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Der Naturgarten sorgt für Entspannung

Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Garten anzulegen. Besonders interessant sind Naturgärten. Der besondere Vorteil besteht darin, dass es ständig Veränderungen gibt. Zudem ist ein minimaler Pflegeaufwand nötig. Schließlich soll die Natur sich dort etablieren. Das gilt sowohl für die Pflanzen als auch für zahlreiche Tierarten, die sich dort ansiedeln und heimisch werden. Es besteht zwar grundsätzlich die Möglichkeit, einfach alles der Natur zu überlassen. Das ist jedoch nicht immer die beste Lösung. Es besteht dadurch die Gefahr, dass sich dort irgendwann nur noch Meter hohe Disteln ansiedeln. Deshalb ist es empfehlenswert, selbst ein wenig einzugreifen, um der Natur auf die Sprünge zu helfen. Dieses Vorhaben bedarf einer Planung.

Eine gute Planung ist wichtig

Zunächst ist es von großer Wichtigkeit, eine exakte Planung vorzunehmen. Dabei sollten örtliche und auch individuelle Aspekte berücksichtigt werden. Sind Kinder vorhanden, sollte natürlich noch genügend Platz auf dem Grundstück bleiben, damit sie toben können. Das geht natürlich nicht, wenn der Rasen zu einer bunten Blumenwiese umgestaltet wird. Zudem sollte Pflanzen genutzt werden, die zur Umgebung passen. Das bedeutet jedoch nicht, dass auf Pflanzen aus anderen Regionen der Erde völlig verzichtet werden sollte.

Es muss immer ein harmonisch wirkendes Gesamtbild entstehen. Die Planung sollte daher von den Hecken, die als Abgrenzungen dienen, bis zu Beeten mit Stauden und Büschen sorgfältig erfolgen. Zu beachten ist auch, dass ein solches naturnahes Grundstück nicht immer sein Aussehen behält. Es treten immer wieder Veränderungen auf. Das ist jedoch ein wesentlicher Aspekt, der den Naturgarten so interessant macht. Im Grunde genommen ist nichts vorhersehbar. Das übt auf viele Menschen einen besonderen Reiz aus.

Besondere Hecken wirken natürlich

Ein natürlich wirkender Garten sollte keinesfalls von einer Hecke umgeben sein, die perfekt in Form gebracht wurde. Viel ansprechender wirken Mischhecken, die aus verschiedenen Pflanzen zusammengesetzt sind. Dazu eignen sich unter anderem folgende Pflanzen:

  • Schneeball
  • Heckenkirsche
  • Felsenbirne

Alle diese Büsche wachsen sehr dicht und sorgen für einen Wind- und Sichtschutz. Im Frühling blühen sie und locken dadurch zahlreiche Insekten an. Im Herbst wachsen an solchen Hecken Früchte, die von Vögeln begehrt sind. Sollte der Wuchs solcher Hecken überhandnehmen, können sie bedenkenlos gestutzt werden. Diese Arbeit ist aber nur in Abständen von einigen Jahren erforderlich.

Auf kleineren Grundstücken ist mitunter nicht genug Platz für große Büsche, die als Hecke dienen. Dann können als gute Alternative sogenannte Trockenmauern den gleichen Zweck erfüllen. Diese wirken ein wenig mediterran. Das ist jedoch nicht unbedingt ein Nachteil. Dazu werden natürliche Steine zu einer Mauer aufgeschichtet. Diese werden jedoch nicht mit Mörtel verbunden. Dadurch entstehen zahlreiche Hohlräume, die gerne von Eidechsen oder anderen Tieren genutzt werden.

Eine Blumenwiese darf nicht fehlen

Eine Blumenwiese mit vielen bunten Blüten ist nicht nur schön anzusehen, sondern dort sind auch viele Insekten zu finden. Für viele Insekten ist ein solches Blütenmeer ein echtes Paradies. Nicht nur Bienen und Wespen fühlen sich dort wohl, sondern auch zahlreiche Schmetterlinge bevorzugen angenehm duftende Blüten. Nachdem die letzten Blumen verblüht sind, braucht die Blumenwiese nur ein einziges Mal im Jahr gemäht werden.

Dadurch wird das regelmäßige Rasenmähen gespart. Das bedeutet mehr Freizeit und viel mehr Entspannung. Die Saat der ausgeblühten Blumen verbleibt auf der Wiese, sodass im nächsten Jahr wieder zahlreiche Blumen dort wachsen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass nicht in jedem Jahr die gleiche Anzahl von unterschiedlichen Blumen blüht. Die Blumenwiese verändert jedes Jahr ihr Aussehen.
Stauden und Bäume für den naturnahen Garten

Es gibt für jeden Standort interessante Stauden. Diese können gerne in unterschiedlichen Farben zusammengemischt werden. Je weniger später eingegriffen wird, desto besser siedeln sich Stauden an. Dabei kann es allerdings passieren, dass schwach wachsende Pflanzen unterdrückt werden. Andere wiederum vermehren sich durch eigene Aussaat. Dazu gehören insbesondere Fingerhut und Akelei. Das kann zur Folge haben, dass sie in einigen Jahren an ganz anderen Plätzen wachsen.

Nicht überall sind nur sonnige Bereiche vorhanden. Daher sollten an schattigen Plätzen Stauden gepflanzt werden, die damit gut zurechtkommen. Dazu eignen sich beispielsweise:

  • Eisenhut
  • Waldsteinie
  • Salomonssiegel

Es gibt also für alle erdenklichen Standorte geeignete Pflanzen. Um überhaupt Schatten zu bekommen, eignen sich Bäume hervorragend. Sehr naturnah sind Bäume wie Salweide oder Speierling. Diese sehen prächtig aus, spenden Schatten und benötigen keine Pflege.

Wasser ist sehr wichtig

Wasser ist in der Natur unentbehrlich. Daher sollte auch nicht darauf verzichtet werden, einen Gartenteich anzulegen. Dieser muss gar nicht besonders groß sein. Auch auf dem kleinsten Grundstück lässt sich ein Teich anlegen. Durch das Wasser werden viele Tiere magisch angezogen. Es wird nicht lange dauern, bis sich die ersten Libellen am Teich ansiedeln. Auch die Frösche kommen irgendwann und fühlen sich dort zu Hause. Es gibt auch viele Singvögel, die gerne ein Bad nehmen. In einem Gartenteich sollte jedoch immer ein Brett vorhanden sein, das schräg hinausführt. Nur so können sich unter anderem Igel retten, wenn sie versehentlich ins Wasser gefallen sind.

In einem Teich wachsen auch viele Pflanzen. Wasserlinse oder ähnliche Pflanzen siedeln sich selbstständig im Teich an. Sehr viel schöner sind jedoch Seerosen oder andere blühende Wasserpflanzen. Ist der Teich groß genug, können darin auch Fische gehalten werden. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich eine natürliche Oase zur Entspannung zu schaffen.

NaturgartenEine große Arbeitserleichterung

Wer sich einen Naturgarten anlegt, profitiert nicht nur von der Schönheit der Natur, sondern hat auch deutlich weniger Gartenarbeit zu bewältigen. Das wöchentliche Mähen des Rasens entfällt. Der Schnitt der Hecke ist nur alle paar Jahre erforderlich. Die meisten Pflanzen vermehren sich selbstständig und siedeln sich dort an, wo sie gut gedeihen können. Daher benötigen sie auch so gut wie keine Pflege. Zudem bietet ein solches naturbelassenes Grundstück zahlreichen Tieren ein Zuhause, in dem sie sich wohlfühlen können.

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