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Über gemauerte Garagen, Betongaragen und andere Bauweisen beim Garagenbau

Mit dem Bau einer Garage verbinden viele Menschen Vorteile. Garagen bieten einen Stellplatz für das Auto, der es vor Witterungseinflüssen schützt. So bleibt der Wert des Fahrzeugs länger erhalten. Nicht umsonst ist die Bezeichnung "Garagenwagen" ein Qualitätskriterium. Eine Garage wird gleichfalls Werkstatt, Geräteschuppen oder Hobbyraum sein. Je nach Bedarf finden Interessenten vier beliebte Bauarten für Garagen mit jeweils unterschiedlichen Vorzügen: gemauerte Garagen, Betongaragen, Blech- und Stahlgaragen.

Rechtlicher Rahmen beim Bau einer Garage

Der Bau einer Garage ist eine Baumaßnahme, die einer Baugenehmigung bedarf. Da eine Garage mit dem Erdboden verbunden ist und aus Bauprodukten besteht, zählt sie zu einer baulichen Anlage, für die grundsätzlich eine Genehmigungspflicht besteht.

Genehmigungen, Baurecht, Grenzbebauung

Wer einen Garagenbau plant, hat vor dem ersten Spatenstich juristische Fragen zu klären. Dabei geht es insbesondere um Angelegenheiten des Baurechts. Nun unterscheiden sich baurechtliche Verfügungen nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern teilweise auch von der einen Gemeinde zur nächsten. Sofern der Garagenanbieter oder das Bauunternehmen diesen Formalitäten-Service nicht übernimmt, sollten die Eigentümer sich bei den jeweiligen Gemeinden erkundigen. Ohnehin fordern fast alle Ortschaften eine Eintragung des Bauvorhabens, den sogenannten "Eintragungsvermerk". Dafür fällt eine Gebühr an. Aber zumeist benötigt eine "genormte" Fertiggarage keine aufwändige  Baugenehmigung. Individuelle geplante Garagen fordern dagegen beinahe immer eine formelle Genehmigung, die beim zuständigen Bauamt zu beantragen ist. Die Lage der Garage entscheidet ebenso mit. Grundsätzlich muss beim Garagenbau ein Grenzabstand eingehalten werden. Dies bedeutet, die Garage darf nicht näher als drei Meter an das Nachbargrundstück angrenzen. Ausnahmen gibt es aber auch hier. Ein besonderer Fall ist die Grenzbebauung, also der Bau einer Garage direkt auf der Grundstücksgrenze. Hier gibt es spezielle Richtlinien. Wenn die Wände von Gebäuden nicht höher als drei Meter reichen und das Grundstück mindestens 40 Quadratmeter groß ist, kann die Baugenehmigung ohne Verfahren erteilt werden.

 

Was vor dem Garagenbau zu erledigen ist

In der Planungsphase wägen Eigentümer und Bauherren vor allem Stauraum, Klima und Nutzungsdauer ab. Auch über eine Baustellenzufahrt und Termine sollte ausführlich nachgedacht werden. Soll in der Garage irgendwann ein Zweitwagen Platz finden? Soll es auch im Winter warm darin sein, und wie sieht es mit einer Stromversorgung aus? Die Lageplanung soll eine unmittelbare Zufahrt zur Straße berücksichtigen. Schließlich müssen bei einigen Bauarten sehr schwere Teile angeliefert werden. Die Lieferung des Baumaterials und die Arbeitszeiten der Handwerker (Monteure, Elektriker etc.) müssen perfekt koordiniert sein. Das gilt auch für gemietete Gerätschaften wie zum Beispiel Kräne. Es empfiehlt sich also auch beim Garagenbau ein genauer Zeitplan. Bestenfalls wird die Garage gleich mit dem Haus zusammen gebaut, was aber nicht immer möglich ist.


Bevor es mit dem eigentlichen Bau der Garage losgehen kann, gibt es einige Vorarbeiten. Bis auf wenige Ausnahmen muss für das Fundament ein Erdaushub von 80 Zentimetern vorgenommen werden und dazu weitere 20 Zentimeter für eine Bodenplatte. Das garantiert eine frostsichere Gründung. Die Gräben sind entsprechend der Außenwände anzulegen. Wenn der Boden sehr sandig ist, sollte das Fundament mit Holz ausgeschalt werden. Bei schweren Bauweisen wird ein Ringfundament mit Eisenarmierung notwendig - dort hinein wird die Bodenplatte später gegossen. Soll die Garage einmal über elektrische Leitungen verfügen? Wenn ja, muss ein Fundamenterder (potenzialausgleichender Stahlring) eingefügt werden. Eine Sauberkeitsschicht aus Splitt bewehrt die Bodenplatte. Es sollte dabei an eine Neigung von einem Prozent zum Tor hin gedacht werden. In die Fundamentgräben wird anschließend Transportbeton gegossen und die Bodenplatte angefertigt. Zuletzt, wenn der Beton getrocknet ist, kommt auf die Bodenplatte eine Mörtelschicht. Der eigentliche Aufbau der Garage kann beginnen.

 

Bauarten im Vergleich

Beim Garagenbau haben Interessenten die Wahl zwischen verschiedenen Bauarten. Je nach Anspruch und Budget wählt man zwischen Garagen aus Mauerwerk, Beton, Stahl oder Blech, wobei die Bauart der Garage einen entscheidenden Einfluss auf den Preis dieser hat.

Stein auf Stein: gemauerte Garagen

gemauerte Garage Der Klassiker im Garagenbau ist sicherlich die gemauerte Autogarage. Es ist die Bauart, die für ein ganzes Leben halten kann. Sowohl im Aussehen als auch bei den späteren Möglichkeiten zur Nutzung ist dieser Bautyp der vielfältigste. Die traditionell aus Ziegelstein gemauerten Gebäude lassen sich dabei der Architektur des Wohnhauses angleichen. Dachziegel und Mauerstein sind frei wählbar. Mit Hammer zum Zurechtrücken der Ziegelsteine, Maurerkelle, Richtschnur und Wasserwaage geht es ans Werk. In Mauerstärke werden handliche Steine mit Mörtel verbunden, dafür sollte ein Betonmischer bereitstehen. Garagentor-Öffnungen richten sich nach den Standardmaßen des Handels. Fertige Stürze und Schallungen für Tor und Dach sind erhältlich. Üblich sind ein Pult- oder Satteldach mit einem dreiprozentigen Gefälle und Regenrinnen. Zum Schluss erfolgen Außenputz und -anstrich in Wunschfarbe.
Dieser Bautyp kann vielseitig ans Haus integriert werden. Wasser- und Stromversorgung werden recht einfach verlegt. Hervorzuheben sind die tollen Wärmedämmeigenschaften. Es ergeben sich weitere Nutzungsmöglichkeiten als Werkstatt oder Gerätehaus.
Allerdings sind gemauerte Garagen wesentlich teurer als Beton-, Stahl- oder Blechgaragen, da Planung und Herstellung sehr aufwändig sind. So benötigen sie ein solides Fundament, und ohne eine Reihe von Arbeitsgeräten wie einem Betonmischer ist das Bauvorhaben kaum zu realisieren. Zudem verringern die starken Wände die Fläche, die später nutzbar ist. Dies muss vor dem Bau unbedingt bedacht werden.

Garagen aus Beton

BetongarageDie Betongarage kommt der einer gemauerten in Sachen Solidität und Individualität am nächsten. Jedoch ist hier der Garagenbau weniger aufwändig. Es ist keine besondere Abdichtung des Fundaments nötig, sondern einfaches Streifenfundament. Betongaragen werden in der Regel als Fertiggaragen geliefert. Die Wände sind meistens sechs bis acht Zentimeter dick. Die Betonteile (Wand-, Decken- und Torelemente) werden zum Teil durch besonders verstärkte Dübel verbunden. Die Montage vor Ort dauert selten länger als zwei Stunden. Gleichfalls liefern einige Hersteller auch zweiteilige Systeme aus Deckenplatte und Korpus. Mit einer entsprechenden Wandisolierung kann eine Betongarage sogar komplett eingegraben werden (Tiefgarage). Ansonsten erhalten die Außenwände einen einfachen Spritzputz. Innen werden die Wände mit Dispersionsfarbe gestrichen. Auch diese Garagen sind im gewissen Umfang erweitert nutzbar.
Doch die Nutzungsvielfalt der Betongarage ist etwas begrenzter, da beispielsweise die Dämmeigenschaften von Beton schwach sind. Im Winter ließe es sich nicht ohne zusätzliches Heizsystem als Werkstatt nutzen, und ohne Lüftungssystem kann es in einigen Fällen extrem stickig und feucht werden. Da dies sehr teuer ist, lassen die meisten einige Lüftungsschlitze offen. Durch ihr massives Gewicht können sie nicht auf aufgeschüttetem Grund montiert werden. Wegen dieses Gewichtes werden sie als Schwerlasttransport angeliefert (Extrakosten).
Hier finden Sie Fertiggaragen aus Beton: www.rekers-beton.de.

Einfach montiert: Die Stahlgarage

StahlgarafeDer Garagenbau einer Stahlgarage ist sehr einfach. Sie sind damit günstige Alternativen zu Beton- und Steinvarianten, wobei ihr eher negatives Image oft darüber hinwegtäuscht. Dabei ist einer fertigen Stahlgarage heute nicht mehr anzusehen, dass es sich um ein Stahlkonstrukt handelt. Spritzputz und Formelemente aus Beton vermitteln den Eindruck, es sei eine Betongarage. Darauf können später beliebige Anstriche aufgebracht werden. Dach- und Wandteile bestehen aus verzinktem Stahl. Sie werden als "Baukastensystem" geliefert. Ein Kran ist gelegentlich notwendig. Käufer stehen vor der Wahl zwischen einem Flach- oder einem Satteldach. Die Montage ist sehr einfach und kann von geübten Heimwerkern mitunter im Alleingang durchgeführt werden. So ergeben sich Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Generell ist die Stahlgarage sehr solide und bringt es auf eine Haltbarkeit von 15 Jahren. Kommt es dennoch zu Beschädigungen, werden die Einzelteile einfach ausgetauscht. Stahlgaragen verfügen unter allen Bauarten über eine der besten Lüftungen, wovon Nutzer im Sommer profitieren.
Doch Stahlgaragen haben auch Nachteile: Wärme- und Schalldämmung sind bei der Stahlgarage sehr schwach. Sie passen sich ohne zusätzliche Isolierung einfach der Außentemperatur an.

Die unterschätzte Blechgarage

BlechgarageZuletzt zur einfachsten Bauart unter den Fertiggaragen, der Blechgarage: Die Standard-Blechgaragen ohne Putz sind preisgünstig und schnell erworben. Dabei machen sie auch ohne Putz und nur mit einem Anstrich einen massiven Eindruck. Wer ein besseres Aussehen möchte, kann dennoch Außenputz anfordern. Wie auch das Isolieren ist das bei der Blechgarage aber eher unüblich. Auch Kunstharze an den Außenwänden sorgen auf Wunsch für ein besseres Erscheinungsbild. Beliebt ist die Blechgarage wegen ihrer simplen Montage. Die Fertigteile lassen sich einfach verbinden (mitunter Selbstbau möglich). Ein Kran ist nicht notwendig. An Stellen, wo Erdwellen oder größere Unebenheiten existieren, kann allerdings keine Blechgarage gebaut werden. Ihre Lebensdauer ist zwar geringer als die der Betongaragen, allerdings ist das verzinkte Blech resistent gegen Rost. Zehn bis 15 Jahre bleiben sie mindestens erhalten. Da hochwertige Stahltore verwendet werden, ist der Sicherheitsstandard sehr gut. Verwiesen sei noch auf die ausgezeichnete Belüftung. Blechgaragen sind dagegen eher ungeeignet für eine Sondernutzung, da sie im Winter die Außentemperatur annehmen und kaum mit Strom zu versorgen sind.

 


Bequem ankommen: Moderne Garagentore verbinden Komfort mit Sicherheit

GaragentoreMit der Zeit werden auch Garagentore marode und müssen ausgetauscht werden. Wer eine Modernisierung plant, kann zugleich für mehr Komfort im Alltag sorgen. Möglich machen es automatische Torantriebe, die sich per Fernbedienung öffnen und schließen lassen. Einfach in die Auffahrt einfahren, und auf Knopfdruck öffnet sich das Garagentor: Besonders wenn das Wetter ungemütlich, kalt und nass ist, erweist sich ein Garagentor, das nicht erst von Hand geöffnet werden muss, als äußerst praktisch.

Bequeme Bedienung nachrüsten

Wer ein Eigenheim bauen möchte, kann die Garage von Grund auf individuell planen. Aber auch in vorhandenen Garagen lässt sich die bequeme Bedienung per Antrieb nachrüsten. Fachbetriebe vor Ort (Adressen etwa unter novoferm.de) beraten zu den einzelnen Möglichkeiten. Zudem nimmt der Profi exakt Maß und sorgt für einen lückenlosen Einbau. Das ist bisweilen einfacher gesagt als getan, denn die Dimensionen älterer Garagen stimmen oft nicht mit heutigen Norm-Größen von Garagentoren überein. Hier sind dann Anpassungen, etwa mit zusätzlichen Blendrahmen, notwendig; zudem gibt es spezielle Renovierungs-Tore, die den anderen, älteren Garagengrößen angepasst worden sind. Auch hierzu weiß der Fachmann Rat.

Tor-Varianten im Vergleich

Auch bei der Wahl des passenden Tor-Typs empfiehlt sich ein Vergleich. Sowohl die Farbe, das Material als auch die Variante des Tores sind wichtig. Waren es früher eher Schwingtore, nutzt man heute gern Sektionaltore. Diese sind im Vergleich zu Schwingtoren sehr platzsparend, da sie sich in einzelnen Segmenten öffnen und schließen lassen, ohne dabei viel Raum zu benötigen. Bei modernen Garagentoren kommen eine einbruchhemmende Ausstattung sowie eine Wärmeisolierung hinzu - somit kann die Garage selbst an frostigen Tagen auch als Hobbyraum genutzt werden.

Foto: djd/Novoferm

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