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BaubeschreibungenIn der Rushhour des Lebens, getrieben von dem Gedanken, sesshaft zu werden, vielleicht eine Familie zu gründen und auch beruflich endlich festen Boden unter den Füßen zu spüren, taucht häufig auch der Wunsch nach einem Eigenheim auf. Je nach bevorzugtem Wohngebiet ist schon die Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Baugrundstück ein langwieriges Unterfangen. Ist dieses erst einmal gefunden, die Verträge unterschrieben und somit die Entscheidung für einen Hausbau gefallen, haben es plötzlich alle ganz eilig. Mit teils konkreten Vorstellungen, viel Enthusiasmus und Vorfreude macht man sich an die Planung des zukünftigen Traumhauses. Man denkt darüber nach, wie viele Zimmer man benötigt, ob die Küche separat oder zum Wohnbereich hin geöffnet gebaut werden soll. Wie viele Kinderzimmer werden benötigt, soll das Haus Stein auf Stein oder als Fertighaus errichtet werden? Es wird nach Unternehmen gesucht, die das Traumhaus in der gewünschten Ausbaustufe oder schlüsselfertig erstellen sollen, und man plant den Einzug. Soweit jedenfalls der Traum. In der Realität kommt es doch meistens ganz anders.

 

Wenn das Traumhaus zum Albtraum wird

Andreas und Katharina, beide berufstätig, haben vor einem Jahr einen Sohn bekommen und wollen nun raus aus der Mietwohnung und rein in das Eigenheim. Katharina hat gerade wieder angefangen zu arbeiten und so rückt auch die Finanzierbarkeit in greifbare Nähe. Sie freuen sich auf das eigene Haus und haben sich zunächst auf einem Stück Papier ihr Traumhaus aufgemalt. Später, weil sie es nicht mehr erwarten konnten, bauten sie mit dem Lego ihres Sohnes ihr Traumhaus „Stein auf Stein“ nach. Sie wussten, sie wollten noch ein zweites Kind, und so brauchten sie mindestens zwei Kinderzimmer, ein Schlafzimmer, Wohnzimmer, Gäste-WC, Masterbad und Küche. Auf 150 m&³2;, einem Grundstück, das sie von ihren Eltern zur Hochzeit geschenkt bekommen hatten, sollte die Familie zukünftig leben. Die Finanzierung stand, die Hausbank hatte ihnen einen Kredit in Aussicht gestellt, den sie bis zum Renteneintritt unproblematisch abzahlen konnten. Mit dem festen Budget vor Augen, machten sich die beiden auf die Suche nach einem Hausanbieter, der ihr Traumhaus nun errichten sollte. So holten sie sich einige Angebote ein, sprachen mit den Anbietern und entschieden sich dann für ein Unternehmen, das den besten Eindruck auf sie gemacht hatte und bei dem auch der Preis stimmte. Es war nicht das günstigste Angebot, denn sie wussten, dass billig nicht unbedingt auch gut sein musste. Doch sie hatten Vertrauen gefasst. In den persönlichen Gesprächen mit dem Anbieter fühlten sie sich mit ihren Wünschen in guten Händen. Die Verträge waren unterzeichnet und sie freuten sich auf den ersten Spatenstich. Doch noch bevor die Baustelle eingerichtet wurde, flatterte die erste Rechnung ins Haus. Nicht etwa für das Fundament, sondern für die Einrichtung der Baustelle. Denn, was sie nicht ahnten, die wichtigsten Aspekte fehlten in der Bau- und Leistungsbeschreibung des Anbieters. Es sollte nicht die einzige zusätzliche Zahlung bleiben.

 

Bauherren ohne Fachwissen – ein gefundenes Fressen für unseriöse Hausanbieter

Wir wissen, Bauherren ohne Fachwissen sind für windige Hausanbieter die liebste Kundschaft. Denn diese verlassen sich zum einen auf einen guten Ruf, dieser lässt sich anhand von Internetbewertungen leicht nachweisen. Außerdem wissen Laien nicht, welche Punkte in einer Bau- und Leistungsbeschreibung elementar sind. Sie verlassen sich auf ein gutes Wort und planen lieber die Inneneinrichtung. Konkrete Nachfragen seitens der Bauherren werden häufig lapidar abgewickelt. Zu schwer, zu teuer und nicht realisierbar. Geworben wird dann noch mit: „Jetzt oder nie“, „nur für kurze Zeit“ oder „super Schnäppchen“. Dem Kunden suggerieren die Superlative, besser geht es nicht und nur wer schnell ist, bekommt den „Vorzugspreis“. Im Grunde genommen geht es bei diesen Werbeaussagen aber nur um eins: den Kunden möglichst schnell zur Unterschrift zu bewegen. Damit dieser gar nicht erst auf die Idee kommt, Hausangebote vergleichen lassen zu können. Dort, wo eigener Sachverstand nicht ausreicht, sollte unserer Meinung nach ein Fachmann hinzugezogen werden. Denn Hausangebote können unterschiedlicher nicht sein. Ein Hauspreis sagt in diesem Zusammenhang überhaupt nichts aus. Er wirkt erst einmal relativ klein oder sehr groß, doch entscheidend ist immer, welche Leistung sich hinter dem Preis verbirgt. Hier hat jeder Anbieter unterschiedliche Methoden. Viele listen wichtige Arbeitsschritte gar nicht auf oder behalten sich vor, minderwertiges Material zu verwenden. Ohne, dass das so formuliert wäre. Die Folge ist aber immer gleich: Nachzahlungen, teure Nachfinanzierungen und im schlimmsten Fall Mängel, die nicht mehr beseitigt werden können.

 

Hausangebote umfassen komplexe Bauleistungen

Welche Leistungen von einem Anbieter erbracht werden, wird in der jeweiligen Baubeschreibung erfasst, diese ist Teil des Kaufvertrages. Gesetzlich ist an keiner Stelle geregelt, wie eine Baubeschreibung auszusehen hat und welche Leistungen darin erfasst werden sollten. Nur bei einer sehr aufmerksamen Betrachtung der Baubeschreibung fallen Unterschiede auf. Doch diese Zeit haben die wenigsten. Und selbst wenn, verbergen sich hinter unterschiedlichen Begriffen verschiedene Leistungen. So bedeutet schlüsselfertig nicht unbedingt, dass man nach der Schlüsselübergabe direkt mit dem Umzugswagen vorfahren kann. Ausbauhäuser werden ebenfalls in verschiedenen Stufen angeboten. Wer blickt da noch durch?

 

Machen Sie die Baubeschreibung vergleichbar

An dieser Stelle können Privatleute von Unternehmen und öffentlichen Trägern lernen. Denn die Auftragsvergabe erfolgt dort unter anderen Gesichtspunkten. Es wird ein Leistungskatalog erarbeitet, eine Zeichnung des Hauses angefertigt und auf dieser Grundlage müssen sich Unternehmen bewerben. Wichtig ist hier, dass alle genannten Leistungen erfasst wurden. Erst dann ist der Preis am Ende der Rechnung vergleichbar und realistisch. Wichtig ist jedoch nicht nur, dass die Leistungsbeschreibung vollständig erfasst wurde. Liegen alle Angebote vor, so müssen diese aufmerksam gelesen und miteinander verglichen werden. Fehlen Leistungen in der Baubeschreibung, müssen diese vom Bauherrn gesondert erbracht oder andere Unternehmen damit beauftragt werden. Hierdurch entstehen immer zusätzliche Kosten für den Hausbau. Dies wirkt sich immer unmittelbar auf den Gesamtpreis des Hauses aus.

 

Sicher bauen: Investieren Sie in eine gute Beratung

Zwar bekommen Sie online vielfältige Listen dazu, welche Leistungspositionen beim Hausbau notwendig sind, doch nur auf Grundlage einer Checkliste ein Hausangebot anzunehmen oder abzulehnen, davon raten wir ab. Denn nicht nur werden unterschiedliche Begriffe für die gleichen Arbeiten verwendet, auch gibt es Begriffe, die juristisch nicht geschützt sind und hinter welchen sich eben unterschiedliche Leistungen verbergen können. Deshalb sollten Sie sich, wollen Sie auf Nummer sicher gehen, jemanden mit Fachwissen an die Seite holen. Wir von den Hausbauberatern stellen Ihnen hier unterschiedliche Leistungspakete zu Verfügung. Von der Überprüfung der Baubeschreibung über die Bauplanung bis zur Baugrunduntersuchung finden Sie alle notwendigen und sinnvollen Leistungen. Denn so schützen Sie sich effektiv vor Nachzahlungen und im schlimmsten Fall vor der Privatinsolvenz. Sie lassen sich vor allem aber nicht vorschnell zur Vertragsunterzeichnung überreden. Anbieter, die das nötig haben, sind unseriös. Seriöse Bauunternehmen lassen Ihnen immer die Wahl und genügend Zeit, um eine Bau- und Leistungsbeschreibung zur Not auch extern überprüfen zu lassen. Ein unabhängiger Bauberater kann die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen und Ihnen auf Grundlage seiner Erfahrung eine Empfehlung für das beste Angebot aussprechen.

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