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Die Heizungswartung garantiert ein warmes Zuhause

Der Winter-Check fürs Auto ist für die meisten Kfz-Halter selbstverständlich. Das sollte auch bei der eigenen Heizung so sein, wenn man vermeiden will, bei Minusgraden in einem kalten Haus zu sitzen. Eine gründliche Überprüfung des Kessels und des Brenners durch einen Heizungsfachmann sorgt außerdem dafür, dass die Gas- oder Ölkosten nicht in die Höhe schnellen.

Eine regelmäßige Überprüfung der Heizungsanlage ist sogar in der Energie-Einsparverordnung (EnEV) ausdrücklich vorgeschrieben: In § 11 Absatz 3 ist von einer regelmäßigen und fachgerechten Wartung und Instandhaltung der „Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung“ die Rede. Wie häufig das sein soll, wird dort jedoch nicht näher definiert. Der Hinweis darauf, dass die Arbeiten fachgerecht durchgeführt werden müssen, heißt, dass hierfür ein geeigneter Fachbetrieb beauftragt werden muss.

Das umfasst eine fachgerechte Wartung der Heizung

Zunächst werden alle Teile darauf überprüft, ob sie dicht, korrosionsfrei und ohne Alterserscheinungen sind.

Beim Brenner wird der Betriebsstundenzähler in Augenschein genommen, sofern es einen gibt. Die normale Laufzeit für einen Brenner liegt pro Jahr zwischen 1.600 und 2.000 Stunden. Sind es weniger,  ist das ein erster Hinweis auf einen zu großen Kessel. Außerdem wird die Überwachungs- und Zündeinrichtung kontrolliert sowie nachgesehen, ob Brennraum und Heizfläche frei von Rußablagerungen sind. Wenn sich dort Ruß von einem Millimeter Dicke ablagert, erhöht sich der Brennstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent. Der Heizungsfachmann wird auch nachsehen, ob dem Brenner genug Luft zugeführt wird.

Die Überprüfung umfasst auch die Frage, ob die Membranausdehnungsgefäße über den richtigen Wasserstand und Vordruck und die Abgasführung hinsichtlich ihrer Sicherheit und Funktion in Ordnung sind. Ein guter Heizungsinstallateur wird sich auch ansehen, ob die Zirkulations-, Heizkreis- und Speicherladepumpen optimal eingestellt sind und der Trinkwassererwärmer hinsichtlich Dichtheit, Temperatureinstellung und Funktionalität einwandfrei arbeitet.

Die  EnEV schreibt zudem die Verwendung von Thermostatventilen in zentral beheizten Gebäuden sowie die Dämmung von Armaturen und Rohren vor. Beides ist auch deshalb sinnvoll, da sich diese Maßnahmen positiv auf den Energiebedarf auswirken. Deshalb stehen diese Punkte ebenfalls auf der Checkliste.

Erst nach dieser Inspektion werden die eigentlichen Wartungsarbeiten durchgeführt und die festgestellten Mängel nach Bedarf beseitigt.

Je nach Heizungsart können noch weitere Überprüfungen hinzukommen. Bei der Wartung einer Ölheizung wird beispielsweise auch der Öltank auf Mängel überprüft und ggf. gereinigt.

Direkt nach der Wartung erhalten Kunden von ihrem Monteur ein Wartungsprotokoll, aus dem alle Arbeiten hervorgehen.

Einige Arbeiten, die unmittelbar zu mehr Komfort und geringeren Heizkosten führen, können auch Laien durchführen. Dazu gehören das Entlüften der Heizkörper, wenn Strömungsgeräusche oder ein Gluckern zu hören ist, sowie die Anpassung der Zeitschaltuhr an den eigenen Lebensrhythmus.

Mit diesen Kosten sollten Hauseigentümer bei einer Heizungswartung rechnen

Wie viel letztendlich eine Heizungswartung kostet, hängt von der Heizungsart, dem Brennstoff, der Nennleistung und dem örtlichen Preisgefüge ab. In der Regel müssen für die Wartung einer mit Holz betriebenen Heizungsanlage zwischen 150 und 280 Euro, bei einer Gasheizung 90 bis 150 und bei einer Ölheizung 150 bis 250 Euro gezahlt werden. Bei einer längeren Anfahrt können auch noch die Fahrtkosten hinzukommen.

Entscheiden sich Kunden, mit ihrem Heizungsfachmann einen Wartungsvertrag abzuschließen, sind die Kosten in jedem Jahr bekannt und bergen keine bösen Überraschungen. Der Vertrag wird auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des Hauseigentümers zugeschnitten und enthält auch die Möglichkeit, eine Frist zu vereinbaren, innerhalb der sich der Fachbetrieb bei einem Defekt um das Problem kümmern muss. So kann man einer längeren „Kälteperiode“ in seinem Zuhause vorbeugen.

 

 

 

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