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Wir informieren regelmäßig über verschiedene Themen zu Haus, Garten, Bauen, Wohnen sowie Hausbau und Finanzierung.

Haus richtig heizen und lüften

Wie wichtig das Heizen und Lüften ist, um im Haus ein angenehmes Wohnklima zu erhalten, ist jedem Hausbewohner grundsätzlich klar. Jedoch die wenigsten wissen, dass man hierbei auch eine ganze Menge Fehler machen kann und es hierzu auch viele Mythen gibt. Bei keinem anderen Thema ist es wichtig, effektiv zu handeln, da durch falsches Heizen und Lüften sehr viel Geld im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Fenster herausgeworfen wird. Es ist sicher nachvollziehbar, dass der Hausbesitzer in seinem Eigenheim eine wohlige Wärme und zudem ausreichend Frischluft haben möchte, doch sollte dafür im Gebäude mit Bedacht gesorgt werden.

Schimmelbildung und Baumangel

Nicht immer ist eine Schimmelbildung auf einen Baumangel zurückzuführen. Die Bauzeiten für den Hausbau werden immer kürzer und die Häuser immer dichter. Beides ist gewollt, jedoch nicht ganz unbedenklich, weil die Baufeuchte nicht entweichen kann und die gern empfohlene regelmäßige Be- und Entlüftung des Hauses kaum durchführbar ist. Hier empfiehlt sich die technische Bautrocknung. Weitere Informationen dazu  finden Sie unter der Rubrik Bautrocknung.
Um dem Schimmel gar nicht erst einen Nährboden zu gegeben, sollten Sie auch nach der technischen Bautrocknung Ihr Eigenheim regelmäßig und ausreichend lüften und beheizen. Dabei sollten Sie den Gedanken überwinden, durch die Lüftung wertvolle Heizenergie zu verschwenden, denn die Beseitigung der Schäden durch Schimmelbildung im Gebäude ist kostenintensiver als die Einhaltung eines sinnvollen Be- und Entlüftungskonzeptes.

 

Raumluft im Neubau

Während früher ein Neubau vor dem Erstbezug erst einmal trocken geheizt wurde, ziehen Bauherren verständlicherweise so schnell wie möglich in das neu gebaute Haus ein. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass bei einem gerade erst fertiggestellten Neubau die Wände und Fußböden noch nicht komplett ausgetrocknet sind. Wir empfehlen, neben der technischen Bautrocknung, insbesondere in den ersten zwei Heizperioden beim Heizen nicht zu sparen und regelmäßig zu lüften.  Da sich Feuchtigkeit vorzugsweise an Außenwandflächen niederschlägt, also gerade dort, wo die Möbel stehen, sollten diese möglichst 10 cm Abstand zur Wand haben, damit eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist.

Am größten ist die Gefahr der Schimmelbildung in der Küche und in den Bädern, da dies in der Regel die feuchtesten Räume im Eigenheim sind. Auch die Schlafzimmer, die meistens kühler als die Wohnräume sind, erfordern eine regelmäßige Belüftung. Sinnvoll ist es, das Haus 2x am Tag für 5– 0 Minuten quer zu lüften (Durchzug). Wir empfehlen Ihnen zur Kontrolle der Luftfeuchte im Haus ein Hygrometer. Liegt die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60 Prozent, haben Sie ideale Werte. Problematisch sind Werte über 70 Prozent.

Wir empfehlen Ihnen folgende Raumtemperaturen für die Beheizung am Tage:

  • Bad, Wohnräume und Kinderzimmer 20 bis 22°C
  • Küche und Gäste-WC 18°C
  • Schlafzimmer und Flur 16 bis 18°C
  • ungenutzte Räume und HWR 10 bis 12°C

Nachts können die Temperaturen in den Wohnräumen auf 16° C abgesenkt werden, eine größere Temperaturabsenkung würde zu höheren Kosten führen, da der Raum anschließend wieder auf seine Nutzungstemperatur aufgeheizt werden muss. Zudem ist zu bedenken, dass Räume mit einer Fußbodenheizung eine geraume Zeit benötigen, um die gewünschte Tagestemperatur im Raum zu erreichen.

 

Auch unbenutzte Räume heizen!

Auch wenn sich der Gedanke, ungenutzte Räume nicht zu beheizen, offenbar etabliert hat, ist er falsch. Auf diese Weise fördert der Eigenheimbesitzer lediglich die Schimmelbildung in den ungeheizten Räumen. Dies liegt daran, dass kühle Luft die Raumfeuchte nicht binden kann, sich an kalten Oberflächen, insbesondere den Außenwänden, niederschlägt und so Nährboden für Schimmel im Haus bietet. Warme Luft hingegen ist in der Lage, Luftfeuchtigkeit aufzunehmen, die dann während des Lüftens dem Raum entweichen kann. Sie sollten also unbedingt auch die wenig genutzten Räume im Haus nicht auskühlen lassen. Zu empfehlen ist eine konstante Temperatur von 10-12° C und eine relative Luftfeuchte von maximal 50 Prozent. Schließen Sie auch die Türen der Räume, die Sie nicht dauerhaft nutzen.

 

Lüften mit angekipptem Fenster?

Einer der größten – landläufig verbreiteten – Irrtümer ist der Gedanke, dass ein auf Kipp geöffnetes Fenster für anhaltenden Luftaustausch im Haus sorgt. Fakt ist, dass auf diese Weise lediglich die Wärme entweicht und das Mauerwerk rund um das Fenster auskühlt. Aus diesem Grunde sind dauerhaft auf Kipp geöffnete Fenster extrem ineffizient. Sehr viel effektiver hingegen ist das sogenannte Stoßlüften. Dabei reichen zwei bis drei kurze Zeitabstände von je ca. 5- 0 Minuten am Tag vollkommen aus, um einen Luftaustausch effektiv vorzunehmen. Um nicht zu viel Wärme zu verlieren, sollten die Heizkörperventile für den Zeitraum des Stoßlüftens geschlossen werden.

 

Heizkosten sparen durch ausgeschaltete Heizung während der Abwesenheit oder nachts?

Ein weiterer großer Irrtum ist der Gedanke, dass beim Verlassen des Hauses Energie dadurch gespart werden kann, wenn die Heizungen abgedreht werden. Richtig ist vielmehr, dass effektives Heizen nur dadurch erreicht werden kann, wenn die Räume permanent gleichmäßig beheizt werden, da ansonsten die Räume im Eigenheim zu stark auskühlen. Die Energiemenge, die benötigt wird, um die Räume anschließend wieder auf die gewünschte Wohlfühltemperatur aufzuheizen, ist indes viel höher, als beim gleichmäßigen Beheizen.

Wer wirklich Energiekosten senken möchte, sollte vielmehr darüber nachdenken, die Raumtemperatur permanent zu senken. Schon ein Grad weniger kann bis zu sechs Prozent Energiekosten sparen.

Wer über eine Zentralheizung verfügt, spielt öfters mit dem Gedanken, bereits im Herbst bei kalten Nachttemperaturen diese ganztägig in Betrieb zu nehmen. Davon ist allerdings abzuraten, da die Tagestemperaturen dafür noch zu hoch sind. Gerade in der Übergangszeit gibt es oftmals starke Temperaturunterschiede zwischen der Tages- und Nachtzeit, was einen ganztägigen Betrieb der Zentralheizung wirtschaftlich ineffektiv werden lässt.

 

Der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen

Ein noch immer gern vernachlässigtes Einsparpotential ist der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage. Er ist für das effiziente Heizen von entscheidender Bedeutung, denn hier wird unnötiger Energieverbrauch vermieden. Durch die fachgerechte Einstellung der Heizungsanlage erhalten die Heizkörper nur so viel Wasser, wie zur ausreichenden Wärmeversorgung notwendig ist.
Siehe auch: http://www.hausbau-berater.de/hydraulischer-abgleich.html

 

Mit einer Be- und Entlüftungsanlage die Heizkosten reduzieren

Die Nachrüstung einer Lüftungsanlage im Haus ist sicherlich eine gute Idee. Viele schrecken jedoch davor zurück, weil sie Vorbehalte wegen der zu erwartenden Kostzen und des Aufwands haben. Ein nachträgliches Verlegen zusätzlicher Luftkanäle ist jedoch  gar nicht notwendig, da sich dezentrale Einzelgeräte ohne großen Aufwand einrichten lassen. Zur Installation sind lediglich ein Stromanschluss sowie eine freie Außenwand nötig. Mit einer modernen Be- und Entlüftungsanlage ist ein großer Schritt in Richtung der Optimierung der Heizkosten gemacht, der sich zudem auch auf den Wert des Eigenheims auswirkt, jedoch gibt es auch hier viele falsche Darstellungen. Es ist nicht richtig, dass ein Betreiber einer solchen Be-/Entlüftungsanlage die Fenster nicht mehr öffnen darf; richtig ist vielmehr, dass dies nicht mehr notwendig ist, da die Anlage für einen Luftaustausch in den Räumlichkeiten sorgt und so das manuelle Lüften ersetzt.

Eine Installation und der Betrieb einer derartigen Anlage reduzieren spürbar die Heizkosten, da Wärmeverlusten vorgebeugt wird. Mittels Wärmerückgewinnung können 95 Prozent der Wärme aus der Abluft wieder dem Gebäude zugeführt werden, hierbei wirken die Räume, in denen gekocht und geduscht wird, als Katalysator. Die Be- und Entlüftungsanlage saugt aus den Feuchtigkeitsräumen die warme Luft ab, ohne dabei Wärmeverluste in den Räumen zu produzieren, und fügt sie den anderen Räumen wieder zu.

In jedem Eigenheim stecken viele Möglichkeiten, die Energiekosten zu senken. Ein nachträgliches Installieren einer Be- und Entlüftungsanlage sowie eine Wärmepumpe sind hierbei gute Komponenten, um die energetische Wirtschaftlichkeit des Hauses zu erhöhen. Letzten Endes ersetzt eine Be- und Entlüftungsanlage das Lüften, und mit einer Wärmepumpe ist der Hausbesitzer auch an kalten Tagen in der Lage, das Heim zu heizen und dabei die gewünschte Durchschnittstemperatur gleichmäßig zu halten.

 


 

Kondenswasser verhindern: Fensterheizung hilft gegen Feuchtigkeit

Viele Mieter und Hausbesitzer kämpfen mit feuchten Fenstern. Wo sich das Kondenswasser festsetzt, kann sich gefährlicher Schimmel bilden. Dieser wiederum gefährdet die Substanz der Fenster und angrenzender Bauteile und kann sie dauerhaft beschädigen. Kondenswasser und beschlagene Fensterscheiben entstehen vor allem an solchen Fenstern, in deren Nähe kein Heizkörper angebracht ist. Die Feuchtigkeit sammelt sich hauptsächlich an den kalten Randbereichen der Fensterscheibe. Mehr Heizen und ständiges Abwischen sind auf Dauer keine praktische Lösung. Kleine, elektrische Fensterheizungen können Abhilfe gegen Kondenswasser und damit Schimmel schaffen. Sie erwärmen den Rand der Fenster und verhindern so ein Anlaufen.

Kondenswasser verhindern: Temperaturunterschiede abfangen

Die kleinen Heizgeräte erwärmen die Fensterflächen direkt und verhindern damit ein Abfallen der Temperatur am Fensterrand. Die Heizelemente werden direkt auf die Glasscheibe aufgeklebt und können bei jedem Fenster nachträglich im Randbereich der Glasfläche montiert werden. Ein dünnes und flexibles Modell nimmt wenig Platz ein und ist fast unsichtbar. Das Heizelement erhitzt nach dem Aufkleben Dach-, Wintergarten- oder Wohnfenster und hält die Temperatur der Scheibe oberhalb des Taupunkts. Das Österreichische Institut für Baubiologie und -ökologie (IBO) hat dies sogar offiziell geprüft: Das Gutachten bestätigt, dass etwa die Fensterheizung "T-Stripe" Feuchtigkeit am Fenster und damit auch Schimmelbildung verhindert.

Einfache Montage

Damit die Fensterheizung einwandfrei funktioniert, finden Profis und Heimwerker eine Montageanleitung auf der Internetseite des Herstellers. Sie erklärt leicht und verständlich die richtige Anbringung der kleinen Heizelemente. Der Heizstreifen ist mit wenigen Schritten am Fenster montiert:

  • Die Glasleiste bei Metall- und Kunststofffenstern ist oft abnehmbar. Hier wird die Heizung direkt dahinter fest integriert.
  • Bei Holzfenstern und anderen Modellen ohne abnehmbare Leiste wird das Heizelement direkt auf die Glasscheibe geklebt. Optional verkleidet eine Alu-Designleiste die Heizung.
  • Bitte Fenster putzen: Nur auf gut gesäuberten Scheiben hält das Heizelement fest und damit langfristig.
  • Stecker nicht vergessen: Die Fensterheizung läuft mit Haushaltsstrom mit 230 Volt aus der Steckdose.
  • Ständiges Ein- und Ausstecken wird mit dem Einbau eines optionalen Thermostats vermieden.
  • Stressfreie Montage: Komplettsets liefern alle wichtigen Bauteile.
  • Sollen mehrere Fenster ausgestattet werden, können die Teile auch nach Bedarf zusammengestellt werden.

Die Fensterheizung verbraucht vergleichsweise wenig Strom: Beim Modell des österreichischen Herstellers ist der Verbrauch bei einem Fenster mit einem Umfang von vier Metern etwa mit dem einer 40-Watt-Birne zu vergleichen. Das entspricht knapp zehn Watt pro Stunde je Meter Heizelement.

Auf Qualität achten

Wichtig ist vor allem ein langfristiger Schutz vor Kondenswasser und Feuchtigkeit. Deshalb sollte beim Kauf auf die Lebensdauer und Qualität der Fensterheizung besonderer Wert gelegt werden. Zuverlässige Modelle halten Fensterputzmitteln stand, sind gegen UV-Strahlung geschützt und haben eine Lebensdauer von mindestens 15 Jahren. Nur so haben Nässe und Schimmel auch langfristig keine Chance.

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