Regenwassernutzungsanlage

BegriffDefinition
Regenwassernutzungsanlage

Regenwasser kann ganz einfach gereinigt und gelagert werden und hilft, im eigenen Haushalt Trinkwasser einzusparen. Es kann zum Beispiel für die Toilettenspülung, zur Waschmaschinennutzung oder zur Bewässerung der Außenanlage genutzt werden. Eine dementsprechende Anlage gemäß DIN 1989-1 ist dafür notwendig. Sich in Deutschland befindende Haushalte müssen nach dem Gesetz an das örtliche Wassersystem angeschlossen sein und dieses verwenden. Jedoch stehen Wasserversorgungsunternehmen nach der Gesetzgebung in der Pflicht, Hauseigentümer davon zu befreien, wenn sie anstatt Trinkwasser lieber Regenwasser für die Waschmaschinennutzung und andere Lösungen verwenden möchten. Hauseigentümer müssen beachten, dass es ihre Pflicht ist, dieses dem örtlichen Gesundheitsamt und dem örtlichem Wasserversorger zu melden. Erst danach können Eigentümer nach den gesetzlichen Vorschriften der einzelnen Gemeinden mit dem Bau einer Regennutzungsanlage beginnen.

Die zu beachtenden Normen für die Installation einer Regenwassernutzungsanlage sind:

  • Europäische Norm EN 1717
  • DIN 1988 (Trinkwasser & Leitungsanlagen)
  • DIN 1986 (Anlagen zur Entwässerung für Gebäude und Grundstücke)

Zusätzliche Richtlinien, die es zu beachten gilt:

  • Eine Verbindung zwischen dem Regenwassersystem und dem Trinkwassersystem darf nicht bestehen.
  • Trinkwasser- und Regenwasserleitungen müssen sich farblich unterscheiden und nach DIN 2403 gekennzeichnet werden.
  • Frischwasser, das aus dem öffentlichen Wassernetz in die Zisterne eingespeist wird, muss von einem Wasserzähler erfasst werden.
  • Um Regenwasser, das in den Örtlichen Abwasserkanal abgeleitet wird zu messen, ist ein zusätzlicher Wasserzähler an der Regenwassernutzungsanlage notwendig.
  • Die Installation muss von einem Fachmann durchgeführt werden, was der Gemeinde in schriftlicher Form vorgelegt werden muss.

Hauseigentümer können somit mit Einsparungen bei der Trinkwassergebühr rechnen. Auch finanzielle Einsparungen bei der Abwassergebühr werden Eigentümer einer Immobilie feststellen, wenn sie das gewonnene Wasser zur Bewässerung des Gartens benutzen. Sogar die Niederschlagsableitungsgebühr könnte entfallen, wenn ein möglicher Überlauf des Regenspeichers auf dem eigenen Grund und Boden versickert.

Eine bundesweite Förderung gibt es noch nicht. Jedoch sollten sich Bauherren oder Immobilieneigentümer, die sich dazu entschlossen haben, den Einbau einer Regenwassernutzungsanlage für ihr Eigenheim zu erwägen, beim örtlichen Bau- oder Gesundheitsamt erkundigen. In einigen Gemeinden wird die Regenwassernutzung durch attraktive Förderungen unterstützt. Außerdem werden Anlagen zur Regenwassernutzung mit zinsgünstigen Krediten von verschiedenen Banken gefördert.

 

Synonyme: Zisternenwassernutzungsanlage, Regenspeichernutzungsanlage

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