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Hybrid-Wärmepumpen: Die optimale Lösung für Heizung und Warmwasser

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Hybrid-Wärmepumpen: Die optimale Lösung für Heizung und Warmwasser

Das Wichtigste in Kürze

Was versteht man unter einer Hybrid-Wärmepumpe?

Eine Hybrid-Wärmepumpe ist eine Heiztechnik, die eine Wärmepumpe mit einem anderen Wärmeerzeuger kombiniert, zum Beispiel einem Gas- oder Ölbrennwertgerät, einem Biomassekessel oder einer Solarthermieanlage.

Wie funktioniert eine Hybrid-Wärmepumpe?

Eine Hybrid-Wärmepumpe nutzt die Umweltwärme aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich, um ein Kältemittel zum Verdampfen zu bringen. Anschließend wird der Kältemitteldampf mithilfe eines strombetriebenen Verdichters komprimiert, um die notwendige Hitze zu erzeugen. Mehr dazu hier…

Für wen lohnt sich eine Hybrid-Wärmepumpe?

Sie eignet sich sowohl für Neubauten als auch für Altbauten, für Ein- oder Mehrfamilienhäuser, für Fußbodenheizungen oder Radiatoren. Welche Voraussetzungen es zu erfüllen gilt…

Eine Hybrid-Wärmepumpe kombiniert die Vorteile einer Wärmepumpe mit einem anderen Wärmeerzeuger, zum Beispiel einem Gas- oder Ölbrennwertgerät. So kannst Du je nach Bedarf und Witterung die effizienteste und günstigste Betriebsweise wählen.

In diesem Blogbeitrag erfährst Du alles, was Du über Hybrid-Wärmepumpen wissen musst: Was sind Hybrid-Wärmepumpen, wie funktionieren sie, welche Arten gibt es, welche Vor- und Nachteile haben sie und wann lohnt sich eine Hybrid-Wärmepumpe für Dich?

Was sind Hybrid-Wärmepumpen?

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Hybrid-Wärmepumpe: Eine intelligente und nachhaltige Heizlösung.

Eine Hybrid-Wärmepumpe besteht aus einer Wärmepumpe und einem anderen, auf die Wärmepumpe abgestimmten Wärmeerzeuger. Sie kann in einem Kompaktgerät untergebracht oder aus zwei separaten Heizsystemen zusammengesetzt sein.

In diesem sogenannten bivalenten Betrieb übernimmt einer der beiden Wärmeerzeuger bis zu einem vorher definierten Punkt komplett die Beheizung der Räume (gegebenenfalls auch die Warmwasserbereitung). Alternativ können auch beide Heizsysteme parallel laufen.

Tipp: Wenn Du eine Hybrid-Wärmepumpe installieren möchtest, solltest Du Dich rechtzeitig über die Fördermöglichkeiten informieren. Es gibt verschiedene Programme, die Dir einen Zuschuss oder einen zinsgünstigen Kredit gewähren können. Zum Beispiel kannst Du bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bis zu 45 Prozent der Kosten für eine Hybrid-Wärmepumpe erhalten.

Experten sprechen hierbei vom Bivalenzpunkt, also der Temperaturgrenze, bei der der zweite Wärmeerzeuger zugeschaltet wird. Moderne Hybrid-Wärmepumpen verfügen ab Werk meist über eine intelligente Regelung. Diese wählt automatisch die günstigste und effizienteste Betriebsweise aus. Anlagenbesitzer heizen auf diese Weise nicht nur ökonomischer, sondern auch ökologischer als mit einem monovalenten Heizsystem.

Wie funktionieren Hybrid-Wärmepumpen?

Eine Wärmepumpe nutzt die Umweltwärme aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich, um ein Kältemittel zum Verdampfen zu bringen. Anschließend wird der Kältemitteldampf mithilfe eines strombetriebenen Verdichters komprimiert, um die notwendige Hitze zu erzeugen. Je mehr der Verdichter leisten muss, desto höher fallen die Stromkosten aus. Daher ist es sinnvoll, ab einem gewissen Punkt den Wärmeerzeuger zu wechseln, um die hohen Wirkungsgrade der Wärmepumpe aufrechtzuerhalten.

Hinweis: Wenn Du eine Hybrid-Wärmepumpe mit einem Gas- oder Ölbrennwertgerät kombinierst, musst Du darauf achten, dass Dein Schornstein dafür geeignet ist. Die Abgase von Gas- und Ölbrennwertgeräten sind nämlich kühler und feuchter als die von herkömmlichen Heizkesseln. Das kann zu Kondensation und Korrosion im Schornstein führen.

Der ergänzende Wärmeerzeuger hat die Aufgabe, bei Bedarfsspitzen auszugleichen und effizient hohe Vorlauftemperaturen zu generieren. Es kommen dafür neben Gas- und Ölbrennwertgeräten oder Biomassekesseln auch wasserführende Kaminöfen infrage. Durch die hohe Systemkompatibilität und die hoch entwickelte Regelungstechnik lassen sich auch bestehende Anlagen nachträglich zum Hybrid-Wärmepumpen-System umrüsten. Dabei können häufig viele Komponenten bestehen bleiben.

Welche Arten von Hybrid-Wärmepumpen gibt es?

Hybrid-Wärmepumpen lassen sich je nach Art der ergänzenden Technik in unterschiedliche Gruppen einteilen:

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Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe: Diese Kombination ist besonders beliebt, da sie eine hohe Versorgungssicherheit bietet und sich gut für die Altbausanierung eignet. Die Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe besteht aus einer Luft-Wasser- oder Erdwärme-Wärmepumpe und einem Gas-Brennwertgerät. Die Wärmepumpe übernimmt die primäre Wärmeerzeugung, während das Gas-Brennwertgerät bei niedrigen Außentemperaturen oder hohem Warmwasserbedarf einspringt.

Öl-Hybridheizung mit Wärmepumpe: Diese Kombination ist eine Alternative für Hausbesitzer, die bereits einen Öltank besitzen und diesen weiterhin nutzen möchten. Die Öl-Hybridheizung mit Wärmepumpe besteht aus einer Luft-Wasser- oder Erdwärme-Wärmepumpe und einem Öl-Brennwertgerät. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei der Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe, nur dass hier Öl statt Gas verbrannt wird.

Zusätzliche Information: Wenn Du eine Hybrid-Wärmepumpe mit einer Solarthermieanlage kombinierst, kannst Du nicht nur Deine Heizung, sondern auch Dein Warmwasser mit Sonnenenergie unterstützen. Dafür benötigst Du einen Solarspeicher, der das erwärmte Wasser speichert und bei Bedarf an die Wärmepumpe oder den ergänzenden Wärmeerzeuger weiterleitet. Ein Solarspeicher hat in der Regel ein Fassungsvermögen von 300 bis 500 Litern.

Biomasse-Hybridheizung mit Wärmepumpe: Diese Kombination ist eine Option für umweltbewusste Hausbesitzer, die auf erneuerbare Energien setzen möchten. Die Biomasse-Hybridheizung mit Wärmepumpe besteht aus einer Luft-Wasser- oder Erdwärme-Wärmepumpe und einem Biomassekessel oder einem wasserführenden Kaminofen. Die Wärmepumpe nutzt die Umweltwärme, während der Biomassekessel oder der Kaminofen mit Holzpellets, Holzscheiten oder Hackschnitzeln befeuert wird.

Solar-Hybridheizung mit Wärmepumpe: Diese Kombination ist eine Möglichkeit, die Sonnenenergie optimal zu nutzen. Die Solar-Hybridheizung mit Wärmepumpe besteht aus einer Luft-Wasser- oder Erdwärme-Wärmepumpe und einer Solarthermieanlage. Die Wärmepumpe nutzt die Umweltwärme, während die Solarthermieanlage die Sonnenstrahlen in Wärme umwandelt. Die Solarthermieanlage kann sowohl die Heizung als auch das Warmwasser unterstützen.

Welche Vor- und Nachteile haben Hybrid-Wärmepumpen?

Hybrid-Wärmepumpen haben sowohl Vor- als auch Nachteile, die Du vor der Anschaffung abwägen solltest:

Vorteile

Hohe Effizienz: Hybrid-Wärmepumpen nutzen immer die günstigste und effizienteste Betriebsweise, je nach Bedarf und Witterung. Dadurch können sie bis zu 30 Prozent Energie einsparen im Vergleich zu einem monovalenten Heizsystem.
Hoher Komfort: Hybrid-Wärmepumpen können hohe Vorlauftemperaturen erzeugen, die für eine angenehme Raumtemperatur und ausreichend Warmwasser sorgen. Außerdem sind sie leise im Betrieb und benötigen wenig Wartung.
Hohe Versorgungssicherheit: Hybrid-Wärmepumpen können auf verschiedene Energiequellen zurückgreifen, je nach Verfügbarkeit und Preis. Dadurch sind sie unabhängiger von Schwankungen im Stromnetz oder auf dem Energiemarkt.
Hohe Flexibilität: Hybrid-Wärmepumpen lassen sich an verschiedene Gebäude und Bedürfnisse anpassen. Sie eignen sich sowohl für Neubauten als auch für Altbauten, für Ein- oder Mehrfamilienhäuser, für Fußbodenheizungen oder Radiatoren.

Nachteile

Hohe Anschaffungskosten: Hybrid-Wärmepumpen sind in der Anschaffung teurer als monovalente Heizsysteme, da sie aus zwei verschiedenen Wärmeerzeugern bestehen. Die Kosten hängen von der Art der Kombination, der Größe der Anlage und dem Installationsaufwand ab.
Hoher Platzbedarf: Hybrid-Wärmepumpen benötigen mehr Platz als monovalente Heizsysteme, da sie aus zwei verschiedenen Wärmeerzeugern bestehen. Das kann vor allem in kleinen Räumen ein Problem sein. Allerdings gibt es auch kompakte Lösungen, die beide Geräte in einem Gehäuse vereinen.
Hoher Planungsaufwand: Hybrid-Wärmepumpen erfordern eine sorgfältige Planung und Abstimmung der beiden Wärmeerzeuger, um eine optimale Leistung zu erzielen. Das bedeutet, dass Du einen qualifizierten Fachbetrieb beauftragen solltest, der Erfahrung mit Hybrid-Wärmepumpen hat.

Wann lohnt sich eine Hybrid-Wärmepumpe für Dich?

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Wie Du mit einer Hybrid-Wärmepumpe Energie und Geld sparen kannst.

Eine Hybrid-Wärmepumpe lohnt sich für Dich, wenn Du folgende Voraussetzungen erfüllst:

  • Du hast einen geeigneten Platz für die Hybrid-Wärmepumpe, entweder im Keller, im Heizraum oder im Garten.
  • Du hast einen geeigneten Anschluss für den ergänzenden Wärmeerzeuger, zum Beispiel einen Gasanschluss, einen Öltank, einen Schornstein oder eine Solaranlage.

Achtung: Wenn Du eine Hybrid-Wärmepumpe mit einem wasserführenden Kaminofen kombinierst, musst Du einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. Ein wasserführender Kaminofen ist ein Ofen, der nicht nur die Raumluft, sondern auch das Wasser im Heizkreislauf erwärmt. Das kann zu einem Überdruck im System führen, wenn der Ofen zu stark befeuert wird oder die Wärmepumpe ausfällt.

  • Du bist bereit, eine höhere Investition zu tätigen, die sich aber langfristig amortisiert.
  • Du möchtest Deine Heizung modernisieren oder neu installieren und dabei Energie sparen.

Wenn Du diese Voraussetzungen erfüllst, kannst Du von den vielen Vorteilen einer Hybrid-Wärmepumpe profitieren. Du kannst nicht nur Deine Heizkosten senken, sondern auch Deinen ökologischen Fußabdruck verkleinern. Außerdem kannst Du von verschiedenen Fördermöglichkeiten profitieren, die Dir der Staat oder Deine Kommune anbietet. Informiere Dich am besten bei einem Fachbetrieb in Deiner Nähe über die passende Hybrid-Wärmepumpe für Dein Zuhause.

Hybrid-Wärmepumpen sind eine zukunftsfähige Heizlösung

Hybrid-Wärmepumpen sind eine innovative und effiziente Heiztechnik, die die Vorteile einer Wärmepumpe mit einem anderen Wärmeerzeuger kombiniert. Sie bieten eine hohe Versorgungssicherheit, einen hohen Komfort, eine hohe Flexibilität und eine hohe Umweltfreundlichkeit. Sie eignen sich sowohl für Neubauten als auch für Altbauten, für Ein- oder Mehrfamilienhäuser, für Fußbodenheizungen oder Radiatoren.

Überdies lassen sie sich leicht mit anderen erneuerbaren Energien kombinieren. Hybrid-Wärmepumpen sind in der Anschaffung teurer als monovalente Heizsysteme, benötigen mehr Platz als monovalente Heizsysteme und erfordern eine sorgfältige Planung und Abstimmung der beiden Wärmeerzeuger. Diese Nachteile werden aber durch die langfristigen Einsparungen und die Fördermöglichkeiten ausgeglichen.