Fachbegriffe

BaufachbegriffeWer ein Haus bauen oder sanieren möchte, wird regelmäßig mit Begriffen aus dem Bauwesen konfrontiert. Wenn Handwerker, Hausanbieter und Baufirmen ihre Kunden mit Fachvokabular zu beeindrucken versuchen, können durchaus viele Fragen offen bleiben. Damit dies nicht so bleibt, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Begriffe und Fachwörter aus der Baubranche so verständlich wie möglich erklärt. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Baulexikon eine kleine Hilfe ist. Wir werden es immer wieder um weiteres Fachvokabular ergänzen.

Sofern Sie einen Begriff nicht finden konnten, dann schreiben Sie uns bitte! Wir werden Ihnen direkt antworten und den Fachbegriff schnellstmöglich auch hier ergänzen.

 

Begriff Definition
Wohnwirtschaftliche Verwendung

Die wohnwirtschaftliche Verwendung ist ein Fachbegriff aus dem Bausparkassengesetz. Danach dürfen Bauspardarlehen ausschließlich zur Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Maßnahmen verwendet werden. Solche wohnwirtschaftlichen Maßnahmen sind beispielsweise der Kauf oder Bau sowie die Renovierung und Modernisierung von Wohnimmobilien, der Kauf von Bauland oder der Erwerb von Erbbaurechten, Maßnahmen zur Erschließung von Bauland, der Erwerb von Rechten zur dauerhaften Nutzung von Wohnraum sowie die Umschuldung von Krediten, die der Finanzierung der bereits genannten Maßnahmen dienen. Auch für gewerbliche Bauvorhaben können die Mittel aus Bausparverträgen eingesetzt werden, sofern diese im Zusammenhang mit der Schaffung von neuem Wohnraum stehen.

Wohnungsmarkt

Unter dem Begriff Wohnungsmarkt versteht man die Gesamtheit aller Angebote und Nachfragen bezüglich der Wohnungsnutzung in Deutschland. Darüber hinaus kann der Wohnungsmarkt auch für einzelne Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden bestimmt werden. Der Wohnungsmarkt gibt unter anderem wichtige Auskünfte über das Verhältnis von Wohnungsbestand zur Wohnungsnachfrage. Letztere wiederum wird durch zahlreiche unterschiedliche Faktoren bestimmt, zum Beispiel die Bevölkerungsentwicklung, das Einkommen und Alter der Eigentümer oder das Wanderungsverhalten.

Wohnungseigentumsgesetz

Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) dient zum einen der Definition des Begriffes Wohnungseigentum, regelt darüber hinaus aber auch sämtliche Rechten und Pflichten, die ein Wohnungseigentümer hat. Auch die Verwaltung und Veräußerung des Wohneigentums und das gesamte Wohnungsbaurecht sind Bestandteile des Wohnungseigentumsgesetzes.

Wohnungseigentum

Als Wohnungseigentum bezeichnet man das Sondereigentum an einer Wohnung. Dieses besteht in Verbindung mit einer Eigentumswohnung, zu der außerdem ein Miteigentumsanteil an den gemeinschaftlichen Einrichtungen und dem Grundstück gehört. Der rechtliche Rahmen wird durch das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) vorgegeben.

Wohnungsbestand

Der Wohnungsbestand kann entweder auf Bundesebene oder auch regional erfasst und ausgewiesen werden. Man versteht darunter die Anzahl an Wohnungen und Gebäuden an einem bestimmten Stichtag. Dieser Statistik liegt unter anderem die Ein-Prozent-Wohnungsstichprobe (Mikrozensus) zugrunde, welche durch das Statistische Bundesamt in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird.

Wohnungsbau

Als Wohnungsbau bezeichnet man die Summe der jährlich neu erstellten Wohnungen in Deutschland, die in eine Statistik eingearbeitet und auch als Baufertigstellungen bezeichnet werden. Weiterhin fließt in den Wohnungsbau auch die Anzahl der jährlich erteilten Baugenehmigungen mit ein, die in der Bautätigkeitsstatistik erfasst werden. Eine dritte Statistik im Zusammenhang mit dem Wohnungsbau weist das sogenannte Wohnungsbauvolumen aus, darunter versteht man den Wert der jährlichen Bauleistungen in Deutschland.

Wohnung

Von einer Wohnung spricht man bei nach außen abgeschlossenen, zu reinen Wohnzwecken bestimmten und meist zusammenhängenden Räumen, die sich in Wohngebäuden befinden. Diese Räume müssen die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen und daher mit einer Kochgelegenheit ausgestattet sein. Auch sanitäre Anlagen sind Voraussetzung für die Bezeichnung als Wohnung.

Wohnlage

Die Wohnlage beschreibt das Wohnumfeld und wird in drei Qualitätsstufen (einfach, mittel, gut) unterteilt. Einfache Wohnlagen sind in einem inneren Stadtbereich mit geschlossener und häufig stark verdichteter Bebauung. Sie verfügen über relativ wenige Grün- und Freiflächen und haben oft ein ungepflegtes Straßenbild in Verbindung mit einem schlechten Gebäudezustand. Hier muss auch mit entsprechenden Geräusch- und Geruchsbelästigungen gerechnet werden. Auch außerhalb der Innenstädte gibt es einfache Wohnlagen, die meistens durch eine ungünstige Verkehrsanbindung und geringe Einkaufsmöglichkeiten gekennzeichnet sind. Mittlere Wohnlagen dagegen haben in der Regel einen guten Gebäudezustand, jedoch nur durchschnittliche Einkaufsmöglichkeiten und wenige Grün- und Freiflächen. Gute Wohnlagen verfügen über vergleichsweise viele Frei- und Grünflächen sowie ein gepflegtes Straßenbild. Sie besitzen außerdem eine gute bis sehr gute Verkehrsanbindung und viele Einkaufsmöglichkeiten. Auch das Image der Wohngegend spielt hierbei eine Rolle.

Wohnklima

Ein gesundes Wohnklima setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: Neben der Temperatur gehören auch die richtige Luftfeuchtigkeit und eine ausreichende Helligkeit in den Wohnräumen dazu. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden in erster Linie durch eine ausreichende Belüftung und Beheizung geregelt. Das Wohnklima kann jedoch durch Schadstoffbelastungen beeinträchtigt werden.

Weitere Informationen über die Wohngesundheit im Eigenheim finden Sie hier: www.hausbauberater.de/wohngesund-bauen.

Wohngebiet

Wie ein Wohngebiet beschaffen sein muss, ist in der Baunutzungsverordnung festgelegt. Nach den hier beschriebenen Regularien befinden sich in einem Wohngebiet grundsätzlich nur Wohngebäude, Wohnungen sowie dem Wohnzweck des Wohngebiets nicht zuwider laufende Bebauung. Dazu zählen Lebensmittelgeschäfte oder Handwerksberiebe. Auch nicht störende Gewerbebetriebe dürfen unter Umständen in einem Wohngebiet errichtet werden. Welches Areal ein Wohngebiet umfasst, ergibt sich aus einem rechtskräftigen Flächennutzungsplan bzw. Bebauungsplan.

© 2019 Hausbauberater