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Onlinerechner vergleicht zentrale und dezentrale Wärmesysteme

Wer heute ein Haus plant, muss energetische und klimapolitische Vorgaben im Blick haben. Schließlich können die ambitionierten Klimaschutzziele auch nur unter Mitwirkung der Energieverbraucher erreicht werden.

Aber welches Wärmekonzept kommt diesem Ziel am nächsten?

Viele Wohnimmobilien, insbesondere Mehrfamilienhäuser, aber auch Baugebiete für Eigenheime, werden heutzutage zentral von einem Wärmeversorger per Nah- und Fernwärme oder dezentral mit individueller Heizungstechnik im Haus beheizt. Zentrale Nah- und Fernwärmenetze sind dabei keineswegs automatisch wirtschaftlicher und ökologischer. Sie stellen in Wohngebieten mit hoher Anschlussdichte zwar eine effiziente Möglichkeit des Heizens dar - sind im Gegenzug aber oft mit Anschluss- und Benutzungszwängen sowie Verbrennungsverboten belegt. Die meist hohen Investitions-, sowie Betriebs- und Wartungskosten werden auf die Kunden umverteilt. Außerdem sind die Kunden mit monatlichen Grundkosten auf viele Jahre gebunden.

In frei wählbare dezentrale Heizungstechniken investiert der Hausbesitzer dagegen individuell nach Bedarf und entsprechend seinen Möglichkeiten vor Ort. Er trägt die Wartungskosten alleine und kann erneuerbare Energien in sein Heizkonzept energieeffizient einbinden. Die Energiebeschaffung und -lagerung erfolgt flexibel und unabhängig.

Onlinerechner vergleicht Kosten und Energieverbrauch

Ob eine zentrale oder dezentrale Wärmelösung zu bevorzugen ist, können Laien kaum überblicken. Ein neuer Online-Wärmevergleich-Rechner stellt deshalb die Wärmekosten, den Primärenergiebedarf und die CO2-Emissionen von zentralen und dezentralen Lösungen gegenüber. Die Werte lassen sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser und auch für ganze Siedlungen ermitteln, die Ergebnisse werden tabellarisch und als Diagramme verständlich und anschaulich dargestellt. Die Allianz Freie Wärme empfiehlt das von der VdZ entwickelte Tool unter www.freie-waerme.de. Basis der Berechnungen ist die wissenschaftliche Studie "Dezentrale vs. zentrale Wärmeversorgung im deutschen Wärmemarkt" mit Werten aus dem Jahr 2019.

Unterschiedliche Systeme eingehend vergleichen

"Wenn es um wirtschaftliche, bezahlbare und klimapolitisch hilfreiche Wärmelösungen für die Zukunft geht, sind pauschale Aussagen oder Trends nicht zielführend", betont auch Andreas Müller, Geschäftsführer Technik beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), den Nutzen des Rechners. Er helfe Verbrauchern und Fachleuten im konkreten Fall einfach und unkompliziert. Bevor sich Immobilienbesitzer und Bauherren hinsichtlich der Wärmeerzeugung für viele Jahre binden, sollten sie die Systeme eingehend vergleichen und dafür ausgewiesene Fachleute wie etwa Heizungsbauer, Schornsteinfeger oder Energieberater heranziehen.

 

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