Prospektangaben

BegriffDefinition
Prospektangaben

Käufer suchen sich ihr Traumhaus häufig anhand schön gestalteter Prospekte des Verkäufers aus. Jedoch müssen Käufer hier sehr vorsichtig sein und darauf achten, dass Angaben, die im Prospekt gemacht wurden und für die Kaufentscheidung von enormer Bedeutung sind, sich im notariell beglaubigten Vertrag wiederfinden.

Für den Käufer einer Immobilie ist es das Beste, eine bestimmte Beschaffenheit des Gebäudes im Notarvertrag festhalten zu lassen. Möchte sich der Käufer auf die im Exposé erwähnten Angaben verlassen können, sollte er dafür sorgen, dass der Kaufvertrag auf den Prospekt Bezug nimmt. Auch sollte der Prospekt der notariellen Urkunde beigefügt werden.

Da es keinerlei verbindliche Berechnungsmethoden zur Angabe von Wohn- und Nutzfläche existieren, sollte der Käufer hierbei besondere Obacht walten lassen. Es liegt an dem Kaufinteressenten, beim Verkäufer zu erfragen, mit welcher Berechnungsmethode er die angegebenen Flächenangaben ermittelt hat. Hierfür sollte der Käufer unbedingt einen Sachverständigen hinzuziehen, um auf der sicheren Seite zu stehen.

Die neue Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) bedeutet keinen Freibrief für Verkäufer, den Käufer mit einem Prospekt vorweislich zu ködern und dann dafür zu sorgen, dass keine Angaben darüber im Notarvertrag festgehalten werden.

Vom BGH ausdrücklich betont, muss der Verkäufer für vorvertragliches Verschulden aufkommen. Vorvertragliches Verschulden kann somit auf mündlicher Basis oder mithilfe eines trügerischen Exposés zustande gekommen sein. Sollte trügerisches Handeln vonseiten des Verkäufers nachweisbar sein, hat der Käufer einen Schadensersatzanspruch zugut. Dieser stellt sich als Kaufpreisminderung dar.

Interessenten einer Immobilie sollten beim Kauf eines Hauses unbedingt die Beratung durch einen Bausachverständigen oder einen Anwalt im Immobilienrecht hinzuziehen.

 

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