einer verglasten Holz-, Aluminium- oder Kunststoffkonstruktion. Ein Wintergarten kann bereits mit in die Bauplanung aufgenommen oder nachträglich angebaut werden. Nachträglich angebaute Wintergärten sind genehmigungspflichtig, weil so neuer Wohnraum entsteht. Sind sie in das Gebäude integriert, unterliegen sie den Vorschriften der Energieeinsparverordnung.

Informatives über die Wintergartenplanung finden Sie hier: https://www.hausbauberater.de/bauwissen/wintergarten-planen-bauen.

Windzonen

Die Einordnung eines Gebietes in eine der vier Windzonen spiegelt die Windlast wider, der Gebäude dort ausgesetzt sind. Die Windzonenklassifizierung unterliegt der DIN 1055-4 oder dem Eurocode 1. Der Nordwesten Deutschlands gehört wegen seines hohen Windaufkommens beispielsweise zur Windzone 4, der größte Teil Bayerns (nördlich der Alpen) zur Windzone 1. Die Eingruppierung eines Baugebiets in eine der Windzonen geht in die Tragwerksberechnungen ein.

Windlast

Die Windlast ist die Bezeichnung die Beanspruchung von Gebäuden durch Wind. Vor allem bei Bau von höheren Gebäuden ist die Windlast bei der statischen Berechnung zu berücksichtigen. Dabei müssen der Staudruck des Windes sowie die  Auswirkungen von Windböen genau ermittelt werden, da vor allem bei höheren Bauwerken durch die Windeinwirkung Schwingungen auftreten können.

Wertgutachten

Ein Wertgutachten wird meist im Rahmen eines Immobilienkaufs oder beim -verkaufs erstellt. Dabei wird einerseits der Wert des Grundstückes, andererseits der Wert des darauf stehenden Gebäudes ermittelt. Maßgebend für den Gebäudewert sind der Zustand der Bausubstanz sowie der Haustechnik. Ein Wertgutachten ist nicht nur zur Preisbestimmung wichtig. Es muss zumeist auch für die Finanzierung vorgelegt werden.

Siehe auch www.abir.eu/immobilienrecht/immobilienbewertung.html.

Werkvertrag

Der Werkvertrag wird zwischen einem Bauherrn und Bauträger, einem Bauunternehmer oder einem Bauhandwerker geschlossen. Er beauftragt den Vertragsnehmer zur Herstellung oder Veränderung einer Sache, für die dieser eine vereinbarte Vergütung erhält. Der Abschluss eines Werkvertrags beinhaltet auch eine Gewährleistungspflicht durch den Auftragnehmer, die gem. BGB in der Regel nach fünf Jahren verjährt. Alternativ können jedoch auch andere Verjährungsfristen festgelegt werden.

Werkpläne

Werkpläne gehören bei der Planung eines Bauvorhabens zur Ausführungsplanung. Während Pläne, die zur Genehmigung des Bauvorhabens bei der Baubehörde gedacht sind, im Maßstab 1:100 erstellt werden, werden Werkpläne meist im Maßstab 1:50 gefertigt und sind damit wesentlich detaillierter. An der Erstellung von Werkplänen sind je nach Größe des Bauvorhabens neben dem Architekten auch Statiker, Bauingenieure oder auch Haustechniker beteiligt.

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