Innentüren

BegriffDefinition
Innentüren

Innentüren sind nur für die Verwendung im Inneren von Gebäuden vorgesehen. Ein anderer Begriff für die Innentür ist die Zimmertür, sie trennt räumlich einen Bereich oder Raum von übrigen Rest der Wohnung oder des Hauses ab. Über den Türdrücker wird die Innentür geöffnet und geschlossen. Innentüren sind in der Regel eher zeitlos im Design und vor allem funktional ausgerichtet. Es gibt aber auch Designer-Innentüren oder Glastüren und Schiebetüren für die Raumabtrennung.

Qualitativ unterscheiden sie sich vor allem durch ihre Füllungen:

  • Karton-Wabeneinlagen
    Am preisgünstigsten sind Karton-Wabeneinlagen. Der Spezialwabenkern besitzt eine hohe Flächenbelastung und ermöglicht besonders leichte Innentüren. Leider gelten hier die Schallschutzeigenschaften als sehr gering. Diese Türen sind zwar leicht zu handhaben, verfügen jedoch über die geringste Stabilität. 
  • Röhrenspansteg
    Diese Türfüllungen bestehen aus in Streifen geschnittenen Röhrenspanplatten. Sie sind stärker belastbar und haben einen höheren Nutzungskomfort.
  • Röhrenspan
    Noch stabiler sind Innentüren mit einer Röhrenspan-Füllung. Dafür wird eine Spanplatte, die mit Röhren durchzogen ist, in das Türblatt eingefügt. Röhrenspankerne bieten guten Basisschallschutz und eine durchschnittliche Stabilität. Als Röhrenspansteg Innentüren gelten solche Modelle, die aus in Streifen geschnittenen Röhrenspanplatten bestehen. Sie sind durch ihren Aufbau sehr belastbar und bieten einen dadurch bedingt höheren Nutzungskomfort.
  • Vollspanplatte
    Besteht die Türfüllung aus einer Vollspanplatte, ist die Innentür sehr stabil und erreicht erhöhte Schalldämmwerte. Diese Art der Innentüren stehen für sehr guten Schallschutz und können auch mit einem Lichtausschnitt versehen sein. Der Vollspankern besteht aus massiven Sperrholzplatten. Diese Innentüren eignen sich gut für Bereiche mit hohen Lärmbelastungen und werden häufig als Wohnungstüren in Mehrfamilienhäusern eingesetzt.
  • Spezialfüllungen
    Je nach Anspruch an den Schall-, Brand- und Einbruchschutz lässt sich mit speziellen Füllungen fast jedes Ziel erreichen. Die verwendete Spezialeinlage wird schichtweise aufgebaut und verleimt.

Jede Innentür besteht aus einem Türblatt und einer Zarge. Jedoch liegen bedingt durch die Verwendung von verschiedenen Materialien in den Füllungen der Türblätter die Qualitätsunterschiede.

  • Glatte Türen
    Diese Innentüren werden auch als Sperrtüren bezeichnet und besitzen ebenfalls einem Kern, der beidseitig mit einer Platte verkleidet ist und von einem leichten Holzrahmen umgeben ist.
  • Geprägte Türen
    Dazu gehört beispielsweise die Landhaustür. Sie enthalten eine Röhrenspanfüllung und eine Furnieroberfläche. Sie gehören zu den rustikalen Innentüren, werden aus Massivholz gefertigt und mit gefrästen Profilen aus Kiefern oder Fichtenholz stabverleimt.
  • Glastüren
    Diese besitzen nur gering ausgeprägte Schallschutzeigenschaften, sind dafür aber besonders dekorativ. Glastüren können beispielsweise mit Siebdruck oder dem Sandstrahlverfahren verschönert werden. Sie lassen viel Tageslicht in den Raum und bieten auf Wunsch gleichzeitig guten Sichtschutz.
  • Spezielle Türen
    Feuerschutztüren oder Schallschutztüren zählen bautechnisch betrachtet zwar zu den Innentüren, werden aber gesondert aufgeführt.

Innentüren sind standardisiert und das sogenannten Türblattaußenmaß nach DIN-Normen geregelt. Anwendung findet hier die DIN 68706-1 für Maueröffnungen von 62,5 bis 103,5cm Breite, 200 bis 215 cm Höhe und einem Türblattaußenmaß von 61 bis 211 cm. Nach der DIN Norm können Innentüren sowohl nach links als nach rechts betätigt werden. Das nennt man die Anschlagrichtung.

Zum Ausmessen unterschiedlichen Zimmertüren eignen sich Aufmaßblätter.

 

Synonyme: Innenraumtüren

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