Rauchvorhänge

Begriff Definition
Rauchvorhänge

Rauchvorhänge sind Barrieren, die als Teil von Rauchmanagementsystemen in einem Gebäude angebracht werden. Sie sollen die Rauchbewegung in Richtung von Rauchabzugspunkten kanalisieren. Sie gelten als aktive Brandschutzlösungen, weil sie die Ausbreitung von Rauch und Wärme von einer Zone oder Raum in eine andere verhindern. Die Rauchschutzvorhänge bilden eine Mauer für die Bewegung von Rauch in den oberen Raumbereichen, denn er hat stets die Tendenz, sich nach oben zu bewegen, wenn er heiß ist. Er wird also zu den im Gebäude platzierten Rauchabzugssystemen gelenkt. Zudem erzeugen Rauchschutzvorhänge Rauchstopps, verhindern die Bewegung von Rauch und heißen Gasen und bilden so mögliche Fluchtwege. Ein Rauchvorhang kann bis zu zwei Stunden eine sichere Evakuierung der Räumlichkeiten ermöglichen.

Die meisten Rauchschutzvorhänge sind aus einem hochwertigen Glasgewebe gefertigt. Das Grundgewebe besteht im Wesentlichen aus Glasfaserfilamenten, die als Faden oder Garn zusammengewickelt und dann in verschiedenen Webmustern gewebt werden, um eine Vielzahl von Stärken zu erzielen. Sie werden mit einem reißfesten Edelstahlgarn vernäht und können weder schrumpfen, noch sich dehnen oder brennen.

Ein Rauchschutzvorhang kann in nahezu jedem Bereich eines Gebäudes installiert werden und ist für jede Art von Raum geeignet. Aufgrund des unauffälligen Erscheinungsbilds und des minimalen Platzbedarfs für die Installation werden sie häufig in Schulen, Büros, Einzelhandelsgeschäften und anderen öffentlichen Gebäuden verwendet.

Die Richtlinien für diese Art von Vorgängen sind in den Normen DIN EN 1634-3 und DIN EN 12101-1 geregelt.

 

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Synonyme: Rauchvorhang,Brandvorhang,mobiler Rauchverschluss

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