Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

BegriffDefinition
Zuschlagsgebühr

Eine Zuschlagsgebühr fällt an, wenn eine Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung erworben wird. Der Käufer einer zwangsversteigerten Immobilie muss eine Zuschlagsgebühr von 4 Prozent des Höchstgebots (pro Jahr) für die Zeit zwischen der Zuschlagsverkündung und dem Verteilungstermin zahlen.

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Zwischenlager

Bauschutt, Baureste und Baumaterialien müssen fachgerecht entsorgt werden. Das Abfallrecht bestimmt die getrennte Sammlung und Verwertung von Baurestmassen. Getrennt werden muss zwischen mineralischen Abfällen, Baumischabfällen, Wertstoffen, Problemabfällen und asbesthaltigen Baustoffen. Können Problemabfälle oder asbesthaltige Baustoffe nicht direkt fachgerecht verwertet werden, werden diese bis zur endgültigen Verwertung in Zwischenlagern gelagert. Für die Entsorgung ist immer der Bauunternehmer zuständig.

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Zwischensparrendämmung

Wenn der Dachboden als Wohnraum genutzt werden soll, muss eine Wärmedämmung angebracht werden, um ein warmes Dach zu schaffen.

Eine Zwischensparrendämmung ist eine Dämmung zwischen den Dachsparren. Wenn die Isolierung ausschließlich zwischen den Sparren angebracht wird, müssen diese sehr tief sein, um sicherzustellen, dass die erforderliche Isolationstiefe erreicht wird. Die Anforderungen der Bauvorschriften erfordern eine Tiefe von 20 bis 24 cm. Die Energieeinsparverordnung EnEV 2014 schreibt zusätzlich einen Wärmedurchgangskoeffizienten von maximal 0,24 W/(m² K) vor. Das bedeutet, dass der Dämmstoff mindestes 20 cm dick sein muss.

Da die meisten Dachsparren nicht dick genug sind, müssen diese zuerst verstärkt werden. Nachdem die Dachsparren verstärkt wurden, kann das Dämmmaterial zugeschnitten werden. Es sollte etwas breiter sein als der tatsächliche Sparrenzwischenraum. Das ermöglicht, dass die Dämmung fest und fugendicht zwischen den Sparren sitzt. Als Dämmungmaterialien kommen Plattenwerkstoffe zum Einsatz. Das können unter anderen Klemmpilze, Matten oder Rollen aus Glaswolle, Steinwolle, Hanf, Zellulose, Schafwolle oder Holzfasern sein.

Allerdings besteht bei dieser Installationsmethode die Gefahr einer geringfügigen Kondensation durch kleinen Lücken zwischen dem Dämmmaterial und den Sparren. Diese Einlagerung von Feuchtigkeit kann zu Verfärbungen der Innenausstattung und Schimmelpilzbildung führen. Um dieses zu vermeiden sind Unterdeckbahnen und der Einbau von Dampfsperren empfehlenswert. Anschliessend kann noch eine Dampfbremsfolie montiert und luftdicht verklebt werden. Das schützt nicht nur das Dämmmaterial vor Feuchtigkeit, sondern schließt das Haus auch luftdicht ab.

Während die Einhaltung der erforderlichen Wärmestandards ein entscheidender Faktor für die Gesamtisolierung eines Hauses ist, sind die Bewohner von Dachräumen häufig auch starken Außengeräuschen wie dem Flugverkehr ausgesetzt. Daher ist die akustische Dämmung des Daches ebenso wichtig wie die thermische Isolierung, um eine komfortable Wohnumgebung zu schaffen.

Siehe auch www.hausbauberater.de/dachdaemmung.

 

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