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Schuppen, Laube oder Geräteraum – welches Haus soll in den Garten?

Wenn der eigene Garten erst einmal bepflanzt ist, die ersten Blumen sprießen und der Rasen gedeiht, stehen Eigenheimbesitzer recht schnell vor der nächsten Entscheidung: wohin mit den Gartengeräten wie Rasenmäher, Heckenschere und Co.? Der eigene Keller ist hierfür nur bedingt geeignet, denn gerade die schweren und sperrigen Gerätschaften mag niemand gerne die Treppe hoch- oder runtertransportieren. Daher drängt sich ein Gartenhäuschen fast schon auf – doch welches ist hier die beste Wahl?

Geräteschuppen

Einfach, schmucklos, halbwegs geräumig: Ein Geräteschuppen ist – vereinfacht gesagt – eine Art Outdoor-Keller. Er hat lediglich die Aufgabe, Geräte und Zubehör aufzubewahren und vor Witterungseinflüssen zu schützen. Hierzu zählen auch Ersatzteile von Fahrrädern, die im Sommer ungenutzten Winterreifen oder Vorräte von Dünger o. ä.

Wer über wenig freien Platz verfügt oder nur wenig Stauraum benötigt, ist mit einem Geräteschuppen gut beraten:

GeräteschuppenDieser lässt sich dezent in einer Ecke des Gartens aufstellen, ohne dabei die Optik erheblich zu beeinträchtigen. Aber Achtung! Auch ein einfacher Schuppen braucht einen witterungsbeständigen Boden – ansonsten droht hier nach einigen kalten und nassen Wintern der frühzeitige Verfall. Denken Sie also daran, ein solides Fundament einzuplanen: In der Regel besteht ein derartiges Fundament aus einer Bodenplatte aus Beton. Ein Betonfundament gewährleistet auch über Jahre hinweg eine beständige und optimale Stabilität Ihres Geräteschuppens.

Um den Schuppen auch bei schlechten Lichtverhältnissen nutzen zu können, ist es nötig, die Stromversorgung mit einzuplanen. Sorgen Sie also für die Beleuchtung und für zusätzliche Steckdosen und verlegen Sie ein geeignetes Stromkabel, das Sie auch nachts nicht im Dunkeln stehen lässt!

Was sagt das Bauamt?

Entscheidend sind hier neben Ihren individuellen Vorstellungen die Vorgaben des örtlichen Bebauungsplanes. Es lohnt sich daher, diesen vorab einzusehen – und sich über die amtlichen Vorschriften genau zu informieren. Nur dadurch sparen Sie sich später Ärger, unnötige Formalitäten – und im worst case den Abriss des gesamten Gartenhauses. Halten Sie sich stets vor Augen, dass die zuständige Behörde jederzeit berechtigt ist, die Vorgaben durchzusetzen; richtiger Ansprechpartner ist hier in jedem Fall das Bauamt – die Beratung ist übrigens kostenlos!
Möglicherweise ist auch eine separate Baugenehmigung erforderlich. Dies ist meistens dann der Fall, wenn das Vorhaben eine bestimmte Größe überschreitet und der einheitliche Charakter von Wohngebieten gewährleistet werden soll. Die Bestimmungen variieren von Bundesland zu Bundesland – daher ist der Blick in die Bauvorschriften unerlässlich!
Sobald alle Formalitäten geklärt sind, können Sie loslegen: Vielleicht sagt Ihnen ein Holzschuppen eher zu als ein Schuppen aus pulverbeschichtetem Material. Aber Achtung! Holz ist im Vergleich zu anderen Materialien pflegeintensiv und sollte regelmäßig mit Lasur versiegelt werden. Im Gegenzug passt sich Holz oft harmonisch in das Gesamtgefüge des Gartens ein und fällt optisch nicht als Fremdkörper ins Gewicht.

 

Gartenlaube

Wenn es etwas größer sein darf, ist eine Gartenlaube einem reinen Geräteschuppen vorzuziehen. Hier lässt es sich dann auch etwas wohnlicher einrichten – wie wäre es mit einem Freizeitraum oder einer eigenen Garten-Bar?

Gestalten Sie Ihre Gartenlaube ganz nach Ihren Vorstellungen, ob rustikal oder kühl und modern:

GartenhausHier können Sie auch Ideen umsetzen, die Sie beim Hausbau vielleicht zunächst zurückgestellt haben. Viele Eigenheimbesitzer richten sich in ihrer Gartenlaube auch eine Miniversion der heimischen Küche ein. Damit sind zum Beispiel Gartenparties und Grillabende wesentlich komfortabler zu bewerkstelligen, als wenn Sie für jeden Gang ins Haus gehen müssen. Gerade ein Kühlschrank und ein Wasseranschluss leisten dabei wertvolle Dienste!

Selbstverständlich sind auch hier bauliche Mindestvoraussetzungen wie ein stabiles Betonfundament und eine gute Wärmedämmung Voraussetzungen, um möglichst viel Nutzen aus dem Bauvorhaben zu gewinnen. Sparen Sie nicht am falschen Ende – hochwertige Materialien und fachlich einwandfreie Arbeiten sorgen dafür, dass Sie lange Freude an Ihrem Gartenhäuschen haben werden.

Das richtige Fundament

Bei der Wahl des richtigen Fundaments kommen in der Regel mehrere Varianten in Betracht. Ob Sie sich für ein Platten-, Streifen- oder Punktfundament entscheiden, hängt dabei vor allem von der Bodenbeschaffenheit Ihres Gartens ab. Falls Sie diesbezüglich unsicher sind, sollten Sie auf jeden Fall einen Fachmann hinzuziehen – damit Ihre Gartenlaube auch nach Jahren noch stabil steht und nicht in Schieflage gerät.

Die Außenfassade

Traditionell besteht die Außenfassade von Gartenlauben aus Holz – hier sind dennoch ganz unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Ob skandinavisch anmutendes Schwedenhaus oder rustikale Trapper-Hütte – lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und gestalten Sie etwas ganz Besonderes! Holzfassaden bedürfen regelmäßiger Pflege durch eine schützende Lasur. Diese sorgt für eine lange Lebensdauer Ihrer Laube und versiegelt die Oberfläche gegen Witterungseinflüsse und vor den Schäden durch UV-Strahlung oder Schimmelsporen. Auch hier gilt: Je hochwertiger das Holz, desto robuster und langlebiger wird das Gartenhäuschen! Wählen Sie nordische Holzsorten, um dem Wetter der hiesigen Breitengrade auch langfristig zu trotzen – besonders die dort ansässige Fichte hat sich beim Bau von Holzhütten und Saunen als langlebig und formstabil erwiesen.

 

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